Am Samstag, den 21. Oktober legten die jüngsten Glattbacher Feuerwehrleute ihr erstes Leistungsabzeichen ab. Die Kinderflamme Stufe 1, oder auch Flämmchen 1, beinhaltet fünf Aufgaben aus verschiedenen Bereichen.

Pünktlich um 14 Uhr trafen sich 12 Mädchen und Jungen, im Alter von 7 bis 11 Jahren, mit ihren Betreuern im Glattbacher Feuerwehrhaus.
Dort waren fünf Stationen aufgebaut, an denen die Kinder ihr Können unter Beweis stellten.
So wurden unter anderem zu den Aufgaben der Feuerwehr „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ Bilder zugeordnet, Notrufe korrekt abgesetzt und Kerzen richtig angezündet.
Beim Zielspritzen mit der Kübelspritze unterstützten die Eltern ihre Kinder, indem sie das Pumpen übernahmen.
Alle Kinder bestanden die Prüfung mit Bravour und bekamen, bei Kaffee, Kakao und Kuchen, das verdiente Abzeichen überreicht.
Zum Schluss wurden noch die Höhepunkte des ersten Jahres „Kinderfeuerwehr Glattbach“ anhand einer Bildergalerie Revue passieren lassen.
Thomas Kreis
Freiwillige Feuerwehr Glattbach

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Kreisbrandinspektor Frank Wissel hat heute Vormittag von Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer das Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen verliehen bekommen. KBI Frank Wissel ist seit dem 01.05.1998 Mitglied der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg. Zunächst war er viele Jahre als Gebietskreisbrandmeister für einen Bezirk des Landkreises Aschaffenburg tätig, bevor er zum 01.05.2010 zum Kreisbrandinspektor für den Bezirk des Altlandkreises Alzenau und zum vorbenannten Örtlichen Einsatzleiter ernannt wurde. Zu seinem Inspektionsbezirk zählen 14 selbstständige Gemeinden mit 38 Freiwilligen Feuerwehren. In diesen 7 Jahren hat sich Wissel herausragende Verdienste um das Feuerwehrwesen des Landkreises Aschaffenburg und besondere Verdienste bei der Bekämpfung von Bränden und sonstigen Notständen erworben. Unter seiner Federführung nahmen sowohl die Ausrüstung und Ausstattung der besagten Feuerwehren als auch die Ausbildung der Feuerwehrdienstleistenden enorm zu. Neben unzähligen Brand- und Hilfeleistungseinsätzen, bei denen der 49-jährige als Einsatzleiter und teilweise als Örtlicher Einsatzleiter tätig war, darf ich einige Einsätze besonders erwähnen: Im Jahr 2002 war er als Abschnittsführer bei der Hochwasserkatastrophe im Osten Deutschlands eingesetzt, als ein Einsatzverband aus Feuerwehren des Landkreises Aschaffenburg im Ort Raguhn in Sachsen-Anhalt über Tage das dortige Hochwasser bekämpfte. Im Jahr 2008 war er ebenfalls als Abschnittsleiter bei einem Großbrand in der Fa. BMZ in Karlstein beteiligt, an dem 400 Einsatzkräfte über 3 Tage gegen die Flammen ankämpften. Während der Hochwasserkatastrophe 2013 in Bayern war KBI Wissel als Führer unseres Hilfeleistungskontingentes vor Ort und leitete die Beseitigung der Hochwasserschäden in der Altstadt von Passau. Bei einem Sägewerkbrand in Kleinkahl im September leitete er einen 2 Tage andauernden Feuerwehreinsatz, der besonders aus einem langwierigen Atemschutzeinsatz mit ca. 150 Einsatzkräften bestand.

Des Weiteren organisiert Frank Wissel seit Jahren federführend spezielle Ausbildungen der Feuerwehren auf Kreisebene, wie THL-Fortbildungen oder Ausbildungen auf einem Übungsschiff und steht allen Feuerwehren als Ansprechpartner zur Verfügung.

Wir danken unserem Kreisbrandinspektor Frank Wissel für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen im Landkreis Aschaffenburg und gratulieren ihm ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung

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Zu den Gratulanten gehörten auch KBR Karl-Heinz Ostheimer und SBR Karl-Georg Kolb als Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes

In den frühen Morgenstunden des 20. Oktober kam es in Haibach zu einem Wohnungsbrand in der Buchenstraße. Die Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Haibach wurde um 06:08 Uhr alarmiert und war nach acht Minuten mit einem vollständigen Löschzug an der Einsatzstelle. Einsatzleiter Ingo Roth konnte zusammen mit Kreisbrandinspektor Otto Hoffmann auf insgesamt 30 Kameradinnen und Kameraden zurückgreifen. Insgesamt wurden drei Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Zwei von der Feuerwehr gerettete Personen wurden an den Rettungsdienst und zwei ebenfalls gerettete Kaninchen an die Polizei übergeben. Nach rund zehn Minuten konnte die erfolgreiche Brandbekämpfung in dem stark verrauchten Haus gemeldet werden. Insgesamt waren die Kräfte knapp zweieinhalb Stunden im Einsatz. Zudem wurden zwei Rettungswagen und ein Notarzt vom Rettungsdienst an die Einsatzstelle alarmiert.
Stefan Xhonneux, FF Haibach

