Am Montagnachmittag öffnete eine sehr lokale Gewitterzelle, im Bereich Karlstein-Großwelzheim, für wenige Minuten ihre Pforte nach unten. Dieser sehr heftige Regen, mit geschätzten über 50 Liter Wasser pro Quadratmeter in etwa 10 Minuten, reichte aus die Bereiche Kahler Straße, Richard Wagner Straße, teilweise bis zu 15 cm flächendeckend unter Wasser zu setzen. Aber auch andere Straßen in der näheren Umgebung waren vom Starkregen betroffen. Hier ist jeder Kanal überfordert und so suchte sich das Wasser seinen Weg in tiefergelegene Räume und Tiefgaragen. Diese standen dann teilweise vollflächig bis zu 50 cm unter Wasser. 

Den ersten Alarm erreichte die Feuerwehr um 15:50 Uhr, viele weitere folgten dann im Minutentakt. Da abzusehen war, dass die Einsatzzahlen weiter anstiegen, wurde sehr frühzeitig Nachbarschaftshilfe durch einen erweiterten Löschzug aus dem Zugkonzept des Landkreises angefordert. Hier entschied man sich für den Zug Kleinostheim/Hörstein, welcher dann auch zügig, mit sechs Fahrzeugen und 31 Einsatzkräften am Gerätehaus Karlstein eintraf und eingesetzt wurde. Von Seiten der Feuerwehr Gemeinde Karlstein, war die Gemeindliche Führungsstelle (GFS) im Gerätehaus in Betrieb, sowie sechs Fahrzeuge mit 29 Personen vor Ort im Einsatz. Ebenfalls eingesetzt  waren zwei Fahrzeuge der Gemeinde Karlstein, mit vier Bauhofmitarbeitern. Somit konnte auf 64 Einsatzkräfte der drei Wehren zurückgegriffen werden. 

Die Gesamteinsatzleitung oblag dem Karlsteiner Kommandanten Andreas Emge, welcher vom zuständigen Kreisbrandinspektor Frank Wissel in der GFS unterstützt wurde. Dort, wie auch an den Einsatzstellen vor Ort, verschaffte sich Bürgermeister Peter Kress einen Überblick über die laufenden Einsätze. Er bedankte sich bei allen überörtlichen und örtlichen Einsatzkräften, für die schnelle und professionelle Hilfe. Auf Grund der hohen Personalzahl, konnte die letzte Einsatzstelle bereits um 18:20 Uhr, im Einsatzleitsystem als abgearbeitet und geschlossen markiert werden. 

Zur medizinischen Absicherung der Einsatzkräfte, stand das BRK Karlstein, mit zwei Personen und einem Fahrzeug bereit. Glücklicherweise mussten die Kameraden jedoch nicht eingesetzt werden. 

gez. Andreas Emge

Pressesprecher Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Foto: Kahler Straße beim eintreffen des ersten Fahrzeuges der Feuerwehr Gemeinde Karlstein 

11.06.18 Karlstein