Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen, kam es am Montagmorgen um etwa 07:50 Uhr, auf der Hauptfahrbahn der A3 in Richtung Frankfurt, kurz hinter der Mainbrücke. Eine Person wurde verletzt in das Krankenhaus eingeliefert, weitere wurden vor Ort behandelt. Eines von zwei beteiligten Pferden, wurde vor Ort noch eingeschläfert und somit von seinem Leiden erlöst.

Bedingt durch einen Auffahrunfall wurde einer der Pferdeanhänger massiv beschädigt und das Springpferd aus dem Anhänger geschleudert. Es stürzte auf die Straße und geriet teilweise zwischen einen Kleintransporter und dessen Anhänger. Der Zugang zum Pferd wurde durch ein Kontergewicht, welches der Kleintransporter verloren hatte, erschwert. Dieses musste zuerst mit der Seilwinde eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges entfernt werden. Fortan konnte ein Tierarzt, welcher ebenfalls an die Unfallstelle kam, sich um das Pferd kümmern. Nach dem es stabilisiert wurde, musste es mit dem Rüstwagen-Kran und einem Tierhebegeschirr auf die Beine gestellt werden, zur Entlastung wurde noch ein Podest mit zwei Rettungsplattformen gebaut, auf denen unter dem Pferd mehrere Rüstholzer hindurchgeschoben wurden. Jegliche Rettungsversuche scheiterten jedoch und das schwer verletzte Tier musste vor Ort durch den Tierarzt erlöst werden.

Mehrere Einsatzkräfte kontaminierten sich mit ausgelaufener Batteriesäure und mussten die Kleidung wechseln, betroffen hiervon waren auch Ersthelfer und die Besitzer der Pferde. Teilweise wurde von der Säure „zerfressene“ Kleidung vor Ort abgelegt und die Personen mit Trainingsanzüge der Feuerwehr ausgestattet. Auch große Mengen an Material, wie Schlingen und Hebebänder wurden hinterher ausgesondert.

Nach Abschluss der Rettungsarbeiten und Freiräumen der linken Spur, wurde die Vollsperrung gegen 11:00 Uhr aufgehoben. Der Verkehr konnte auf einer Spur an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Gegen 12:45 Uhr verließen die letzten Einsatzkräfte die A3. Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Kleinostheim, Thorsten Frank, konnte auf insgesamt 44 Feuerwehrleute aus Kleinostheim, Mainaschaff, Aschaffenburg, Waldaschaff und Karlstein zurückgreifen.

Zur Unfallursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Aussagen treffen. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

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