Aktuell laufen die Nachlöscharbeiten in den betroffenen Bereichen auf Hochtouren. Es befinden sich aktuell ca. 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettung-/Sanitätsdienst vor Ort. Insgesamt waren bis zum jetzigen Zeitpunkt über 600 Einsatzkräfte, verschiedener Organisationen, vor Ort. Der großen Anzahl an Einsatzkräften, zusammen mit dem vorhandenen baulichen Brandschutzmaßnahmen, ist es zu verdanken, dass große Teile der Produktionsgebäude gehalten werden konnten. Dies gestaltete sich zeitweise sehr schwierig und forderte die Frauen und Männer bis auf das letzte. Insgesamt wurden bei dem Einsatz vier Feuerwehrleute leicht verletzt, alle konnten nach einer Erstbehandlung wieder aus dem Krankenhaus (1er) bzw. direkt vor Ort (3) entlassen werden. 

Die zusätzliche Lage Stromausfall hat sich am Morgen entspannt. Die zuständigen Energieversorger konnten bei Tageslicht die betroffenen Leitungen noch mal kontrollieren und zur Stromaufschaltung wieder freigeben. Die abgerissenen Leitungen bleiben weiterhin abgeschaltet und wurden geerdet. Hier konnten jedoch Umleitungen geschaltet werden. Somit dürften alle vom Stromausfall betroffenen Haushalte, wieder mit Strom versorgt sein. Somit ist dieser Einsatzbereich beendet. 

Ebenfalls beendet ist der Bereich des ausleuchten der gesamten Einsatzstelle. Dies hatten verschiedene THW Einheiten, in zusammenarbeit mit weiteren Feuerwehren, durchgeführt. Diese Kräfte konnten nach Hause entlassen werden. 

Mehrere Förderleitungen für Löschwasser, welche durch Feuerwehrkräfte vom Main aus aufgebaut wurden, sind aktuell nicht in Betrieb, können aber jederzeit wieder aktiviert werden. 

Im Laufe des Einsatzes, wurden weitere Schadstoffmessungen im direkten Bereich der Einsatzstelle, durchgeführt. Hierbei konnten mit dem Messgeräten der Feuerwehr, keine Gefahren festgestellt werden. 

Die Einsatzleitung der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg, ist weiterhin mit den beiden UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter), abwechselnd im Einsatz. 

Alle Einsatzkräfte und Mitarbeiter der am Einsatz beteiligten Fachfirmen, werden im Feuerwehrgerätehaus Stockstadt, weiterhin durch den Verpflegungszug der Feuerwehr Landkreis Aschaffenburg, bestens versorgt. Dort im Gerätehaus wurde unter anderem die Feldküche aufgebaut, welche weiterhin noch warme Mahlzeiten zubereitet. Ebenfalls werden Kaltverpflegung und Getränke, ausgeben bzw. weiterhin vorgehalten.

Zur Einsatzdokumentation war die Pressebetreuung des Landkreises Aschaffenburg, zusammen mit zwei Pressesprechern, vor Ort. Ebenfalls kam für diese Aufgabe, die Landkreiseigene Drohne, zum Einsatz. 

Große Unterstützung ist an der Einsatzstelle schweres Gerät einer Fachfirma. Mit diesem werden Dachteile abgetragen, Betonträger entfernt, Maschinen und Brandschutt aus der Halle geräumt, nach dem diese durch Feuerwehrkräfte unter Atemschutz, abgelöscht wurden. Im Freien werden dann die Abfälle grob sortiert und mit Containerfahrzeugen auf einen Zwischenlagerplatz transportiert. 

Die gesamten Maßnahmen werden sich noch wahrscheinlich über den ganzen Tag hinziehen. Die Einsatzdauer ist weiterhin unbestimmt. Der Kräfteansatz wird sich wohl über den ganzen Tag hinweg noch auf diesem Niveau halten. 

Wir werden gegen Abend wieder neu von der Einsatzstelle berichten. 

Andreas Emge
Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg