DIN SPEC 14355 Feuerwehrwesen — Sammelstück PN 16

Die neue Norm enthält Maße und Anforderungen an Sammelstücke A-2B, A-3B und A-4B mit einem Nenndruck von 16 bar. Sammelstücke dienen dazu, die Löschmittelströme mehrerer Zuleitungen zusammenzufassen.

Vom 04.12.2017 - 07.12.2017 sind an den Feuerwehrschulen in Regensburg und Geretsried einige Lehrgangsplätze beim Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" frei.

Interessenten melden sich bitte bei KBR Ostheimer oder KBI Wissel

Zum 1. Januar 2013 mussten in Neubauten alle Wohnungen die Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder überwacht werden. Ab dem 1. Januar 2018 müssen nun alle Wohnungen – auch Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften oder Reihenhäuser – mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Eine Vernetzung von Rauchwarnmeldern ist nicht gefordert, jedoch kann diese im Einzelfalle auch sinnvoll sein.

Hinweis: Die Rauchwarnmelderpflicht gilt nicht z.B. für Hotels, Pensionen usw.

Damit sollen aus der Sicht des Gesetzgebers und der Feuerwehren bei Bränden in Wohnungen die Brandtoten reduziert werden. Bei der Auslösung eines Rauchwarnmelders bleibt i.d.R. noch genügend Zeit, um einen Löschversuch zu unternehmen oder sich und die Familie selbst retten zu können.

Es dürfen nur Rauchwarnmelder verwendet werden, die der DIN EN 14 604 entsprechen und eine CE-Kennzeichnung besitzen. Für Menschen, die den Alarm der Rauchwarnmelder nicht oder nur schlecht hören, können die Geräte mit Lichtsignalen und Rüttelkissen verbunden werden. Sollte bei einem Wohnungsbrand eine Person verletzt werden oder sie sogar zu Tode kommen und kein Rauchwarnmelder vorhanden gewesen sein, kann von den Ermittlungsbehörden sicherlich überprüft werden, ob beim Vorhandensein eines Rauchwarnmelders das Unglück vermeidbar gewesen wäre.

Für den Einbau ist der Eigentümer verantwortlich. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst. Es empfiehlt sich die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft des Rauchwarnmelders schriftlich zwischen den unmittelbaren Besitzern (Mieter) und dem Eigentümer (Vermieter) zu vereinbaren und zu dokumentieren.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr hat auf seiner Homepage unter www.stmi.bayern.de weitere Informationen zur Rauchwarnmelderpflicht veröffentlicht. Auch auf der Homepage des LFV Bayern sind dazu Informationen abrufbar.

Deine FEUERWEHR hilft – vorbeugen musst DU!

Rauchwarnmelder klein

Heute morgen ist gegen 05.45 Uhr ein mit einer Asphaltfräsmaschine beladener Tieflader auf der Kreisstraße AB 5 zwischen der Abzweigung Rothenbuch und der Kreuzung Sieben Wege von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt. Der Lkw war in Fahrtrichtrichtung Weibersbrunn unterwegs als er aus bislang unbekannter Ursache in das Bankett geriet und in der Folge samt der schweren Baumaschine umstürzte. Die Feuerwehr Rothenbuch und Kreisbrandinspektor Otto Hofmann wurden um 05.49 Uhr zu dem Unfall alarmiert. Im Nachgang wurde noch der Rüstwagen der Feuerwehr Waldaschaff und der landkreiseigene Abrollbehälter Ölwehr von der Feuerwehr Goldbach hinzugerufen. Aktuell wird der Kraftstofftank der Fräsmaschine von Feuerwehrkräften entleert und umgepumpt, bevor die 34 Tonnen schwere Maschine mit einem Bergekran aufgerichtet werden kann. Die Feuerwehren sind mit 33 Einsatzkräften und 7 Fahrzeugen vor Ort. Die Kreisstraße ist derzeit noch voll gesperrt. Die Bergungsarbeiten werden sich noch mehrere Stunden hinziehen.