Am Mittwoch, 18.10.2017, wurde um 15:14 Uhr die Feuerwehr Stockstadt zu einem vermuteten Gebäudebrand in die Würzburger Straße alarmiert. Über dem Dach des Reihenhauses war eine aufsteigende Rauchsäule weithin erkennbar.
Die Erkundung der ersten Einsatzkräfte ergab, dass es sich um einen Garagenbrand handelt. Der intensive Brandrauch zog durch eine rückwärtige Türe über die Dächer ab. Mit zwei C-Rohren wurde umgehend die Brandbekämpfung eingeleitet, die sehr schnell Erfolg zeigte. Im weiteren Verlauf wurde die Garage ausgeräumt und das Gebäude belüftet. Drei Trupps kamen unter schwerem Atemschutz zum Einsatz. Der Hausbesitzer zog sich bei eigenen Löschversuchen eine leichte Verletzung zu und wurde vom Rettungsdienst vor Ort behandelt.
Im Einsatz war die Feuerwehr Stockstadt mit 5 Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften. Weiterhin waren ein Vertreter der Kreisbrandinspektion, ein Rettungswagen und die Polizei vor Ort.

Armin Lerch
Pressesprecher FF Stockstadt

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Heute Vormittag wurden um 9:27 Uhr die Feuerwehren aus Heigenbrücken, Neuhütten und Heinrichsthal sowie der Abrollbehälter Sonderlöschmittel aus Großostheim und KBM Markus Rohmann als Vetreter der Kreisbrandinspektion zum einem Brand eines Trafohauses am Baßberg nach Heigenbrücken alarmiert. Außerdem waren ein Rettungswagen zur Absicherung der Feuerwehrkräfte, eine Streife der Polizei und das Bayernwerk als Betreiber der Anlage vor Ort. Auch der Heigenbrückener Bürgermeister Werner Englert machte sich ein Bild von der Einsatzstelle.
Auf der Anfahrt konnte noch eine deutliche Rauchentwicklung wahrgenommen werden. Diese hatte sich jedoch bei Eintreffen des ersten Fahrzeugs aus Heigenbrücken bereits wieder verflüchtigt. Lediglich Brandgeruch war weiterhin wahrnehmbar. Daraufhin wurde eine Wasserversorgung aufgebaut und ein C-Rohr in Bereitschaft genommen. Außerdem wurden weiterhin CO2-Feuerlöscher an die Einsatzstelle gebracht. Bis zur Ankunft des Energieversorgers beschränkten sich die Aufgaben der Feuerwehr auf die laufende Kontrolle des Trafohauses mit der Wärmebildkamera sowie die Sperrung der anliegende Straße.
Zusammen mit dem Energieversorger wurde anschließend das Gebäude geöffnet, einer der beiden bereitstehenden Atemschutztrupps sicherte diese Maßnahme ab. Im Inneren des Trafohauses konnte dann ein Brand im Niederspannungsbereich der Anlage festgestellt werden, der bereits von selbst erloschen war. Die Feuerwehr musste hier nicht mehr tätig werden.
Der eigentliche Trafo sowie der Hochspannungsteil waren nicht betroffen.
Einige der angrenzenden Gebäude waren für die Dauer des Einsatzes und in Folge ohne Strom. Der Energieversorger zeigte sich zuversichtlich, die Versorgung dieser Gebäude kurzfristig wieder herstellen zu können.
Einsatzende war gegen 10:45 Uhr. Der Einsatzleiter der Feuerwehr Heigenbrücken konnte auf insgesamt 22 Feuerwehrangehörige und 4 Feuerwehrfahrzeuge der o.g. Wehren zurückgreifen, der Abrollbehälter Sonderlöschmittel konnte die Alarmfahrt bereits nach der ersten Erkundung abbrechen.

Markus Rohmann, KBM

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Ein interessanter Einsatz spielte sich am Montagmorgen in der Gemeinde Karlstein ab. Ein Jogger entdeckte im Gemeindewald, auf Höhe des „Plattenberg“ ein Feuer an der dortigen Schutzhütte. Die Hütte wurde Anfang der 70er Jahre von der Feuerwehr Dettingen, zusammen mit dem Wanderverein Dettingen erbaut und war jahrzehntelang ein beliebtes Objekt verschiedenster Feste und Veranstaltungen. Selbst das Kreisjugendzeltlager der Feuerwehren fand dort, an und in dieser Hütte, schon statt. Nun ist ein Großteil der Hütte einem Feuer zum Opfer gefallen, bzw. wurde hierbei stark beschädigt.

Der Meldeweg bis zum eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeuges, gestaltete sich bei diesem Einsatz, etwas schwierig, warum? Der Jogger welcher das Feuer entdeckte, führte kein Mobiltelefon mit sich, so rannte er wieder bergab, bis er einen Pilzsammler traf, dieser (der frühere zweite Kommandant der Feuerwehr Dettingen), setzte einen qualifizierten Notruf ab und veranlasste somit die Alarmierung der Feuerwehr. Diese wurde auch alarmiert, jedoch die Feuerwehr Hörstein, zusammen mit der Feuerwehr Alzenau. Als Einsatzadresse wurde ihnen der Waldhof in Hörstein genannt, dort fuhren sie auch hin. Dort angekommen stellte man fest, dass dort kein Brand war, sondern einfach nur eine thermisch bedingte Wasserdampfwolke beim Reinigen einer Maschine entstanden war. Daraufhin wurde der Einsatz abgebrochen. Der meldende im Wald hörte das verstummen der Martinshörner und wunderte sich nur, das nach mehreren Minuten noch immer keine Feuerwehr vor Ort zu sehen war. Daraufhin wählte er erneut den Notruf und fragte nach. Ihm wurde gesagt, dass es sich um einen Fehlalarm handele, dies verneinte er und sagte, ein Großteil der Schutzhütte stünde bereits in Vollbrand! Daraufhin wurden weitere Kräfte aus Alzenau und Wasserlos, sowie die bereits ausgerückten Kräfte aus Hörstein und Alzenau, erneut in Marsch gesetzt. Endlich vor Ort angekommen, wurden sofort mehrere Strahlrohre unter schwerem Atemschutz zum Einsatz gebracht, sowie die eigentlich zuständige Feuerwehr Gemeinde Karlstein, um 09:43 Uhr nachalarmiert.

