Am Samstag, 18.11.2017 fand der offizielle Spatenstich zur Erweiterung der Feuerwache Großostheim statt. Auf der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Großostheim sind neben den für den örtlichen Bedarf notwendigen Fahrzeugen und Ausrüstungen auch zahlreiche notwendige Spezialgerätschaften für den überörtlichen Brandschutz und Katastrophenschutz untergebracht. Viele dieser Spezialgeräte der Feuerwehr, insbesondere Abrollbehälter, stehen seit einiger Zeit im Freien oder sind in den bestehenden Hallen unzureichend und beengt untergebracht.

Der Markt Großostheim hat sich nun bereit erklärt die Feuerwache um eine weitere Fahrzeughalle mit 9 Stellplätzen zu erweitern, damit diese Ausstattung adäquat untergebracht werden kann.

Neben Landrat Dr. Ulrich Reuter, Großostheims 1. Bürgermeister Herbert Jakob und Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer waren auch zahlreiche Großostheimer Gemeinderäte und natürlich viele Feuerwehrleute der Feuerwehr Großostheim beim offiziellen Spatenstich zugegen.

Nach der Begrüßung durch Kommandant Stefan Ullrich richtete Bürgermeister Herbert Jakob sein Wort an die Anwesenden.

Dem Wunsch von Kommandant Stefan Ullrich und Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer, die seit Jahren im Freien untergebrachten Abrollbehälter und Geräte in einer zusätzlichen Fahrzeughalle unterzubringen, sei man nach Vorlage eines schlüssigen Finanzierungskonzeptes übereinstimmend nachgekommen. Die Baukosten lägen mit 682.000 Euro auch nur um 12.000 Euro über den ursprünglich geschätzten Kosten. Davon trage der Landkreis Aschaffenburg den Löwenanteil mit 310.000 Euro. Die Regierung von Unterfranken habe einen Zuschuss von 208.000 Euro zugesagt. Auch die Feuerwehrvereine Großostheim, Pflaumheim und Ringheim würden zu dem Bau einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro hinzugeben, was nicht selbstverständlich sei, da die Feuerwehrleute des Marktes Großostheim immerhin auch auch zu rund 400 Einsätzen jährlich ausrücken. So verbleibe beim Markt Großostheim schließlich noch ein Eigenanteil von rund 150.000 Euro.

Landrat Dr. Reuter hob in seinem Grußwort die Bereitschaft der Großostheimer Feuerwehrleute hervor, sich für den überörtlichen Brand- und Katastrophenschutz zu engagieren. Dies sei keine Selbstverständlichkeit. Die Unterbringung der Gerätschaften in einer wettergeschützten Halle diene letztlich auch dem Werterhalt der überörtlichen Feuerwehr- und Katastrophenschutzausstattung und so sei der Landkreis gerne dem Vorschlag des Kreisbrandrates gefolgt und leiste seinen finanziellen Beitrag zu diesem Bauvorhaben.

Die Feuerwehr Großostheim ist zwar eine gemeindliche Einrichtung. Sie ist aber eine ganz besondere gemeindliche Einrichtung, denn sie wirkt nicht nur nach innen in die eigene Gemeinde. Die Feuerwehr Großostheim erfüllt neben ihren örtlichen Notwendigkeiten vielfältige Aufgaben im überörtlichen Brandschutz und im Katastrophenschutz und das weit über die Grenzen des Marktes Großostheim hinaus, so Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer in seinem Grußwort. Mit dem Erweiterungsbau werde die Feuerwache zu einem Zentrum des überörtlichen Brandschutzes und des Katastrophenschutzes im Landkreis Aschaffenburg.

Er dankte dem Markt Großostheim für die Bereitschaft seine Feuerwache zu erweitern. Genauso dankte er dem Landkreis Aschaffenburg und dem Freistaat für die finanzielle Unterstützung. Alle trügen damit zu einer Stärkung des Brand- und Katastrophenschutz in der gesamten Region bei.
Großostheims Vereinsvorsitzender und Architekt des Erweiterungsbaus, Michael Reising forderte im Anschluss an die Ansprachen zum symbolischen Spatenstich auf, dem selbstverständlich gerne nachgekommen wurde.

Spatenstich 771

Auf dem Bild von links nach rechts:
Stephan Peter,Fa. Erdbau Höfling, Kdt. Stefan Ullrich, Landrat Dr. Ulrich Reuter, Marko Kraus, Fa. Kraus Bau GmbH, 1. Bürgermeister Herbert Jakob, 2. Bürgermeister Horst Müller, Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer, Architekt Michael Reising