Heute Mittag zog ein heftiges Unwetter über den Kahlgrund im Landkreis Aschaffenburg. Aufgrund der Regenfälle in den vergangenen Tagen und dem Unwetter wurden in der Folge zahlreiche Straßen und Keller überflutet.

Hauptsächlich betroffen waren die Stadt Alzenau, der Markt Mömbris, sowie die Gemeinde Krombach. Die ersten Feuerwehren wurden gegen 15.00 Uhr zu vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen alarmiert. Die Staatsstraße 2305 stand zentimeterhoch unter Wasser und musste zwischen Michelbach und Schimborn gesperrt werden. Die Kahlgrundbahn zwischen Kahl und Schöllkrippen musste ihren Verkehr einstellen, es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Kreisstraße AB 18 zwischen Niedersteinbach und Dörnsteinbach und die Verbindungsstraße zwischen Krombach und Schöllkrippen wurden ebenfalls gesperrt. Einsatzschwerpunkt waren die Mömbriser Ortsteile Brücken, Mensengesäß, Niedersteinbach und Strötzbach sowie die Gemeinde Krombach. Hier schossen die Wasser- und Schlammassen durch die Straßen und Grundstücke. In Krombach löste sich u.a. ein Heizöltank aus seiner Verankerung und Heizöl lief aus. Teilweise stand das Wasser meterhoch in den Kellern. Kurzzeitig fiel dort auch der Strom aus. Der Ortsteil Oberschur war wegen überschwemmter und verschmutzter Fahrbahn nicht zu erreichen. In den betroffenen Straßen wurden die Gebäude mit Sandsäcken gegen weitere Überflutungen geschützt. Weiter wurden Keller und Gebäude mit Pumpen, Tauchpumpen und Wassersaugern von den Wassermassen befreit. Die verschlammten Straßen wurden mit Wasser gesäubert.

Während sich die Lage in Krombach langsam entspannt, werden die Einsatzkräfte im Markt Mömbris wohl noch die ganze Nacht durcharbeiten. Weiterer Einsatzschwerpunkt ist das erwartete Hochwasser der Kahl. Hier wird in Blankenbach und im Bereich der Herrnmühle bei Michelbach mit Überflutungen gerechnet. Dazu werden seit ca. 18.00 Uhr in Großostheim und Alzenau Sandsäcke gefüllt und an die Einsatzstellen gefahren. Dort wurden mehrere Tausend Sandsäcke verbaut.

Aus dem Landkreis sind bis auf wenige Einsatzreserven alle Feuerwehren im Einsatz. Sie werden dabei von der Feuerwehr Aschaffenburg, Feuerwehren aus dem Landkreis Miltenberg und Kräften des Technischen Hilfswerks aus Alzenau und Aschaffenburg unterstützt.

Aktuell sind rund 650 Einsatzkräfte im betroffenen Gebiet im Einsatz. Es wurden bereits über 350 Einsatzstellen abgearbeitet. Die Einsätze werden von den Abschnittsführungsstellen in Alzenau-Wasserlos, Mömbris und Schöllkrippen aus koordiniert. Die Gesamteinsatzleitung obliegt der Kreiseinsatzzentrale im Landratsamt Aschaffenburg. Landrat Dr. Ulrich Reuter verschaffte sich zunächst einen Überblick in der Kreiseinsatzzentrale und anschließend noch vor Ort.

Letzten Samstag, den 29.04.2017, fand der alljährige Action-Day der Jugendfeuerwehr Stockstadt statt. An diesem Tag werden Jugendliche aus der ganzen Ortschaft eingeladen, um ihnen feuerwehrtechnische Arbeit näher zu bringen. Ziel des Action-Days ist es, den Teilnehmern das weite Spektrum der Feuerwehr zu zeigen und Mitglieder für die Jugendfeuerwehr zu gewinnen.
Als um 10:00 Uhr der Action-Day begann versammelten sich bereits einige Jungen und Mädchen im Feuerwehrgerätehaus in Stockstadt und warteten gespannt, dass der Tag startete. Kommandant Frank Bott und Jugendwart Christian Antoni begrüßten die Jugendlichen herzlichst und wünschten ihnen viel Spaß. Dann konnte es losgehen. Die Anwesenden wurden mit Feuerwehrkleidung ausgestattet und wurden mit den bereits anwesenden Feuerwehranwärtern
  in 3 Gruppen eingeteilt.
Bei der ersten Station lernten die Jugendlichen, wie mit Schere und Spreizer bei einem Verkehrsunfall umgegangen wird. Alle durften die verschiedenen Geräte genau betrachten oder auch selbst ausprobieren.
Eine weitere Station bestand daraus die verschiedenen Anzüge der Feuerwehr näher kennenzulernen. Auch durften verschiedene Anzüge, wie der Überlebensanzug oder ein Chemikalienschutzanzug,
  anprobiert werden.
Des Weiteren gab es eine Station, bei der die Jugendlichen den Umgang mit Feuerlöschern lernten. Ein Fire-Trainer wurde benutzt, um den Teilnehmern die Handhabung realistisch und spannend darzustellen.
Nachdem alle drei Stationen bewältigt wurden, gab es eine kleine Schauübung der aktiven Mannschaft. Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person wurde simuliert. Alle Besucher schauten der Übung gespannt zu.
Nach einer kleinen Stärkung ging es am späten Nachmittag mit der Stationsausbildung weiter.
An einer dieser Stationen wurden den Jugendlichen wichtige Knoten und Stiche der Feuerwehr beigebracht und die Wärmebildkamera in Augenschein genommen. Den Anwesenden machte es großen Spaß mit der Wärmebildkamera zu arbeiten.
Ein weiteres Highlight für die Jugendlichen war das Drehleiterfahren, bei welchem diese die Drehleiter selbst steuern durften.
Zudem wurde den Teilnehmern an einer weiteren Station der Wasserwerfer näher gebracht und ein Strahlrohrtraining durchgeführt.
Nach der Stationsausbildung führte die Jugendfeuerwehr aus Stockstadt noch eine weitere Übung vor. Dieses Mal wurde ein Brand mit zwei vermissten Personen simuliert.
Nachdem noch eine weitere Übung, in der sich ein Feuerwehrmann aus dem Schlauchturm abseilte, bestaunt wurde, gingen die Jugendlichen zwar erschöpft aber voller Staunen nach Hause.
Ein großer Dank gilt den Helfern des Action-Days, ohne die ein derartiger Tag nicht möglich gewesen wäre. Außerdem danken die Verantwortlichen der Feuerwehr Stockstadt den Jugendlichen, die an der Aktion teilgenommen haben und hoffen, dass sie diese in der nächsten Jugendübung begrüßen dürfen.
Anna Bott
Fachreferat Jugendarbeit

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Am gestrigen Dienstagabend ist in Kleinostheim abgestürzt. Der Pilot wurde dabei verletzt. Die Feuerwehr Kleinostheim wurde um ca. 20.20 Uhr mit dem Schlagwort "VU Kleinflugzeug" in die Friedhofstraße alarmiert. Darüber hinaus wurden noch der Rüstwagen der Feuerwehr Großostheim sowie Kreisbrandmeister Thorsten Frank und Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer alarmiert. Die Alarmierung deutete auf ein abgestürztes Kleinflugzeug hin, dass dabei die Hochspannungsleitung beschädigt hatte. Bei der Anfahrt an die Einsatzstelle konnte durch die Besatzung des Einsatzleitfahrzeuges der Feuerwehr Kleinostheim die Lage schon konkretisiert werden. Es wurde ein Kleinflugzeug auf einem Acker vorgefunden, das mit Hilfe eines "Fallschirmes" gelandet war. Der Pilot war beim Eintreffen der Feuerwehr aus dem Flugzeug heraus und wurde durch Ersthelfer betreut. Durch die Feuerwehr wurde der Brandschutz sichergestellt sowie die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt. Durch Zeugenaussagen wurde mitgeteilt, dass das Flugzeug die Hochspannungsleitung gestreift hatte. Vor Freigabe des Absperrbereichs wurde daher ein Vertreter des Energieversorgers an die Einsatzstelle gerufen. Nach Rücksprache mit der Polizei erfolgt die Bergung des Flugzeuges durch den Halter in Eigenregie, sodass die Einsatzstelle gegen 21.45 Uhr geräumt werden konnte.

Einsatzleiter Thorsten Frank konnte auf 29 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen zurückgreifen. Der Rettungsdienst und die Polizei waren ebenfalls an der Einsatzstelle. Über die Unfallursache sowie den entstandenen Schaden können wir keine Angaben machen.

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Ein Verkehrsunfall mit 2 beteiligten Pkw und 2 Verletzten ereignete sich heute Abend auf der Kreisstraße AB 3 zwischen Wenigumstadt und Pflaumheim. Eine 23-jährige Citroen-Fahrerin fuhr gegen 18.00 Uhr von Pflaumheim kommend in Richtung Wenigumstadt. In einer Rechtskurve verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dabei stieß sie frontal gegen die linke Vorderseite eines entgegenkommenden VW-Golf. Sowohl die Unfallverursacherin als auch der 75-jährige Fahrer des VW wurden durch den Aufprall verletzt. Während die junge Frau ihr Fahrzeug selbstständig verlassen konnte, musste der Mann von Ersthelfern aus seinem Fahrzeug geholt werden. Beide wurden von den Ersthelfern bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreut. Nach einer Erstversorgung vor Ort wurden die Unfallbeteiligten vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gefahren. Die Feuerwehren Wenigumstadt und Großostheim wurden um 18.11 Uhr zu dem Unfall alarmiert. Sie übernahmen die Absicherung der Unfallstelle und sperrten die Kreisstraße zwischen Wenigumstadt und Pflaumheim. Nach dem Abtransport der Verletzten und Beendigung der Unfallaufnahme reinigten die Feuerwehrleute die Fahrbahn und unterstützten die Abschleppunternehmen bei der Bergung der Fahrzeuge. Beide Fahrzeuge erlitten durch den Unfall einen Totalschaden. Die Verbindungsstraße zwischen Wenigumstadt und Pflaumheim war für eine gute Stunde voll gesperrt. Danach konnte der Verkehr wechselseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Die Feuerwehren waren unter der Leitung des Wenigumstädter Kommandanten Thomas Rollmann mit 5 Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort. Kreisbrandmeister Udo Schäffer war ebenfalls im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit einem Notarzt und 2 Rettungswägen an der Unfallstelle. Ein ebenfalls verständigter Mitarbeiter des Kreisbauhofes stellte Warnschilder auf. Der Einsatz war gegen 20.00 Uhr beendet.

Ein größerer Ölteppich auf dem Main im Bereich der Schleuse Kleinostheim beschäftigte heute Vormittag die Feuerwehr Stockstadt und die Werkfeuerwehr SAPPI Stockstadt. Gegen 09.26 Uhr ging die Alarmmeldung ein, dass sich im linksmainischen Schleusenbereich im Oberwasser der Schleuse Kleinostheim ein größerer Ölteppich befindet. Das Schleusentor war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits geschlossen worden. Das Öl staute sich daher vor der Schleuse auf einer Länge von ca. 500 bis 600 Meter und einer Breite von ca. 20 Metern. Mit zwei Feuerwehrbooten wurde ein Ölauffangvlies ins Wasser eingebracht und das Öl mit dem Ölvlies abgebunden. Die Schifffahrt auf dem Main wurde für ca. eine Stunde unterbrochen um Verwirbelungen des Wassers und eine Ausbreitung des Ölteppichs zu vermeiden. Wie es zu der Gewässerverunreinigung kommen konnte und wer Verursacher ist, ist nun Gegenstand der Ermittlungen der zuständigen Wasserschutzpolizei Aschaffenburg. Die Feuerwehren waren mit 6 Fahrzeugen, 2 Feuerwehrbooten und 25 Einsatzkräften unter der Leitung des Stockstädter Kommandanten Frank Bott im Einsatz. Kreisbrandmeister Udo Schäffer war als Vertreter der Kreisbrandinspektion vor Ort. Der Einsatz war gegen 11.00 Uhr beendet.

Das Fachreferat Kinderfeuerwehr des Kreisfeuerwehrverbandes Aschaffenburg hat sich seit Beginn des Jahres 2017 von drei auf fünf Mitglieder erweitert. Nachdem im Landkreis Aschaffenburg immer mehr Feuerwehren Kindergruppen gründen, war es eine logische Konsequenz, dass sich das Fachreferat dieser Entwicklung anpasst. So setzt sich das Team nun aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Volker Hock (Leiter/Großostheim), Tanja Knoth (Kälberau), Horst Knoth (Michelbach) und den beiden Neuen Sandra Wunderlich (Dammbach) und Markus Stark (Großostheim). Wir freuen uns sehr, dass Sandra und Markus ihr Wissen in unser Fachreferat einbringen und wünschen beiden viel Spaß in unserem Team.