Letztendlich war dann nur noch alles Routine. Das Feuer wurde abgelöscht, die Wasserversorgung über wasserführende Fahrzeuge sichergestellt. Vor Ort waren, den oben beschriebenen Umständen verschuldet, die Wehr aus Hörstein mit HLF, TLF, MZF, die Wehr aus Wasserlos mit LF, die Wehr aus Alzenau mit HLF, TLF und ELW sowie die Wehr aus Karlstein mit HLF, LF, TLF und KdoW. Von Seiten der Kreisbrandinspektion war Kreisbrandinspektor Frank Wissel vor Ort, der Rettungsdienst war mit einem RTW vertreten.

Zur Brandursache und Schadenshöhe, können wir keinerlei Angaben machen. 

Quelle aller drei Bilder: Homepage Main-Echo

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Das Fachreferat Kinderfeuerwehr des Kreisfeuerwehrverbandes Aschaffenburg hat am Samstag, 14.10.2017 zu einer ganztägigen Fortbildung mit dem Thema: „praktische Brandschutzerziehung in der Kinderfeuerwehr“ ins Feuerwehrgerätehaus Mainaschaff eingeladen. Insgesamt 20 Betreuerinnen und Betreuer aus zwölf Feuerwehren aus den Landkreisen Aschaffenburg und dem Nachbarlandkreis Miltenberg folgten der Einladung. Gedacht war diese Fortbildung für Betreuer, die keine Erfahrung und keine Ausbildung im Bereich Brandschutzerziehung haben.

Um 08:00 Uhr eröffnete Fachreferatsleiter Volker Hock die Veranstaltung. Nach einigen organisatorischen Dingen über nahm Tanja Knoth die erste Ausbildungseinheit. Sie erläuterte die Grundlagen und die vielfältigen Möglichkeiten der Brandschutzerziehung.

Danach wurden die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt. In einer Rotation durchliefen die einzelnen Gruppen nun drei Stationen. Station eins übernahm Volker Hock. Zu Beginn des schrieben die Teilnehmer ihre Ideen und Vorstellungen zum Thema „Richtiges Verhalten im Brandfall“ auf ein Plakat. Danach wurden die einzelnen Punkte gemeinsam besprochen und erläutert, wie man dies in der Praxis in den Kinderfeuerwehren umsetzen kann. Schritt für Schritt wurden einzelne Szenarien erklärt, die bei einem Schadensfeuer auftreten können und wie Kinder aber auch Erwachsene richtig darauf reagieren sollen. Natürlich ging Volker auch auf wichtige Hilfsmittel, wie ein Rauchhaus oder eine Fluchthaube ein, welche praxisnah gezeigt und erklärt wurden.

„Notruf richtig absetzen“ war Thema der zweiten Station. Als Referentin fungierte Tanja Knoth. Zu Beginn stand wieder die Gruppenarbeit. Alle konnten wiederum ihre Ideen zum Thema aufschreiben, welche im Anschluss besprochen wurden. Im Anschluss folgten verschiedene Notrufsituationen, bei denen auch auf Besonderheiten eingegangen wurde. Auch verschiedene Notrufmöglichkeiten wie z. B. Notrufsäulen und Handfeuermelder wurden angesprochen. Ein wichtiger Punkt bei den Ausführungen waren die „5 W-Fragen“ und welche Wichtigkeit die einzelnen „W`s“ haben. Zum Abschluss gab Tanja wichtige Tipps um den Kindern das Absetzen des Notrufes zu erleichtern.

Die dritte Station befasste sich mit „Versuche in der Brandschutzerziehung“. Horst Knoth hatte ein kleines Experimentallabor in der Waschhalle des Mainaschaffer Gerätehauses aufgebaut. Aber vor der Praxis stand wiederum die Theorie. Wie bei den anderen Stationen mussten die Teilnehmer zunächst ihre Ideen zu Papier bringen. Horst erklärte was man mit den Kindern vor den Versuchen zuerst besprechen sollte. Unter anderem „was ist ein „gutes Feuer/schlechtes Feuer“, was versteht man unter einem „Verbrennungsdreieck“ oder welche Stoffe sind brennbar und welche nicht. Dann ging es in die Praxis. Bei verschiedenen Versuchen, die die Teilnehmer in ihrer Kinderfeuerwehr nachmachen können, wurden gezeigt wie man mit einfachen Mitteln gute Effekte erzielt. Z.B. Benzindämpfe die sich entzünden, Metallbrände durch Feuer oder eine 9 Volt Batterie, Mehlexplosionen und anderes mehr. Natürlich konnten die Teilnehmer die Versuche auch selbst ausprobieren.

Als letzte und vierte Schulungseinheit musste jede Gruppe selbstständig eine kindgerechte Schulung zum Thema Schutzkleidung in der Feuerwehr ausarbeiten und im Anschluss den anderen Teilnehmern vortragen, die dabei als Kindergruppe fungierten.

Zum Abschluss erhielten alle eine Teilnahmebestätigung. Volker Hock dankte allen für die Teilnahme und der Feuerwehr Mainaschaff für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die gute Verpflegung.

