Das Landratsamt hat nach dem Bayerischen Katastrophenschutzgesetz als Katastrophenschutzbehörde die Aufgabe, Katastrophen abzuwehren und die dafür notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen.

Im Falle einer Katastrophe übernimmt die Katastrophenschutzbehörde die Einsatzleitung und stellt sicher, dass alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Sie ist weisungsbefugt gegenüber allen eingesetzten Behörden, Dienststellen und eingesetzten Kräften.

Beim Eintritt einer Katastrophe übernimmt die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) die Aufgaben des Landratsamtes. So werden innerhalb der FüGK u.a. folgende Aufgaben wahrgenommen:

  • Warnung und Information der Bevölkerung
  • Feststellung des Katastrophenfalles
  • Bestellung eines Örtlichen Einsatzleiters
  • Abstimmung der Einsatzmaßnahmen mit dem Örtlichen Einsatzleiter
  • Entscheidung über zu treffende Einsatzmaßnahmen
  • Treffen von Maßnahmen, die über die Zuständigkeit des ÖEL hinausgehen, bzw. die zweckmäßigerweise von der FüGK zu treffen sind (z.B. Festlegung von Aufnahmegebieten bei Evakuierungen)
  • Sicherstellung, dass alle Maßnahmen der beteiligten Behörden, Dienststellen und Organisationen und aufeinander abgestimmt und koordiniert sind
  • Anforderung überörtlicher Ressourcen

Zur Bewältigung dieser Aufgaben wird die FüGK von der Kommunikationsgruppe der Führungsgruppe Katastrophenschutz (KomFü) unterstützt.

Die KomFü stellt die Erreichbarkeit der FüGK als zentrale Ansprechstelle (Meldekopf) zur Örtlichen Einsatzleitung sowie den benachbarten und übergeordneten Katastrophenschutzbehörden und anderen Dienststellen sicher. Die Katastrophenschutzräume im Landratsamt wurden zu diesem Zweck mit modernster Kommunikations- und IT-Technik ausgestattet.

Die Mitglieder der KomFü sind für die Abwicklung des Sprechfunkverkehrs und die Nachrichtenübermittlung per Telefax, Telefon und IT-Technik zuständig.

Mit dem bayernweiten Dokumentationsprogramm EPS-Web erfolgt die Dokumentation des Einsatzes. Es werden außerdem weitere spezielle Software-Programme verwendet. Beispielsweise das bayernweite Katastrophenschutz-Informationssystem GeoKAT das Feuerwehr-Wetterinformationssystem (FeWIS) , oder das landkreiseigene Programm „Webmodul Flächenlage“ zur Erfassung und Dokumentation von Einsätzen und Einsatzkräfteübersichten bei großflächigen Schadensereignissen im Landkreis Aschaffenburg.

Die KomFü kommt insbesondere bei folgenden Schadensereignissen im Landratsamt zusammen:

  • bei Flächenlagen (z.B. Unwetter, Stürme) zur Unterstützung der Kreisbrandinspektion und der Abschnittsführungsstellen
  • bei großen punktuellen Einsatzlagen (z.B. Großbrand, Chemieunfall) zur Unterstützung der Örtlichen Einsatzleitung bzw. der Kreisbrandinspektion
  • im Katastrophenfall zur Unterstützung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK)
  • bei der Planung von überörtlichen Kontingenteinsätzen und Großübungen (z.B. Kontingentverlegung) zur Unterstützung der Einsatz- bzw. Übungsleitung

Die KomFü übernimmt dabei den Hintergrunddienst im Einsatz und bei größeren Übungen, so beispielsweise:

  • Unterstützung der Stabs-Funktionen der Kreisbrandinspektion und der FüGK
  • Internet-Recherche (z.B. beim Deutschen Wetterdienst, mit MP-Feuer oder GeoKAT, usw.)
  • Einsatzprotokollierung in EPSweb
  • Verteilung und Weiterleitung von Einsätzen mit dem Webmodul Flächenlage an die Abschnittsführungsstellen

Die Mitglieder der KomFü verfügen über eine fundierte Ausbildung in den Bereichen

  • Digital- und Analogfunk
  • Umgang mit dem PC
  • Internetrecherche
  • EDV-Programmbedienung
  • Führungsabläufe in einer Einsatzleitung
  • Führungsunterstützung der Einsatzleitung

Die KomFü Aschaffenburg-Land besteht derzeit aus 14 aktiven und passiven Mitgliedern aus verschiedenen Feuerwehren des Landkreises. Sie treffen sich einmal im Monat zu einem Schulungs- und Übungsabend im Landratsamt.