FRKF1 01Bild v.l. Volker Hock, Tanja Knoth, Horst Knoth, Sandra Wunderlich, Markus Stark

Heute Vormittag hat sich auf der Bundesautobahn A3 zwischen der Anschlussstelle Stockstadt und dem Seligenstädter Dreieck in Fahrtrichtung Frankfurt ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Der 49 Jahre alte Fahrer eines beteiligten Fahrzeuges wurde dabei schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Frankfurter Klinik geflogen werden. Ein ausländischer VW-Transporter mit leerem Pkw-Anhänger war aus bislang ungeklärter Ursache auf einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lkw aufgefahren. Im weiteren Verlauf fuhr dann schließlich noch ein Abschleppwagen in den Pkw-Anhänger und schob diesen unter den VW-Transporter. Beim Aufprall wurde der Fahrer des VW so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden musste. Seine beiden Mitfahrer erlitten ebenfalls Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Gegen 08.48 Uhr wurden die Feuerwehren Stockstadt und Großostheim zu dem Verkehrsunfall alarmiert. Neben der Absicherung der Unfallstelle kümmerten sich die Einsatzkräfte um die Rettung des Schwerverletzen aus seinem Fahrzeug und die Erstversorgung seiner Mitfahrer. Sowohl der Lkw-Fahrer als auch der Fahrer des Abschleppwagens blieben unverletzt. Anschließend halfen sie bei der Beseitigung der Fahrzeugtrümmer, die über die gesamte Fahrbahn ausgebreitet hatten und unterstützten die Abschleppdienste bei der Bergung der Fahrzeuge. Beim Anfahren an die Einsatzstelle touchierte ein Rettungswagen den Verkehrssicherungsanhänger der Feuerwehr Großostheim. Sowohl der Rettungswagen als auch der Verkehrssicherungsanhänger wurden dabei beschädigt. Der Rettungsdienst war mit 2 Notärzten, einem Rettungshubschrauber, 4 Rettungswägen und einem Einsatzleiter vor Ort. Die Feuerwehren waren mit 7 Fahrzeugen und 30 Kräften unter der Leitung des Stockstädter Kommandanten Frank Bott im Einsatz. Kreisbrandmeister Udo Schäffer war als Vertreter der Kreisbrandinspektion an der Einsatzstelle. Die Autobahn war ca. eine Stunde lang in Fahrtrichtung Frankfurt voll gesperrt. Danach konnte der linke Fahrstreifen für den Verkehr wieder frei gegeben werden. Der Verkehr staute sich bis zur Anschlussstelle Goldbach zurück. Der Einsatz war gegen 11.00 Uhr beendet.

Das Landratsamt hat nach dem Bayerischen Katastrophenschutzgesetz als Katastrophenschutzbehörde die Aufgabe, Katastrophen abzuwehren und die dafür notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen.

Im Falle einer Katastrophe übernimmt die Katastrophenschutzbehörde die Einsatzleitung und stellt sicher, dass alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Sie ist weisungsbefugt gegenüber allen eingesetzten Behörden, Dienststellen und eingesetzten Kräften.

Beim Eintritt einer Katastrophe übernimmt die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) die Aufgaben des Landratsamtes. So werden innerhalb der FüGK u.a. folgende Aufgaben wahrgenommen:

  • Warnung und Information der Bevölkerung
  • Feststellung des Katastrophenfalles
  • Bestellung eines Örtlichen Einsatzleiters
  • Abstimmung der Einsatzmaßnahmen mit dem Örtlichen Einsatzleiter
  • Entscheidung über zu treffende Einsatzmaßnahmen
  • Treffen von Maßnahmen, die über die Zuständigkeit des ÖEL hinausgehen, bzw. die zweckmäßigerweise von der FüGK zu treffen sind (z.B. Festlegung von Aufnahmegebieten bei Evakuierungen)
  • Sicherstellung, dass alle Maßnahmen der beteiligten Behörden, Dienststellen und Organisationen und aufeinander abgestimmt und koordiniert sind
  • Anforderung überörtlicher Ressourcen

Zur Bewältigung dieser Aufgaben wird die FüGK von der Kommunikationsgruppe der Führungsgruppe Katastrophenschutz (KomFü) unterstützt.

Die KomFü stellt die Erreichbarkeit der FüGK als zentrale Ansprechstelle (Meldekopf) zur Örtlichen Einsatzleitung sowie den benachbarten und übergeordneten Katastrophenschutzbehörden und anderen Dienststellen sicher. Die Katastrophenschutzräume im Landratsamt wurden zu diesem Zweck mit modernster Kommunikations- und IT-Technik ausgestattet.

Die Mitglieder der KomFü sind für die Abwicklung des Sprechfunkverkehrs und die Nachrichtenübermittlung per Telefax, Telefon und IT-Technik zuständig.

Mit dem bayernweiten Dokumentationsprogramm EPS-Web erfolgt die Dokumentation des Einsatzes. Es werden außerdem weitere spezielle Software-Programme verwendet. Beispielsweise das bayernweite Katastrophenschutz-Informationssystem GeoKAT das Feuerwehr-Wetterinformationssystem (FeWIS) , oder das landkreiseigene Programm „Webmodul Flächenlage“ zur Erfassung und Dokumentation von Einsätzen und Einsatzkräfteübersichten bei großflächigen Schadensereignissen im Landkreis Aschaffenburg.

