Der Bayerische Landtag hat nunmehr umfangreiche Änderungen im Bayerischen Feuerwehrgesetz (BayFwG) beschlossen.

Die Neuerungen im BayFwG stellen das Feuerwehrwesen in Bayern nicht auf den Kopf. Es hält jedoch eine Vielzahl von guten und größeren Veränderungen für uns bereit, für die der LFV Bayern in der Vergangenheit lange und intensiv gekämpft hat.

Wichtig und hilfreich war dabei eine breite Phalanx mit den Kommunalen Spitzenverbänden, der Kommunalen Unfallversicherung Bayern und den Partnerorganisationen wie AGBF Bayern und Werkfeuerwehrverband Bayern, die uns die gemeinsame Durchsetzung ehrgeiziger Ziele erlaubt hat und mit denen wir stets eine gemeinsame Stimme im Interesse der bayerischen Feuerwehren gefunden haben.

Mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr hat uns zu jeder Zeit eine sachorientierte und partnerschaftliche Zusammenarbeit verbunden. Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die Vertreter des Innenausschusses für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit des Bayerischen Landtags und die Landtagsfraktionen für ihr stets offenes Ohr, wenn es um die Belange des Feuerwehrwesens ging.

Aufgrund der Vielzahl der Neuerungen sollen an dieser Stelle nur einige davon erwähnt werden:

  1. Art. 2 BayFwG eröffnet nun den Landkreisen die Möglichkeit überörtliche Aus- und Fortbildung von Feuerwehrdienstleistenden durchzuführen. Hierfür besteht in der Praxis aus Effizienzgründen und zur Entlastung der gemeindlichen Feuerwehren vielfach ein Bedarf.
  2. Die Aufgabe der Sicherstellung des abwehrenden Brandschutzes und des technischen Hilfsdienstes konnte bislang nicht auf einen Zweckverband oder durch Zweckvereinbarung auf eine andere kommunale Körperschaft – wie etwa eine Verwaltungsgemeinschaft – übertragen werden. Gerade kleinere Gemeinden haben jedoch häufig Interesse an weitergehenden Formen der kommunalen Zusammenarbeit, um Synergieeffekte besser nutzen zu können. Durch eine Änderung des Art. 1 Abs. 4 BayFwG wird es den Gemeinden ermöglicht, die Pflichtaufgabe des abwehrenden Brandschutzes und des technischen Hilfsdienstes auf einen Zweckverband oder durch Zweckvereinbarung auf eine andere kommunale Körperschaft zu übertragen.
  3. Mit der Altersgrenze von 63 Jahren nach Art. 6 Abs. 2 Satz 1 BayFwG werden zunehmend noch feuerwehrdiensttaugliche Personen vom Dienst in der öffentlichen Einrichtung Feuerwehr ausgeschlossen, obwohl sie zur Sicherstellung des gemeindlichen Brandschutzes vielfach sehr wichtig wären. Die Altersgrenze in Art. 6 Abs. 2 Satz 1 BayFwG wird daher um zwei Jahre auf das vollendete 65. Lebensjahr angehoben.
  4. Kindergruppen für Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und daher für eine Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr zu jung sind, konnten in der öffentlichen Einrichtung Feuerwehr noch nicht gebildet werden. Gerade wegen der Konkurrenz zu anderen Freizeitaktivitäten ist eine frühzeitige Bindung der Kinder an die Feuerwehren jedoch ein wesentliches Instrument der Nachwuchsgewinnung. Deshalb wurde nun die Möglichkeit geschaffen, Kinder in Kinderfeuerwehren der gemeindlichen Einrichtung Feuerwehr aufzunehmen.
  5. Die Komplexität und Vielfalt ihrer Aufgaben stellen an die ehrenamtlichen Kreisbrandräte hohe fachliche und zeitliche Anforderungen. Damit war es konsequent, ihnen jetzt die Möglichkeit einzuräumen, zur Unterstützung Kreisbrandinspektoren ohne Zuweisung eines Inspektionsbereichs zu bestellen, um ihnen spezifische Fachaufgaben übertragen zu können.