Auch die Geselligkeit und Kameradschaftspflege kommt dabei nicht zu kurz.

Die KomFü Aschaffenburg-Land braucht dringend Verstärkung und sucht daher

 Frauen und Männer

  • gerne mit Führungserfahrung
  • nach oben ohne Altersbeschränkung
  • mit Lust am Umgang mit moderner Technik
  • eventuell nicht mehr im aktiven Einsatzdienst
  • mit Lernbereitschaft und Neugierde
  • Weiterbildungen an den staatl. Feuerwehrschulen sowie an der Akademie für
    Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) sind jederzeit möglich

Weitere Infos findet man unter der Internetseite www.ab112.de.

Was ist eine Katastrophe?
Eine Katastrophe ist ein Geschehen, bei dem Leben oder Gesundheit einer Vielzahl von Menschen oder die natürlichen Lebensgrundlagen oder bedeutende Sachwerte in ungewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder geschädigt werden und die Gefahr nur abgewehrt oder die Störung nur unterbunden und beseitigt werden kann, wenn unter Leitung der Katastrophenschutzbehörde die im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen, Organisationen und die eingesetzten Kräfte zusammenwirken.

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Am gestrigen Samstagvormittag, kurz vor 11 Uhr kam es zu einem Brand einer Zugmaschine auf der Bundesautobahn A3 in Fahrtrichtung Würzburg, ca. 200 Meter vor der Einhausung Goldbach/Hösbach. Der Fahrer, der einen technischen Defekt im Motorraum vermutet, konnte sein Fahrzeug noch auf den Standstreifen lenken und sich unverletzt in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr Goldbach, die trotz einer schlecht gebildeten Rettungsgasse, wenige Minuten später mit zwei Löschfahrzeugen eintraf, fand den LKW im Vollbrand vor. Sofort wurde mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz der Schaumlöschangriff gestartet. Die Flammen waren binnen 10 Minuten gelöscht. Während der Nachlöscharbeiten wurde ein zweiter Atemschutztrupp eingesetzt, das Führerhaus teilweise ausgeräumt und mit der Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern gesucht.

Während der Löscharbeiten war die A3 in Fahrtrichtung Würzburg über eine halbe Stunde gesperrt, es bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern Länge.

Aufgrund der ersten Meldung, dass der Brand in der Einhausung wäre, wurden die Feuerwehren des Marktes Hösbach, Unterafferbach, Waldaschaff, Aschaffenburg und Großostheim mit alarmiert, mussten jedoch nicht eingreifen.

Lediglich die Feuerwehr Großostheim, die die Verkehrsabsicherung übernahm, unterstützte die Goldbacher Wehrleute, die mit zwei Löschfahrzeugen und 13 Aktiven vor Ort waren. Von der Kreisbrandinspektion waren die Kreisbrandmeister Udo Schäffer und Markus Rohmann im Einsatz. Der Rettungsdienst war zur Absicherung der Feuerwehrkräfte mit einem Rettungswagen angerückt.

Martin Scheiner, Pressesprecher der Feuerwehr Goldbach

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Das FR Brandschutzaufklärung/Brandschutzerziehung unter der Leitung von Ursula Hain (FF Rothengrund) bietet folgendes Seminar an:

Thema: Grundausbildung für die Brandschutzerziehung

Ziel: Die Teilnehmer sollen befähigt werden, Brandschutzerziehung in Zusammenarbeit mit den Grundschulen und Kindergärten durchzuführen

Folgende Inhalte werden besprochen:

- Rechtsgrundlagen (z. B. Fahrt Kinder im Fw-Fahrzeug, Aufsichtspflicht der Eltern)
- Lehrplan der Schulen
- Kindergartengesetz
- Umgang mit Kindern (Verhalten, Sprache)
- Nutzfeuer/Schadensfeuer
- Streichholz richtig anzünden
- Versuche (was brennt, was brennt nicht?)
- Notruf
- Verhalten im Brandfall
- Räumungsübung
- Besuch des Kiga/Schule bei der Feuerwehr
- Aufbau einer Stunde im Kiga/Schule
- Praxisausbildung im Kiga/Schule
- Brandschutzkoffer

Termin:     
Freitag, 07. Juli 2017 von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr und Samstag, 08. Juli 2017 von 9.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
Der Lehrgang ist ein Freitag abend und ein Samstag

Ort: Gerätehaus der FF Rotengrund

Referentin: Ursula Hain und weitere Mitglieder des FR Brandschutzerziehung

Kosten: 35,-- € je Teilnehmer (mit Verpflegung Getränke, Kaffee, belegte Brötchen, Kuchen und ein Mittagessen am Samstag)

Überweisung der Teilnahmegebühr auf folgendes Konto des Kreisfeuerwehrverbandes: IBAN: DE52 7955 0000 0000 2858 09

Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen

Bitte meldet die Teilnehmer per Email an KBI Frank Wissel (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Auf der Dienstversammlung der FF Steinbach wurde die bisherige Kommandanten-Stellvertreterin Sabine Israel für weitere 6 Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Bei den Neuwahlen des Feuerwehrvereins Steinbach wurde Marco Finkernagel in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Zur neuen 2. Vorsitzenden wurde Jenny Scherzinger gewählt.

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewählten und viel Erfolg bei ihren Aufgaben.

Am frühen  Donnerstagmorgen (20.04.2017) wurden um 02:29 Uhr die Feuerwehren Bessenbach und Haibach sowie der örtlich zuständige Kreisbrandinspektor Otto Hofmann mit dem Alarmstichwort „Brand Wohnhaus – Person in Gefahr“ in die Dorfstraße nach Strassbessenbach gerufen.

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr retteten eine 41-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 35 und 39 Jahren eine 84-jährige Seniorin, die bereits Brandverletzungen erlitten hatte, mit einer Leiter aus dem Dachgeschoss des in Vollbrand stehenden Gebäudes. Der im Anbau wohnende 54-jährige Sohn konnte unverletzt das Objekt verlassen.  Die drei Ersthelfer zogen sich bei der Rettung der Frau leichte bis mittelschwere Verletzungen zu.

Nach dem Eintreffen der Feuerwehr ließ Einsatzleiter Martin Gadau (Kommandant der Feuerwehr Bessenbach) sofort einen Löschangriff vortragen. Zur Brandbekämpfung wurden zwei C-Rohre im Innenangriff eingesetzt. Zeitgleich wurde ein weiteres C-Rohr von außen über die Drehleiter vorgenommen. Um an den brennenden Dachstuhl zu gelangen, mussten  zum Teil Dachziegel, Verkleidung und Dämmung entfernt werden. Erstmalig wurde hier die neue Drehleiter mit Knickgelenk der Feuerwehr Haibach zum Einsatz gebracht.  So war es auch möglich, über den Dachfirst hinweg auf die Dachrückseite zu gelangen. Parallel zu diesen Maßnahmen unterstützten Feuerwehrsanitäter den Rettungsdienst bei der Versorgung der Patienten. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde das Gebäude mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und mit einem Hochleistungslüfter belüftet und entraucht. Zur Sicherung des  Gebäudes wurde zum Einsatzende hin ein Notdach angebracht.

Für die durch den Brand schwerverletzte Bewohnerin wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Hierzu war es nötig, einen Landeplatz auszuleuchten und den Hubschrauber einzuweisen. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt/Rettungsdienst wurde die Seniorin in ein Zentrum für Brandverletzungen geflogen. Ebenso wurden nach der Sichtung und Behandlung zwei der drei Ersthelfer in Krankenhäuser eingeliefert.

Während der Lösch- und Rettungsarbeiten wurde in Abstimmung mit der Polizei durch die Feuerwehr die Durchgangsstraße voll gesperrt.

Der Feuerwehreinsatzleiter konnte auf zehn Einsatzfahrzeuge und rund 60 Feuerwehrkräfte zurückgreifen. Die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg war mit Kreisbrandinspektor Otto Hofmann und einem Pressesprecher vertreten. Von rettungsdienstlicher Seite waren drei Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Rettungshubschrauber und ein Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Der Feuerwehreinsatz war gegen 06:00 Uhr beendet. 

