Am frühen Sonntagabend, punkt 17:30 Uhr, schrillten die Meldeempfänger der Feuerwehren im Großraum des Industriegebiet Alzenau-Süd - Hörstein. Die Alarmdurchsage „tiefschwarzer Rauch über Alzenau Süd“ ließ nichts gutes erwarten. So war es dann auch, als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, fanden diese ein Außenlager, bestehend aus Holzpaletten, gepressten Kunststoffballen und Tiefkühltransportbehälter in Vollbrand vor. Diese Materialien lagerten teilweise bis an die Wände und Laderampen heran, die ersten Rolltore waren bereits durchgebrannt, die Flammen schlugen an der Fassade empor und drohten auf das Gebäude überzugreifen!

Sofort wurde ein massiver Löschangriff zum Schutz der Gebäude und weiterem Lagergut aufgebaut. Hierzu wurden mehrere handgeführte Strahlrohre, zwei Dachwerfer sowie zwei Wenderohre über Drehleitern eingesetzt. Den hohen Wasserbedarf deckte man über schleunigst verlegte Förderleitungen aus mehreren Hydranten im öffentlichen Bereich sowie die Wasserentnahme aus einem offenen betrieblichen Wasserpuffer (Löschteich). Letztere stellte sich jedoch als nicht funktionierend dar, da die vorhandenen Saugstellen auf Grund mangelnder Wartung durch den Eigentümer, nicht funktionsfähig waren. Hier musste erst sehr umständlich und mühsam weiteres Material herangeschafft werden, um Wasser überhaupt entnehmen zu können. Der massive Einsatz von Wasser und Schaum zeigte dann aber baldigst Wirkung, so dass „Feuer in Gewalt“ gemeldet werden konnte. Die sehr umfangreichen Nachlöscharbeiten, welche sich bis spät in den Abend hinzogen, wurden später noch durch einen Radlader unterstützt.

Parallel zu den Löscharbeiten wurden noch Schadstoffmessungen in der Umgebung durchgeführt. Hierzu kam der Messzug des Landkreises Aschaffenburg samt Messleitfahrzeug und einem ABC-Erkunder, zum Einsatz. Mit den zur Verfügung stehenden Messgeräten der Feuerwehr, konnte zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Bevölkerung, aber auch für die Einsatzkräfte im näheren Bereich der Einsatzstelle, festgestellt werden.

Bei diesem sehr kräftezehrendem Einsatz und hoch sommerlichen Temperaturen deutlich über der 30° Marke, erlitten insgesamt fünf Einsatzkräfte einen „hitzebedingten Schwächeanfall“. Alle Kameraden konnten nach einer Erholungspause und Erstversorgung durch den anwesenden Rettungs-/Sanitätsdienst, ihre Arbeite dann weiterführen. Eine Kameradin stolperte in der Aufbauphase und schlug mit dem Gesicht auf dem Boden, sie wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst, zur weiteren Behandlung, in ein Krankenhaus verbracht.

Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Alzenau-Hörstein, Michael Bott, konnte auf insgesamt 215 Feuerwehrkräfte, mit 38 Fahrzeugen, zurückgreifen. Er wurde unterstützt von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sowie den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion. Als Abschnittsleiter fungierten die Kommandanten der Nachbargemeinden. Von Seiten des Rettungsdienstes waren insgesamt 20 Personen mit sechs Fahrzeugen, unter der Leitung des ELRD Heiko Nagel im Einsatz. Das THW Alzenau entsendete einen THW – Fachberater an die Einsatzstelle.

Ebenfalls vor Ort waren der Bürgermeister der Stadt Alzenau, Alexander Legler sowie der Landrat des Landkreises Aschaffenburg, Herr Dr. Ulrich Reuter.

Zur Stunde befindet sich noch eine Brandsicherheitswache vor Ort, welche die letzten Brandnester ablöscht bzw. beaufsichtigt.

Zur Brandursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Angaben machen, die Polizei hat hier die Ermittlungen aufgenommen. 