Zugleich sollen weitere erforderliche Anpassungen vorgenommen werden, die sich aus aktueller Rechtsprechung oder aus den Erfahrungen mit dem Vollzug ergeben, wie z.B. die Möglichkeit, bei Bedarf einen weiteren stellvertretenden Kommandanten einzusetzen, eine Ergänzung von Art. 28 BayFwG um weitere Kostentatbestände, die Normierung von Mindestanforderungen an Jugendwarte (Geeignetheit und Volljährigkeit), die Koppelung der Amtszeiten der Kreisbrandmeister und Kreisbrandinspektoren an die Amtszeit des Kreisbrandrats oder der Möglichkeit für den Stadtbrandrat einer kreisfreien Gemeinde, zusätzliche Stadtbrandmeister zu bestellen.

Ein wichtiges Anliegen war dem LFV Bayern auch das Thema Inklusion. Hier galt es, „Feuerwehr“ auch für die Gruppe der Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen zu öffnen, denen der Zugang zur Feuerwehr in der Vergangenheit nicht oder nur erschwert möglich war. Denn gerade auch im Umgang mit Menschen mit Behinderung spiegelt sich der alte Solidargedanke der Feuerwehr „Einer für alle - alle für einen!“ wieder.

Nunmehr ist es möglich, Personen mit Einschränkungen/Behinderungen trotzdem in die Feuerwehr aufzunehmen mit der Maßgabe, dass sich der Dienst auf bestimmte, der jeweiligen Eignung entsprechende Aufgaben Feuerwehr beschränkt.

Wir sind zuversichtlich, dass das geänderte Gesetz unserem Ansinnen, den in großen Teilen ehrenamtlich organisierten abwehrenden Brandschutz und technischen Hilfsdienst bayernweit zu sichern, hilfreich sein kann.

Der LFV Bayern dankt an dieser Stelle allen, die die Gesetzesänderung auf den Weg gebracht und mit begleitet haben. Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehren und den Führungsdienstgraden auf örtlicher und überörtlicher Ebene für die vielen wertvollen Anregungen und Hinweise.


Quelle: LFV Bayern

Am 21.06.2017 wurde die Brandmeldeanlage aus SEGRO 4 im Industriegebiet Alzenau Süd A 19 mit der ÜE 2108 auf die Empfangsanlage in der Integrierten Leitstelle Bayer. Untermain aufgeschaltet.

Liebe Leserinnen und Leser,

der Bayerische Landtag hat heute umfassende Änderungen des Bayerischen Feuerwehrgesetzes beschlossen. Damit wollen wir unser Feuerwehrrecht an die geänderten gesellschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen anpassen.

Unter anderem bekommen die Städte und Gemeinden die Möglichkeit, mit Kinderfeuerwehren schon frühzeitig und altersgerecht Kinder für die Feuerwehr zu begeistern. Das Höchstalter für den aktiven Feuerwehrdienst wird auf 65 Jahre heraufgesetzt. Damit können wir das feuerwehrtaktische Wissen und die Einsatzerfahrung lang gedienter Feuerwehrkameraden noch länger für den Schutz unserer Bürger verfügbar halten.

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Ihr Gerhard Eck, MdL Staatssekretär

UNSERE THEMEN

Änderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes

Das neue Bayerische Feuerwehrgesetz soll das hohe ehrenamtliche Engagement in Bayern langfristig sichern. Um Kinder und Jugendliche möglichst frühzeitig als Helfer von morgen zu begeistern, werden sogenannte 'Kinderfeuerwehren' in der öffentlichen Einrichtung Feuerwehr ermöglicht. Der aktive Feuerwehrdienst endet nicht mehr wie bisher zwingend mit dem 63. Lebensjahr. "Auch bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres können unsere Feuerwehrmänner und ‑frauen wertvolle Dienste leisten", so Innenminister Joachim Herrmann. "Damit können wir den großen Erfahrungsschatz aus jahrzehntelanger Praxis noch besser nutzen." Daneben wird auch die kommunale Zusammenarbeit im Feuerwehrwesen weiter erleichtert und so etwa die Gründung gemeindeübergreifender Feuerwehren zugelassen.