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Probealarm – Sirenenwarnung am 19. April 2017

Zur Prüfung der Funktionsfähigkeit und zur Information der Bevölkerung wird am Mittwoch, 19. April 2017 um 11:00 Uhr, eine Probealarmierung durchgeführt.

Hierfür werden die Sirenen mit dem Sirenensignal "Warnung der Bevölkerung", einen einminütigen Heulton, ausgelöst. Zusätzlich wird über das Bevölkerungswarn- und Informationssystem "KATWARN" eine Probewarnung per App/SMS versandt.

Regierung von Unterfranken bewilligt dem Markt Stockstadt a. Main 31.500 Euro für die Beschaffung eines Einsatzleitwagens ELW 1 für die Freiwillige Feuerwehr Stockstadt a. Main

Würzburg (ruf) – Die Regierung von Unterfranken hat dem Markt Stockstadt a. Main (Landkreis Aschaffenburg) 31.500 Euro für den Kauf eines Einsatzleitwagens ELW 1  für die Freiwillige Feuerwehr Stockstadt a. Main bewilligt. Durch diese Beschaffungsmaßnahme wird ein als Einsatzleitwagen ELW 1 umgebautes Mehrzweckfahrzeug MZF, Baujahr 1999, ersetzt.

Bei dem Einsatzleitwagen ELW 1 handelt es sich um ein Fahrzeug der sogenannten „Sprinter-Klasse“ mit maximal 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht und drei Personen Besatzung. Ausgestattet ist es mit 2 Sitzbänken und einem Tisch und verfügt über verschiedene Funk- und sonstige Kommunikationsmittel. Es dient sowohl der überörtlichen Feuerwehr-Einsatzleitung als auch der 2. Örtlichen Einsatzleitung bei Großschadensereignissen und Katastrophen für eine gemeinsame Einsatzleitung. Zudem wird es für die Führung von Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten der überörtlichen Katastrophenhilfe in Bayern und der länderübergreifenden Katastrophenhilfe im Bundesgebiet eingesetzt.

Die staatliche Förderung erfolgt aus Mitteln der Feuerschutzsteuer im Rahmen des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushalts im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

Auch über die Osterfeiertage waren die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg für die Bevölkerung im Einsatz.

Insgesamt wurden von den Kräften der Feuerwehr von Karfreitag bis Ostermontag (Stand 20:00 Uhr) 3 Brandeinsätze, 19 Technische Hilfeleistungen und 2 First Responder Einsätze absolviert.

Bei den Brandeinsätzen handelte es sich um 1 brennendes Gebüsch in Karlstein, in Michelbach musste 1 Lagerfeuer auf einem Weinberg abgelöscht werden und in Bessenbach musste 1 Einsatzstelle auf ein mögliches Brandgeschehen kontrolliert werden. Die Technischen Hilfeleistungen waren unter anderem Einsätze bei  4 Verkehrsunfällen, wie z. B. die Aufnahme von ausgelaufenen Betriebsstoffen sowie die Absicherung der Unfallstelle (Wiesen, Großostheim, Weibersbrunn, Schöllkrippen) und 1 Verkehrssicherungsmaßnahme (Kleinostheim). Zudem rückten die Feuerwehren (Niedersteinbach, Dörnsteinbach, Geiselbach, Omersbach, Karlstein, Hösbach-Bahnhof, Winzenhohl) zu 7 Ölspuren aus, um diese in Zusammenarbeit mit dem Straßenbaulastträger zu beseitigen. 1 Insektenberatung musste von den Einsatzkräften in Karlstein abgearbeitet werden. Außerdem wurden 4 Einsätze zur Unterstützung des Rettungsdienstes bzw. der Polizei (Heimbuchental, Haibach, Michelbach, Stockstadt) z. B. mit Türöffnungen und Durchführen von Tragehilfen erledigt. Bei 2 Wasserschäden (Schimborn, Hösbach-Bahnhof, Winzenhohl) mussten die Feuerwehren mit Tauchpumpen und Wassersaugern tätig werden. Die First Responder Gruppen der Feuerwehren Heigenbrücken und Großostheim rückten zu je 1 medizinischen Notfall aus und verkürzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die therapiefreie Zeit. 