17 05 28 Lidl 1

Quelle Bild 1: Main-Echo

17 05 28 Lidl 3

Quelle Bild 2: Drohne Feuerwehr Gemeinde Karlstein

17 05 28 Lidl 2

Quelle Bild 3: privat

Werksärzte untersuchen künftig öffentliche Gefahrenabwehrkräfte

  • Human-Biomonitoring: TUIS baut Hilfe für Feuerwehren aus
  • Einsatz-Statistik: Fachberatung am Unfallort bleibt gefragt
  • TUIS-Zukunftsstudie: Kooperation mit öffentlichen Feuerwehren weiter stärken

Mit einem neuen Angebot verstärkt das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der chemischen Industrie seine Unterstützung für Feuerwehren und andere Rettungskräfte:

Wer bei einem Transportunfall mit Chemikalien im Einsatz war, kann sich anschließend werksärztlich im Rahmen eines sogenannten Human-Biomonitorings beraten und gegebenenfalls untersuchen lassen. Dieses Vorhaben stellte Peter Schäfer, Vorsitzender des Arbeitskreises TUIS im Verband der Chemischen Industrie (VCI), auf einer Pressekonferenz bei der Aurubis AG in Hamburg, deren Werkfeuerwehr Teil des TUIS-Netzwerkes ist, vor. Schäfer betonte: „Die öffentlichen Gefahrenabwehrkräfte sollen künftig vom besonderen Know-how unserer Werksärzte profitieren. Damit wollen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung noch stärker als bisher gerecht werden.“ Außerdem erläuterte Schäfer die aktuelle Einsatzstatistik und präsentierte erste Erkenntnisse aus der „TUIS-Zukunftsstudie“.

In der chemischen Industrie ist es bereits Standard, nach einem Einsatz die beteiligten Werkfeuerwehrleute ärztlich zu beraten. Wenn notwendig, wird ein Human-Biomonitoring (HBM) durchgeführt, in dem mit analytischen Methoden nach chemischen Stoffen im Körper gesucht und ihre Konzentration gemessen wird. Mit Hilfe des HBM lässt sich so feststellen, ob Rettungskräfte Gefahrstoffe durch Einatmen, über die Haut oder nach Verschlucken aufgenommen haben.

Mehrere VCI-Mitgliedsunternehmen treffen Vorbereitungen, um diesen Service im laufenden Jahr auch öffentlichen Gefahrenabwehrkräften anzubieten. Wenn Mitglieder von Berufs- und Freiwilligen Wehren dieses Angebot nach einem Einsatz nutzen möchten, können sie sich künftig an eine TUIS-Werkfeuerwehr in der Nähe des Einsatzortes wenden. Von dort werden sie zu einem Werksarzt weitergeleitet und entsprechend betreut.

TUIS-Einsätze gehen erneut zurück

Die aktuelle Statistik zeigt, dass die öffentlichen Einsatzkräfte TUIS weniger in Anspruch nehmen: 2016 halfen die Chemie-Werkfeuerwehren in insgesamt 636 Fällen. Ein Jahr zuvor waren es noch 760 Einsätze. Ein differenziertes Bild ergibt die Analyse der drei Hilfeleistungsstufen: Die Zahl der Telefonberatungen lag 2016 mit 554 moderat unter dem Vorjahr mit 634 Beratungen. Sie bleiben damit weiter auf einem recht hohen Stand. Eine Fachberatung am Unfallort fand 2016 in 36 Fällen statt. Dieses Unterstützungsangebot von TUIS ist damit gegenüber dem Vorjahr (2015: 36 Einsätze) stabil geblieben. Der seit etwa zehn Jahren zu beobachtende rückläufige Trend bei der technischen Hilfe am Unfallort setzte sich auch im vergangenen Jahr mit 46 Einsätzen fort. (2015: 90 Einsätze).

Den Rückgang der Einsätze begründete Schäfer damit, dass zum einen die Sicherheit der Transporte weiter gestiegen ist. Zum anderen seien die öffentlichen Gefahrenabwehrkräfte im Vergleich zu früher wesentlich besser ausgerüstet. Sie verfügen mittlerweile über Chemieberater und ABC-Abwehrzüge mit entsprechen-dem Equipment. Weiter spielten auch die heutigen Informationsmöglichkeiten in der vernetzten Welt eine mögliche Rolle: „Nie war es so einfach, sich Informationen zu beschaffen. Diese Tatsache trägt sicherlich mit zur rückläufigen Nachfrage in der telefonischen Beratung bei“, erläuterte der TUIS-Vorsitzende.