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Herrmann verleiht 'Stern der Sicherheit'

Innenminister Joachim Herrmann hat den sogenannten 'Stern der Sicherheit' an zehn Persönlichkeiten verliehen, die sich langjährig und nachhaltig um die Innere Sicherheit Bayerns verdient gemacht haben. Ausgezeichnet wurden unter anderem Dietmar Löffler, langjähriger Landesbeauftragter des THW-Landesverbandes Bayern, Oliver Mignon, ein 'Urgestein der Wasserwacht', Stefan Zapf, seit 37 Jahren hochengagierter ehrenamtlicher Feuerwehrmann und Dr. Bernhard Zenke, der sich als 'Mister Lawinenwarndienst' bundesweit einen Namen gemacht hat.

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Mehr gebaute Verkehrssicherheit

Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat bei der Jahresmitgliederversammlung der Deutschen Verkehrswacht und der Landesverkehrswacht Bayern in Würzburg weitere Investitionen in die Verkehrssicherheit angekündigt. Herrmann: "Die 'gebaute Verkehrssicherheit' an Bundesfern- und Staatsstraßen ist eine der tragenden Säulen unseres Verkehrssicherheitsprogramms 'Bayern mobil – sicher ans Ziel'. Bis 2020 sind dafür insgesamt 440 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln vorgesehen."

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Leitfaden für Vereinsfeiern

Feste von Feuerwehren, Schützen-, Burschen- und Sportvereinen, Trachtenumzüge sowie wohltätige Veranstaltungen und Pfarrfeste sind größtenteils rein ehrenamtlich organisierte Feierlichkeiten. Wer solche Feste ausrichten will, muss sich dabei oft an ein umfassendes Regelwerk halten. Bereits die verschiedenen Zuständigkeiten und unterschiedlichen Fristen stellen Ehrenamtliche regelmäßig vor große Probleme. Der neue Leitfaden der Staatsregierung enthält die wichtigsten Informationen rund um das Thema Vereinsfeiern und bietet in verständlicher Sprache einen Überblick über deren richtige Organisation und sichere Durchführung.

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Aktiv gegen Vorurteile

Vielfältige Video- und Audiospots gegen Vorurteile und für Toleranz sind das Ziel des Projekts "Aktiv gegen Vorurteile". Jede Woche wird ein neuer Clip veröffentlicht. Zielgruppe sind Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund im schulischen und außerschulischen Bereich in ganz Bayern. Fachkräfte aller Bildungsfelder können eigene Projekte realisieren. Die entstandenen Video- und Audiospots stehen bei Facebook und auf der Projektwebsite bereit.

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Die anhaltende Hitze und die damit verbundene hohe Wald- und Vegetationsbrandgefahr setzt sich weiter fort. Aus diesem Grunde ordnet die Regierung von Unterfranken zunächst vom 22. bis 25.06.2017 die weitere Luftbeobachtung der unterfränkischen Wälder als vorbeugende Maßnahme der Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken an.

Ihr lodernder Schein zeigt nicht nur die Sommersonnwend an, sondern lockt auch zur Geselligkeit: Vielerorts werden nun wieder Sonnwendfeuer entzündet und gemütliche Feste gefeiert. Leider kommt es dabei jedoch immer wieder zu Unfällen durch unsachgemäßen Umgang mit dem Feuer und somit zu Einsätzen für die Feuerwehren. Immer wieder geraten Brände außer Kontrolle mit hohen Sach- oder sogar Personenschäden als Folge. Zudem werden die Feuerwehren aber auch durch viele Fehlalarme belastet, weil Sonnwendfeuer unsachgemäß abgebrannt werden oder nicht vorher gemeldet wurden.