Volker Hock
Leiter Fachreferat Kinderfeuerwehr

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Seit diesem Jahr sind vier neue Tunnels der Deutschen Bahn auf der Strecke Frankfurt - Würzburg zwischen den Gemeinden Laufach und Heigenbrücken in Betrieb. Im Rahmen dieses Neubaus wurde die Alarmierungsplanung der Bahnstrecke überarbeitet und ein neues Sicherheitskonzept erstellt. Ein wichtiger Teil dieses Sicherheitskonzeptes ist für die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg die Ausbildung von „Multiplikatoren“ in der Bekämpfung von Bränden und der Rettung von Menschen aus unterirdischen Verkehrsanlagen, um eine dauerhafte Aus- und Fortbildung der Freiwilligen Feuerwehren im Umfeld dieser Tunnels zu gewährleisten.


Die Ausbildung dieser Multiolikatoren fand nun vom 25.09. bis 29.09.2017 bei der „International Fire Academy“ in Balsthal (Schweiz) statt.

Angeregt durch unsere Erkundigungen bei den oberfränkischen Nachbarn aus Coburg hatte die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg neben einigen Besichtigungen diverser Tunnel und intensiven Diskussionen über das dortige Sicherheitskonzept auch von diesen Aus- und Fortbildungen in Balsthal erfahren. Da es zur Zeit in Bayern kein einheitliches Konzept für die Einsatzplanung und keine Ausbildungsmöglichkeiten der Wehrleute für unterirdische Verkehrsanlagen gibt, lehnten wir uns an die Vorgaben für die neue ICE Strecke Nürnberg - Erfurt, die durch den Coburger Landkreis nach Thüringen führt, an. Die Regierung von Unterfranken finanzierte uns einmalig aus staatlichen Mitteln die Ausbildung von zehn Multiplikatoren.

In Balsthal erwartete uns ein straffes Programm! Schon am Montag, direkt nach unserer Anreise wurde uns in einem Planspiel sehr plastisch die Aufgabenverteilung der Atemschutzgeräteträger und der Führung, sowie die technischen Probleme erläutert, die uns in unseren vier aufeinander folgenden und bis zu 2600 m langen Tunnels erwarten können.

Die Akademie setze dabei die vorab zugesandten Informationen über unsere Tunnels ein. Wir übten also sehr praxisbezogen an unserem heimischen Tunnel.

Die nächsten Tage standen ganz im Zeichen einer praktischen Ausbildung der Atemschützer, die später in Ihren Wehren die Aufgabe haben, die weiteren Feuerwehrmänner und Frauen ihrer Feuerwehr für Tunneleinsätze aus- und fortzubilden.


In den Übungsanlagen der IFA wurde an einem kompletten Übungszug, der in verschiedenen Wagons zum Teil auch brannte, das Bekämpfen der Brände und das Retten von Personen ausgiebig in vielen verschiedenen Szenarien geübt.

Sehr praxisnah wurden die Atemschutzgeräteträger zum Teil bei „Null Sicht“ und großer Hitze durch das Lehrpersonal von verschiedenen Schweizer Berufs- und Bahnfeuerwehren mit den taktischen Vorgaben vertraut gemacht, die unsere Schweizer Nachbarn für ihre vielen Tunnel entwickelt haben.

Wir staunten nicht schlecht, als in einem Zug im Tunnel auch ein gekippter Wagon durchsucht werden mußte!

Den vorgehenden Trupps wurden dabei von den Ausbildern viele Tricks und Kniffe gelernt, aber auch die persönlichen Belastungsgrenzen wurden aufgezeigt. Mehr als einmal kamen die Trupps vollständig nass geschwitzt und voll ausgepowert am Sammelpunkt außerhalb des Übungstunnels an!

Einhelliger Tenor der Beteiligten war: „Jetzt, nach dieser einwöchigen Ausbildung können wir es erahnen was ein Tunneleinsatz bedeutet und trauen es uns zu den Menschen im Tunnel auch unter schwierigen Bedingungen zu helfen“.


Ein weiteres Fazit der Truppe war: Die praktischen Erfahrungen sind zuhause schwer zu vermitteln und es müssten mehr Lehrgänge an solchen Einrichtungen für unsere Atemschutzgeräteträger stattfinden!

Auf der Thüringer Seite der Bahnstrecke Nürnberg - Erfurt werden die Wehrleute von Feuerwehren um die Thüringer Tunnels seit 3-4 Jahren auf Kosten des Landes aus- und fortgebildet, warum dies in Bayern nicht ähnlich durchgeführt wird, war die Frage der Kommandanten und Bürgermeister unserer Tunnelfeuerwehren.

Die Kosten für die Ausbildung von 10 Freiwilligen Feuerwehrmännern in den Übungsanlgen in Balsthal wurde einmalig aus staatlichen Mitteln durch die Regierung von Unterfranken getragen. Fahrtkosten und die fortgewährte Leistungen für Löhne und Gehälter der Teilnehmer wurden von den Kommunen gezahlt.


Der Wunsch aller eingeplanten Tunnelwehren nach einer kontinuierlichen Fortbildungsreihe für Tunneleinsätze durch den Staat ist nachzuvollziehen.


Es werden mehrere hundert Millionen Euro ausgegeben, um diese Tunnels zu bauen, die Freiwilligen Feuerwehren in Bayern mit Ihren Kommunen entlang der Tunnels müssen im Regelfall die Kosten der Aus- und Fortbildung zur Zeit selbst zahlen, ein Umstand der Fragen aufwirft….

