Eine Gruppenstunde der besonderen Art hatte die Kinderfeuerwehr des Marktes Großostheim am Samstag, den 14. April 2018. Auf dem Plan stand der Besuch von Senioren im Altersheim St. Franziskus in der Schaafheimer Strasse. Wie üblich trafen wir uns um 14:30 Uhr an der Feuerwache um anschließend gemeinsam zum Seniorenheim zu laufen. Dort angekommen ging es in den Speisesaal, der kurzerhand in ein großes Spielzimmer umfunktioniert wurde. Nach und nach fanden sich insgesamt neun Seniorinnen und Senioren ein. Die Kinder teilten sich auf und so konnten mehrere Spielgruppen gebildet werden. Eine Vielzahl unterschiedlichster Spiele wurde aufgebaut. So reichte das Spektrum von „Mensch ärgere dich nicht“ über Memory und Dame bis hin zu verschiedenen Kartenspielen. Den Kindern und den Heimbewohnern machte es sichtlich Spaß und die Zeit verging wie im Flug. Trotz des großen Altersunterschiedes verstand man sich prächtig und es wurde das eine ums andere Mal gelacht. Zum Abschluss erhielt jedes Kind als kleines „Dankeschön“ ein Eis von Frau Arnold von der Heimleitung. Wir hoffen, dass wir den Heimbewohnern etwas Abwechslung bieten konnten. Uns hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns jetzt schon auf eine Wiederholung.
Volker Hock, Leiter Kinderfeuerwehr

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Am Dienstag, 17.04.2018 wurde um kurz vor 17 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Markt Mömbris zu einem umgestürzten Baum auf die Staatsstraße 2305 auf Höhe des Feuerwehrhauses alarmiert. Der Baum war auf einen Pkw gefallen und hatte diesen unter sich begraben. Die Fahrerin des Pkw wurde von Ersthelfern aus ihrem Fahrzeug, "zum Glück fast unversehrt", gerettet.

Für die Feuerwehr galt es in erster Linie die Staatsstraße voll zu sperren und den Verkehr umzuleiten. Durch ein ortsansässiges Bauunternehmen wurde sofort ein Containerfahrzeug und ein Radbagger an die Einsatzstelle beordert um den Baum ( 90 cm Durchmesser) zu beseitigen. Sie wurde bei den Arbeiten durch Mitarbeiter eines forst- und landwirtschaftlichen Betriebes mit Motorsägen unterstützt. Auch der gemeindliche Bauhof war mit einem Traktor mit Seilwinde vor Ort. Die Feuerwehr Mömbris reinigte im Anschluss in Zusammenarbeit mit dem Straßenbaulastträger und dessen Kehrmaschine die Einsatzstelle. Die Mömbriser Feuerwehr war mit 3 Fahrzeugen und 20 Mann ausgerückt. Auch der 1. Bürgermeister Felix Wissel machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Einsatzende war gegen 19:45 Uhr.
Felix Geis
Pressesprecher FF Mömbris

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Nahezu zeitgleich gab es heute Abend 2 Einsätze auf der Bundesautobahn 45 zwischen den Anschlussstellen Alzenau-Mitte und Karlstein in Fahrtrichtung Frankfurt. Zunächst wurden die Feuerwehren Kleinostheim, Karlstein, das Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Alzenau und Kreisbrandinspektor Frank Wissel um 21.40 Uhr zu einem Lkw-Brand zwischen den Anschlussstellen Kleinostheim und Mainhausen alarmiert. Zwischen der Anschlussstelle Alzenau-Mitte und Alzenau-Süd bemerkte die Besatzung des Alzenauer Löschfahrzeuges einen österreichischen Lkw-Sattelzug, der aus bislang unbekannter Ursache in die rechte Leitplanke gefahren war und diese auf einer Länge von rund 200 Meter beschädigt hatte. Die Feuerwehrleute stoppten die Einsatzfahrt zum Lkw-Brand und hielten an der Unfallstelle an. Nach kurzer Erkundung stellten sie fest, dass der Lkw-Fahrer offensichtlich einen Herzstillstand erlitten hatte. Gemeinsam mit weiteren Ersthelfern wurde der 59-jährige von den Feuerwehrleuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes über einen längeren Zeitraum reanimiert. Parallel dazu wurden weitere Feuerwehrkräfte zu dieser Unfallstelle nachgefordert. An der Unfallstelle wurde der Brandschutz sichergestellt und der rechte Fahrstreifen in Fahrtrichtung Frankfurt gesperrt. Außerdem wurde eine Sichtschutzwand an der Unfallstelle aufgebaut. Trotz intensiver ärztlicher Bemühungen verstarb der Lkw-Fahrer noch an der Unfallstelle. An dieser Einsatzstelle sind derzeit noch 40 Feuerwehrkräfte mit 8 Fahrzeugen unter der Leitung des Alzenauer Kommandanten Frank Ritter tätig. Der Einsatz wird (Stand 23.30 Uhr) noch mindestens 2 Stunden andauern. Der Lkw-Brand stellte sich glücklicherweise als technischer Defekt am Lkw mit Funkenflug heraus. Der Lkw, der Schweine geladen hatte, konnte unter Feuerwehrbegleitung ins Industriegebiet Alzenau-Süd fahren, wo sich eine Fachfirma um den Defekt kümmerte.

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Am Samstag, 14.04.2018 fand in der Festhalle in Kahl am Main die jährliche Fortbildungsveranstaltung für die Feuerwehrführungskräfte des Landkreises Aschaffenburg statt. Rund 130 Führungskräfte aus dem Landkreis und der Stadt Aschaffenburg nahmen das Angebot des Kreisfeuerwehrverbandes Aschaffenburg an, sich in Fragen des Brand- und Katastrophenschutzes fortzubilden.

Der für die Aus- und Fortbildung zuständige Kreisbrandmeister Thilo Happ hatte wieder eine Reihe interessanter Fachvorträge für die Teilnehmer ausgesucht. Nach der Begrüßung durch Kreisbrandinspektor Otto Hofmann, sprach zunächst Kahls 1. Bürgermeister Jürgen Seitz ein Grußwort. Er ging dabei auf die aktuellen Stromausfälle anlässlich des Großbrandes in Stockstadt und die „Leuchtturmfunktion“ der Feuerwehren bei einem länger andauernden Stromausfall ein.

Stadtbrandinspektor Dieter Göpfert von der Feuerwehr Aschaffenburg stellte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg und dessen Aufgaben vor. In seinem Vortrag ging er auf die Gefahren beim Befahren von Wehranlagen mit Feuerwehrbooten ein und gab Informationen zum Schiffsverkehr und der Verkehrsbelastung auf dem Main. So befuhren laut Göpfert im vergangenen Jahr rund 16.000 Frachtschiffe die Bundeswasserstraße. Hinzu kamen noch 1.225 Fahrgastschiffe mit ca. 190.000 Passagieren.

Herr Ande von der Feuerwehr Erlangen berichtete im Anschluss über einen Unfall auf dem Rhein-Main-Donau-Kanal eines mit 180 fremdsprachigen Passagieren besetzten Fahrgastschiffes und 2 Toten, die im Führerstand eingeklemmt waren.

Armin Lerch, Pressesprecher der Feuerwehr Stockstadt referierte eindrucksvoll über den Großbrand bei der Fa. Sand am Ostersonntag. Er zeigte detailliert das Einsatzgeschehen und den Brandverlauf auf, bei dem rund 650 Einsatzkräfte aus nahezu dem gesamten Landkreis Aschaffenburg und den umliegenden Gebietskörperschaften zum Einsatz kamen.