Bilderserie im Main-Netz

Am 11.11.2017 gegen 17:30 Uhr wurden die Feuerwehren aus Kleinostheim und Karlstein sowie der zuständige Kreisbrandinspektor Frank Wissel zu einem Verkehrsunfall auf die BAB 45 alarmiert. Die Unfallstelle lag zwischen den Anschlussstellen Kleinostheim und Karlstein im dortigen Baustellenbereich. Aus derzeit noch ungeklärter Ursache kollidierten vier Fahrzeuge miteinander.

Problematisch gestaltete sich die Anfahrt zur Einsatzstelle, da die Unfallstelle im einspurigen Baustellenbereich lag und die rechte Fahrspur nicht passierbar war. Die Einsatzkräfte mussten sich daher über eine Baustellenzufahrt bzw. in enger Abstimmung mit der Polizei entgegen der Fahrtrichtung der Unfallstelle nähern.

Nach dem Eintreffen der Feuerwehr wurden zunächst zwei zum Teil schwer verletzte Unfallbeteiligte versorgt, bis diese schließlich dem Rettungsdienst übergeben werden konnten. Parallel zu dieser Maßnahme wurde der Brandschutz sichergestellt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet.  Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei wurden die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge von der Feuerwehr in den Baustellenbereich verbracht, um die Autobahn schnellstmöglich wieder passierbar zu machen.

Der Verkehrssicherungsanhänger der Feuerwehr Karlstein leitete am Baustellenbeginn den Verkehr auf die linke Fahrspur um. Zudem wurde die Auffahrt in Kleinostheim in Fahrtrichtung Gießen gesperrt.

Weiterhin mussten im Stau stehende Fahrzeuge, bei denen die Batterie versagte da Licht und Radio gelaufen sind, von den Feuerwehrleuten wieder fit gemacht werden.

Die Feuerwehren waren mit 28 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen an der Einsatzstelle tätig. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort. Der Einsatz war gegen 19:00 Uhr beendet.

Über die Schwere der Verletzung, die Unfallursache sowie den entstandenen Sachschaden kann seitens der Feuerwehr keine Aussage gemacht werden.

Anfang November fand zum 6. Mal der Kinotag der Landkreis-Kinderfeuerwehren statt. 191 Kinder und 62 Betreuer aus 18 Kinderfeuerwehren waren am Samstag, 04.11.2017 der Einladung des Fachreferates Kinderfeuerwehr im Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg gefolgt. Die Verantwortlichen des Fachreferates und der Betreiber des Casino-Kinos in Aschaffenburg hatten dieses Jahr den Kinderfilm „Der kleine Vampir“ ausgesucht. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl mussten die Kinder auf beide Vorführräume verteilt werden, bevor um kurz nach 11.00 Uhr die Vorführung beginnen konnte. Ein Großteil der Betreuer traf sich während der Filmvorführung zu einem Kaffee und guten Gesprächen im kinoeigenen Cafe. Nach eineinhalb Stunden war die Vorstellung zu Ende und die Kinderfeuerwehr-Gruppen traten mit bester Laune wieder ihre Heimreise an.

Volker Hock

Leiter Fachreferat Kinderfeuerwehr

Newsletter LFV Bayern e.V.

Ausgabe 10-2017

Doppelt engagiert! Kampagne des Bayerischen Innenministeriums

In Ehrenamt und Beruf

Doppelt engagiert - Doppelt wertvoll!

Gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehren und Hilfsorganisationen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am 11. Oktober 2017 den Startschuss für die Kampagne „Doppelt Engagiert“ gegeben, die bayernweit für die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf wirbt. Zum Auftakt der Kampagne stellte Herrmann zwölf großflächige Plakate vor, die an mehr als 600 Standorten in Bayern verstärkt bewusst machen sollen, dass sich ehrenamtliches Engagement neben dem Beruf für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen lohnt.

Alle weiteren Infos zur Kampagne und die Plakatmotive finden Sie hier.