Otto Hofmann, KBI Landkreis Aschaffenburg

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Am Donnerstag, 05.10.2017 hat die Feuerwehr Goldbach einen neuen Gerätewagen-Logistik 1 in Dienst gestellt. Der GW-L1 verfügt über eine fest installierte Ladebordwand mit einer Hubkraft von 1500kg. Auf der Beifahrerseite wurde eine 2,5m ausfahrbare Markise angebracht, welche per Sensorsteuerung auf Wind und schlechte Wetterlagen reagiert. Des Weiteren wurde in den Kofferaufbau beifahrerseitig eine schwenkbare Türe eingebaut.
Der GW-L1 verfügt rundum über eine LED-Beleuchtung, die ein sicheres Arbeiten am Fahrzeug möglich macht. Das Fahrzeug dient hauptsächlich zum Materialtransport, unter anderem zur Unterstützung der Ölwehrkomponente. Ausgelegt ist der Materialtransport für eine Zuladung von bis zu 3 Tonnen.
Diverse Ausrüstungsgegenstände wie Verkehrsleitkegel, Verspannmaterial und vieles mehr komplettieren die Beladung des neuen GW-L1.
Das Fahrgestell mit 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht lieferte der Hersteller IVECO auf einem 200PS starken Daily, den Aufbau nahm die Firma
Junghanns Fahrzeugbau - Hof vor. Um auf der Einsatzfahrt größtmögliche Sicherheit für die Mannschaft, kürzestmögliche Fahrzeiten und eine ausreichende Absicherung der Einsatzstelle zu ermöglichen, wurde ein Automatikgetriebe gewählt, LED Blaulichter und LED Frontblitzer, sowie das klassische Martinshorn verbaut und eine Heckwarneinrichtung angebracht.
Der GW-L1 löst einen 24 Jahre alten Gerätewagen-Nachschub ab, der letzten Mittwoch außer Dienst gestellt wurde.
Martin Scheiner
Pressesprecher der Feuerwehr Goldbach

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Am Donnerstag, 05.10.17 um 17:59 Uhr wurde die Feuerwehr Waldaschaff zusammen mit der Feuerwehr Bessenbach zu einem Verkehrsunfall auf die BAB 3 alarmiert.

Noch während der Anfahrt bekamen die anrückenden Kräfte die Meldung, dass sich der Unfall im Bereich der Behelfsauffahrt bei Waldaschaff in Fahrtrichtung Würzburg ereignet haben soll. Nur einen kurzen Moment später konnte bereits bestätigt werden, dass sich die Unfallstelle kurz nach der Behelfsauffahrt befindet.
An der Einsatzstelle kümmerte sich der Rettungsdienst, welcher zuvor alarmiert war, bereits um die beiden verletzten Unfallbeteiligten, sodass sich die Feuerwehr auf die Sicherstellung des Brandschutzes, die Verkehrslenkung und Reinigung der Fahrbahnen konzentrieren konnte.

Die Autobahn war nach dem Verkehrsunfall komplett gesperrt. Nach ungefähr 30 Minuten konnte die linke Fahrbahn und nach circa einer weiteren Stunde konnten auch die anderen Fahrstreifen freigegeben werden.
Die Feuerwehr Waldaschaff war mit 22 Einsatzkräften und 4 Fahrzeugen an der Unfallstelle. Der Einsatz war nach zwei Stunden beendet.
Andre Ganz, FF Waldaschaff

