Alarmiert zu einem Dachstuhlbrand mit Menschenleben in Gefahr, rückten in der Nacht von Freitag auf Samstag, die Wehren Kahl und Karlstein, um 23:55 Uhr, aus. Problematisch gestaltete sich schon die Anfahrt zu den Gerätehäusern und dann zur Einsatzstelle. Durch Regen, welcher auf die gefrorenen Straßen viel, wurden diese auf der ganzen Fahrtrecke zu einer einzigen Rutschbahn!

Beim Eintreffen der ersten Kräfte, schlug bereits offenes Feuer aus dem Dach des Wohnhauses, aktuell drohten die Flammen auf das Nachbargebäude überzugreifen. Da zu diesem Zeitpunkt, noch mind. eine Person eingeschlossen im Nachbargebäude vermutet wurde, forderte der Einsatzleiter ein weiteres Löschfahrzeug aus Karlstein nach. Zusätzlich ließ er noch die Drehleiter der Feuerwehr Alzenau an die Einsatzstelle alarmieren.

Kurze Zeit später, wurde dann tatsächlich eine Person, dem Rettungsdienst übergeben. Nun lag die Priorität bei der Brandbekämpfung. Insgesamt 3 C-Rohre im Innangriff und zeitweise eine Wenderohr über die Drehleiter, wurden zum Einsatz gebracht, um die Flammen zu löschen. Auch wurde sofort mit einer Überdruckbelüftung begonnen, um den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen. All diese Arbeiten mussten unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Hierzu wurden insgesamt 7 Trupps a. zwei Personen, manche auch mehrfach, eingesetzt.

Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Kahl, Florian Ritter, hatte hierzu 45 Personen, mit 9 Fahrzeugen der Feuerwehr,  sowie 5 Fahrzeuge und 11 Personen des Rettungsdienstes, zur Verfügung. Er wurde unterstützt vom zuständigen Kreisbrandinspektor Frank Wissel. Der Einsatz war gegen 4 Uhr beendet.

Zur Brandursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Aussagen treffen.

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

16 01 22 Kahl B3P

23 Januar 2016, 14:32