Stiftung „Hilfe für Helfer“ bietet kostenfreie Fortbildung / 11. Mai 2017 in Fulda

Berlin/Fulda – Welchen Herausforderungen muss sich die Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte bei Anschlagsereignissen stellen? Auch mit diesem Thema befasst sich das 4. Symposium „Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren“ der Stiftung „Hilfe für Helfer“ des Deutschen Feuerwehrverbandes am Donnerstag, 11. Mai 2017, in Fulda. Die Teilnahme ist kostenlos; es sind noch Anmeldungen möglich. Veranstaltet wird die erfolgreiche Fortbildungsreihe durch die DFV-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Parallel findet in Fulda auch die „RETTmobil“ statt (www.rettmobil.org).
Von 10.30 bis 16.30 Uhr geben unterschiedliche Referate Einblicke in die verschiedenen Aspekte der Themen. Das Programm in Auszügen:

  • Fachliche Einführung in das Symposium und Moderation (Dr. Jutta Helmerichs,BBK, Erneli Martens, DFV-Fachberaterin, Volker Harks, BBK)
  • Amoklauf München – Neue Erkenntnisse für die Einsatznachsorge (Hermann Josef Kraus, Berufsfeuerwehr München)
  • Anschlag am Breitscheidplatz – Erfahrungen der PSNV-E (Manuel Mahnke, Berliner Feuerwehr, Gerald Manthei, Berliner Feuerwehr)
  • Umgang mit Risiken und Gefährdung – Erfahrungen der Bergwacht (Roland Ampenberger, Bergwacht Bayern)
  • Verstorben im Einsatz – ein Erfahrungsbericht (Mark Overhagen, BBK)
  • Wenn die Worte fehlen… (Erneli Martens, DFV-Fachberaterin)

Die Anmeldung zur Veranstaltung in Fulda erfolgt online über die Internetseite https://www.eventmanager-online.com/de/event/4-symposium-hilfe-fuer-helferinnen-und-helfer-in-den-feuerwehren (Link auf externe Seite). Die Teilnahme ist kostenlos; Tagungs- und Verpflegungskosten übernimmt die Stiftung. Unter www.hilfefuerhelfer.de gibt es weitere Informationen zur Stiftung. Bei Rückfragen steht DFV-Referentin Lilian Harms unter zur Verfügung.

 

Neue Ausbildungsunterlagen für die Feuerwehren

Der Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. hat in Abstimmung mit den Fachbereichen 1 und 6 eine Präsentation zum Auftreten in der Öffentlichkeit in Uniform erstellt. In dieser wird zudem auf das Tragen von Orden und Ehrenzeichen eingegangen. Die Präsentation dient zur Aus- und Fortbildung in den Feuerwehren.

Die Präsentation steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

   

Aktuelle Florian kommen-Ausgabe

Vor einigen Tagen erschien die 112. Ausgabe von Florian kommen.

Besonders dürfen wir uns dieses Mal für die vielen externen Beiträge und Berichte bedanken. Im Besonderen für die beiden ausführlichen Einsatzberichte, die von Herrn Bechtl und Herrn Metsch verfasst wurden.

Hier geht´s zur 112. Ausgabe.

   

Neues von Grisu hilft!

Grisu gibt es jetzt auch im XXL-Format!

Aufgrund der großen Nachfrage wurde der beliebte Drache Grisu nun auch im XXL-Format hergestellt. Alle weiteren Infos dazu gibt unter www.grisuhilft.de.

   

Es bleiben noch 2 Wochen...

Logo-Wettbewerb!

Um eine einheitliche Außenwirkung für die Kinderfeuerwehren zu gewährleisten und um die Feuerwehren mit Kindergruppen mit einem Logo zu unterstützen, haben wir uns dazu entschlossen, ein Logo für die bayerischen Feuerwehren zu entwerfen. Dieses Logo darf dann natürlich gerne von allen Kinderfeuerwehrgruppen verwendet werden. Wer bereits eines hat, kann das aber selbstverständlich weiterverwenden. Wir wollen Ihnen aber nicht einfach etwas vorsetzen, sondern Sie alle mit einbinden. Alle Kinder, Jugendlichen und Feuerwehrkameraden/-innen sind eingeladen sich an diesem Projekt zu beteiligen. Schicken Sie uns Ihre Vorschläge für ein Logo in dem die Kinderfeuerwehr wiedergespiegelt wird.