Die KomFü kommt insbesondere bei folgenden Schadensereignissen im Landratsamt zusammen:

  • bei Flächenlagen (z.B. Unwetter, Stürme) zur Unterstützung der Kreisbrandinspektion und der Abschnittsführungsstellen
  • bei großen punktuellen Einsatzlagen (z.B. Großbrand, Chemieunfall) zur Unterstützung der Örtlichen Einsatzleitung bzw. der Kreisbrandinspektion
  • im Katastrophenfall zur Unterstützung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK)
  • bei der Planung von überörtlichen Kontingenteinsätzen und Großübungen (z.B. Kontingentverlegung) zur Unterstützung der Einsatz- bzw. Übungsleitung

Die KomFü übernimmt dabei den Hintergrunddienst im Einsatz und bei größeren Übungen, so beispielsweise:

  • Unterstützung der Stabs-Funktionen der Kreisbrandinspektion und der FüGK
  • Internet-Recherche (z.B. beim Deutschen Wetterdienst, mit MP-Feuer oder GeoKAT, usw.)
  • Einsatzprotokollierung in EPSweb
  • Verteilung und Weiterleitung von Einsätzen mit dem Webmodul Flächenlage an die Abschnittsführungsstellen

Die Mitglieder der KomFü verfügen über eine fundierte Ausbildung in den Bereichen

  • Digital- und Analogfunk
  • Umgang mit dem PC
  • Internetrecherche
  • EDV-Programmbedienung
  • Führungsabläufe in einer Einsatzleitung
  • Führungsunterstützung der Einsatzleitung

Die KomFü Aschaffenburg-Land besteht derzeit aus 14 aktiven und passiven Mitgliedern aus verschiedenen Feuerwehren des Landkreises. Sie treffen sich einmal im Monat zu einem Schulungs- und Übungsabend im Landratsamt.

Auch die Geselligkeit und Kameradschaftspflege kommt dabei nicht zu kurz.

Die KomFü Aschaffenburg-Land braucht dringend Verstärkung und sucht daher

 Frauen und Männer

  • gerne mit Führungserfahrung
  • nach oben ohne Altersbeschränkung
  • mit Lust am Umgang mit moderner Technik
  • eventuell nicht mehr im aktiven Einsatzdienst
  • mit Lernbereitschaft und Neugierde
  • Weiterbildungen an den staatl. Feuerwehrschulen sowie an der Akademie für
    Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) sind jederzeit möglich

Weitere Infos findet man unter der Internetseite www.ab112.de.

Was ist eine Katastrophe?
Eine Katastrophe ist ein Geschehen, bei dem Leben oder Gesundheit einer Vielzahl von Menschen oder die natürlichen Lebensgrundlagen oder bedeutende Sachwerte in ungewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder geschädigt werden und die Gefahr nur abgewehrt oder die Störung nur unterbunden und beseitigt werden kann, wenn unter Leitung der Katastrophenschutzbehörde die im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen, Organisationen und die eingesetzten Kräfte zusammenwirken.

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Am gestrigen Samstagvormittag, kurz vor 11 Uhr kam es zu einem Brand einer Zugmaschine auf der Bundesautobahn A3 in Fahrtrichtung Würzburg, ca. 200 Meter vor der Einhausung Goldbach/Hösbach. Der Fahrer, der einen technischen Defekt im Motorraum vermutet, konnte sein Fahrzeug noch auf den Standstreifen lenken und sich unverletzt in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr Goldbach, die trotz einer schlecht gebildeten Rettungsgasse, wenige Minuten später mit zwei Löschfahrzeugen eintraf, fand den LKW im Vollbrand vor. Sofort wurde mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz der Schaumlöschangriff gestartet. Die Flammen waren binnen 10 Minuten gelöscht. Während der Nachlöscharbeiten wurde ein zweiter Atemschutztrupp eingesetzt, das Führerhaus teilweise ausgeräumt und mit der Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern gesucht.

Während der Löscharbeiten war die A3 in Fahrtrichtung Würzburg über eine halbe Stunde gesperrt, es bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern Länge.

Aufgrund der ersten Meldung, dass der Brand in der Einhausung wäre, wurden die Feuerwehren des Marktes Hösbach, Unterafferbach, Waldaschaff, Aschaffenburg und Großostheim mit alarmiert, mussten jedoch nicht eingreifen.

Lediglich die Feuerwehr Großostheim, die die Verkehrsabsicherung übernahm, unterstützte die Goldbacher Wehrleute, die mit zwei Löschfahrzeugen und 13 Aktiven vor Ort waren. Von der Kreisbrandinspektion waren die Kreisbrandmeister Udo Schäffer und Markus Rohmann im Einsatz. Der Rettungsdienst war zur Absicherung der Feuerwehrkräfte mit einem Rettungswagen angerückt.

Martin Scheiner, Pressesprecher der Feuerwehr Goldbach

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Die Feuerwehr Krombach wurde am 13.04.17 um 17:45 Uhr mit dem Stichwort „Brennt Gebüsch“ alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurden die Kräfte durch die Frau des Eigentümers empfangen und zum Schadensereignis geführt. Im hinteren Bereich des Garten war ein Komposthaufen mit angrenzenden Tannen und einer Holzsichtschutz in Brand geraten und Teilweise von dem Hauseigentümer mit einem Gartenschlauch gelöscht worden. Sofort wurde ein Hohlstrahlrohr vorgenommen und die vorhandenen Glutnester abgelöscht. Eigentlich ein Standarteinsatz bis zum Eintreffen des Hauseigentümer. Dieser hatte teilweise erhebliche Brandverletzung im Bereich der Hände, Stirn und des Gesäß. Sofort wurde die Person durch zwei Feuerwehr-Sanitäterinnen  erstversorgt und ein RTW zur Einsatzstelle nachgefordert. Bei der Befragung des Hausbesitzers hat sich folgender Sachverhalt zugetragen. Bei dem Löschversuch hatte der Mann versucht einen bereits teilweise geschmolzen PVC-Behälter mit ungeschützten Händen zu entfernen und sich hierbei erhebliche Verbrennungen durch den flüssigen Kunststoff an den Händen zugezogen.  Zu allem Unglück ist die Person noch in die Brandstelle gestürzt und hat hierdurch Verbrennungen an Stirn und Gesäß erlitten.  Nach Eintreffen des RTW wurde die Person an die Besatzung übergeben und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Abschließend wurde die Brandstelle mit einer WBK überprüft und die Einsatzstelle an die Eigentümerin übergeben. Kommandant Wolfgang Bedel, konnte auf 10 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen zurückgreifen.