TUIS-Zukunftsstudie: Vernetzung mit Personal, Technik und Know-how ist eine besondere Stärke der Chemie-Werkfeuerwehren

Mit Blick auf die zurückgehenden Einsätze sowie die demographische Entwicklung bei den Werkfeuerwehren und in der öffentlichen Gefahrenabwehr hat der VCI eine „TUIS-Zukunftsstudie“ bei der Bergischen Universität Wuppertal in Auftrag gegeben. Darin wird die Rolle der Chemie-Werkfeuerwehren bis 2030 beleuchtet. Erste Erkenntnisse zeigen, so Schäfer: „In der Vernetzung der Werkfeuerwehren mit Personal, Technik und Know-how sieht die Studie eine der besonderen Stärken von TUIS. Dabei zeichnen sich auch kleinere Unternehmen durch ein umfangreiches Fachwissen im Umgang mit Spezialchemikalien aus. Sie sind somit im Einsatzfall ebenfalls eine wichtige Informationsquelle für die örtlichen Feuerwehren.“ Diese Vernetzung der Chemie-Werkfeuerwehren sei auch weiter essenziell. Um TUIS fit für die Zukunft zu machen, empfiehlt die Studie zweierlei: Das bestehende Fachwissen der Werkfeuerwehren müsse – im Sinne eines entsprechenden Change-Managements – gesichert werden. So könne man einem Kompetenzverlust methodisch entgegenwirken. Darüber hinaus sollten der bisherige Austausch und die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Feuerwehren in einem kooperativ-integrativen Ansatz weiter ausgebaut werden. Die Werkfeuerwehren der Chemie wollen nun mit Hilfe der Studienergebnisse bis Ende 2017 eine Strategie für die künftige Ausrichtung von TUIS ableiten.

TUIS leistet seit 1982 bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten in Deutschland per Telefon oder am Unfallort fachliche Hilfe. Rund um die Uhr, jeden Tag im Jahr. Berufs- und Freiwillige Feuerwehren, Polizei oder andere Katastrophenschutzhelfer sowie die Deutsche Bahn können bei den TUIS-Werkfeuerwehren kostenlos telefonische Beratung (Stufe 1), Fachleute vor Ort (Stufe 2) und technische Hilfe (Stufe 3) anfordern. An TUIS sind rund 130 Chemieunternehmen mit ihren Werkfeuerwehren und Fachleuten beteiligt.

Am Samstag, den 20 Mai 2017 machten sich sechs Personen, darunter vier Mitglieder des Fachreferates Kinderfeuerwehr, auf den Weg in den Landkreis Kronach. Ziel war der 330 Seelen Ort Wickendorf. Die dortige Feuerwehr richtete zum vierten Mal den Kreis-Kinderfeuerwehrtag aus. Nach dreieinhalb stündiger Fahrt erreichten wir um 12:00 Uhr die Festhalle in Wickendorf. Dort wurden wir bereits erwartet und sehr herzlich von Kreisbrandmeister Markus Wachter empfangen. Auch der anwesende Kreisbrandrat und der stellvertretende Landrat waren sehr positiv von unserer Anwesenheit überrascht und begrüßten uns ebenfalls. Nach einer kurzen Eröffnung der Veranstaltung ging es auch schon los. Im Rahmen einer Dorfrally waren insgesamt acht Stationen aufgebaut, bei denen sowohl die Geschicklichkeit als auch „Feuerwehrwissen“ gefragt waren. So musste zum Beispiel aus einem Haufen Kleidungsstücke der Schutzanzug eines Feuerwehrmannes gesucht werden. Oder an einer anderen Station musste die Gruppe auf Zeit eine Wippe in die Waagrechte bringen in dem sich die Gruppe auf der Wippe vorsichtig bewegte.  Auch wir vom Fachreferat liesen es uns nicht nehmen und testeten so manches Spiel. Bei schönem Wetter und hervorragender Führung durch Wickendorf hatten wir sehr viel Spaß und konnten sehr viele schöne Eindrücke mitnehmen. Gegen 16:30 Uhr traten wir gut gelaunt die Heimreise an und wir waren sehr angetan, was die kleine Feuerwehr Wickendorf geleistet hat. Vielen Dank für die tolle Gastfreundschaft. Natürlich haben wir KBM Markus Wachter zu unserem für 2018 geplanten Kreis-Kinderfeuerwehrtag eingeladen und würden uns sehr freuen ihn mit einer Abordnung aus dem Landkreis Kronach bei uns begrüßen zu können
Volker Hock
Leiter FR Kinderfeuerwehr