Dr. rer. nat. Dieter Mahsberg vom Biozentrum der Universität Würzburg hielt einen interessanten Vortrag über Reptilien und andere exotische Tierarten. Immer wieder werden die Feuerwehren zu Einsätzen mit derartigen Tieren gerufen. Er gab Tipps für die Feuerwehrleute wie man verschiedene Tierarten identifizieren kann.

Nach der Mittagspause berichtete der ehemalige Kreisbrandrat des Landkreises Aichach-Friedberg, Herr Ben Bockemühl über einen Tornado der Stufe 6, der am 13.05.2015 über den dortigen Landkreis hinweggezogen ist. Durch den Tornado wurden rund 280 Gebäude beschädigt und 11 Personen verletzt. Während des 6-tägigen Einsatzes, bei dem u.a. rund 4.500 Spontanhelfer und 350 Firmen eingesetzt wurden, gab es weitere 17 Verletzte. Herr Bockemühl gab zahlreiche Infos zur Organisation einer Einsatzleitung bei Großschadenslagen.

Danach referierte der Leiter der Feuerwehr Bad Mergentheim, Herr Andreas Geyer über die Vorgehensweise Silobrände und deren Gefahren. Er bestätigte nochmals, dass ein Silobrand am effektivsten unter Einsatz von Inertgas, ggf. in Verbindung mit Mittelschaum bekämpft werden kann und warnte vor überhastetem unüberlegten Vorgehen. Ggf. könnten auch Spezialisten der Fa. DMT hinzugezogen werden.

Zu guter Letzt stellte Polizeihauptkommissar André Karsten vom Polizeipräsidium Frankfurt die Arbeitsweise der Polizei Frankfurt und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Frankfurt im Social-Media-Bereich vor. Er erklärte den interessierten Zuhörern eindrucksvoll, was man im Social-Media machen kann, und was man tunlichst lassen sollte.

Zum Abschluss dankte KBM Thilo Happ den Teilnehmern für ihr Kommen, der Feuerwehr Kahl für die hervorragende Bewirtung und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.

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Aufgrund der starken Regenfälle am gestrigen Freitag brach heute Mittag in der Haibacher Straße im Hösbacher Ortsteil Winzenhohl ein völlig durchnässter Erdhang ab und drohte auf ein Wohnhaus zu rutschen. Die Feuerwehren Winzenhohl, Hösbach-Bahnhof und Hösbach wurden um 13.36 Uhr zu dem Erdrutsch alarmiert. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte hatten die Eigentümer bereits erste Sicherungsmaßnahmen getroffen, die jedoch leider nicht den gewünschten Erfolg hatten. Zur Sicherung des Wohnhauses wurde eine Holzverschalung am Haus angebracht. Dazu wurde noch die Feuerwehr Laufach alarmiert, die mit entsprechendem Rüstmaterial ausrückte. Weiter wurde sowohl mit einem Radlader des Eigentümers als auch mit einem Bagger und dem Lkw des gemeindlichen Bauhofes des Marktes Hösbach die Erdmassen abgetragen und abtransportiert. Nach ersten Einschätzungen sind rund 200 Kubikmeter Erdreich abgerutscht. Außer den Sicherungsmaßnahmen am Wohnhaus waren die Feuerwehrleute damit beschäftigt, den auf die Straße laufenden Schlamm und das Schlammwasser zu beseitigen und den Kanal in der Haibacher Straße zu spülen, um eine Verstopfung zu verhindern. Dazu wurde die Haibacher Straße halbseitig gesperrt und der Verkehr wechselseitig an der Einsatzstelle vorbei geleitet. Da ständig weiter Wasser aus der Abbruchkante des Hanges abfliest, wurde mit Schmutzwasserpumpen das Wasser auf eine angrenzende Wiese gepumpt. Damit soll ein Abrutschen weiterer Erdmassen verhindert werden. Die Pumpen werden wohl noch die nächsten Tage in Betrieb bleiben. Neben den 45 mit 8 Fahrzeugen ausgerückten Feuerwehrleuten, waren die Kreisbrandmeister Marco Eich und Peter Schmitt vor Ort. Außerdem war auch Hösbachs 1. Bürgermeister Michael Baumann an der Einsatzstelle um sich einen Überblick über die getroffenen Maßnahmen zu verschaffen. Der gemeindliche Bauhof war mit 5 Mitarbeitern tätig. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird der Einsatz noch bis mindestens 19.00 Uhr andauern.

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Am Sonntagmorgen um 09:36 Uhr, wurde die Feuerwehr Gemeinde Karlstein zu einem Verkehrsunfall im Bereich der St. 3308, Ecke Spessartstraße, alarmiert. Vor Ort eingetroffen wurde festgestellt, dass sich zwei Pkw touchiert hatten und sich einer der Pkw hierbei mehrfach überschlug. Dieses Fahrzeug kam dann, auf allen vier Räder stehend, ca. 15 m neben der St. 3308 zum stillstand. In diesem Fahrzeug wurden Zwei Personen mittelschwer verletzt, beide wurden vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert und dort in einem Schock Raum versorgt.   

Da sich die Einsatzstelle direkt vor der Alarmausfahrt des Feuerwehr Gerätehauses Karlstein befand, waren die Helfer sehr schnell vor Ort und konnten unterstützend tätig werden. Als Erstmaßnahme wurden die beiden verletzten Personen von uns betreut, hier kamen mehrere Feuerwehrsanitäter zum Einsatz. Gleichzeitig wurde, nach sehr schneller Freigabe der Einsatzstelle durch die Polizei, die Straße von Unfallmüll und Scherben gereinigt. Ein Nachbar hatte hier schon vor der polizeilichen Unfallaufnahme begonnen die Straße zu fegen, dies sollte bitte nicht so sein, da erst die Aufnahme durch die Polizei, vor der Reinigung abgeschlossen sein muss. An dem einen Unfallfahrzeug, welches sich überschlagen hatte, wurde die Batterie abgeklemmt und bis dahin der Brandschutz sichergestellt. Ebenfalls wurde die Einsatzstelle durch zwei Warnposten der Feuerwehr abgesichert, eine Verkehrsregelung war auf Grund des geringen Verkehrsaufkommens am Sonntagmorgen nicht notwendig. Nach einer Stunde waren alle Einsatzkräfte wieder zurück im Gerätehaus sowie die beiden Patienten abtransportiert. 

Zum Einsatz kamen 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Gemeinde Karlstein, welche mit einem HLF 20/16 (Hilfe Leistung Löschfahrzeug) und einem GW-U (Gerätewagen Umweltschutz), unter der Einsatzleitung des Karlsteiner Kommandanten Andreas Emge, ausgerückt waren. Ein weiteres LF 16/12, welches mit einer Staffel (6 Personen) besetzt war, stand am Gerätehaus zum nachrücken bereit. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt Einsatzfahrzeug vor Ort im Einsatz. 

Zur Unfallursache und Schadenshöhe, sowie zu Art von Verletzungen der beiden Personen, können wir keine Aussage machen.

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Nach dem nun ein paar Tage nach dem Großbrand in Stockstadt vergangen sind, möchten wir darum bitten, uns alle gemachten Bilder und Video aufnahmen zur Verfügung zu stellen. Dies wäre sehr wichtig für uns, um den Einsatz entsprechend dokumentieren zu können. Gerade von dem ganzen drumherum (Verpflegungsstelle, Wasserförderung, Einsatzleitung, Transportdienste, Sanitäts-/Rettungsdienst, Betreuungseinsatz Hochzeit, usw.) fehlen uns noch Aufnahmen. 