Hier gibts alle Infos zum Logo Wettbewerb.

   

   

Alzenau-Michelbach, Lkr. Aschaffenburg. Der 34-jähre Mitteiler konnte am Freitagabend ein offenes Feuer in den Weinbergen beobachten und informierte die Polizei. Diese konnte drei männliche Personen vor Ort feststellen, welche fälschlicher Weise davon ausgingen, dass sie sich an einer offiziellen Feuerstelle befinden würden.  Nachdem die Personen über ihren Irrtum und die aktuelle Waldbrandgefahr hingewiesen wurden, sollte das Feuer mit 10 Liter Wasser abgelöscht werden. Dies war aber nicht ausreichend, um die Glut vollständig abzulöschen. Daher musste die Freiwillige Feuerwehr Michelbach mit einem Fahrzeug ausrücken.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Alzenau vom 15.04.2017

Die Feuerwehr Krombach wurde am 13.04.17 um 17:45 Uhr mit dem Stichwort „Brennt Gebüsch“ alarmiert. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurden die Kräfte durch die Frau des Eigentümers empfangen und zum Schadensereignis geführt. Im hinteren Bereich des Garten war ein Komposthaufen mit angrenzenden Tannen und einer Holzsichtschutz in Brand geraten und Teilweise von dem Hauseigentümer mit einem Gartenschlauch gelöscht worden. Sofort wurde ein Hohlstrahlrohr vorgenommen und die vorhandenen Glutnester abgelöscht. Eigentlich ein Standarteinsatz bis zum Eintreffen des Hauseigentümer. Dieser hatte teilweise erhebliche Brandverletzung im Bereich der Hände, Stirn und des Gesäß. Sofort wurde die Person durch zwei Feuerwehr-Sanitäterinnen  erstversorgt und ein RTW zur Einsatzstelle nachgefordert. Bei der Befragung des Hausbesitzers hat sich folgender Sachverhalt zugetragen. Bei dem Löschversuch hatte der Mann versucht einen bereits teilweise geschmolzen PVC-Behälter mit ungeschützten Händen zu entfernen und sich hierbei erhebliche Verbrennungen durch den flüssigen Kunststoff an den Händen zugezogen.  Zu allem Unglück ist die Person noch in die Brandstelle gestürzt und hat hierdurch Verbrennungen an Stirn und Gesäß erlitten.  Nach Eintreffen des RTW wurde die Person an die Besatzung übergeben und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Abschließend wurde die Brandstelle mit einer WBK überprüft und die Einsatzstelle an die Eigentümerin übergeben. Kommandant Wolfgang Bedel, konnte auf 10 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen zurückgreifen.

 

Bericht von: W. Bedel / Kdt. FF Krombach

17 04 13 B Krombach

Fehlerhafter Akku der Adalit Handlampe L-3000 aus dem Produktionszeitraum Februar/März 2015 – betroffene Seriennummern 36.994 bis 44.957.

Mit dieser Information möchten wir Sie über den aktuellen Sicherheitshinweis der Firma LaCont Umwelttechnik GmbH informieren. Aufgrund eines Produktionsfehlers können Akkus der ADALIT L-3000 Handlampe aus einer bestimmten Produktionscharge fehlerhaft sein. Die Akkus der betroffenen Geräte werden vom Hersteller kostenlos ausgetauscht.

Betroffen sind alle Produkte, die im Produktionszeitraum Februar/März 2015 produziert wurden und die Seriennummern 36.994 bis 44.957 aufweisen. Fehlerhafte Akkus traten nur in der Chargennummer LTM 14-1251 auf!

WAS IST ZU TUN?

Prüfen Sie bitte – wie in der Anlage beschrieben – ob der Seriennummernkreis 36.994 bis 44.957 und die dazugehörigen Chargennummer LTM 14-1251 übereinstimmen und Ihre Lampe betroffen ist. Falls dies zutrifft, sind Sie zum Erhalt eines neuen Akkus (kostenfrei) berechtigt.

Der Sicherheitshinweis der Firma LaCont Umwelttechnik wurde an alle Kommandanten im Landkreis verschickt.