 

Bericht von: W. Bedel / Kdt. FF Krombach

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Glimpflich verlief ein Kleinbrand in einer Bäckerei in der Hauptstraße in Glattbach. Gegen 12.20 Uhr wurden die Feuerwehren aus Glattbach, Johannesberg sowie die Drehleiter aus Aschaffenburg zu einer Rauchentwicklung aus Gebäude alarmiert. Vor Ort stellt man schnell fest, dass es zu einen Kleinbrand mit einer starken Rauchentwicklung im Bereich der Backstube gekommen war. Die Mitarbeiter der Bäckerei hatten bei Eintreffen der Feuerwehr bereits das Gebäude verlassen. Ein Trupp unter Atemschutz ging umgehend in das Gebäude vor und konnte den Brand schnell löschen. Danach wurden die Räumlichkeiten mit einem Hochdrucklüfter belüftet. Im Einsatz befanden sich unter der Leitung des 2. Kommandanten Christian Bernhard insgesamt 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 4 Einsatzfahrzeugen. Unterstützt wurde der Einsatzleiter durch die Kreibrandmeister Marco Eich und Andreas Ullrich. Der Rettungsdienst war ebenfalls vor Ort. Der Einsatz war nach gut einer Stunde beendet.

Am Freitag den 07.04.17 waren 15 Kameraden der Feuerwehren Laufach, Alzenau, Sailauf, Haibach, Wenighösbach, Kälberau und Albstadt zur Ausbildung bei der Firma DMT in Dortmund.

Um 05:00Uhr trafen sich alle Teilnehmer mit Kreisbrandinspektor Frank Wissel am Gerätehaus Kleinostheim, um dann gemeinsam von dort ins 250 km entfernte Dortmund zu starten. Bedingt durch die Verkehrslage im Raum Dortmund war nach 3 Stunden das Ziel erreicht. Nach einer Begrüßung durch das Ausbilderteam von DMT folgte eine einstündige Theorieeinheit. Unter anderem wurden hier die erschwerten Bedingungen im Brandtunnel erläutert, sowie Tipps zum Umgang mit Holstrahlrohen gegeben. Später wurden dann alle Teilnehmer mit firmeneigener Schutzkleidung eingekleidet und die Atemschutzgeräte ausgegeben.

Beim ersten Durchlauf durch den Brandtunnel wurde der taktische Einsatz des Strahlrohres und das Arbeiten unter Nullsicht mit Wärmegewöhnung geübt. Hier wurde durch Verbrennen größerer Mengen Holz und Autoreifen eine dicke Rauchschicht und enorme Hitze erzeugt, mit der es dann umzugehen galt.

Nach einer kurzen Pause wurde dann, aufgeteilt in zwei Gruppen, eine Übung mit der Zielrichtung Schlauchmanagement und Vorgehen in unbekannten Gebäuden geübt. Auch dies fand zeitweise unter Nullsicht im Brandtunnel statt, und schloss dann mit der Brandbekämpfung ab.

Eine angenehme Unterbrechung der Übung war das Mittagessen, welches mit Lasagne, Salat und Nachspeise für alle, Zeit zum Verschnaufen schaffte.

Nachdem die zweite Gruppe die Übung im Brandtunnel absolvierte hatte, wurde in einer ausführlichen Nachbesprechung über das Vorgehen, Fehler und Tipps gesprochen.

Die Heimreise konnte dann schlussendlich gegen 15:45 Uhr, teilweise erschöpft, aber mit einem guten Gefühl etwas mitgenommen zu haben, angetreten werden. Ankunft war dann wieder verkehrsbedingt gegen 19:15Uhr in Kleinostheim.

Abschließend bleibt zu sagen, dass bei dieser Veranstaltung selbst erfahrene Atemschutzgeräteträger etwas lernen konnten und man unter den vor Ort (im Brandtunnel) herrschenden Bedingungen neue Erfahrungen sammeln konnte.

Andreas Laumer, FF Albstadt

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Mainaschaff, Lkr. Aschaffenburg. Am Samstag, 25.03.2017 fand das erste Anwendertreffen der unterfränkischen Schaumtrainer-Ausbilder in Mainaschaff statt. Die Versicherungskammer Bayern stellt allen 96 bayerischen Stadt- und Kreisfeuerwehrverbänden einen Schaumtrainer im Wert von ca. 4.000 Euro zur Verfügung. Mit diesem Schaumtrainer können Feuerwehrleute praxisnah in „Miniaturausführung“ Brände unter Verwendung von Netz- und Schaummitteln löschen und so Erfahrungen im Umgang mit dem Löschmittel Schaum erlernen. An dem Aus- und Fortbildungstag, der auf Anregung des Mainaschaffer Ausbilders Joachim Taupp zustande kam, haben 11 der 12 unterfränkischen Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände teilgenommen.

Während im Landkreis Aschaffenburg bereits seit über 17 Jahren Schulungen für die Feuerwehrleute des Landkreises Aschaffenburg mit Schaumtrainern angeboten werden, ist diese Art der Ausbildung andernorts noch recht neu.

Ziel dieser Veranstaltung war das persönliche Kennenlernen, der Erfahrungsaustausch untereinander, der Austausch von Neuigkeiten und die Auffrischung von Kenntnissen zum Thema Brandbekämpfung mit dem Löschmittel Schaum und auf dem Gebiet der Schaumausbildung.

Der Tag begann zunächst mit einer theoretischen Fortbildung. Giancarlo Bruno, Lehrkraft an der staatlichen Feuerwehrschule Geretsried, erarbeitete zunächst mit den Teilnehmern die Eigenschaften und Wirkungsweisen von Netz- und Schaummitteln.

Danach stellte Florian Ramsl von der Versicherungskammer Bayern das Entstehen des Schaumtrainer-Sponsorings vor und gab Tipps und Hinweise zum Aufbau und Gestaltung einer Unterrichtseinheit im Rahmen der Modularen Truppausbildung.

Der Miltenberger Kreisbrandrat Meinrad Lebold berichtete über die Arbeit der bayernweiten Arbeitsgruppe Schaummittel in der Vertreter der Feuerwehrschulen, des bayerischen Innenministeriums, des Landesamtes für Umweltschutz, der Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren Bayerns, sowie des bayerischen Landesfeuerwehrverbandes und des Werkfeuerwehrbandes Bayern mitarbeiten. Ziel der Arbeitsgruppe sei es ein einheitliches Nachschlagewerk zum Thema Schaum zu erarbeiten. Weiter erläuterte er Einsatzgrundsätze zum Einsatz von Schaummitteln bei Brandeinsätzen.