Bittte sammelt die Bilder in eurer Wehr ein und übergebt uns diese am besten komplett auf einmal. Wir bitten darum keine Bilder via WhatsApp, Nachrichten, eMail  oder ähnliches zu schicken. Wir benötigen ausschließlich Bilder und Vidoes in voller Auflösung, also in Originalgröße. Am einfachsten bitte auf einen Datenträger packen und diesen an Andreas Emge, Hahnenkammstr. 9, 63791 Karlstein senden. Alternativ geht auch noch ein entsprechender Link über eine Cloud, dann lade ich die Bilder dort. Diesen Link sendet ihr bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Nach dem wir alles zusammenhaben, werden wir eine DVD erstellen und an alle beteiligten Wehren wieder verteilen. Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus. 

Andreas Emge, Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Über den Großbrand in Stockstadt am Main, welcher am späten Nachmittag des Ostersonntags ausbrach und für einen bis zu 16 stündigen Stromausfall in einige Landkreisgemeinden sorgte, haben wir ja bereits ausführlich berichtet. Hier an dieser Stelle, wollen wir Ihnen zuerst von den Einsatzschwerpunkten in den betroffenen Gemeinden berichten. Im zweiten Teil erfahren Sie etwas über die Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg, welche zusammen für alle Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg, schon vor vielen Jahren getätigt und umgesetzt wurde.

Beginnen wir aber hier einmal mit dem Osterwochenende 2018

Nach dem Stromausfall in den Gemeinden, wurden automatisiert nach dem Einsatzkonzept „Stromausfall“, die Feuerwehrgerätehäuser in den betroffenen Gemeinden besetzt. Diese dienen dann als Anlaufstellen für Bürger, welche Hilfe benötigen. Wir sprechen hier von „Leuchttürmen“ oder „Meldestellen“. Da vor allem die Stadt Alzenau betroffen war, wurde dort zusätzlich die Gemeindliche Führungsstelle, kurz GFS, im Feuerwehrgerätehaus Alzenau besetzt. In Kahl wurde ebenfalls das Gerätehaus besetzt, in Karlstein war lediglich das Wasserwerk betroffen, so dass hier keine Meldestelle eingerichtet werden musste. Folgende Tätigkeiten waren durch die Feuerwehren zu leisten, wobei anzumerken ist, dass alle diese Wehren auch in Stockstadt im Einsatz eingebunden waren. 

Alzenau Stadt: Betrieb der GFS, Koordinierung der Einsatzkräfte in allen Stadtteilen, Betrieb einer Meldestelle für die Bevölkerung im Gerätehaus. Ab ca. 23:00 Uhr war die Stromversorgung in der Stadt wieder hergestellt. 

Alzenau Hörstein: Betrieb einer Meldestelle für die Bevölkerung im Gerätehaus. Ab ca. 20:00 Uhr war die Stromversorgung wieder hergestellt. In Alzenau-Süd blieben die Lichter weiter zeitweise aus, ein großes Zentrallager rief um Hilfe, da der Kraftstoff für deren Netzersatzanlagen (Kühlhäuser) zu neige ging. Hier wurde zusammen mit den Landratsamt die Lieferung von Kraftstoff, noch in der Nacht von Sonntag auf Montag, organisiert. 

Alzenau Wasserlos: Betrieb einer Meldestelle für die Bevölkerung im Gerätehaus. Ab ca. 19:30 Uhr war die Stromversorgung wieder hergestellt. Hier wurde Kontakt mit dem Krankenhaus aufgenommen, dort lief die Netzersatzanlage Problemlos und versorgte das gesamte Gebäude mit Strom. 

Alzenau Kälberau: Betrieb einer Meldestelle für die Bevölkerung im Gerätehaus. Ab ca. 10:00 Uhr am Montagmorgen, war die Stromversorgung wieder hergestellt. Mit fast 15 Stunden war Kälberau mit am stärksten betroffen. Vor allem am Morgen des Montags wurden die Anfragen aus der Bevölkerung immer mehr. 

Alzenau Michelbach: hier liegen uns keine Informationen vor

Alzenau Albstadt: Betrieb einer Meldestelle für die Bevölkerung im Gerätehaus. Ab ca. 09:15 Uhr  am Morgen war die Stromversorgung wieder hergestellt. Wie in Kälberau auch, fuhr die ganze Nacht, in regelmäßigen Abständen, ein Feuerwehrfahrzeug durch die Straßen. Auch hier wurden am morgen dann die Anfragen deutlich mehr. 

Kahl am Main: Betrieb einer Meldestelle für die Bevölkerung im Gerätehaus. Ab ca. 10:30 Uhr am Morgen war die Stromversorgung wieder hergestellt. In Kahl kam es zu folgenden Vorfällen, eine Person welche an einem Heimbeatmungsgerät hing, meldete eine Rest Akku Laufzeit von 2 Stunden. Von Seiten der Feuerwehr wurde ein Notstromaggregat vorbereitet um den Patienten versorgen zu können. Letztendlich entschied man aber ihn aus Sicherheitsgründen in ein Krankenhaus einzuliefern. 

Am Montagmorgen um ca. 08:30 meldete sich die Seniorenresidenz bei der Feuerwehr. Die Abwässer der Küche und der Wäscherei werden über ein Hebewerk der Kanalisation zugeführt. Durch den Stromausfall waren die Pumpen ohne Funktion und der Pumpenraum wurde ca. 1m hoch mit Abwasser überflutet. Da das Abwasser nicht mehr abgepumpt wurde, konnte die Küche nicht in Betrieb genommen werden und es drohte das Frühstück für die Bewohner auszufallen. Die Feuerwehr brachte eine Pumpe zum Einsatz um das Wasser abzupumpen. 

Karlstein: Vom Stromausfall betroffen war nur das Wasserwerk mit seiner Technik, Filteranlagen vielen aus. Nach dem der Strom wieder da war, konnte alles neu gestartet werden. Der Betrieb einer Meldestelle war nicht erforderlich. 

Kleinostheim: Hier löste auf Grund von Stromschwankungen im Netz, die Chlorgaswarnanlage im „Vitamar“ aus. Die gerufene Feuerwehr konnte keinen Chlorgasaustritt bestätigen, so dass der Einsatz sehr schnell abgebrochen wurde. 

Landratsamt Aschaffenburg: Die Kreiseinsatzzentrale im Landratsamt, war die ganze Nacht hindurch mit einer kleinen Mannschaft besetzt. Von dort aus wurden viele Kleinigkeiten koordiniert und alle Informationen zusammengetragen. Auch erfolgte dort eine Dokumentation über die Ereignisse und die Steuerung der KATWARN Meldungen. 

Alles in allem bleibt zu erwähnen, dass es zu keinen kritischen Situationen in den Gemeinden kam. Teilweise 16 Stunden ohne Strom, kennen viele Bürger heute nicht mehr und sind auch nicht darauf vorbereitet! Darüber nachzudenken, was alles passiert wäre, wenn der Strom noch länger ausgefallen wäre oder dies an einem normalen Werktag geschieht, sparen wir uns lieber. 

Wie ist der Landkreis Aschaffenburg auf solche Situationen vorbereitet?

Seite mehreren Jahren gibt es ein Einsatzkonzept „flächendeckender Stromausfall“. Auf dieses Konzept wurde auch am Osterwochenende zurückgegriffen. Neben der Information der Bevölkerung über zum Beispiel KATWARN und öffentliche Medien, sind auch hier Dinge geregelt, wie sich die Feuerwehren in den betroffenen Bereichen zu verhalten haben. 

Als vorbereitende Maßnahmen sind hier Dinge genannt, wie die Installation einer Einspeisevorrichtung für Notstrom und die Vorhaltung eines entsprechenden Aggregates um das Feuerwehrgerätehaus versorgen zu können. Bei größeren Gerätehäusern (ab etwa 7 Stellplätze) muss sogar eine stationäre Notstromversorgung (Netzersatzanlage) vorhanden sein. Ebenfalls sind hier Dinge wie eine USV zur Sicherstellung der unterbrechungsfreien Kommunikation obligatorisch.  