 

Für das Seminar "Kommunikation und Konfliktmanagement in der Feuerwehr" am Samstag, 18. November 2017 von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr sind noch 7 Plätze frei.

Zielgruppe: Kommandanten und deren Stellvertreter, Führungkräfte der Feuerwehr

Ort: Feuerwehrgerätehaus in Haibach

Referentin: Ute Wendehost-Rossmeier

Teilnahmegebühr: 85,-- € inkl. Verpflegung

Anmeldungen bitte an KBI Frank Wissel: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. In der Nacht zum Dienstag sind Einbrecher in eine Firma in der Straße Am Sägewerk eingestiegen. Mit einer Flex öffneten sie gewaltsam einen Tresor und entwendeten Bargeld. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.

Etwa gegen 02.45 Uhr erreichte die Einsatzkräfte der Alarm von dem Gebäude. Rasch war neben Streifen der Aschaffenburger Polizei auch die örtliche Freiwillige Feuerwehr vor Ort. Die Beamten stellten schließlich fest, dass die Einbrecher eine Fensterscheibe eingeschlagen hatten und auf diese Weise in das Objekt gelangten. In der Folge nahmen sie eine tatorteigene Flex und öffneten gewaltsam einen Tresor. Dabei entstand nicht unerheblicher Rauch, weswegen auch ein Brandalarm ausgelöst worden war.

Letztlich entstand Sachschaden in Höhe von einigen tausend Euro. In diesem Bereich dürfte sich auch der Wert der Beute bewegen. Die Kripo Aschaffenburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise unter Tel. 06021/857-1732.

Michael Zimmer, Polizeihauptkommissar, Pressesprecher 

Tätigkeiten der Feuerwehr Goldbach:

Ein Trupp unter schwerem Atemschutz kontrollierte die Einsatzstelle. Zusätzliche Maßnahmen durch die Feuerwehr waren nicht vonnöten. Nach der Belüftung des Geschäftshauses wurde die Brandmeldeanlage zurückgestellt und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Die Feuerwehr Goldbach war mit 14 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort. Einsatzende war gegen 04:00 Uhr.

Am 01.04.2017 fand zum 44.-mal im Landkreis Aschaffenburg die Aktion Sauberer Landkreis statt. Bei dieser Aktion treffen sich verschiedene Jugendgruppen, auch die Jugendfeuerwehren,  an ihrem Standort und sammeln dort in Wäldern, Wiesen und Feldern Müll auf, welcher von Passanten unachtsam in der Natur liegen gelassen worden ist. Auch in der Nähe von Straßen wird der Müll, der von Autofahrern aus dem Fenstern geworfen wird, aufgesammelt.

Als die Aktion an einem Samstagmorgen startete, bewaffneten sich alle Jugendlichen mit einem Müllsack und befreiten schnell die Natur von überflüssigen Schmutz. Das gemeinsame Sammeln machte allen Jugendlichen großen Spaß. Außerdem wurde bei der Aktion nicht nur die Umwelt von Müll befreit, sondern auch die Gruppendynamik der Jugendfeuerwehren gestärkt.


Insgesamt traten 163 junge Feuerwehranwärter und 51 aktive Feuerwehrmänner von 16 verschiedenen Jugendfeuerwehren den Kampf gegen die Umweltverschmutzung an.


Großer Dank gilt den teilnehmenden Jugendfeuerwehren und dessen Jugendwartteam: JF Albstadt, JF Daxberg, JF Goldbach, JF Heinrichsthal, JF Jakobsthal, JF Kahl, JF Karlstein, JF Kleinkahl, JF Kleinostheim, JF Krombach, JF Michelbach, JF Mömbris, JF Sailauf, JF Schöllkrippen, JF Wasserlos, JF Wenigumstadt.