Daher geben die Feuerwehren diese zwölf Sicherheitstipps zum Sonnwendfeuer:

  • Vergessen Sie nicht, Ihr Sonnwendfeuer bei der dafür örtlich zuständigen Behörde anzumelden - Sie vermeiden so eine ärgerlichen Fehleinsatz der Feuerwehr, der unter Umständen gebührenpflichtig ist.
  • Verwenden Sie nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz - der Umwelt zuliebe. Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen, aber auch andere Abfälle haben im Sonnwendfeuer nichts verloren.
  • Denken Sie daran, das Brennmaterial kurz vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten, damit Ihr Sonnwendfeuer nicht zur Flammenfalle für Tiere wird.
  • Halten Sie wegen Rauch und Hitze ausreichend Sicherheitsabstand zu Gebäuden und Bäumen (mindestens 50 Meter) und zu Straßen (mindestens 100 Meter) ein. Beachten Sie die Hauptwindrichtung!
  • Seien Sie vorsichtig beim Anzünden. Brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko!
  • Offenes Feuer muss grundsätzlich beaufsichtigt werden. Sorgen Sie dafür, dass das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Passen Sie auf kleine Kinder auf. Sie unterliegen schnell der Faszination des Feuers und unterschätzen die ihnen unbekannte Gefahr.
  • Brennen Sie nicht zu viel Material auf einmal ab, vermeiden Sie gefährlichen Funkenflug.
  • Strohballen können sich allein durch die Hitzestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit.
  • Vermeiden Sie Rauchbelästigung durch zu feuchtes Material - Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.
  • Halten Sie eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei.
  • Kleinere Verbrennungen kühlen Sie am besten sofort mit Wasser: Maximal jedoch zehn Minuten lang (Leitungswassertemperatur 10 bis 20 Grad Celsius), denn bei längerer Kühlung kann es auch zur Unterkühlung der betroffenen Person führen. Bei großflächigen Verbrennungen und auf der Haut haftenden Substanzen sollte nur primär abgelöscht werden. Alarmieren Sie sofort den Notarzt über die Notrufnummer 112. Auch bei kleineren Verbrennungen ist es sinnvoll den Arzt aufzusuchen.
  • Sollte Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über Notruf 112 zu alarmieren. Die mehr als 320.000 Männer und Frauen in den bayerischen Feuerwehren sind auch an diesem Wochenende wieder rund um die Uhr einsatzbereit, um in Not und Gefahr zu helfen.

Quelle: LFV Bayern

Der Weg zum längsten Tag des Jahres ist sehr sonnig und extrem heiß. Die hohe Wald- und Vegetationsbrandgefahr setzt sich weiter fort. Aus diesem Grunde ordnet die Regierung von Unterfranken zunächst für 20. und 21. Juni 2017 die weitere Luftbeobachtung der unterfränkischen Wälder als vorbeugende Maßnahme der Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken an.

20170616 Uhrzeit 13 30 06 00004

Zu einem Wohnhausbrand in der Ruhbornstraße in Hofstädten wurden am Freitagmittag, 16.6.2017, die Feuerwehren aus Hofstädten, Krombach und Schöllkrippen alarmiert. Ein Nachbar hatte die Flammen aus dem Gebäude schlagen sehen und den Notruf gewählt. Die ersteintreffenden Kräfte konnten feststellen, dass lediglich ein Anbau, in dem früher eine Schreinerei beherbergt war, brannte und keine Personen in Gefahr waren.

Einsatzleiter Karlheinz Mannel schickte nach und nach drei Trupps unter Atemschutz in das Gebäude; diese hatten den Brand schnell unter Kontrolle, so dass mit den Nachlösch- und Aufräumarbeiten begonnen werden konnte. Da nicht auszuschließen war, dass sich noch Glutnester im Gebäude befanden, wurden die eingelagerten Gerätschaften ins Freie gebracht und bei Bedarf abgelöscht. Die Räumlichkeiten wurden anschließend mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.

Vor Ort waren die Feuerwehren aus Hofstädten, Krombach und Schöllkrippen mit insgesamt 38 Personen und 6 Fahrzeugen, die Kreisbrandinspektion war durch Kreisbrandinspektor Frank Wissel und Kreisbrandmeister Norbert Ries vertreten. Von Seiten des Rettungsdienstes und der Polizei waren jeweils ein Fahrzeug mit zwei Einsatzkräften an der Einsatzstelle.