Hier können wir sagen, dass mittlerweile fast alle Gerätehäuser im Landkreis Aschaffenburg, ihre Funktion als „Leuchtturm“ wahrnehmen können. 

Warum Leuchtturm? Wo geht man hin, im Dunkeln, wenn man Hilfe braucht? Wahrscheinlich immer dort wo Licht ist. In größeren Gemeinden, werden zusätzlich zu den Gerätehäusern, noch mobile Meldestellen eingesetzt. Diese bestehen im besten Fall durch ein Feuerwehrfahrzeug, welches mit eingeschalter Beleuchtung und durch eine Blinklampe gekennzeichnet, an einem möglichst vorher festgelegten und der Bevölkerung bekanntem punkt, steht. An diese Meldestellen oder Leuchttürme können sich alle Bürger wenden, welche Hilfe benötigen oder Fragen haben. 

Man sollte beachten, dass in der heutigen Zeit der IP Telefonie, bei einem Stromausfall, die meisten Telefone nicht mehr funktionieren. Auch wird das Mobilfunknetz nach kürzester Zeit nicht mehr in der gewohnten Qualität, bzw. auch relativ schnell gar nicht mehr, funktionieren. Hier bleiben Kommunikationsmöglichkeiten nur noch über diese Leuchttürme und Meldestellen, als letzte Möglichkeit vorhanden.

Wie kann die Bevölkerung informiert werden? Zum einen gibt es hier die klassischen Dinge wie der Rundfunk, hierzu benötige ich aber einen analogen und  Batterie betriebenen Radioempfänger. Kein DAB Radio und keine Internet Tunnel Radio, sondern ein klassisches UKW Radio. Aufgefordert zum einschalten des Radios werden die Bürger einmal über KATWARN (sofern das Mobilfunknetz noch funktioniert), bzw. über das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ sofern die Sirenen über Notstrom verfügen. Eine weitere aber sehr zeitaufwendige Möglichkeit ist der Einsatz von mobilen Sirenenanlagen mit Durchsagemöglichkeit, allgemein „Lautsprecherwagen“ genannt. Diese Fahrzeuge bzw. Module sind flächendeckend vorhanden und müssen dann Straße für Straße abfahren und die Bevölkerung informieren. 

Da auch die Alarmierung der Feuerwehrleute irgendwann zum Problem wird, sind ab einem gewissen Punkt „Sitzbereitschaften“ in den Gerätehäusern vorzuhalten. Das heißt, dass je nach Größe und Aufgabengebiet einer Feuerwehr, mehr oder weniger Einsatzkräfte rund um die Uhr die Gerätehäuser besetzten müssen. Zusätzlich zum Betrieb des Leuchtturm! 

Je länger ein solcher Stromausfall dann andauert, um so schwieriger wird auch die Versorgung der Bevölkerung. Tankstellen werden nicht mehr funktionieren, Lebensmittel Discounter werden schließen, denn ohne Strom gehen keine Kassen, keine Kühlung und die Türen gehen auch nicht mehr auf. Bargeldzahlung ist aber auch nicht möglich, da die Geldautomaten auf der Bank auch nicht mehr gehen! Denken Sie mal einfach darüber nach. 

Wie kann ich als Bürger mich darauf vorbereiten?

Es gibt hier viele Infobroschüren und Flyer, eine kleine Auswahl haben wir hier mal zusammengestellt. Informieren Sie sich bitte vorher und legen Sie Vorräte an, der nächste Stromausfall kommt bestimmt, dass garantieren wir Ihnen! 

Bis hierher haben wir nur den Stromausfall und mögliche Auswirkungen im privaten beleuchtet. Sind Sie Chef einer Firma oder im Betrieb für solche Szenarios verantwortlich, dann spielen Sie mal ein solchen „Black Out“ in ihrem Betrieb durch, am besten an einem Werktag, bei laufender Produktion, von 100 auf 0 in einer Sekunde und einer Dauer von 20 bis 30 Stunden, mehr nicht. 

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe 

Flyer Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe 

http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Broschueren_Flyer/Fly er_Stromausfall.pdf?_blob=publicationFile 

Ratgeber für die persönliche Notfallvorsorge 

http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Broschueren_Flyer/Rat geber_Brosch.pdf?_blob=publicationFile 

Krisenhandbuch Stromausfall für Behörden (am Bsp. Baden-Württemberg) 

http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/PublikationenKritis/Kris enhandbuch_Stromausfall_Kurzfassung_pdf.pdf?_blob=publicationFile 

Krisenhandbuch für Betriebe und Konzerne 

http://www.hisolutions.com/DE/Service_Dokumente/Blackout-Management_Leitfaden_Stromausfall.pdf 

Für Rückfragen stehen wir wie immer gerne und jederzeit zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte in dieser Sache bitte zuerst ausschließlich via Mail an uns unter: 

   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Wie ja bereits ausführlich Berichtet, galt es einen Großbrand in einem Kunststoffverarbeitenden Betrieb in Stockstadt am Main, seit dem 01.04.2018 ca. 16:00 Uhr, zu bekämpfen. Ich darf Ihnen nun genau 24 Stunden später mitteilen, dass die Ersten Gefahrenabwehrmaßnahmen abgeschlossen sind. Die „kalte“ Einsatzstelle wurde heute um 16:00 Uhr, der Polizei übergeben. 

Insgesamt waren über 650 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des THW (3 Standorte), des Rettungs-/Sanitätsdienstes (7 Standorte) sowie weiterer Dienststellen im Einsatz. Die 54 eingesetzten Feuerwehren waren größtenteils aus dem Landkreis Aschaffenburg, der Stadt Aschaffenburg und dem Landkreis Miltenberg. Sonderfahrzeuge wurden aus der Stadt Würzburg, dem Kreis Darmstadt-Dieburg und dem Main-Kinzig-Kreis herbeigeführt. 

Bei den sehr umfangreichen und gefährlichen Löscharbeiten, wurden insgesamt vier Feuerwehrkräfte leicht verletzt. 

Dass ein solcher Einsatz, für alle beteiligte eine massive Materialschlacht bedeutet, erklärt sich von selbst. Nun gilt es die Einsatzbereitschaft bei den Feuerwehren wieder herzustellen. Tausende Meter Schlauch müssen gewaschen, hunderte Atemschutzgeräte wieder einsatzbereit gemacht werden. Tausende Liter Schaummittel müssen kurzfristig ersetzt und wieder eingelagert und hunderte Garnituren an Schutzkleidung gereinigt werden. Somit sind die Freiwilligen Feuerwehrleute, die nächsten Tage noch ausgiebig mit diesen Arbeiten beschäftigt. 

Zur Brandursache und Schadenshöhe, können wir keinerlei Angaben machen. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Aktuell laufen die Nachlöscharbeiten in den betroffenen Bereichen auf Hochtouren. Es befinden sich aktuell ca. 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettung-/Sanitätsdienst vor Ort. Insgesamt waren bis zum jetzigen Zeitpunkt über 600 Einsatzkräfte, verschiedener Organisationen, vor Ort. Der großen Anzahl an Einsatzkräften, zusammen mit dem vorhandenen baulichen Brandschutzmaßnahmen, ist es zu verdanken, dass große Teile der Produktionsgebäude gehalten werden konnten. Dies gestaltete sich zeitweise sehr schwierig und forderte die Frauen und Männer bis auf das letzte. Insgesamt wurden bei dem Einsatz vier Feuerwehrleute leicht verletzt, alle konnten nach einer Erstbehandlung wieder aus dem Krankenhaus (1er) bzw. direkt vor Ort (3) entlassen werden. 

Die zusätzliche Lage Stromausfall hat sich am Morgen entspannt. Die zuständigen Energieversorger konnten bei Tageslicht die betroffenen Leitungen noch mal kontrollieren und zur Stromaufschaltung wieder freigeben. Die abgerissenen Leitungen bleiben weiterhin abgeschaltet und wurden geerdet. Hier konnten jedoch Umleitungen geschaltet werden. Somit dürften alle vom Stromausfall betroffenen Haushalte, wieder mit Strom versorgt sein. Somit ist dieser Einsatzbereich beendet. 

Ebenfalls beendet ist der Bereich des ausleuchten der gesamten Einsatzstelle. Dies hatten verschiedene THW Einheiten, in zusammenarbeit mit weiteren Feuerwehren, durchgeführt. Diese Kräfte konnten nach Hause entlassen werden. 

Mehrere Förderleitungen für Löschwasser, welche durch Feuerwehrkräfte vom Main aus aufgebaut wurden, sind aktuell nicht in Betrieb, können aber jederzeit wieder aktiviert werden. 

Im Laufe des Einsatzes, wurden weitere Schadstoffmessungen im direkten Bereich der Einsatzstelle, durchgeführt. Hierbei konnten mit dem Messgeräten der Feuerwehr, keine Gefahren festgestellt werden. 

Die Einsatzleitung der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg, ist weiterhin mit den beiden UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter), abwechselnd im Einsatz. 

Alle Einsatzkräfte und Mitarbeiter der am Einsatz beteiligten Fachfirmen, werden im Feuerwehrgerätehaus Stockstadt, weiterhin durch den Verpflegungszug der Feuerwehr Landkreis Aschaffenburg, bestens versorgt. Dort im Gerätehaus wurde unter anderem die Feldküche aufgebaut, welche weiterhin noch warme Mahlzeiten zubereitet. Ebenfalls werden Kaltverpflegung und Getränke, ausgeben bzw. weiterhin vorgehalten.

Zur Einsatzdokumentation war die Pressebetreuung des Landkreises Aschaffenburg, zusammen mit zwei Pressesprechern, vor Ort. Ebenfalls kam für diese Aufgabe, die Landkreiseigene Drohne, zum Einsatz. 

Große Unterstützung ist an der Einsatzstelle schweres Gerät einer Fachfirma. Mit diesem werden Dachteile abgetragen, Betonträger entfernt, Maschinen und Brandschutt aus der Halle geräumt, nach dem diese durch Feuerwehrkräfte unter Atemschutz, abgelöscht wurden. Im Freien werden dann die Abfälle grob sortiert und mit Containerfahrzeugen auf einen Zwischenlagerplatz transportiert. 

Die gesamten Maßnahmen werden sich noch wahrscheinlich über den ganzen Tag hinziehen. Die Einsatzdauer ist weiterhin unbestimmt. Der Kräfteansatz wird sich wohl über den ganzen Tag hinweg noch auf diesem Niveau halten. 

Wir werden gegen Abend wieder neu von der Einsatzstelle berichten. 

Andreas Emge
Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Aktuell werden vor Ort die gesamten Einsatzkräfte reduziert. Das Feuer ist unter Kontrolle die Nachlöscharbeiten wurden aufgenommen. Eine Großzahl der Einsatzkräfte wird Sukzessiv aus dem Einsatz herausgelöst. 
Einheiten welche noch vor Ort im Einsatz bleiben müssen (Wasserförderung vom Main, Ausleuchtung der gesamten Einsatzstelle, medizinische Absicherung, Einsatzleitung und weiteres) werden von frischen Kräften aus deren Standorte abgelöst bzw. ausgetauscht. 
Ebenfalls werden ständig neue Kräfte aus dem gesamten Landkreis, mit neuen/frischen Atemschutzgeräteträgern, nachgeführt. Diese Personen führen dann die sehr kräftezehrenden Nachlöscharbeiten, teilweise unter schwerem Atemschutz, durch. Um die Anzahl der benötigen Atemschutzgeräte vor Ort sicherzustellen, sind mittlerweile mehrere Abrollbehälter Atemschutz, aus verschiedenen Landkreisen, im Einsatz. Auch wurden mittlerweile mehrere Abrollbehälter Sonderlöschmittel, ebenfalls aus verschiedenen Landkreisen, vor Ort zusammengezogen. Die Nachlöscharbeiten werden auf jeden Fall, sich noch die gesamte Nacht, hinziehen. 

Weiterhin Stromausfall, auf Grund des Großbrandes, ist in großen Teilen der Stadt Alzenau (ca. 50%) sowie der Gemeinde Kahl (wohl 100%), hiervon könnten bis zu 15.000 Personen betroffen sein. Auch wird sich nach Aussage des Netzbetreibers, bis morgen früh, nichts ändern! 

Die Einsatzdauer ist weiterhin unbestimmt und wird sich mit Sicherheit noch länger hinziehen. 

Die Pressestelle vor Ort, der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg, wurde nun geschlossen. Wir werden am morgigen Tag wieder neu berichten. 

Andreas Emge

Pressesprecher der Kreisbradinspektion Aschaffenburg

Bei einem Großbrand in Stockstadt am Main, waren bzw. sind aktuell noch 450 Einsatzkräfte der Hilfskräfte, teilweise seit ca. 16:00 Uhr im Einsatz. In einem Kunststoffverarbeitenden Betrieb, ist aus unbekannten Gründen, ein Feuer ausgebrochen. Diesem vielen letztendlich ca. 3.000 qm Fläche eines ca. 12.000 qm großen Komplexes, aus mehreren Hallen, zum Opfer. 

Es wurden mehre Einsatzabschnitte gebildet um das Feuer in den Griff zu bekommen. Dies gestaltete sich teilweise sehr schwer, da direkt über dem Brandobjekt zwei Hochspannungsleitungen verliefen. Mindestens zwei Leitungen stürzten während den Löschversuchen, noch stromführend, zu Boden. Somit sorgten diese für zusätzliche Behinderungen an der Einsatzstelle. Aktuell ist das Feuer in Gewalt und es laufen Nachlöscharbeiten im großen Umfang. Hierzu wurden große Mengen an Schaummitteln, aus dem Landkreis und auch aus benachbarten Landkreisen an die Einsatzstelle geliefert. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann bisher, durch einen Sturz, leicht verletzt. Erschwerend kommt hinzu, dass teilweise Decken eingestürzt und einzelne Räumlichkeiten nicht begehbar sind. 

Durch die Feuerwehr wurden mittlerweile Messungen in der näheren Umgebung der Einsatzstelle durchgeführt. Hierbei konnten mit den Messgeräten der Feuerwehr keinerlei besondere Werte festgestellt werden. 

Bedingt durch den Abriss der Stromleitungen, kommt es aktuell noch zu Stromausfällen im Bereich der Stadt Alzenau sowie in Kahl am Main. Hierüber, wie auch über den Brand wurde durch das System KATWARN die Bevölkerung informiert. 

Im Einsatz befinden sich Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Aschaffenburg und der Stadt Aschaffenburg. Sonderlöschmittel und auch weitere Einsatzkräfte sind aus den Kreisen Miltenberg, Darmstadt-Dieburg, Main-Kinzig bereits vor Ort bzw. im Anmarsch. Zur Absicherung vor Ort stehen zwei Rettungswagen und ein Notarzt bereit. 

Die Verpflegung der Einsatzkräfte findet im Gerätehaus Stockstadt statt, dort wurde durch den Verpflegungszug des Landkreises Aschaffenburg eine Verpflegungsstelle eingerichtet. 

Vor Ort sind ebenfalls Vertreter der Gemeinde (Bürgermeister) sowie vom Landkreis (Landrat) um sich entsprechend zu informieren. Ebenfalls besetzt ist die Führungsstelle im Landratsamt.  

