Nachdem zahlreiche Einsatzkräfte seit dem Freitagnachmittag in einem Steinbruch nahe dem Mömbriser Ortsteil Hemsbach stundenlang nach einer 13-jährigen Jack-Russel-Hündin gegraben hatten, wurde die Suche schließlich gegen 22.00 Uhr ergebnislos abgebrochen. Die kleine Hündin „Chilly“ verschwand am Mittwochmittag spurlos, als sie mit ihrem Besitzer im Wald unterhalb des Steinbruches unterwegs war. Seitdem wurde sie von ihrer Familie und weiteren Freunden und Bekannten erfolglos gesucht. Am Freitagmittag hörten dann die Töchter des Hundehalters während einer erneuten Suchaktion Chilly jaulen. Sie befand sich offensichtlich unter einem aus Felsbrocken, Betonplatten und Geröll aufgeschüttetem Steilhang unterhalb des Steinbruches. Nachdem private Grabungsaktionen aussichtslos waren, wurden gegen 16.24 Uhr die Feuerwehren Hemsbach, Mömbris und Königshofen sowie Kreisbrandinspektor Frank Wissel alarmiert. Zunächst mussten einige Bäume gefällt werden, um Platz für die folgenden Grabungsarbeiten zu schaffen. Im weiteren Einsatzverlauf wurden noch zwei Fachberater Bau und der Abrollbehälter Rüstmaterial der Feuerwehr Großostheim nachalarmiert. Die Feuerwehrleute gruben mit der Hand Geröll und Gesteinsbrocken ab, größere Brocken wurden mit Hilfe eines Greifzuges aus dem Hang herausgezogen. Die Arbeiten waren nicht ungefährlich, da der Hang zum einen sehr steil war, und zum anderen die Gesteinsbrocken instabil wurden, sobald Steine entfernt wurden. Mit Baustützen, Holzbohlen und Kanthölzern wurden diese immer wieder unterbaut und gesichert. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr Hohl versorgte die Feuerwehrleute mit Heißgetränken und einem Imbiss. Immer wieder wurden die Grabungsarbeiten unterbrochen und Chilly von den Eigentümern gerufen. Zunächst machte sie sich durch Geräusche immer mal wieder bemerkbar. Mit Hilfe einer Schlauchkamera wurden die einzelnen Hohlräume danach abgesucht, die Hündin war jedoch trotz dieser Technik nicht auffindbar. Gegen 21.30 Uhr gab Chilly letztmals Geräusche von sich, so dass die Suche schließlich in Absprache mit den Besitzern gegen 22.00 Uhr ergebnislos abgebrochen wurde. Eine Fortsetzung der Suche wäre aufgrund der instabilen Gesteinsbrocken nur unter erheblicher Gefährdung der Einsatzkräfte möglich gewesen. Es waren insgesamt 60 Einsatzkräfte an der Suchaktion beteiligt. Der Einsatz war gegen 23.30 Uhr beendet.

 

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11 März 2016, 23:00