Werte Kameraden,

heute in den frühen Morgenstunden ist der ehemalige langjährige stv. Kommandant der FF Heimbuchenthal Armin Kettel verstorben. Armin erlitt gestern einen schweren Herzinfarkt. Er war von 1994 bis 1997 Jugendwart der Wehr und von Juni 2000 bis Mitte 2014 stv. Kommandant der Wehr und ein sehr aktiver Feuerwehrmann. Trotz seines Ausscheidens aus der Feuerwehr vor einiger Zeit, war er der Feuerwehr Heimbuchenthal immer noch sehr eng verbunden. Seine Beisetztung (ohne Gottesdienst) wird am Donnerstag den 01.06.2017 um 14:00 Uhr in Heimbuchenthal stattfinden.

Die Regierung von Unterfranken hat einem vorzeitigen Baubeginn für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Goldbach um vier weitere Stellplätze auf insgesamt 11 Stellplätze zugestimmt. Als Förderhöhe werden von Seiten des Staates insgesamt 129.150 € in Aussicht gestellt.

Förderrechtlich steht nun einem baldigen Baubeginn nichts mehr im Wege.

DFV-Newsletter 4/2017 mit folgenden Themen:

- Merkel: „Tradition der Feuerwehr ist gutes Stück Deutschland“

- Gesetz und Gemeinschaft verstärken Respekt

- Feuerwehr und Kommunen: Gemeinsam für Sicherheit

- Tanit Koch: „Interesse ohne Rücksicht ist Gaffertum“

- RETTmobil zeigte erfolgreiche Zusammenarbeit

- Besondere Belastungen: „Ist die Einsatzstelle sicher?“

- Wetterinformationen für Feuerwehr und Bevölkerung

- Jetzt bewerben: Förderpreis „Helfende Hand“

- vfdb-Auszeichnung für DFV-Ehrenpräsidenten

Aus den Ländern:

- Feuerwehr-Flugbereitschaft Niedersachsen ist einsatzbereit

Link zum Newsletter

Im Namen der Kreisbrandinspektion und des Landratsamtes Aschaffenburg möchte ich mich ganz herzlich für das umfgangreiche Bildmaterial, das uns von verschiedenen Feuerwehren zur Verfügung gestellt wurde, bedanken. Die Bilder helfen uns bei der Dokumentation des Unwettereinsatzes sehr weiter. So wird Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer vor dem Kreistag einen Vortrag über das Einsatzgeschehen halten und dies mit entsprechenden Bildern unterlegen. Außerdem wird in der kommenden Ausgabe des Buntspecht, dem Familienmagazin des Landkreises Aschaffenburg, ein Bericht über das Unwetterereignis erscheinen, in dem ebenfalls Bilder veröffentlicht werden. Da uns nicht alle Fotografen bekannt sind, werden wir als Bildquelle "Kreisbrandinspektion Aschaffenburg" angeben. Ich bitte hierfür um Verständnis.
Thomas Rollmann, KBM

Die Regierung von Unterfranken hat der Gemeinde Waldaschaff und dem Markt Schöllkrippen den Zuwendungsantrag für die Beschaffung einer Drehleiter DLA (K) 23/12 für die FF Waldaschaff und die FF Schöllkrippen bewilligt.

Die Ausschreibung und Beschaffung erfolgt gemeinsam. Hier hat sich auch noch die Stadt Bad Brückenau angeschlossen, so dass der Freistaat Bayern diese Drehleitern höher bezuschusst.

Die Bezuschussung liegt dadurch bei 258.800,-- €.