Zur Unterstützung der Arbeiten sind mittlerweile auch externe Firmen mit schwerem Gerät vor Ort.

Die Polizei hat die Ermittlung zur Brandursache aufgenommen und hat das Gebiet weiträumig abgesperrt. 

Wir werden weiter informieren. 

Gruß von der Einsatzstelle

Andreas Emge
Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Aschaffenburg. Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge machten sich am Dienstagabend auf den Weg in den Aschaffenburger Hafen. Feuerwehren aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg probten mit 15 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften am Ausbildungszug der Deutschen Bahn einen Gefahrgutunfall. Angenommen wurde ein Gefahrenstoffaustritt an einem Kesselwagen im Stockstädter Papierwerk.

Entsprechend dem Einsatzstichwort „Gefahrgut“ wurden von der Integrierten Leitstelle Kräfte der Werkfeuerwehr Sappi Stockstadt, den Feuerwehren Stockstadt, Großostheim, Aschaffenburg, Goldbach und Glattbach sowie die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg alarmiert. Einsatzleiter Andre Baum, Kommandant der Werkfeuerwehr Sappi, veranlasste umgehend eine weiträumige Absperrung.

Mit dem Gerätewagen Messtechnik der Stockstädter Feuerwehr wurden sofort Luftmessung in der Umgebung der Unfallstelle vorgenommen. Unter Chemikalienschutzanzügen mussten die Feuerwehrleute einen auslaufenden Gefahrenstoff auffangen, ein Leck am Kesselwagen verschließen und den bereits ausgelaufenen Gefahrenstoff in Fässer umpumpen.

Nach gut einer Stunde war das Übungsziel erreicht. Kreisbrandmeister Udo Schäffer, der gemeinsam mit Kreisbrandmeister Martin Hock, die Übungsleitung hatte, zeigte sich im Anschluss an die Übung zufrieden. Jede praktische Ausbildung trage dazu bei, neue Erfahrungen zu sammeln oder vorhandene Kenntnisse zu vertiefen. Insbesondere bei Gefahrguteinsätzen sei nicht die Geschwindigkeit entscheidend. Vielmehr würde das zielorientierte Vorgehen und die Sicherheit der eigenen Kräfte und der Umgebung im Vordergrund stehen.
Armin Lerch, FF Stockstadt

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Am Samstag den 24.03.2018 fand die jährliche „Aktion sauberer Landkreis“ statt. Ziel der Aktion ist es die Natur von Unrat zu bereinigen, für Umweltbewusstsein zu werben und zur Mitarbeit anzuregen. Die Jugendfeuerwehren des Landkreises Aschaffenburg gingen mit gutem Beispiel voran und nahmen wie bereits in den vergangenen Jahren dieses Jahr wieder zahlreich an der Aktion teil und halfen mutwillig und illegal in der Natur entsorgten Abfall, wie Autoreifen, Alteisen und diverse Kleinteile, zu sammeln und endgültig zu entsorgen.

Insgesamt waren 255 Jugendliche und 135 Betreuer aus 30 Jugendfeuerwehren unterwegs um unseren Landkreis zu säubern.

In Heinrichsthal und Wiesen konnten die Jugendfeuerwehren witterungsbedingt nicht tätig werden, da die Aktion dort aufgrund der Schneedecke abgesagt wurde.

Landrat und Schirmherr der Aktion Sauberer Landkreis Dr. Ulrich Reuter, sprach seinen besonderen Dank dafür aus, dass sich die Jugendfeuerwehren bereits seit vielen Jahren als teilnehmerstärkste Gruppe des Landkreises an der Aktion beteiligen.

Die teilnehmenden Feuerwehren im Einzelnen waren:

Albstadt, Alzenau, Dammbach, Goldbach, Großostheim, Haibach, Heimbuchenthal, Hemsbach, Hofstädten, Hörstein, Hösbach, Hohl, Jakobsthal, Johannesberg, Kahl, Karlstein, Kleinkahl, Königshofen, Krombach, Laufach, Mainaschaff, Mespelbrunn, Hessenthal, Michelbach, Mömbris, Rothenbuch, Schneppenbach, Schöllkrippen, Stockstadt, Wasserlos, Wenigumstadt und Westerngrund

Philipp Weineck, FSJler Kreisjugendfeuerwehr

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Heute Nacht ist auf der Bundesautobahn 3 auf Höhe der Rastanlage Spessart-Süd ein Lkw Sattelzug völlig ausgebrannt. Der Lkw war zuvor auf einen ausländischen Sattelzug aufgefahren, der auf der Autobahn im Zufahrtsbereich zur Rastanlage geparkt hatte. Durch den Aufprall knickte das Führerhaus des Auffahrers ein und riss ab. Der Fahrer wurde dabei glücklicherweise nur mittelschwer verletzt und konnte sich selbst aus dem Führerhaus befreien. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Unfall wurden sowohl die Diesel-Tanks des auffahrenden Lasters als auch ein Diesel-Tank des parkenden Lkw aufgerissen. Dessen Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. In der Folge gerieten der Kraftstoff und der aufgefahrene Lkw in Brand. Die Feuerwehren Waldaschaff und Weibersbrunn sowie Kreisbrandinspektor Otto Hofmann wurden gegen 01.09 Uhr zu dem Lkw-Brand alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte stand der mit Schokolade und Pralinen beladene Sattelzug lichterloh in Flammen. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwändig, da der aus einem Kofferaufbau bestehende Sattelauflieger geöffnet und die Ladung zum Ablöschen händisch und unter Atemschutz abgeladen werden musste. Daher ließ Einsatzleiter KBI Otto Hofmann gegen 02.20 Uhr noch die Feuerwehr Dammbach mit weiteren Atemschutzgeräteträgern nachalarmieren. Es kamen insgesamt 33 Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Im weiteren Verlauf wurden die Einsatzkräfte noch durch einen Radlader der Staatlichen Straßenbauamtes bei den Löscharbeiten unterstützt. Insgesamt wurden rund 25.000 Liter Löschwasser benötigt, das mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr an die Einsatzstelle gebracht wurde. Die Autobahn war in beide Fahrtrichtungen bis gegen 03.30 Uhr voll gesperrt, ehe die Fahrtrichtung Frankfurt wieder freigegeben werden konnte. Der Verkehr wurde von der Feuerwehr in Fahrtrichtung Würzburg an der Anschlussstelle Weibersbrunn ausgeleitet. Gegen 04.30 Uhr konnte der Verkehr dann auch in Fahrtrichtung Würzburg wieder freigegeben werden. Noch in der Nacht begann eine Spezialfirma mit dem Ausbaggern von mit Diesel verunreinigtem Erdreich an der Einsatzstelle. Zwei Bergungsunternehmen kümmerten sich um den Abtransport des völlig ausgebrannten Lkw und des anderen ebenfalls völlig zerstörten Sattelzuges, der Stückgut geladen hatte. Die Feuerwehren waren mit insgesamt 57 Einsatzkräften im Einsatz. Während in der Anfangsphase des Einsatzes für die anrückenden Kräfte noch eine Rettungsgasse zur Verfügung stand, standen die Lkw im weiteren Verlauf 4-spurig nebeneinander auf der vor Weibersbrunn 4-spurig ausgebauten Autobahn. Die im Stau stehenden Fahrzeuge der Spezialfirma und des Bergungsunternehmens mussten von Feuerwehrfahrzeugen abgeholt und an die Einsatzstelle gebracht werden, was die Bergungsarbeiten unnötig verlängerte. Der Einsatz war gegen 08.00 Uhr beendet.