Am Nachmittag standen dann praktische Versuche auf dem Übungshof auf dem Programm. Die Teilnehmer konnten hier verschiedene Löschtaktiken und unterschiedliche Schaummittel bei der Bekämpfung von Feststoff- und Flüssigkeitsbränden erproben. Im Rahmen der Veranstaltung übergab Herr Ramsl dem Ausbilderteam des Kreisfeuerwehrverbandes Aschaffenburg eine neue Flüssigkeits-Auffangwanne, die eine durch zahlreiche Ausbildungen stark abgenutzte Wanne ersetzt. Das Anwendertreffen war die erste Veranstaltung dieser Art, die unter dem Dach des Bezirksfeuerwehrverbandes Unterfranken mit finanzieller Unterstützung der Versicherungskammer Bayern durchgeführt wurde. Die Resonanz der Teilnehmer war sehr positiv und man sprach sich einstimmig für weitere regelmäßige Schaumtrainer-Fortbildungen aus.

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Ein schwerer Verkehrsunfall mit 3 beteiligten Lkw hat sich heute Mittag um kurz vor 14.00 Uhr auf der Bundesautobahn A3 in der Einhausung Goldbach-Hösbach zwischen den Anschlussstellen Goldbach und Hösbach in Fahrtrichtung Würzburg ereignet. Ein auf dem rechten Fahrstreifen fahrender Lkw mit Anhänger aus dem Landkreis Aschaffenburg war aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vor ihm fahrenden Lkw aufgefahren und hat diesen in der Folge noch auf einen rumänischen Sattelzug geschoben. Während der 36 Jahre alte Unfallverursacher bei dem Unfall leichte Verletzungen erlitten hatte, wurde der 43-jährige Fahrer des vor ihm fahrenden Lkw durch den Aufprall auf den Sattelzug in seinem Führerhaus eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr mit hydraulischen Rettungsgerät aus seinem Fahrzeug befreit werden. Beide Fahrer wurden vom Rettungsdienst nach medizinischer Erstversorgung an der Unfallstelle in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehren Goldbach, Hösbach, Haibach und der Verkehrssicherungsanhänger der Feuerwehr Waldaschaff sowie die Kreisbrandmeister Udo Schäffer und Markus Rohmann wurden um 13.58 Uhr zu dem Unfall alarmiert.

Neben der Befreiung des schwer verletzten Fahrers kümmerten sie sich um die Absicherung der Einsatzstelle und nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe auf. Im weiteren Verlauf unterstützten sie die Abschleppunternehmen bei der Bergung der drei Lkw. Die Autobahn war bis gegen 15.00 Uhr in Fahrtrichtung Würzburg voll gesperrt. Danach konnte der linke Fahrstreifen der 3-spurigen Autobahn für den Fahrzeugverkehr wieder freigegeben werden. Der Verkehr staute sich bis weit über die bayerisch-hessiche Landesgrenze zurück. Für die Feuerwehren war der Einsatz gegen 16.00 Uhr beendet. Einsatzleiter Fabian Hein, stv. Kommandant der Feuerwehr Goldbach, konnte auf insgesamt 36 Einsatzkräfte zurückgreifen, die mit 7 Fahrzeugen ausgerückt waren.

Der Rettungsdienst war mit 2 Rettungswägen, einem Notarzt und einem Einsatzleiter vor Ort. Ein im Anflug befindlicher Rettungshubschrauber wurde nicht mehr benötigt und konnte wieder abdrehen.

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Trotz des Termins am 01.04.2017 war es  kein Aprilscherz!  Nein!  Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Mainaschaff konnten an diesem Samstag den Flughafen in Frankfurt besichtigen.

Zu verdanken hatten sie diese Möglichkeit Toni Bayer. Er ist der Vater der aktiven Mainaschaffer Feuerwehrfrau Melanie und am Flughafen in Frankfurt beschäftigt und konnte so, vor seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben, den Mainaschaffer Aktiven noch etwas Gutes tun.. So kam es, dass über den Förderverein der Feuerwehr Mainaschaff e.V. ein Bus bereitgestellt wurde und die interessante Besichtigung am Samstagvormittag beginnen konnte.

Nach Erledigung der notwendigen Formalitäten und der ausführlichen Sicherheitskontrollen, für die Feuerwehrleute ja vollstes Verständnis haben, konnte  mit einer sachkundigen und charmanten Führerin, der eigens  reservierte Bus für die Fahrt über das Vorfeld bestiegen werden.

Wie groß ein Airbus A 380 in der Realität ist, lässt sich nur wirklich beurteilen, wenn man direkt davor steht. Von diesen großen Flugzeugtypen waren an diesem Samstag gleich mehrere zu sehen und zu bestaunen.

Sehr interessant war es auch aus aller nächster Nähe zu sehen, was alles gleichzeitig auf dem Vorfeld geschieht, bis ein Flugzeug auf seine große Reise gehen kann. Hier muss jedes Zahnrad in das andere greifen.

Das absolute Highlight war aber für die Teilnehmer der Besuch der Feuerwache 3 an der Startbahn WEST.

Auf dem Gelände des Flughafens in Frankfurt verfügt die Flughafenfeuerwehr über vier Feuerwachen, von denen drei für den Flugzeugbrandschutz verantwortlich sind.

Diese stellen sicher, dass innerhalb von 180 Sekunden jede Stelle auf dem Areal, auf dem ein Flugzeug stehen kann, erreicht wird. Daher sind diese Wachen strategisch so auf dem Gelände verteilt, dass dieses wichtige Ziel jederzeit erreicht werden kann.

Für diese Aufgaben stehen auf der Feuerwache 3 ein Einsatzleitfahrzeug (ELW), ein Hilfeleistungs-Tanklöschfahrzeug (HTLF), ein Rettungstreppenfahrzeug (RTF) sowie drei Großflugfeldlöschfahrzeuge (GFLF 100 / 125 – 8 – 5P) zur Verfügung. Diese Großfahrzeuge sind schon alleine mit ihren technischen Daten beeindruckend. So kann die Pumpe 10.000 Liter in der Minute bei 10 bar Ausgangsdruck liefern und das Fahrzeug führt ständig 12.500 Liter Löschwasser, 800 Liter Schaummittel und 500 kg Löschpulver für die Brandbekämpfung mit.

Vom Kollegen der Flughafenfeuerwehr wurden alle wichtigen Aufgaben der Feuerwehr an so einem großen Airport genauestens erklärt und natürlich wurde auch „gefachsimpelt“ und mit den zuhause zur Verfügung stehenden Geräten und Einsatzmitteln verglichen.

Viel zu schnell verging die Zeit und es wurde nach einem sehr interessanten Tag die Heimfahrt angetreten.

Die Teilnehmer bedanken sich bei Herrn Toni Bayer für die Wertschätzung und die Organisation.