Anna Bott

FSJ`lerinKreisfeuerwehrverband Aschaffenburg

Die Bilder zeigen Teile der JuFeu und KiFeu Karlstein, beim Sammeln von Müll, einem Gruppenfoto im Gelände und dem anschließenden Vesper am Bauhof

17 04 01 KAR Sammeln

17 04 01 KAR Foto

17 04 01 KAR Vesper

Am letzten Wochenende waren die Jugendfeuerwehren aus Westerngrund, Krombach, Hofstädten und Kleinkahl „im Einsatz“. In der Zeit vom 08.04.2017 bis 09.04.2017, 12 Uhr, standen insgesamt 7 Einsätze für jedes Löschfahrzeug auf dem Programm, darunter auch 1 Fehlalarm, welcher auch im Feuerwehralltag immer wieder vorkommt. Nichtsdestotrotz bereitete es den Jugendlichen großen Spaß, sich einmal wie eine „Berufsfeuerwehr“ zu fühlen. So wurde gemeinsam im Kleinkahler Gerätehaus übernachtet und einzelne Löschfahrzeuge zu unterschiedlichen Einsätzen alarmiert.

Nach der Anreise gab es einen interessanten Ausbildungsteil, in welchem die Jugendlichen erlernten, wie man Personen bei Unfällen mit ABC-Gefahren (Atomare, Biologische oder Chemische Gefahren) dekontaminiert, um so eine Verschleppung des Schadstoffs zu vermeiden. Außerdem lernten sie die Autos der anderen Wehren, sowie das richtige Vorgehen bei einer Personenrettung durch eine Drehleiter kennen. Nach gemeinsamer Kuchenpause wurde zu einem großen Einsatz nach Schöllkrippen alarmiert. Hier trafen die Jugendlichen der vier Wehren auf dem Betriebshof der KVG auf die Feuerwehranwärter aus Schöllkrippen und die BRK Bereitschaft aus Alzenau. Von dort aus ging es in das Naturerlebnissbad. Hier wurde der Austritt von Chlorgas durch Theaternebel dargestellt; auch wenn es dieses Szenario aufgrund des ungechlorten Schwimmteichs nie geben kann, war es eine gute Möglichkeit das neu Erlernte erfolgreich unter Beweis zu stellen. Weiterhin gab es auch kleinere Einsätze wie etwa einen Keller unter Wasser, austretende Betriebsstoffe aus einem PKW oder die Befreiung eingeklemmter Personen. Nach einer Nachtruhe zwischen 23:45 Uhr und 5:45 Uhr wurde am frühen Sonntagmorgen zum Brand einer Weihnachtsmarktbude alarmiert. Jede Übung wurde durch einen aktiven Feuerwehrmann begleitet und überwacht. Anschließend erhielt jede Gruppe ein kurzes Feedback, das meist sehr positiv ausfiel.

Ein weiteres Highlight stellte die Abschlussübung im Kindergarten Hofstädten dar; hierzu wurden die Feuerwehren gegen 10:30 alarmiert. Während ein Trupp in das komplett durch Theaternebel verrauchte Gebäude vorging und die vermissten Personen fand, wurden weitere Trupps zur Rettung der Personen nachgeordert. Auch galt es eine Tür gewaltfrei zu öffnen um ein eingeschlossenes Kind zu retten. Der Brandherd wurde schnell gefunden und gelöscht. Währenddessen begannen die anderen „Atemschutz“-Trupps die Suche nach den vermissten Personen. Alle waren realistisch geschminkt und mussten mithilfe von Tragen aus dem Gebäude gerettet werden. Hier kam auch die Drehleiter aus Schöllkrippen zum Einsatz die das retten über einen Balkon ermöglichte und so den Weg durch das enge Treppenhaus ersparte. Draußen konnten sie an den Rettungsdienst übergeben werden, der von den guten Erste-Hilfe-Kenntnissen der Jugendlichen begeistert war. Auch die zahlreichen Zuschauer waren begeistert, wie realitätsnah und routiniert vorgegangen wurde.

Nach der erfolgreichen Übung wurde gemeinsam zu Mittag gegessen und anschließend, zwar erschöpft aber um einige Erfahrungen reicher, die Heimreise angetreten.

Besonderer Dank gilt dem Markt Schöllkrippen, der Firma Landmaschinen Hofmann und der KVG für die Bereitstellung der Übungsobjekte, der Feuerwehr Kleinkahl für die Bewirtung, dem Vorbereiter-Team, den Mimen und der Schminkerin für die authentischen Einsätze, der BRK Bereitschaft, den Fotografen und Filmern für ihre Mitarbeit, sowie Radio Primavera für die Berichterstattung über unsere Übung.

Tim Dedio
Fachreferat Jugendarbeit

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Bilder und Text: Tim Dedio, Fachreferat Jugendarbeit