Über Ursache und Schadenshöhe kann von Seiten der Feuerwehr keine Aussage getroffen werden.

20170616 Uhrzeit 13 45 28 00005

20170616 Uhrzeit 13 52 03 00008

20170616 Uhrzeit 13 29 42 00003

Text: Andreas Hausotter

Bilder: Lukas Glogowski

Das Medizinproduktegesetz -kurz MPG- schreibt seit einiger Zeit auch für die Feuerwehren eine turnusmäßige Prüfung der bei uns verwandten Medizinprodukte (z.B. Defi) vor.

Wegen verschiedener Anfragen aus den Feuerwehren, hier der Hinweis: Kreisfeuerwehrarzt und das zuständige Fachreferat in unserem KFV beschäftigen sich eingehend mit diesem Thema und suchen nach Möglichkeiten einer Prüfung durch einen externen Dienstleister oder alternativ die Möglichkeit einer Ausbildung zu "Medizinproduktebeauftragten" in den jeweiligen Feuerwehren.

Sobald weitere bzw. abschließende Informationen bekannt sind, werden wir diese veröffentlichen.

An der schon wieder lange anhaltenden strukturellen Trockenheit in ganz Unterfranken wird sich auch bis Sonntag nichts ändern.

Aufgrund der über das gesamte verlängerte Wochenende insgesamt erhöhten Schadenseintrittswahrscheinlichkeit von Waldbränden führt die Regierung von Unterfranken von 15.-18.06.2017 täglich Überwachungsflüge über den Wäldern im gesamten Regierungsbezirk Unterfranken durch.

Die Feuerwehren aus Rothenbuch, Laufach sowie der zuständige Kreisbrandmeister Marco Eich wurden am Mittwochmorgen (14.06.2017) um 07.28 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf die B 26 zwischen der Abzweigung Rothenbuch und dem Bischbornerhof gerufen. Aus bislang ungeklärter Ursache kollidierte dort ein Peugeot frontal mit einem LKW. Die Fahrerin des PKW wurde durch das Unfallgeschehen in ihrem Fahrzeug im Beinbereich eingeklemmt. Der 48-jährige Fahrer des im Erzgebirgskreis zugelassenen Lasters konnte sein Führerhaus selbstständig und unverletzt verlassen. Beide Fahrer waren alleine in ihren Fahrzeugen unterwegs.

Von den Einsatzkräften der Feuerwehr wurden hydraulische Rettungsgeräte eingesetzt. Das Dach des verunfallten PKWs wurde abgetrennt und so die Person „patientengerecht“ aus der Zwangslage befreit. Parallel zu diesen Maßnahmen wurde der Brandschutz sichergestellt und die B 26 im Auftrag der Polizei für die Bergungs- und Reinigungsarbeitenvollgesperrt. Während der Befreiungsaktion versorgte ein Notarzt die eingeklemmte Person.

Nachdem die 57-jährige aus dem Landkreis Main-Spessart befreit war, wurde sie zunächst in einem Rettungswagen erstversorgt und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Da bei Notrufeingang nicht genau feststand, wo sich die Einsatzstelle befand, wurden vorsorglich auch die Feuerwehren Lohr und Neuhütten (beide Landkreis Main-Spessart) alarmiert. Einsatzleiter Harald Merz (Kreisbrandinspektor - Landkreis Main-Spessart) konnte auf rund 50 Einsatzkräfte und 12 Einsatzfahrzeuge aus beiden Landkreisen zurückgreifen. Der Einsatzleiter wurde von Marco Eich (Kreisbrandmeister - Landkreis Aschaffenburg) an der Unfallstelle unterstützt.

Von Seiten des Rettungsdienstes wurden zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug  und ein Rettungshubschrauber eingesetzt.

Über die Schwere der Verletzungen, die Unfallursache und den entstanden Sachschaden kann seitens der Feuerwehr keine Aussage gemacht werden.