In Schöllkrippen wird mit der neuen DLA (K) 23/12 eine vorhandene DLK 18/12 ersetzt - in Waldaschaff ersetzt die neue DLA (K) 23/12 eine vorhandene DLK 23/12.

Es ist zwar noch Zeit bis zu dieser Veranstaltung - wir wollten den Termin aber schon weitergeben (für die Planungen im nächsten Jahr):

Am Sonntag, 08. April 2018 kommt Feuerwehrmann Sam in die Maintalhalle nach Mainaschaff. Für Karten und nähere Informationen ist das Kulturamt der Gemeinde Mainaschaff zuständig.

Ansprechpartnerin ist Frau Barbara Bathon unter Telefon 06021/70522 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Für das Türöffnungsseminar am 10.06.2017 in Bessenbach sind noch einige Plätze frei. Die Plätze können Online über die Homepage des KFV gebucht werden.

Bei Rückfragen steht KBM Thilo Happ gerne zur Verfügung.

Der Straßbessenbacher Feuerwehrverein hat beschlossen, das Vatertagsfest am Donnerstag, 25.05.2017 aufgrund des schweren Unfalles des Feuerwehrkameraden der FF Bessenbach abzusagen.

Wir wünschen unserem Kamerden alles erdenklich Gute und hoffen auf eine baldige Genesung.

Das Schöllkrippener Alten- und Pflegeheim „Haus Lindenhof“ diente am 20. Mai 2017 für die Feuerwehren aus Schöllkrippen und Kleinkahl (Löschzug 5 des Landkreises Aschaffenburg) sowie Hofstädten und Blankenbach als Einsatzszenario.

Angenommen wurde ein Brand im linken Flügel des ersten Obergeschosses des Alten- und Pflegeheims. Durch den Brand wurde ein Brandabschnitt verraucht, mehrere Bewohner werden noch vermisst. Das Übungsobjekt stellte an die Feuerwehrdienstleistenden besondere Anforderungen. Bei 80 Heimbewohnern kommt natürlich der Personenrettung die oberste Priorität.

Kurz nach Eintreffen sind mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz über den seitlichen Fluchtweg ins erste Obergeschoss vorgedrungen. Während dessen haben weitere Einsatzkräfte sowie das Pflegepersonal die Bewohner im nicht verrauchten Bereich in den rechten Gebäudeflügel in Sicherheit gebracht.

Weil an das Alten- und Pflegeheim natürlich schon beim Bau hohe Anforderungen in Bezug auf den Brandschutz gestellt wurden, bestehen zahlreiche Brandabschnitte die durch Feuerschutzwände und -türen gesichert sind, und zumindest für eine gewisse Zeit eine sichere Rückzugsmöglichkeit bieten. Nach kurzer Zeit wurden alle Bewohner des betroffenen Gebäudeteils, die vom Personal gespielt wurden in Sicherheit gebracht.

Schöllkrippens 1. Kommandant Jörg Klingmann sowie Kreisbrandmeister Norbert Ries bedankten sich bei allen Einsatzkräften und besonders bei der Heimleitung für die Möglichkeit, das Alten- und Pflegeheim als Übungsobjekt nutzen zu dürfen. In der anschließenden Übungsbesprechung zeigte man sich zufrieden mit dem Übungsverlauf. Eine fehlerlose Großübung gibt es nicht, so sind auch bei dieser ein paar Kleinigkeiten aufgefallen die optimiert werden.

Dem Einsatzleiter und stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Markt Schöllkrippen Christian Kaltwasser, standen insgesamt 49 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen zur Verfügung. Die Heimleitung lud anschließend die Einsatzkräfte nach der Übung zum Grillen im Heimgarten ein.

Lukas Glogowski, FF Schöllkripppen
Bilder: Dominik Schüssler, Michelle Müller

20170520 Uhrzeit 14 28 58 00112 01

20170520 Uhrzeit 14 30 04 00058 01

20170520 Uhrzeit 14 21 28 00070 01

20170520 Uhrzeit 14 24 09 00045 01

20170520 Uhrzeit 14 30 10 00122 01

20170520 Uhrzeit 14 31 07 00064 01

20170520 Uhrzeit 14 32 59 00131 01

20170520 Uhrzeit 14 37 28 00100 01

20170520 Uhrzeit 14 40 12 00162 01

20170520 Uhrzeit 14 41 25 00109 01

Von Freitag nachmittag bis Sonntag mittag fanden 4 Seminare mit insgesamt 66 Teilnehmern zu dem Thema THL Lkw mit der Firma Weber Rescue in Kleinostheim statt.