Prime Benefits

Neue Vorteilswelt für alle Mitglieder

Unsere Vorteilswelt bietet allen Mitgliedern des LFV Bayern exklusive Einkaufsrabatte bei bekannten Marken und Shops. Darin stehen direkt nutzbare Einkaufsvorteile bei über 100 Online-Shops zur Verfügung. Das Sortiment reicht von Autos, Mode, Wohnen, Reisen, Wellness bis hin zu speziellen Angeboten welche das Leben erleichtern. Die Angebote werden laufend geprüft und um neue Partner ergänzt. Ein regelmäßiger Newsletter informiert Sie auf Wunsch über alle neuen Aktionen und speziellen Rabatte. Die Einkaufsvorteile sind in einem zugangsbeschränkten Web-Portal zusammengestellt, auf das alle LFV Bayern Mitglieder einen direkten Zugang erhalten. Der Zugriff ist über alle internetfähigen Endgeräte möglich. Die Nutzung des Portals ist selbstverständlich kostenlos. Für die Nutzung ist eine kurze einmalige Registrierung auf lfv-bayern.feuerwehrbenefits.de notwendig. SO GEHTS: 1. Gehen Sie auf lfv-bayern.feuerwehrbenefits.de 2. Melden Sie sich dort mit dem Aktivierungscode LFV%4U an 3. Shoppen Sie drauf los

Der neue Feuerwehr-Dienstausweis - Auch wichtig für Gemeinden!

Im Sommer 2017 wurde der neue Feuerwehr-Dienstausweis für Angehörige der Feuerwehren in Bayern durch den LFV Bayern veröffentlicht. Mittlerweile wurden schon tausende beim Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes bestellt. Für wenig Geld eine zusätzlich Anerkennung und Identifikation mit der eignen Feuerwehr erreichen. Das sollte auch im Interesse der Gemeinde sein.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.

App für die Bayerische Ehrenamtskarte

Das StMAS Bayern hat eine App für die Bayerische Ehrenamtskarte entwickelt.

Mit der App zur Bayerischen Ehrenamtskarte können Sie jederzeit die zahlreichen Vergünstigungen von öffentlichen, gemeinnützigen und auch privaten Anbietern durch Lokalisierung des eigenen Standortes in Bayern mobil abrufen.

Hier geht´s zum AppStore.

Tunnelwelten

Heute möchten wir Ihnen einen besonderen RedCard-Parner vorstellen. Vielleicht sind die Tunnelwelten ja ein neues Ausflugsziel für Ihre Feuerwehr?

"Beim Bau des Brenner-Basistunnels hautnah dabei sein und mit vielseitigen Gruppenangeboten zusätzlich das Wipptal - eine der schönsten Ecken Tirols - kennenlernen. Unsere Guides führen Sie vom großen Infocenter in Steinach zur Hauptdeponie des Brenner Basistunnels im Padastertal und nicht zuletzt auch in den Tunnel selbst, den sie in der Rohbauphase besichtigen können - alles verbunden mit einem Shuttleservice. Für Verpflegung, Schutzausrüstung und ein Erinnerungsfoto ist gesorgt. Ein Experte der Projektgesellschaft BBT geht für Feuerwehrgruppen speziell auf Fragen der Sicherheit und des Brandschutzes während der Bauphase und im Betrieb des längsten Eisenbahntunnels der Welt ein.

An einem anderen Tag sind Sie vielleicht schon in einem der unberührten Seitentäler mit ihren stillen Bergwelten, kristallklaren Seen, vielfältigen Alpenflora, romantischen Almen, Naturschutzgebieten und Bergsteigerdörfern unterwegs, wo Tiroler Gastfreundschaft noch groß geschrieben wird."

Alle weiteren Info´s gibt´s hier.

