Ein Zimmerbrand in einem Einfamilienhaus in der Mainaschaffer Bahnhofstraße beschäftigte am Freitagvormittag für 2 Stunden die Feuerwehren Mainaschaff und Kleinostheim. Die dort wohnende 3-köpfige Familie konnte das Haus unverletzt verlassen. Um kurz vor 10.00 Uhr wurde die Feuerwehr Mainaschaff zu einer Nachschau alarmiert, da ein Rauchaustritt aus einem Sicherungskasten gemeldet worden war. Nach dem Eintreffen und einer ersten Erkundung ließ Einsatzleiter Christoph Schöffel auf die Alarmstufe „B3 – Zimmerbrand“ erhöhen, da immer mehr Rauch aus einer Deckenöffnung austrat und Küche und Wohnbereich im Erdgeschoss des 2-geschossigen Gebäudes vollkommen verrauchte. Daraufhin wurde noch die Feuerwehr Kleinostheim und der diensthabende Kreisbrandmeister Udo Schäffer nachalarmiert. Als Brandherd wurde schließlich ein kokelnder Holzbalken in einer aus einem Holzgefache bestehenden Zwischenwand zwischen Küche und Wohnbereich lokalisiert. Der Balken verlief lediglich 10 cm oberhalb zweier von einem Kachelofen in den Kamin führenden Rauchrohre, der beim Einbau der Rohre offensichtlich unentdeckt geblieben war. Die Einsatzkräfte legten mit einem Bohrhammer die Zwischenwand zwischen Küche und Wohnzimmer frei und löschten den auf einer Länge von ca. 1 Meter bereits völlig verkohlten Holzbalken ab. Danach schnitten Sie den Balken mit einer Motorsäge ab und brachten den Brandschutt und weiteren Schutt nach draußen. Abschließend wurde die Wohnung mit einem Hochleistungslüfter provisorisch belüftet und entraucht. Aufgrund der hohen Schadstoffkonzentration ist das Haus derzeit nicht bewohnbar. Der 34 Jahre alte Familienvater, seine 29-jährige Lebensgefährtin und ihre erst 5 Tage alte gemeinsame Tochter kommen vorübergehend woanders unter. Die Feuerwehren aus Mainaschaff und Kleinostheim waren mit 5 Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen vor Ort. Der zuständige Bezirkskaminkehrermeister Markus Schober war ebenfalls an der Einsatzstelle. Der Einsatz war gegen 12.00 Uhr beendet.

15 Januar 2016, 12:23