Bilder: FF Waldaschaff

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Mehrere Verletzte und ein Toter durch Explosion auf dem Campingplatz
Am Freitagabend wurden die Kahler Feuerwehrleute durch eine komplexe Zugübung gleich an mehreren Fronten gefordert. Der stellvertretende Kommandant Alexander Riedel, der die Übung zusammen mit dem Platzwart des Campingplatzes Kahl, Ludwig Kammerlander, und der Kahler Bereitschaft des Roten Kreuzes plante, lehnte dabei das angenommene Geschehen an einem ähnlichen Einsatzereignis vor mehreren Jahren an.
Alarmiert wurden die Einsatzkräfte mit den Einsatzstichwort: „Explosion eines Campingwagens“. Zur Übung rückten beide Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, der Schlauchwagen, der Hintergrundrettungswagen des BRK Kahl und der Einsatzleitwagen aus. Die erste Herausforderung für die anrückenden Kräfte war, die Einsatzstelle weit hinten im Campingbereich des Kahler Campingplatzes zu erreichen. Wegen der engen Straßen und geparkten Autos konnten die Retter nicht direkt bis zum brennenden Wohnwagen gelangen. Dieser wurde als Übungsobjekt von der Campingplatzverwaltung bereitgestellt. Die letzten 50 Meter mussten zu Fuß überwunden werden.
Empfangen wurden die Übungsteilnehmer von zwei fachmännisch geschminkten Verletztendarstellern. Sie berichteten, dass eine Gasflasche explodiert sei und den Wohnwagen in Brand gesteckt habe. Im Wohnwagen befänden sich noch zwei Personen. Die beiden Verletztendarsteller wurden nach der Erkundung unmittelbar dem Hintergrundrettungswagen der Kahler Rotkreuzbereitschaft zur medizinischen Betreuung übergeben. Ein Atemschutztrupp betrat wenige Minuten später den durch eine Nebelmaschine verrauchten Wohnwagen und holte zwei Menschen aus dem Übungsobjekt. Eine der Personen war laut Übungsszenario bereits tot, die andere zunächst kreislaufinstabil. Da der zuerst eingetroffene Rettungswagen mit der Verletztenversorgung ausgelastet war, wurde die unmittelbar kreislaufinsuffizient werdende Person an einen Feuerwehrtrupp übergeben, um Wiederbelebungsmaßnahmen auszuführen.
Die Feuerwehrleute begannen unter Anleitung sofort mit einer Reanimation an einer der Übungspuppen der Kahler Feuerwehr, dabei wurde auch der Übungsdefibrillator eingesetzt. Gleichzeitig wurde der Löschangriff sowohl auf den brennenden Campingwagen als auch auf ein benachbartes Waldstück, das Feuer gefangen hatte, begonnen. Hier mussten zwei Gasflaschen gekühlt und gesichert werden. Außerdem musste die Wasserversorgung vom Campingsee bis zur Einsatzstelle sichergestellt werden. Hierzu platzierte das Personal des Schlauchwagens eine Pumpe am Ufer des Campingsees und legte eine Schlauchstrecke bis zur Einsatzstelle. Die Löschmaßnahmen wurden von mehreren Atemschutztrupps durchgeführt.
Trotz des komplexen Szenarios konnten die Feuerwehrkräfte und Mitglieder des BRK Kahl den Einsatz ruhig und zügig absolvieren.
Die Übungsziele, die Personen aus dem Wohnwagen zu retten bzw. zu bergen, die drei Schwerverletzten adäquat medizinisch zu versorgen, ausreichende Einsatzkräfte nach zu ordern, die Gasfaschen zu sichern und das Feuer zu bekämpfen, wurden nach etwa einer Stunde erreicht.
Anastasia Lotz
Öffentlichkeitsarbeit Freiwillige Feuerwehr Kahl

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Am Mittwoch, 14.03.2018 fand im Feuerwehrhaus Goldbach eine 2-stündige Fortbildung für die Messtrupps des Messzuges Landkreis Aschaffenburg statt.

Unter der Leitung des KBM Gefahrgut Martin Hock (Großostheim) wurde den Teilnehmern zunächst nochmals der Aufbau des Messzuges sowie Hintergründe und Verhalten bei Alarmierung dieser Spezialeinheit erläutert. Danach ging es umgehend mit der praktischen Stationsausbildung weiter.

Chemische Fachkräfte des Fachreferates 2 (Einsatz/Umwelt/Löschmittel) im KFV Aschaffenburg erzeugten mit Experimenten kleine Mengen zu messender Gase (z.B. Blausäure, Ammoniak, Schwefeldioxid, Chlor etc.), die dann mit realen Messungen mit Hilfe von Prüfröhrchen nachgewiesen werden mussten.

Außerdem wurde mit verschiedenen Stoffen und Mitteln die Handhabung von Ex Messgeräten geübt.

An einer weiteren Station wurde das Thema Kartenkunde vertieft. Die Messtrupps müssen in der Lage sein nach Auftrag vorgegebene Messpunkte anzufahren, um dort Messungen durchzuführen

In einer weiteren Station ging es schließlich um das Thema Funkgeräte und Kommunikation. Hier wurden die vom Fachreferat erstellten und durch die Kreisbrandinspektion verteilten Vordrucke zur Protokollierung der Messungen erklärt. Außerdem wurde den Teilnehmern die Gründe wie und vor allem auch warum die Messprotokolle in der vorgegebenen Art und Weise ausgefüllt und an die Einsatzleitung übermittelt werden müssen.

Bilder: Norbert Gutsche

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Am Freitag, 16.03.2018 fand um 19.30 Uhr in der Räuschberghalle in Alzenau-Hörstein die diesjährige Kommandantenversammlung verbunden mit der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Aschaffenburg e.V. statt.

Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer konnte neben Landrat Dr. Ulrich Reuter rund 250 Feuerwehrführungskräfte, politische Mandatsträger und zahlreiche Bürgermeister begrüßen.

Alzenaus 1. Bürgermeister Dr. Alexander Legler dankte in seinem Willkommensgruß den Feuerwehrleuten für ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger.

In seinem Bericht ging Kreisbrandrat Ostheimer zunächst auf die aktuellen Personalzahlen ein:

634 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren, und damit 50 mehr als im Vorjahr, sind in den Jugendfeuerwehren der 61 Freiwilligen Feuerwehren engagiert. Der weibliche Anteil mit 170 Mädchen und jungen Frauen liegt bei 27 Prozent. In den mittlerweile 34 Kinderfeuerwehren sind derzeit 468 Kinder zwischen 6 und 11 Jahren organisiert.

Mit der Fusion der Feuerwehren Feldkahl und Rottenberg zur Freiwilligen Feuerwehr Feldkahl-Rottenberg reduzierte sich die Anzahl der Freiwilligen Feuerwehren von 62 auf 61. Zusammen mit den 3 Werkfeuerwehren gibt es somit aktuell 64 Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg.

Mit 2588 Aktiven leisten 30 Aktive mehr als im Vorjahr aktiven Feuerwehrdienst. Der Frauenanteil beträgt mit 352 Frauen rund 13 Prozent.

Dennoch dürfe der leichte Aufwärtstrend nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ständige Verfügbarkeit, gerade während der üblichen Kernarbeitszeiten, deutlich zurückgehe. Das große Thema ist die Tagesalarmsicherheit, so Ostheimer.

Die Anzahl der Atemschutzgeräteträger ist um 15 Personen auf aktuell 957 Atemschutzgeräteträger angestiegen. Der Landkreis Aschaffenburg leiste einen wesentlichen Beitrag für die Aus- und Fortbildung der Atemschutzgeräteträger. Die Streckendurchgänge durch die Atemschutzstrecke sowie Übungen im Übungshof, im gasbefeuerten Brandübungscontainer und in den Übungsanlagen sind ab dem 01.04.2018 für die Feuerwehren des Landkreises kostenlos.

Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 4.580 Einsätze. Neben 476 Brandmeldungen wurden 3.077 technische Hilfeleistungen abgewickelt. Hinzu kamen 339 Fehlalarmierungen, 145 Sicherheitswachen und 543 sonstige freiwillige Tätigkeiten.

Den größten Anteil an den technischen Hilfeleistungen hat der Verkehr. Rund 1.100 Einsätze waren bei Verkehrsunfällen, Ölspuren, auslaufender Treibstoff usw. erforderlich.

900 wetterbedingte Einsätze wie Hochwasser, Sturm- und Unwetterschäden stehen an zweiter Stelle, gefolgt von 499 First-Responder-Einsätzen.

Bei den Bränden und Technischen Hilfen wurden 169 Personen, davon 46 über Feuerwehrleitern, gerettet. Für 36 Personen kam jede Hilfe zu spät, sie konnten nur noch tot geborgen werden. 321 Menschen wurden bei Feuerwehreinsätzen betreut und versorgt.

Bei den First-Responder-Einsätzen konnten 370 Personen geholfen werden, aber auch hier konnte bei 41 Menschen keine Hilfe mehr geleistet werden.

Dass Feuerwehrdienst nicht ungefährlich ist, beweisen die 52 im Jahr 2017 verletzten Feuerwehrleute. Mit 9 Kameradinnen und Kameraden wurden nach belastenden Einsätzen von geschulten Kräften der Einsatznachsorge Gespräche geführt.

Am 18.05.2017 stürzte der Bessenbacher Feuerwehrmann Günther Kowalski bei einem Feuerwehreinsatz aus dem fahrenden Feuerwehrfahrzeug und zog sich dabei schwerste Kopfverletzungen zu. Nach monatelangem Krankenhausaufenthalt liegt er nun seit einigen Wochen in einer Aschaffenburger Pflegeeinrichtung. Der Kreisfeuerwehrverband hat zur Unterstützung von Günther und seiner Familie ein Spendenkonto eingerichtet, das auf langfristige Hilfe ausgelegt ist.

Kreisbrandinspektor Frank Wissel ging auf die Entwicklung der Modularen Truppausbildung ein:

Bei aktuell 600 Jugendlichen werden rund 100 Jugendliche pro Jahr den Lehrgang „Basismodul“ besuchen. Es müssen daher 4 Lehrgänge für jeweils 25 Teilnehmer angeboten werden, die jeweils an 6 Wochenenden stattfinden. Hinzu kommen noch 5 eintägige Zusatzmodule Brandbekämpfung Teil I und II, ABC-Gefahren, Retten und Technische Hilfeleistung. Diese Zusatzmodule müssen jeweils 5 Mal pro Jahr angeboten werden, um den Lehrgangsbedarf abzudecken. KBI Wissel appellierte an alle Kommandanten sich solidarisch zu erklären, mitzuhelfen und die Ausbildung personell und materiell zu unterstützen.

Kreisbrandinspektor Otto Hofmann erläuterte den Sachstand des Bahnprojektes zwischen Laufach und Heigenbrücken mit insgesamt 4 Bahntunneln. Obwohl die Neubaustrecke zwischenzeitlich in Betrieb gegangen sei, fehlen immer noch passende Feuerwehrpläne und die Brandmeldeanlage sei auch noch nicht abgenommen. Er konnte sich einen kleinen Seitenhieb auf die seiner Meinung nach mangelnde Unterstützung durch das Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr nicht verkneifen. „In Bayern existieren offensichtlich keine einheitlichen Forderungen und Vorgaben in Sachen Sicherheitskonzepte für Bahntunnel, obwohl es ständig Bahnprojekte im Freistaat gibt“, so Hofmann. Alles habe man sich selbstständig erarbeiten müssen. Das Ministerium habe allerdings, auch dank der Unterstützung unserer Abgeordneten, die Ausbildung von Multiplikatoren an der International Fire Academy in Balsthal/Schweiz, finanziert.

Landrat Dr. Ulrich Reuter erinnerte in seinem Grußwort daran, dass bereits kleine Kinder auf den Ton des Martinshorns erwartungsvoll und aufgeregt reagieren. „Machen Sie sich diese Faszination für die Nachwuchsgewinnung zunutze“, rief er den Führungskräften zu. Der Freistaat Bayern habe mit der Aufnahme der Kinderfeuerwehren in das Bayer. Feuerwehrgesetz ein wichtiges Zeichen gesetzt. Er dankte allen, die sich in den Kinder- und Jugendfeuerwehren um den Nachwuchs kümmern. Weil den Verantwortlichen die Ausbildung und Übung der Feuerwehrleute wichtig sei, übernehme der Landkreis neuerdings die Kosten für 2 Vollzeitstellen im Atemschutzzentrum. Außerdem sei eine Planstelle für die Brandschutzdienststelle im Landratsamt geschaffen worden, die zum 01.04.2018 mit einem Mitarbeiter mit hauptamtlicher feuerwehrtechnischer Ausbildung besetzt werde. Sein Hauptaufgabenbereich sei der vorbeugende abwehrende Brandschutz. Landrat Dr. Reuter dankte allen Anwesenden für ihren Einsatz und ihr Engagement und wünschte alles Gute.

Der Landtagsabgeordnete Peter Winter brachte seinen Respekt vor der großartigen Leistung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute zum Ausdruck. Er nahm auch Bezug auf einen Vorfall der jüngsten Vergangenheit, als Feuerwehrangehörige von einem Verkehrsteilnehmer bei einem Einsatz beschimpft worden sind. „Die Gesellschaft darf es sich nicht gefallen lassen, dass Ehrenamtliche, die für andere im Einsatz sind, auf unflätige Weise beschimpft werden.“ Hier müsse mit allen Mitteln dagegen vorgegangen werden.

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In der vergangenen Woche fand an der Feuerwache Großostheim eine Ausbildung "Arbeiten mit der Motorsäge im Korb einer Drehleiter - mit stückweise Abtragen von Bäumen" statt. Im Mittelpunkt der intensiven Ausbildung stand vor allem das sichere Arbeiten mit der Motorsäge aus dem Korb der Drehleiter. Als Feuerwehr werden wir immer wieder gerufen, wenn zum Beispiel nach einem Sturm Bäume auf Gebäude zu fallen drohen. Oft ist es hier nur mit der Drehleiter möglich, den Baum stückweise abzutragen und so weiteren Schaden zu verhindern. Los ging es am Donnerstag, 08.03.18 in der Großostheimer Feuerwache mit den theoretischen Grundlagen zu verschiedenen Schnitt- und Abtragetechniken. Die Ausbilder Rudi Hartlaub und Michael Heger gingen weiter auf die richtige Schutzkleidung und erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen ein. Am Samstag, 10.03.18 stand für die ersten 8 Teilnehmer der Feuerwehren Großostheim, Mainaschaff und Stockstadt Praxisausbildung auf dem Plan. Weitere 7 Teilnehmer der Feuerwehren Heimbuchenthal, Hösbach und Karlstein haben ihren Praxisteil an den kommenden Wochenenden. Zunächst durften die Teilnehmer an der Feuerwache mit der Motorsäge unterschiedliche Schnitttechniken ausprobieren. Als nächstes ging es dann in einer kleinen Gruppe von je vier Teilnehmern mit der Drehleiter in den Wald. Aus dem Korb der Drehleiter wurden an einem Baum zunächst Äste Stück für Stück abgetragen. Danach erfolgte das stückweise Fällen des Stammes. Am Ende des Lehrgangs fühlten sich die Teilnehmer für den nächsten Einsatz mit der Motorsäge bestens vorbereitet.

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