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LFV-Logo

Ein folgenschwerer Lkw-Unfall hat sich heute früh auf der Bundesautobahn A3 im Baustellenbereich ca. 300 Meter vor der Rastanlage Spessart in Fahrtrichtung Frankfurt ereignet. Bei dem Unfall kamen 3 Unfallbeteiligte ums Leben. Gegen 04.20 Uhr geriet ein mit Kies beladener Lkw-Sattelkipper im Baustellenbereich vor der Rastanlage Spesssart aus bislang ungeklärter Ursache ins Schlingern kippte um und kam quer auf der Fahrbahn zum Liegen. Die komplette Kiesladung verteilte sich dabei auf der Fahrbahn. Ein nachfolgender mit Paketen beladener Lkw Gliederzug versuchte noch dem Lkw auszuweichen und fuhr auf diesen auf. Ein dritter folgender Sattelzug fuhr anschließend noch auf den Paket-Lkw auf. Ein Richtung Würzburg fahrender Klein-Lkw konnte dem auf die Gegenfahrbahn ragenden Paket-Lkw nicht mehr Ausweichen und fuhr ebenfalls in den Paketlaster hinein. Dabei wurde der Aufbau des Klein-Lkw erheblich beschädigt. Anschließend streifte der Klein-Lkw auch noch einen gerade auf die Autobahn auffahrenden Sattelzug.

Für den Fahrer des Kies-Lkw und einen Insassen des Paket-Lkw kam jede Hilfe zu spät, der 2. Insasse des Paketlasters verstarb noch heute früh im Krankenhaus. Die Fahrer des Klein-Lkw und des auffahrenden Sattelzuges wurden bei dem Unfall allem Anschein nach nur leicht verletzt. Die Feuerwehren Weibersbrunn, Waldaschaff und Bessenbach wurden um 04.25 Uhr zu dem Unfall alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich der Fahrer des Kieslasters noch in seinem Führerhaus und wurde mit Rettungsgerät befreit.

Weiterhin begannen die Feuerwehrleute mit Wiederbelebungsmaßnahmen an den beiden verunglückten Insassen des Paket-Lkw. Sowohl der Kieslaster als auch der Paket-Lkw wurden mit Seilwinden der beiden Rüstwägen aus Weibersbrunn und Waldaschaff gegen weiteres Abrutschen gesichert. Damit schweres Bergungsgerät bis zur Unfallstelle vorrücken konnte, mussten die Leitplanken mit Schlagschraubern demontiert werden. Weitere Leitplankenteile wurde mit Hilfe einer Säbelsäge und anderem technischen Gerät zerteilt. Derzeit werden die Kraftstofftanks der unfallbeteiligten Lkw entleert und umgefüllt, bevor die Lkw aufgerichtet und abtransportiert werden können. Des Weiteren unterstützen die Feuerwehrleute beim Bergen der Pakete und der Beseitigung des über die Fahrbahn verstreuten Kieses. Die Feuerwehren Dammbach und Hessenthal führen in Absprache mit der Polizei verkehrslenkende Maßnahmen durch.

Derzeit sind insgesamt 75 Feuerwehrkräfte mit 20 Fahrzeugen der Feuerwehren Weibersbrunn, Waldaschaff, Bessenbach, Dammbach und Hesssenthal unter der Leitung des Weibersbrunner Kommandanten Fred Gellner an der Einsatzstelle. Unterstützt wird er dabei von Kreisbrandinspektor Otto Hofmann und Kreisbrandmeister Marco Eich. Kreisbrandrat Karl-Heinz Ostheimer war ebenfalls vor Ort. Der Rettungsdienst war mit 14 Einsatzkräften, darunter 2 Notärzte und ein Einsatzleiter in den Einsatz eingebunden. Die Autobahn ist derzeit noch in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Die Aufräumungsarbeiten werden sich bis in die Nachmittagsstunden hinziehen.

Vom 04.12. bis 15.12. habe ich zwei freie Lehrgangsplätze für Zugführer an der SFS Würzburg.

Interessierte melden sich bitte umgehend bei mir per Telefon, SMS oder Whatsapp unter 0171/5100248 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Am 06.11.2017 wurde die Brandmeldeanlage des Verwaltungsgebäudes der Firma Publikat in Großostheim, Bauhofstraße 30, mit der ÜE 2110 zur Empfangseinrichtung der Integrierten Leitstelle Bayer. Untermain geschaltet.

Für das Tagesseminar "Kommunikation und Konfliktmanagement in der Feuerwehr" am Samstag, 18. November 2017 im Schulungsraum des Gerätehauses in Haibach ist noch ein Platz frei.