Joachim Taupp
Sachgebiet „Öffentlichkeitsarbeit“

Fotos: Feuerwehr Mainaschaff

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Heute Abend haben im Alzenauer Forst auf Höhe der bayerisch-hessischen Landesgrenze ca. 2000 Quadratmeter Wald gebrannt. Die Feuerwehren Alzenau, Michelbach und Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Großostheim wurden um 18.21 Uhr zu dem Waldbrand alarmiert. Zeitgleich fuhren auch noch die hessischen Feuerwehren Rodenbach, Langenselbold und Gründau die Einsatzstelle an, die schon am Nachmittag im Rodenbacher Forst einen Waldbrand abgelöscht hatten und sich noch in der Nähe befanden. Beim Eintreffen des ersten Alzenauer Löschfahrzeuges standen ca. 2000 m² Waldfläche in Bodennähe in Brand. Sowohl von den bayerischen als auch den hessischen Kräften wurden jeweils 3 C-Rohre zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die Wasserversorgung erfolgte über die Löschwassertanks der eingesetzten Fahrzeuge. Weiter kamen Feuerpatschen, Hacken und auch kleinere D-Schläuche und D-Rohre zum Einsatz. Zur Aufklärung weiterer Brandstellen wurden die Drohne der Feuerwehr Karlstein und das „Schnelle Einsatzflugzeug“ der Luftrettungsstaffel Bayern aus Würzburg angefordert, die Erkundungsflüge über dem Waldbrandgebiet machten. Weiter wurde die Feuerwehr Kahl nachalarmiert, da Anrufer einen weiteren Waldbrand Richtung Kahl gemeldet hatten. Die insgesamt 81 Feuerwehrkräfte, die mit 17 Fahrzeugen vor Ort waren, hatten den Waldbrand schließlich gegen 20.00 Uhr gelöscht. Der Rettungsdienst war mit 2 Rettungswägen und einem Einsatzleiter vor Ort. Ein Feuerwehrmann musste mit einer Schnittverletzung vom Rettungsdienst vor Ort ambulant behandelt werden. Der Einsatz war gegen 20.30 Uhr beendet.

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Im Rahmen des Leistungsabzeichens „Jugendflamme Teil 3“ pflanzten Jonas Gerigk, Ben Grendel, Henri Lautenschläger und Merlin Mattes einen Apfelbaum und bauten jeweils eine Steinkauzröhre.

Der dritte Teil der Jugendflamme beinhaltet unter anderem ein sportliches, soziales oder ökologisches Gruppenprojekt der Jugendlichen. Deshalb engagierte sich die JF Kälberau am Samstag den 01.04.2017 beim Schutz der heimischen Flora und Fauna.
Nach anfänglichen Überlegungen kam in den Reihen der Jugendlichen die Idee auf, Steinkauzröhren zu bauen und zusätzlich einen Obstbaum zu pflanzen. Dazu wurde Kontakt zum Verein für Natur- und Vogelschutz Alzenau e.V., sowie zum Obst- und Gartenbauverein Kälberau e.V. aufgenommen, welche die Jugendlichen in ihrem Vorhaben tatkräftig berieten und unterstützten. Den beiden Vereinen in diesem Rahmen für ihre Arbeit ein herzliches Dankeschön!
Der Tag begann morgens, nach einem gemeinsamen Frühstück im Gerätehaus, auf der Streuobstwiese des Kälberauer OGV. Vorstand Erich Dornhecker erklärte wichtige Details, die bei der Pflanzung zu beachten sind und stellte die Apfelsorte Elstar kurz vor. Danach wurde das Pflanzloch gemeinsam ausgehoben, ein Wühlmausschutz angelegt und der Apfelbaum mit Wasser aus der Kahl angegossen.
Anschließend mussten die Steinkauzröhren zusammengebaut werden. Steinkauzröhren sind Nisthöhlen die speziell für den gefährdeten Steinkauz, die kleinste heimische Eule, entwickelt worden sind. Sie haben einen mardersicheren Eingang und eine Kontrollöffnung auf der Rückseite, die es erlaubt, die Belegung der Röhren zu kontrollieren und Jungvögel mit Ringen um die Füße zu versehen, die eine Identifizierung der Vögel ermöglicht. Das erforderliche Holz wurde bereits im vornherein von den Jugendlichen fertig vorbereitet, sodass die Röhren gleich zusammengebaut und mit Dachpappe umwickelt werden konnten, um sie wetterfest zu machen. Auf diese Weise entstanden vier vollständige Röhren. Da es mittlerweile Mittag war, stärkte sich die Truppe mit einem ordentlichen Mittagessen, bevor die Röhren in den Streuobstwiesen rund um Kälberau aufgehängt wurden. Zum Aufhängen kam dann noch Bernd Sticksel vom Vogelschutz Alzenau hinzu. Die ausgesuchte Wiese hatten die Jugendlichen schon einige Wochen vorher mit Herrn Sticksel besichtigt um zu prüfen, ob diese überhaupt als Revier für Steinkäuze geeignet ist. Das war glücklicherweise der Fall. Es wurden gemeinsam passende Bäume und Äste ausgesucht, auf denen die Röhren gut befestigt wurden.
Nach getaner Arbeit wurde das Gerätehaus wieder auf Vordermann gebracht, bevor jeder das schöne Wetter zuhause genießen konnte. Der Tag war sehr gelungen und hat den Jugendlichen eine neue Erfahrung und nicht zuletzt viel Spaß bereitet.
Ben Grendel
JF Kälberau

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Am Montag, 3. April, wurden die Feuerwehren aus Heinrichsthal und Jakobsthal gegen 16.00 Uhr zum Brand einer Feldscheune in Heinrichsthal alarmiert. Nachdem bereits auf der Anfahrt zu erkennen war, dass es sich um einen ausgedehnten Brand handelt, wurden die Feuerwehren aus Schöllkrippen und Heigenbrücken hinzualarmiert, außerdem wurde zum Aufbau einer Wasserversorgung, die vor Ort nicht sichergestellt war, der Löschzug „Wasserförderung“ aus Laufach und Rottenberg-Feldkahl alarmiert.

Schon von Weitem war die Rauchsäule deutlich sichtbar wahrzunehmen, die sich über den gesamten Ort erstreckte. Vor Ort stellte sich folgendes Bild dar: Eine Feldscheune mit zahlreichen Heuballen stand im Vollbrand und griff bereits auf eine Lagerhalle mit landwirtschaftlichem Gerät über, auch danebenstehende Bäume waren bereits in Mitleidenschaft gezogen worden.

