Ein folgenschwerer Lkw-Unfall hat sich heute früh auf der Bundesautobahn A3 im Baustellenbereich ca. 300 Meter vor der Rastanlage Spessart in Fahrtrichtung Frankfurt ereignet. Bei dem Unfall kamen 3 Unfallbeteiligte ums Leben. Gegen 04.20 Uhr geriet ein mit Kies beladener Lkw-Sattelkipper im Baustellenbereich vor der Rastanlage Spesssart aus bislang ungeklärter Ursache ins Schlingern kippte um und kam quer auf der Fahrbahn zum Liegen. Die komplette Kiesladung verteilte sich dabei auf der Fahrbahn. Ein nachfolgender mit Paketen beladener Lkw Gliederzug versuchte noch dem Lkw auszuweichen und fuhr auf diesen auf. Ein dritter folgender Sattelzug fuhr anschließend noch auf den Paket-Lkw auf. Ein Richtung Würzburg fahrender Klein-Lkw konnte dem auf die Gegenfahrbahn ragenden Paket-Lkw nicht mehr Ausweichen und fuhr ebenfalls in den Paketlaster hinein. Dabei wurde der Aufbau des Klein-Lkw erheblich beschädigt. Anschließend streifte der Klein-Lkw auch noch einen gerade auf die Autobahn auffahrenden Sattelzug.

Für den Fahrer des Kies-Lkw und einen Insassen des Paket-Lkw kam jede Hilfe zu spät, der 2. Insasse des Paketlasters verstarb noch heute früh im Krankenhaus. Die Fahrer des Klein-Lkw und des auffahrenden Sattelzuges wurden bei dem Unfall allem Anschein nach nur leicht verletzt. Die Feuerwehren Weibersbrunn, Waldaschaff und Bessenbach wurden um 04.25 Uhr zu dem Unfall alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich der Fahrer des Kieslasters noch in seinem Führerhaus und wurde mit Rettungsgerät befreit.

Weiterhin begannen die Feuerwehrleute mit Wiederbelebungsmaßnahmen an den beiden verunglückten Insassen des Paket-Lkw. Sowohl der Kieslaster als auch der Paket-Lkw wurden mit Seilwinden der beiden Rüstwägen aus Weibersbrunn und Waldaschaff gegen weiteres Abrutschen gesichert. Damit schweres Bergungsgerät bis zur Unfallstelle vorrücken konnte, mussten die Leitplanken mit Schlagschraubern demontiert werden. Weitere Leitplankenteile wurde mit Hilfe einer Säbelsäge und anderem technischen Gerät zerteilt. Derzeit werden die Kraftstofftanks der unfallbeteiligten Lkw entleert und umgefüllt, bevor die Lkw aufgerichtet und abtransportiert werden können. Des Weiteren unterstützen die Feuerwehrleute beim Bergen der Pakete und der Beseitigung des über die Fahrbahn verstreuten Kieses. Die Feuerwehren Dammbach und Hessenthal führen in Absprache mit der Polizei verkehrslenkende Maßnahmen durch.

Derzeit sind insgesamt 75 Feuerwehrkräfte mit 20 Fahrzeugen der Feuerwehren Weibersbrunn, Waldaschaff, Bessenbach, Dammbach und Hesssenthal unter der Leitung des Weibersbrunner Kommandanten Fred Gellner an der Einsatzstelle. Unterstützt wird er dabei von Kreisbrandinspektor Otto Hofmann und Kreisbrandmeister Marco Eich. Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer war ebenfalls vor Ort. Der Rettungsdienst war mit 14 Einsatzkräften, darunter 2 Notärzte und ein Einsatzleiter in den Einsatz eingebunden. Die Autobahn ist derzeit noch in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Die Aufräumungsarbeiten werden sich bis in die Nachmittagsstunden hinziehen.