Hier einige Details zu diesem Lehrgang:

Beginn: 9.00 Uhr

Ende: gegen 16.00 Uhr

Kosten inkl. Verpflegung: 85,00 €

Themen:

Wie spreche ich mit meinen aktiven Feuerwehrleuten? Welcher Ton herrscht in meiner Feuerwehr?

Wie kann ich mich und meine Mannschaft motivieren?

Wie führe ich Kritikgespräche? usw.

Die Trainerin (Frau Ute Wendehost-Rossmeier) hat schon einige Seminare für unsere Feuerwehren durchgeführt und ist als Trainerin bei namhaften Konzernen in Deutschland aktiv.

Interessenten melden sich bitte bei KBI Frank Wissel: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0160 8341877

Kurzfristig ist ein Kontingentplatz für das Tagesseminar VU-Lkw am Mittwoch, 08.11.2017 an der Feuerwehrschule Würzburg frei geworden. Interessierte melden sich bitte umgehend bei KBM Thilo Happ (0170/2421120).

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Nach rund 4-jähriger Bauzeit wurde im Juni 2017 die Neubaustrecke der DB Netz AG zwischen Laufach und Heigenbrücken (Landkreis Aschaffenburg) in Betrieb genommen. Die rund 7 Kilometer lange neue Trasse führt durch insgesamt 4 Tunnel in je 2 eingleisigen Röhren und Trogbauwerken. Längster Tunnel ist der Falkenbergtunnel mit einer Länge von 2623 m. Daneben gibt es noch die Tunnel Hain (Länge 745m), Metzberg (Länge 629 m) und Hirschberg (Länge 525 m). Zwischen Laufach und Heigenbrücken werden dabei rund 100 Höhenmeter überwunden. Die Höchstgeschwindigkeit für die Züge beträgt 150 km/h. Im Zuge des Tunnelbauprojektes musste auch die Alarmierungsplanung komplett neu überarbeitet und an die Richtlinie „Anforderungen des Brand- und Katastrophenschutzes an den Bau und Betrieb von Eisenbahntunneln“ des Eisenbahnbundesamtes angepasst werden.

So wurden die in die Erstalarmierung eingebundenen Feuerwehren Laufach, Heigenbrücken, Hösbach, Heinrichsthal, Sailauf, Rothenbuch und Waldaschaff, die sog. Tunnel-Basiseinheiten jeweils mit folgender ergänzender bahnspezifischer Zusatzausrüstung ausgestattet:
4 Stück Langzeitatemschutzgeräte, 4 Stück Sauerstoffselbstretter, 1Wärmebildkamera, 2 Digitalfunkgeräte, spezielle Kennzeichnungslichter

Des Weiteren wurden vom 25.09.17 bis 29.09.2017 insgesamt 10 Feuerwehrleute als „Multiplikatoren“ bei der International Fire Academy (IFA) in Balsthal (Schweiz) in der Bekämpfung von Bränden und Rettung von Personen aus unterirdischen Verkehrsanlagen ausgebildet. Die Kosten für diese Ausbildung wurde einmalig von der Regierung von Unterfranken übernommen. Weitere, aus Sicht der Kreisbrandinspektion und der bisherigen Teilnehmer notwendige Fortbildungen für Atemschutzgeräteträger in diesem schweizer Ausbildungszentrum sind hier unerlässlich. Aktuell erstellt die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg in Absprache mit dem Landratsamt Aschaffenburg noch einen Katastrophenschutz-Sonderalarmplan für die Neubaustrecke Laufach-Heigenbrücken.

Am Samstag, 04.11.2017 fand nun eine ganztägige Fortbildung für die Tunnelbasiseinheiten und weiterer Feuerwehren statt. Ziel des Fortbildungstages war die Vorgehensweise bei Bränden in Tunnelbauwerken sowie die technische Hilfe in und an Zügen in Tunneln. Dies war möglich, da die Neubaustrecke zwischen Laufach und Heigenbrücken wegen Gleisbauarbeiten gesperrt war. Die DB Regio AG hat eigens für die Übungen 2 Züge ungefähr in die Mitte der Nordröhre des Falkenbergtunnels gefahren. In den im Tunnel „geparkten“ Zügen simulierten Statisten sowie Puppen die Verletzten bzw. betroffenen Zugreisenden. Um das Schadenszenario optimal darzustellen, kamen auch zwei Feuerlöschtrainer und Nebelmaschinen zum Einsatz.