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Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner müssen im Ernstfall auf die verschiedensten Szenarien und Notfälle reagieren können. Daher ist es unumgänglich, dass das Können durch regelmäßige Ausbildungsveranstaltungen verfestigt wird. Dies war bei der diesjährigen Tagesübung der Feuerwehr Mainaschaff am Samstag, 23.09.17 wieder einmal der Fall. 25 Feuerwehrdienstleistende stellten ihre Freizeit für die Allgemeinheit zur Verfügung und arbeiteten über den Tag verteilt fünf unterschiedliche Einsatzszenarien ab.
Beim ersten Einsatz mussten die First Responder der Wehr eine Person im Hof der alten Schule reanimieren. Dabei stellten sie eine Verrauchung im 1. OG des Vereinsheims fest und alarmierten ihre Kollegen. Der eintreffende Löschzug musste sich zuerst einen Zugang zum Gebäude verschaffen und mit dem entsprechenden Gerät eine Öffnung der Eingangstüre vornehmen. Hier stellte sich heraus, dass noch drei Personen im Gebäude vermisst wurden.Atemschutzgeräteträger suchten  und retteten sie im Anschluss.
Während diese Übung noch lief, wurde ein Arbeitsunfall auf einem privaten Holzplatz in der Nähe des Pfadfinderhauses gemeldet. Hier war ein Arbeiter bei Sägearbeiten unter einem größeren Holzstamm eingeklemmt und musste von den noch in Bereitschaft stehenden Kräften befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Nach Beendigung dieser Einsätze war ein havariertes Sportboot auf dem Main der Grund der nächsten Alarmierung. Nachdem von der Leitstelle Bayerischer Untermain dabei auch eine Person im Wasser gemeldet wurde, wurde das entsprechende Alarmstichwort umgesetzt und der Einsatzleitwagen fuhr mit einem ausgerüsteten Rettungsschwimmer direkt an die Einsatzstelle, um der verunfallten Person schnellstmöglichst Hilfe leisten zu können. Das Flachwasserboot der Wehr wurde ebenfalls sofort an der gemeldeten Einsatzstelle zu Wasser gebracht, während das Mehrzweckboot an der Slip-Stelle auf Höhe der Wasserwacht geslippt wurde.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte stellte sich heraus, dass die Person wieder auf dem manövrierunfähigen Boot war, aber schnellstmöglich ärztlicher Hilfe bedarf. Sie wurde auf das Flachwasserboot gerettet und sofort ans Ufer verbracht, wo sie dem Rettungsdienst übergeben wurde. Das Mehrzweckboot sicherte inzwischen das Sportboot und schleppte es anschließend in den sicheren Hafen.
Die bei diesem Einsatz nicht alarmierten Kräfte, die sich noch im Feuerwehrgerätehaus befanden, wurden zwischenzeitlich zu einem vermuteten Gasaustritt in die Bahnhofstrasse gerufen. Bei der Erkundung wurde eine massive Verrauchung im Kellerbereich festgestellt und auch drei vermisste Personen dem Einsatzleiter gemeldet. Nur unter Verwendung von schwerem Atemschutzgerät, konnten die Einsatzkräfte das Gebäude betreten, die abgängigen Personen retten und dem Grund der Verrauchung nachgehen.
Als auch diese Aufgabenstellung abgearbeitet und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit waren, konnten sich alle bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Fahrzeughalle wieder stärken und Kräfte für die nachfolgenden Aufgaben sammeln.
Nach der Mittagspause rief eine automatische Brandmeldeanlage in einem größeren Gebäude die Einsatzkräfte auf den Plan. Der Einsatzleiter fand ein stark verrauchtes Dachgeschoss vor und erhielt den Hinweis auf sieben vermisste Personen. Zur Rettung wurden die Drehleiter und zuerst zwei Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Während der Rettungsmaßnahmen trat bei einem der beiden Trupps übungsgemäß ein Atemschutznotfall ein und eine Rettung der eigenen Kameraden wurde notwendig. Da dies leider im Einsatz immer wieder geschehen kann, ist es auch notwendig so eine Einlage in eine Übung einzubauen, um auch dies im Ernstfall standardmäßig zu beherrschen.
Für die Ausarbeitungen der verschiedenen Übungen waren Marian Bauer, Thomas Neubauer, Annette Wolf und Joachim Taupp verantwortlich. Von ihnen wurden auch alle Einsatzstellen genau beobachtet und im Anschluss mit den Teilnehmern besprochen.
Joachim Taupp
Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit FF Mainaschaff

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Am Samstag, 9. September 2017, fand bei der Feuerwehr Daxberg das Tagesseminar „Waldbrandausbildung“ des Kreisfeuerwehrverbandes statt.

In Zusammenarbeit mit der FF Jakobsthal und der FF Waldaschaff richtete in diesem Jahr die Feuerwehr Daxberg das Seminar aus. Nach der Begrüßung durch Kommandant Sebastian Kissner und dem KBM Ausbildung Thilo Happ ging es sogleich mit dem theoretischen Teil der Ausbildung los, den Feuerwehrkamerad Christian Schrom von der FF Jakobsthal hervorragend vermittelte.

Der praktische Teil fand an drei verschiedenen Stationen statt.

An der ersten Station ging es um den richtigen Gebrauch der Schutzausrüstung und der Bekämpfung von Flächenbränden mit Feuerpatsche und Sandschaufel.

Bei der zweiten Station wurde das Anlegen eines Wundstreifens mit verschiedenen Werkzeugen sowie der Einsatz von Löschrucksäcken und Wärmebildkamera vermittelt.

Transport und Logistik von Ausrüstung, vor allem im unwegsamen Gelände, beinhaltete Station drei.

Des Weiteren wurde das Löschen mit einem Feuerwehrfahrzeug in Bewegung vorgeführt, das sich auf Neudeutsch „Pump & Roll“ nennt.

Zu guter Letzt fand noch eine gemeinsame Übung statt, in der das erlernte Wissen sogleich angewandt wurde.

Wir bedanken uns bei den teilnehmenden Wehren aus

Dammbach, Johannesberg, Mömbris, Haibach, Glattbach, Kahl, Heinrichsthal und Daxberg.

Auch allen Helfern im Hintergrund, insbesondere sei hier der leckere Leberkäse mit Kartoffelsalat erwähnt, ein herzliches Dankeschön.

Volker Hain, FF Daxberg

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Heute Vormittag gegen 09.15 Uhr hat ein tschechischer Lkw-Fahrer zwischen den Anschlussstellen Aschaffenburg-Ost und Aschaffenburg-West/Kleinostheim in Fahrtrichtung Frankfurt offensichtlich einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten. In der Folge fuhr der Mann mit seinem Lkw zunächst in Schlangenlinien auf der Autobahn weiter, touchierte die rechte Leitplanke und kam schließlich auf dem Standstreifen zum Stehen. Ein zufällig vorbeifahrender Feuerwehrmann der Feuerwehr Kleinostheim (Lkr. Aschaffenburg), der das Geschehen beobachtet hatte, eilte dem Lkw-Fahrer zu Hilfe. Gemeinsam mit einem weiteren Ersthelfer zog er den Fahrer aus seinem Führerhaus und begann sogleich mit der Reanimation. Zeitgleich wurden über Notruf 112 Feuerwehr und Rettungsdienst verständigt. Die Feuerwehren Mainaschaff und Aschaffenburg wurden um 09.27 Uhr zu dem Unfall alarmiert. Während sich der Rettungsdienst um die weitere medizinische Versorgung des Lkw-Fahrers kümmerte, sicherten die Feuerwehrkräfte unter der Leitung des Mainaschaffer Kommandanten Matthias Grimm die Unfallstelle ab, kümmerten sich um ausgelaufene Betriebsstoffe und stellten den Brandschutz sicher. Über den Gesundheitszustand des Lkw-Fahrers können wir keine Aussage treffen. Die Feuerwehren waren mit 5 Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz war nach gut einer Stunde beendet.