Die Firma Weber hatte den TRT 7000 mitgebracht, an dem die Teilnehmer - nach einer 1,5 stündigen Theorie - unter der Anleitung der Ausbilder die technische Rettung eines Patienten aus einem verunfallten Lkw üben konnten.

Es wurden verschiedene Möglichkeiten aufgzeigt, wie ein Lkw-Fahrer aus seinem Führerhaus gerettet werden kann.

Vielen Dank an die Ausbilder der Firma Weber, der FF Kleinostheim für die Bewirtung und allen Teilnehmern aus den verschiedenen Feuerwehren des Landkreises.

Ab dem 1. Juni 2017 verfügt auch die Feuerwehr Gemeinde Haibach über eine First Responder Einheit. Rund 20 speziell ausgebildeten Haibacher  Feuerwehrangehörigen stehen rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche in Bereitschaft, um bei medizinischen Notfällen im Ortsbereich und der näheren Umgebung schnelle Hilfe zu leisten. Ausgerüstet ist die First Responder Haibach mit einem Notfallrucksack mit erweitertem Erste Hilfe Material, wobei auch ein automatischer externer Defibrillator (AED) und Sauerstoff mitgeführt werden. Die Gemeinde Haibach sieht diese Einheit als positive und wichtige Ergänzung des Sicherheitskonzeptes im Ortsgebiet und unterstützt den Aufbau der Einheit durch entsprechende Finanzierung. Die feierliche Indienststellung der Gruppe erfolgt im Rahmen des diesjährigen „Tages der offenen Tür“ bei der Feuerwehr Haibach am 18. Juni am Gerätehaus Haibach.
Christoph Dietrich, Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Haibach

K800 Mitglieder

Zu einer Fortbildung für Betreuerinnen und Betreuer der Kinderfeuerwehren im Landkreis Aschaffenburg lud das Fachreferat Kinderfeuerwehr des Kreisfeuerwehrverbandes Aschaffenburg zum Thema „Umgang mit schwierigen Kindern/Gruppen“ ein. So folgten 16 Teilnehmer am Samstag 13. Mai 2017 um 10:00 Uhr der Einladung in die Feuerwache Großostheim. Als Referent konnte Rene Roller Sozialarbeiter vom Jugendamt Aschaffenburg gewonnen werden.

Nach einer kurzen Begrüßung stellte Rene das Tageskonzept vor. Zu Beginn wollte er von den Teilnehmern wissen wie die einzelnen Kindergruppen ihre Gruppenstunden strukturieren und gestalten. So werden verschiedene Rituale wie zum Beispiel zu Beginn ein Spiel gemacht.

In der ersten Gruppenarbeit ging es dann darum, was wichtig für eine gute Gruppenstunde ist. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen aufgeteilt und hatten eine halbe Stunde Zeit und es wurde dabei intensiv diskutiert. Als Ergebnis wurden folgende wichtige Schlagwörter erarbeitet: Teamarbeit, Abwechslung, kein Leerlauf, Flexibilität, Neugier wecken.

Auf jeden Fall sollte immer eine Nachbesprechung mit den Kindern durchgeführt werden, bei der das Lob an erster Stelle stehen sollte. Auch das Nutzen neuer Medien sollte in der heutigen Zeit selbstverständlich sein.

Im weiteren Verlauf der Fortbildung ging Rene Roller auf verschiedene psychische Krankheiten und dessen Verhaltensauffälligkeiten von Kindern ein, welche die Konzentration und dessen Verhalten in der Gruppe beeinflussen können. Die Betreuer berichteten auch von Kindern in ihren Kinderfeuerwehren mit verschiedenen Problemen und wie sie damit um gehen. Rene ging auch auf die Eigenwahrnehmung und auch auf die Fremdwahrnehmung von Betreuern und Verantwortlichen ein.