Bei Einsätzen in Tunnelbauwerken gehen zunächst Erkundungstrupps unter Atemschutz mit Wärmbildkameras und „Blindensuchstöcken“ in den Tunnel vor, um dem Einsatzleiter erste Lagemeldungen zu übermitteln. Verletzte werden von diesen Trupps nicht gerettet, sondern mit speziellen Kennzeichnungsleuchten versehen, damit sie von den nachfolgenden Such- und Rettungsmannschaften schneller gefunden werden.

Löschen um zu Retten ist die Devise der schweizer Ausbilder, die das aus eigenen Erfahrungen gelernt haben. Das Feuer muss möglichst schnell gelöscht werden, um die Hitze und den Rauch im Tunnel zu verringern. Dies erhöht drastisch die Überlebenschancen der im Tunnel verbliebenen evtl. verletzten Menschen. Auch die Tunnelstruktur muss gekühlt werden um ein Abplatzen des Betons zu verhindern. Das ist auch ein Sicherheitsgewinn für die vorgehenden Retter. Das Löschwasser wird dabei aus der vorhandenen Steigleitung entnommen, die von außen befüllt werden muss.

Aufgabe der Such- und Rettungstrupps ist die Suche und Rettung von im Zug und im Tunnel verbliebenen Personen. Ein Großteil der Zuginsassen wird versuchen, sich selbst aus dem Zug und dem Tunnel zu retten. Jedoch wird immer ein Teil im Zug oder Tunnel zurückbleiben. Diese Personen müssen von den Rettungskräften gerettet werden. Dabei kommen u.a. Schleifkorbtragen zum Einsatz. Besondere Schwierigkeiten sind hier die Länge der Züge (ein ICE 3 Doppelzug kann bis zu 400 Meter lang sein) und die Länge des Tunnels.

All diese Szenarien waren Teil der Fortbildungsveranstaltung, an der insgesamt rund 150 Feuerwehrleute aus den Feuerwehren Bessenbach, Goldbach, Großostheim, Heigenbrücken, Heinrichsthal, Hösbach, Hösbach-Bahnhof, Hohl, Jakobsthal, Laufach, Neuhütten (Lkr. Main-Spessart), Rothenbuch, Rothengrund, Sailauf, Unterafferbach, Waldaschaff, Wenighösbach und Wenigumstadt sowie der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg teilgenommen haben. Vorbereitet wurde der Fortbildungstag von Kreisbrandinspektor Otto Hofmann (Waldaschaff) in dessen Zuständigkeitsbereich die Neubaustrecke liegt und von Kreisbrandmeister Udo Schäffer (Hösbach), der für die Ausbildung an Bahnanlagen verantwortlich ist. Der für den Atemschutzbereich verantwortliche Kreisbrandmeister Peter Schmitt (Goldbach) überwachte die richtige Vorgehensweise der Atemschutztrupps. Um die Verpflegung der Übungskräfte kümmerte sich der Verpflegungszug der Feuerwehren Hohl und Unterafferbach. Die DB Netz AG, Regionalbereich München war mit 20 Personen am Übungstag anwesend. So waren neben der Übungsleiterin Gabriele Bauer auch verantwortliche Projektleiter der Neubaustrecke Laufach – Heigenbrücken vor Ort. Außer Vertretern der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain waren auch Führungskräfte des Bayerischen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes und der Polizei vor Ort. Frank Heim von der Autobahndirektion Nordbayern informierte sich ebenfalls über das Vorgehen bei Einsätzen in Tunnelanlagen.

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Text : Thomas Rollmann, Kreisbrandmeister und Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg

Bilder: Markus Fischer, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg