Als am Mittwochmorgen, gegen 07:40 Uhr, die Feuerwehr Großostheim mit dem Stichwort „Wasser im Keller eines Wohnhauses“ alarmiert wurde, ahnte wahrscheinlich noch keiner, welches Ausmaß dieser Einsatz erreichen würde! Nach eintreffen des ersten Fahrzeuges im Dorfmauerweg (Ortsteil Pflaumheim), fanden die Einsatzkräfte einen Keller vor, der bis an die Decke mit Wasser gefüllt war. Es wurde weiteres Material und Personal nachgefordert, sowie mit dem abpumpen des Wassers aus dem Keller begonnen. Durch die nachgerückten Kräfte wurden dann zwei Chiemsee Schmutzwasserpumpen (Tauchpumpen mit hoher Förderleistung) in Stellung gebracht. Bis hierhin verlief der Einsatz auch mit der üblichen Routine.

Als der Wasserspiegel im Keller sank, vielen plötzlich die ersten Steine aus dem Mauerwerk des Gewölbekellers. Im ganzen Haus waren laute und unüberhörbare Geräusche war zunehmen und im Außenbereich taten sich überall deutlich sichtbare Risse im Mauerwerk des Fachwerkhauses auf! Sofort wurde das gesamte Gebäude geräumt und weiträumig abgesperrt. Auch waren plötzlich rund um das Haus auf den Gehwegen, sowie im Hof des angrenzenden Hauses deutliche Absenkungen im Boden festzustellen. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Großostheim, Martin Hock, forderte daraufhin einen Fachberater Bauwesen, zur Einschätzung der Situation vor Ort,  an die Einsatzstelle nach. Nach dessen Eintreffen wurde die gesamte Lage ausführlich erkundet, ein Spezialist für Tiefbau nachgefordert und dann gemeinsam das Wohnhaus als akut einsturzgefährdet eingestuft. Ein vorläufiges Betretungsverbot, für alle Personen, wurde ebenfalls ausgesprochen und umgesetzt.

Da sich das Haus immer mehr neigte und ein eventueller Einsturz zur späteren Zeit weitere Schäden mit sich ziehen würde, bzw. Personen im Nahbereich gefährden könnte, musste eine Möglichkeit gefunden werden, dass Gebäude zu sichern. Auf Grund der absolut unklaren Situation im Untergrund, entschied man sich den Keller mit Füllbeton (Leichtbeton) zu fluten. Hierzu wurde durch die Verwaltung des Marktes Großostheim, ein Betonwerk beauftragt ca. 40 m3 dieses Materiales an die Einsatzstelle zu liefern. Kurze Zeit später rollte der erste Betonmischer an und ergoss seine Ladung in den Kellerraum. Diese Maßnahme zog sich dann bis in die frühen Abendstunden hin.

Durch die bis zu 18 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort, welche mit vier Fahrzeugen angerückt waren, wurden alle notwendigen Maßnahmen unterstützt. Am Nachmittag übernahm dann der 2. Kommandant der Feuerwehr Großostheim, Thomas Domanig, die Einsatzleitung vor Ort.

Zur Ursache des ganzen sowie zur Schadenshöhe, können wir keinerlei Aussagen treffen.

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

 

16 01 20 3

 

16 01 20 2

 

16 01 20 1

20 Januar 2016, 17:49