Sofort wurde der Löschangriff über mehrere C-Rohre vorgenommen und nach ersten Löscherfolgen die Wellblechabdeckung der mittlerweile eingestürzten Feldscheune mit Hilfe eines hinzugerufenen Holzrückefahrzeuges zur Seite transportiert. Außerdem wurden die teilweise beschädigten Geräte aus der benachbarten Halle ins Freie gezogen und das darauf gelagerte Stroh, das ebenfalls mit Glutnestern durchsetzt war, abgeladen und gelöscht.

Da eine längere Arbeitszeit für die Ablöscharbeiten zu erwarten war, forderte der Einsatzleiter, Kreisbrandinspektor Otto Hofmann, die überörtlichen Löschzüge aus Schöllkrippen und Kleinkahl sowie aus Bessenbach und Dammbach an. Der landkreiseigene Abrollbehälter Atemschutz/Strahlenschutz aus Großostheim versorgte die Einsatzkräfte mit Atemschutz- und Filtergeräten.

Mit Hilfe von zwei Radladern und unter Einsatz zahlreicher Feuerwehrleute wurden die mit Glutnestern durchsetzten Überreste der Feldscheune und Strohballen auf dem umliegenden Gelände verteilt, auseinandergezogen und abgelöscht.

Kreisbrandinspektor Otto Hofmann konnte von Seiten der Feuerwehr auf rund 130 Personen zurückgreifen, er wurde unterstützt von KBI Frank Wissel und den Kreisbrandmeistern Thilo Happ und Markus Rohmann. Im Einzelnen waren folgende Feuerwehren an der Einsatzstelle:

Heinrichsthal, Bessenbach, Dammbach, Feldkahl-Rottenberg, Großostheim, Heigenbrücken, Jakobsthal, Kleinkahl, Laufach, Sailauf, Schöllkrippen und Waldaschaff.

Ebenfalls an der Einsatzstelle war der Rettungsdienst mit 3 Fahrzeugen und 5 Personen. Der Einsatz war gegen 22.15 Uhr beendet.

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Ein Gasaustritt aus einem Flüssigkeitstank in der Aschaffenburg Straße im Hösbacher Ortsteil Hösbach-Bahnhof führte heute Nachmittag zu einem mehrstündigen Feuerwehreinsatz. Gegen 17.00 Uhr hatten die Bewohner den Gasaustritt bemerkt und sofort über Notruf die Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein massiver Gasaustritt und Gasgeruch festgestellt. Es wurde daraufhin eine Wasserversorgung aufgebaut, der Brandschutz sichergestellt und der rund 4000 Liter Flüssiggas fassende Tank mit Wasser gekühlt, um einen weiteren Druckanstieg zu verhindern. Außerdem wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Insgesamt hielten sich zu Einsatzbeginn 12 Personen, davon 7 Bewohner auf dem Anwesen auf, das von Polizeikräften zügig geräumt wurde. Nachteilig für den Einsatzverlauf war die Tatsache, dass der Flüssiggas-Notdienst zunächst nicht erreichbar war. So traf erst rund 2 Stunden nach Einsatzbeginn eine Fachfirma und unmittelbar darauf ein Tankwagen des Lieferanten ein. Nachdem der Tank massiv gekühlt worden war, zeigten Messungen der Feuerwehr, dass keine erhöhte Explosionsgefahr mehr bestand. Hier kam auch ein spezielles Gasmessgerät der Feuerwehr Aschaffenburg zu Einsatz. Die Fachleute stellten fest, dass wohl eine Überfüllung des Tankes, der erst am heutigen Morgen mit Flüssiggas befüllt worden war, ursächlich für die Leckage war. Aufgrund der frühsommerlichen Temperaturen ist es dann zu einem Druckanstieg in dem Tank gekommen, der schließlich zu der Leckage und dem Gasaustritt führte. Dem Tankwagenfahrer gelang es schließlich gegen 20.30 Uhr mit dem Absaugen des Gases zu beginnen. Die Feuerwehren aus Hösbach-Bahnhof, Hösbach, Winzenhohl und Aschaffenburg waren mit insgesamt 32 Einsatzkräften und 7 Fahrzeugen unter der Leitung des Hösbacher Kommandanten Tobias Brinkmann im Einsatz. Weiter waren Kreisbrandinspektor Frank Wissel und Kreisbrandmeister Markus Rohmann an der Einsatzstelle. Der Rettungsdienst war mit einem Rettungswagen und einem Einsatzleiter vor Ort. Die Feuerwehrkräfte konnten nach Beginn der Absaugarbeiten ihre Gerätschaften zurückbauen. Einsatzende war gegen 21.00 Uhr.

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Die Feuerwehren Alzenau und Kälberau sowie der zuständige Kreisbrandinspektor Frank Wissel wurden am 27.03.2017 gegen 06:40 Uhr mit dem Alarmstichwort "Rauchentwicklung Gebäude" in die Wasserloser Straße in Alzenau gerufen. 

In einem Büro eines Geschäftshauses gerieten aus derzeit noch ungeklärter Ursache Schreibtischutensilien in Brand. Aufmerksam auf das Brandereignis wurde der Firmeneigentümer durch Brandgeruch. Geistesgegenwärtig verständigte er über Notruf die Feuerwehr und erwartete diese vor dem Objekt.

Ein Trupp unter schwerem Atemschutz lokalisierte die Brandstelle. Zusätzliche Maßnahmen durch die Feuerwehr waren nicht vonnöten, da das Feuer von selbst erloschen ist. Nach der Kontrolle mit einer Wärmebildkamera und der natürlichen Belüftung des Geschäftshauses konnte die Einsatzstelle an die Firmenleitung übergeben werden.  

Der stellvertretende Alzenauer Kommandant Günther Knoth konnte auf 26 Einsatzkräfte und fünf Einsatzfahrzeuge zurückgreifen. Unterstützt wurde der Einsatzleiter von Kreisbrandinspektor Frank Wissel. Zur Absicherung der Feuerwehr wurde ein Rettungswagen der BRK Lehrrettungswache Alzenau eingesetzt. 

Über die Brandursache und den entstanden Sachschaden kann seitens der Feuerwehr keine Aussage gemacht werden.Einsatzende war gegen 07:20 Uhr.