Im letzten Unterrichtsblock ging es um die Selbsteinschätzung. So wurden unter anderem folgende Fragen erörtert: Wie sehe ich mich als Betreuer? Welche Ansprüche habe ich als Betreuer an mich? Welche Ansprüche habe ich an meine Kinderfeuerwehr-Kinder?

Zum Abschluss konnte jeder Teilnehmer seine Eindrücke zu dieser Fortbildung, welche als Pilotprojekt stattfand, erzählen. Alle fanden die Veranstaltung sehr informativ und lehrreich. Aber auch sehr gute Vorschläge für weitere Fortbildungen dieser Art wurden gemacht.

Jeder Teilnehmer erhielt aus den Händen von Rene Roller eine Teilnahmebestätigung. Volker Hock (Leiter Fachreferat Kinderfeuerwehr) überreicht Rene Roller noch ein kleines „Dankeschön“, dankte allen für die Teilnahme und wünschte allen einen guten nach Hause Weg.

Volker Hock, Leiter Fachreferat Kinderfeuerwehr

FRKind 01

Am Samstag, den 14.05.2017, machten sich jeweils zwei Kameraden der Feuerwehren Feldkahl/ Rottenberg, Hösbach, Wenighösbach, Heigenbrücken, Kahl, Laufach, Stockstadt, Wasserlos und der Kreisbranddirektion auf den Weg zum Fahrsicherheitszentrum Rhein-Main in Gründau.

Nach der Begrüßung durch unsere beiden Ausbilder gab es eine kleine Theorieeinheit, in der wir und die Trainer uns kennen lernen und  unsere Erwartungen an den Tag austauschten konnten.

Wir waren eine buntgemischte Gruppe, vom Fahranfänger mit kaum Erfahrung, bis hin zum Außendienstler, der ca. 50.000 km im Jahr zurücklegt. Kameraden die bereits etliche Jahre im Feuerwehrdienst tätig sind und Ihre Fahrzeuge kennen, oder die Kameraden, die ganz frisch in die Wehr wechselten und sich so bestens mit dem zukünftigen Dienstfahrzeug vertraut machen durften.

Dann ging es bei bestem Wetter raus auf die Fahrbahn… Toter Winkel, richtiges Einstellen der Spiegel, der Sitze, des Lenkrads und noch einiges mehr wurde durchgesprochen, bevor es aufging zum ersten Parcours.

Beim rückwärts Einparken und beim Wenden im kleinen Innenhof wurde unter anderem festgestellt: „wow, das hat ja direkt geklappt, das muss ich mich öfter trauen“ oder „oh, der Sprinter ist dann doch etwas größer als mein Polo“. Aber auch die Erkenntnis „ Beim Slalomfahren auf nasser Fahrbahn hab ich es etwas übertrieben“, hat uns deutlich die Grenzen der Fahrzeuge gezeigt, die wir nun zukünftig besser abschätzen können.

Nach dem vor- und rückwärts Durchfahren einer virtuelle Altstadt mit engen Kurven, ging es zu den Bremsübungen. Wir durften als Fahrer und Beifahrer erfahren, wie sich eine Vollbremsung bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, auf trockner und nasser Fahrbahn anfühlt.

Durch die Trainer gab es eine Menge Tipps u. a. zur Lenkradhaltung und Bremsreaktion in Gefahrenlagen.

Nach der Mittagspause ging es dann auf der „Eisbahn“ direkt weiter und wir übten die Gefahrenbremsung, sowie möglichen Gefahren bei rutschiger Fahrbahn auszuweichen. Dabei lernten wir die unterschiedlichen Fahrzeuge und die Auswirkungen von Geschwindigkeit und Bodenbelag noch besser einzuschätzen.

Es war ein toller Tag, der mir persönlich eine Menge Spaß gemacht hat, und bei dem ich wertvolle Erfahrungen mitnehmen konnte. Diese kann ich zukünftig im Feuerwehrdienst anwenden um „schnell und sicher zur Einsatzstelle“ zu gelangen, aber auch beim regelmäßigen Fahren mit dem privaten PKW.

Sabrina Volz, FF Kahl

IMG 3533 01

IMG 3534 01

IMG 3536 01