Am Donnerstag, 07.09.17 fand am Landratsamt Aschaffenburg von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr eine Übung für die UG-ÖEL Mömbris statt, an der auch die KomFü und die Kreisbrandinspektion teilgenommen haben. KBI Wissel hatte als Übungslage den Großbrand im Außenlager der Fa. Lidl angenommen. Ziel der Übung war es die Handlungsabläufe innerhalb der UG-ÖEL zu trainieren. Die Mitglieder der Kreisbrandinspektion übernahmen die S-Funktionen innerhalb der Einsatzleitung, die KomFü übernahm den Part der ILS, der Einsatzabschnitte und sonstigen Einsatzkräfte. Die Führungsgehilfen der UG-ÖEL hatten u.a. die Kräfteübersicht, die Lagekarte und das Einsatztagebuch zu führen. Die Funker waren für die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und den anderen beteiligten Stellen verantwortlich. Dabei kam auch der 4-fach Nachrichtenvordruck wieder einmal zum Einsatz. Landrat Dr. Ulrich Reuter ließ es sich nicht nehmen, sich in die Lage einweisen zu lassen. Nach gut 2 Stunden zog KBI Wissel ein positives Fazit und zeigte sich mit den Leistungen der Übungsbeteiligten sehr zufrieden.

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Bilder: Markus Fischer

Bei einem Crash-Versuch heute Vormittag auf einem Betriebsgelände in der Alzenauer Carl-Zeiss-Straße hat das elektronische Notrufsystem eines Mercedes automatisch die Notrufzentrale des Autoherstellers informiert. Da die Notrufzentrale verständlicherweise keinen Sprechkontakt zu den Fahrzeuginsassen aufnehmen konnte, wurde die zuständige Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain (ILS) von der Notrufzentrale über den „Unfall“ informiert. Dabei wurden Fahrzeugtyp und Standort des Fahrzeuges mitgeteilt. Außerdem erhielt die Leitstelle die Info, dass die Airbags ausgelöst haben. Die ILS löste daraufhin mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall mit Pkw“ um 10.04 Uhr Alarm für die Feuerwehr Alzenau aus und schickte außerdem einen Rettungswagen an die „Unfallstelle“. Beim Eintreffen des ersten Hilfeleistungslöschfahrzeuges konnte dann schnell Entwarnung gegeben werden und die Einsatzkräfte fuhren wieder zurück. Auch wenn es sich in diesem Fall nicht um ein tatsächliches Unfallereignis gehandelt hatte, hat die Rettungskette ausgezeichnet funktioniert. Im Realfall wäre den Unfallbeteiligten mit Unterstützung des eCall Notrufsystems schnellstmöglich Hilfe zuteil geworden.

Zu einem Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen, eines davon mit Pferdeanhänger und einem Pferd, kam es am Sonntagmittag gegen 13:00 Uhr, auf der A3 in Richtung Frankfurt, innerhalb der aktuellen Baustelle. Hierbei wurde das Pferd verletzt und musste in eine Pferdeklinik eingeliefert werden. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu schaden. Durch den Unfall kam es zu Behinderungen in der Baustelle, der laufende Verkehr konnte jedoch über die Gegenfahrbahn und einer Spur auf der Hauptfahrbahn an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Die Feuerwehr Stockstadt stellte an der Unfallstelle den Brandschutz sicher und reinigte die Fahrbahn. Ebenso wurden die Batterien der beteiligten Fahrzeuge abgeklemmt. Durch die Feuerwehr Großostheim, wurde mit einem Verkehrssicherungsanhänger, die Unfallstelle abgesichert. Ebenso wurde durch die Großostheimer Feuerwehr der Tierarzt mit seinem Fahrzeug vor Ort eskortiert und später das verletzte Pferd, im nur leicht beschädigten Pferdeanhänger, mit einem Feuerwehrfahrzeug in die Pferdeklinik nach Großostheim transportiert.  

Für diesen nicht alltäglichen Einsatz standen dem Einsatzleiter der Feuerwehr Stockstadt, insgesamt 35 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen zur Verfügung. Er wurde unterstützt durch den Diensthabenden Kreisbrandmeister Udo Schäffer. Der vor Ort bereitstehende Rettungswagen musste glücklicherweise nicht tätig werden.

Zur Unfallursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Aussagen treffen.  

Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion 

Am Donnerstag, den 10. August besuchten sieben Jugendliche aus dem gesamten Landkreis Aschaffenburg zusammen mit drei Sozialarbeitern vom Jugendamt des Landratsamtes Aschaffenburg die Freiwillige Feuerwehr Großostheim. Die jungen Leute werden durch das Jugendamt betreut und in den Ferien bietet das Jugendamt für sie verschiedene Aktivitäten an. Im Schulungsraum der Feuerwache begrüßte Volker Hock um 13:30 Uhr die Gäste und stellt kurz die Freiwillige Feuerwehr Markt Großostheim vor. Unterstützt von Ramona Hock, Leonie Hock und Marcel Wernisch stand erst einmal Brandschutzerziehung auf dem Plan. Am „Rauchhaus“ wurde demonstriert wie sich Brandrauch bei einem Feuer ausbreiten kann und wie sich die Jugendlichen richtig bei einem Schadensfeuer verhalten sollen. Hierbei wurde schnell erkannt, dass Rauchwarnmelder Leben retten! Das richtige Absetzen des europaweit einheitlichen Notrufes 112 stand als Nächstes auf dem Programm. Hierbei ging Volker Hock auch auf das Thema Notrufmissbrauch und die Folgen ein. Um den Jugendlichen bei einem Brand die Angst zu nehmen, durfte jeder eine Fluchthaube aufsetzen. Auch die Sozialarbeiter nutzen diese Gelegenheit und konnten eigene Erfahrungen im Umgang mit der Fluchthaube sammeln.
Nach so viel Theorie konnten sich alle erst mal bei Keksen und weiteren Süßigkeiten stärken. Dann ging es zum zweiten Teil, der Besichtigung der Feuerwache und der Einsatzfahrzeuge, auf Entdeckungstour in das Erdgeschoss. Neben der Einsatzzentrale fand die umfangreiche, aber notwendige Schutzkleidung der Feuerwehrleute große Beachtung! In der Fahrzeughalle konnte jeder die Einsatzfahrzeuge bestaunen und sogar einmal eine Wärmebildkamera realistisch ausprobieren. Ein Höhepunkt war die Fahrt in einem großen Feuerwehrauto um die Feuerwache herum. Zum Abschluss versammelten sich alle im Atemschutzbereich der Feuerwache und die Jugendliche erkundeten mehrmals die Atemschutzübungs-Strecke!
Nach über zwei aufregenden und kurzweiligen Stunden traten die Jugendlichen und ihre Betreuer wieder ihren Heimweg an. Trotz des Dauerregens hatten alle viel Spaß und die Zeit verging wie im Flug!
Volker Hock, FF Großostheim

Heute früh gegen 02.00 Uhr hat sich auf der Staatsstraße 2305 zwischen Alzenau-Michelbach und Mömbris-Niedersteinbach ein schwerer Verkehrsunfall ereignet bei dem eine 21-jährige Autofahrerin schwerste Verletzungen erlitten hat. Genau auf Höhe der Einfahrt zur Kläranlage kam die Pkw-Fahrerin aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Eine Leitplanke dämpfte glücklicherweise noch die Aufprallgeschwindigkeit. Die junge Frau zog sich bei dem Unfall schwerste Verletzungen zu und war in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Die um 02.14 Uhr alarmierten Feuerwehren Niedersteinbach, Mömbris, Michelbach und Alzenau trennten das Dach des Pkw zur patientenschonenden Rettung der Fahrerin mit einer hydraulischen Rettungsschere ab. Weiterhin wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet, der Brandschutz sichergestellt und die Verkehrslenkung an der Unfallstelle übernommen. Die Einsatzsanitäter der Feuerwehren Niedersteinbach und Mömbris führten die Erstversorgung der verletzten Frau im Pkw bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch. Unter der Einsatzleitung des Niedersteinbacher Kommandanten von Stephan Wissel waren 35 Einsatzkräfte mit 5 Fahrzeugen der Feuerwehr im Einsatz. Von Seiten des Rettungsdienstes war ein Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzu gezogen. Der Einsatz dauerte bis 05.00 Uhr heute früh.

Heute früh hat sich eine Kuh auf dem Birkenhof in Westerngrund mit dem Kopf in einem Eisengitter verfangen. Da es die Kuh auch mit Hilfe des Landwirtes nicht schaffte sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien, alarmierte der Landwirt gegen 07.30 Uhr die Feuerwehr Westerngrund.

Die Feuerwehr rückte mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug und 6 Einsatzkräften zum Birkenhof aus.

Mit einem hydraulischen Rettungsspreizer wurden die Eisenstangen soweit auseinandergebogen, dass die Kuh ihren Kopf wieder durch die Gitterstäbe brachte. Die Kuh war nach ihrer Befreiung wohlauf und trabte anschließend gleich auf die Weide. Der Einsatz war nach gut 30 Minuten beendet.

Wieder einmal zur Info: Einsätze zur Tierrettung sind ebenso wie Einsätze zur Menschenrettung kostenlos.

Am Mittwoch, 30.08.2017, wurde um 01:54 Uhr für die Feuerwehr Stockstadt sowie weitere Feuerwehren aus dem Umkreis Gefahrengutalarm ausgelöst. Auf dem Gelände einer Spedition in der Stockstädter Industriestraße, war ein als Gefahrengut gekennzeichnetes Behältnis auf einem LKW, leckgeschlagen.
Wie sich nach Erkundung herausstellte, handelte es sich um einen Kanister mit einem Pflanzenschutzmittel. Der Kanister wurde von der Feuerwehr in ein sicheres Behältnis verpackt und die in geringer Menge ausgetretene Flüssigkeit aufgenommen. Personen kamen nicht zu Schaden. Vorsorglich wurde während des Einsatzes das Speditionsgebäude geräumt und der Umkreis von der Polizei weiträumig abgesperrt. Nach einer Stunde war der Einsatz beendet.
Im Einsatz waren die Feuerwehr Stockstadt, Werkfeuerwehr Sappi Stockstadt, Großostheim, Goldbach, Aschaffenburg, ein Fachberater aus Kahl und die Kreisbrandinspektion. Dem Stockstädter Kommandant und Einsatzleiter Frank Bott standen 16 Fahrzeuge und 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Verfügung. Weiterhin war zwei Rettungswagen, ein Notarzt, ein Einsatzleiter Rettungsdienst sowie mehrere Fahrzeuge der Polizei vor Ort.
Armin Lerch, Pressesprecher FF Stockstadt