Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB 45 wurden die Feuerwehren Alzenau, Hörstein, Kahl und Karlstein sowie Vertreter der Kreisbrandinspektion am 19.02.2016 um 14:36 Uhr alarmiert. Zwischen den Anschlussstellen Alzenau-Mitte und Alzenau-Nord in Fahrtrichtung Gießen kollidierten aus bislang ungeklärter Ursache drei Fahrzeuge miteinander. Zwei der drei Fahrzeuge kamen dann in der rechts in der Böschung zum Liegen. Entgegen der Alarmmeldung, dass es sich um einen Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen handelt, waren bei Eintreffen der Feuerwehr bereits alle Fahrzeuginsassen befreit. Hierbei muss das vorbildliche Verhalten und die Hilfsbereitschaft der Ersthelfer erwähnt werden, die die Besatzung des ersteintreffenden Rettungswagens bei der Befreiung der zum Teil eingeklemmten Unfallopfer tatkräftig unterstützt haben.

Nach der Ankunft des ersten Rettungswagens / Notarzteinsatzfahrzeuges sowie des Einsatzleiter Rettungsdienstes an der Unfallstelle wurde schnell ersichtlich, dass bei dem Unfall mehrere Personen verletzt wurden. Daher forderten die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes weiteres Personal an. Von der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain wurden daraufhin drei Rettungshubschrauber, sechs weitere Rettungswagen sowie zwei weitere Notärzte, ein Organisatorischer Leiter und ein Leitender Notarzt sowie der Einsatzleitwagen der Sanitätseinsatzleitung entsandt. Insgesamt sichtete der Leitende Notarzt vor Ort acht Patienten, darunter auch Kinder im Alter von ein, vier und fünf Jahren und ordnete diese den entsprechenden Verletzungskategorien zu. Ebenso vor Ort war das Helfer vor Ort Team der BRK Bereitschaft Alzenau.

Von Seiten der Polizei und der Feuerwehr wurde während der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie der Landung der Rettungshubschrauber die Autobahn in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Parallel dazu wurde der Brandschutz sichergestellt sowie der Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten unterstützt.  

Die Feuerwehr Karlstein leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Alzenau-Mitte aus. Nachdem die Verletzten abtransportiert worden waren, unterstützten die Feuerwehrleute die Abschleppunternehmen bei der Bergung der nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge und der Fahrbahnreinigung. 

Weiterhin blieb die Autobahn für die Unfallaufnahme durch einen von der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg angeforderten Sachverständigen in Fahrtrichtung Gießen bis 18:00 Uhr voll gesperrt.

Die Feuerwehren waren mit insgesamt zehn Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften vor Ort. Von Seiten der Kreisbrandinspektion waren Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer, Kreisbrandmeister Thorsten Frank sowie Kreisbrandmeister Thorsten Trapp an der Einsatzstelle. Der Rettungsdienst war mit insgesamt 25 Kräften im Einsatz. 

19 Februar 2016, 18:51