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Zum achten Mal durfte der LFV Bayern, am Wochenende des 9./10. März 2018, die jährliche Klausurtagung im Feuerwehrhaus in Unterschleißheim abhalten. Durch die routinierten Feuerwehrkameradinnen und -kameraden war es auch in diesem Jahr wieder eine gelungene Veranstaltung.

Wie gewohnt eröffnete Geschäftsführer Uwe Peetz die Veranstaltung. Er begrüßte alle Gäste, wies auf einige organisatorische Punkte hin und übergab anschließend das Wort an den Vorsitzenden Alfons Weinzierl.

Dieser berichtete von abgeschlossenen Projekten des letzten Jahres wie bspw. der neuen Homepage des LFV Bayern, der neuen Brandschutzerziehungskoffer und dem Sonderförderprogramm für die Jugendausstattung. Weiterhin konnte er berichten, dass die Fortführung der Kampagnen, des Sondersignal-Fahrt-Trainers und des Brandübungscontainers gesichert wurde. Auch in diesem Jahr waren die Staatlichen Feuerwehrschulen wieder Thema. Alfons Weinzierl stellte nochmals die drei Problematiken wie Personal, Unterkunft und Infrastruktur dar und bat die Politik hier weitere Maßnahmen für eine Besserung zu ergreifen.

Für die Zukunft forderte der Vorsitzende ein Sonderförderprogramm für die Zweitausstattung von Atemschutzgeräteträgern, eine Neuausrichtung der Finanzierung im Katastrophenschutz sowie eine Ehrenamtsförderung für alle nichtpolizeilichen BOS´en. Weiterhin kündigte er die Erstellung von Wahlprüfsteinen zur Landtagswahl an und gab Hinweise zum Digitalfunk.

Ministerialrat Johann Ellmayer hielt anschließend einen Vortrag zur Überarbeitung der Planungsrichtlinie für Hilfeleistungskontingente. Anhand der aktuellen Fassung stellte er die Neuerungen in der Richtlinie vor und wies vor allem darauf hin, dass sie um einige – vor allem kleinere – Kontingente erweitert wurde. Die Veröffentlichung erfolgt im ersten Halbjahr 2018.

Der nächste Vortrag wurde von Landesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich gehalten. Er stellte die Entwicklung des Handlungskonzepts Terror vor. Er erläuterte warum es überhaupt ein solches Konzept geben muss und welche Überlegungen von der Arbeitsgruppe im Laufe der Zeit angestellt wurden. Der Inhalt des Konzepts enthält folgende Gliederungspunkte: Kommunikation, Führung, Anfahrt/Bereitstellung und Raumordnung. Erscheinen wird das Handlungskonzept, jedoch noch ohne Anlagen, in den nächsten Wochen.

KBR Martin Lackner (KFV Eichstätt) stellte in wenigen Sätzen die standardisierten Durchsagetexte für MOBELA´s vor. Die Warnungstexte für die Bevölkerung wurden in Deutsch und Englisch in Zusammenarbeit mit einem Radiosender erstellt und durch die Mitarbeiter des LFV Bayern per Stick an alle KFV/SFV´s übergeben.

Die neue THL Ausbildung an den Staatlichen Feuerwehrschulen Bayerns stellte Branddirektor Matthias Ott vor. Ziel dieser Ausbildung ist es, dass Feuerwehren mit Rüstwägen oder Hilfeleistungs-Löschfahrzeugen THL-Szenarien einschätzen und abarbeiten können. Weiterhin soll diese Ausbildung den Blick auch für spezielle Einsatzarten öffnen. Die Ausbildung ist in vier Böcke aufgeteilt:

1. Block: Grundtätigkeiten wie schneiden, trennen und spreizen. 2. Block: Bewegen von Lasten durch z.B. heben, unterbauen oder ziehen. 3. Block: Bau- und Maschinenunfälle 4. Block: Verkehrsunfälle LKW/Bus

Die Schulen bieten diese Ausbildung im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten an. Für das Jahr 2018 sind 2.200 Lehrgangsplätze geplant.

Ein weiteres wichtiges Thema des Tages war der Digitalfunk. Johann Skwara (AS Bayern) und Armin Mayer (PG DigiNet) berichteten über den aktuellen Stand und gaben auch einen Überblick über die Aufgabenabgrenzung der beiden Firmen. Aus beiden Vorträgen kann folgendes Fazit gezogen werden: Die Firmen arbeiten mit Hochdruck an ihren jeweiligen Aufgaben, die Tests laufen und das Zeitfenster für die digitale Alarmierung – das für 2022 angesetzt war – bleibt bestehen.

Zur Zukunft des Sondersignal-Fahrt-Trainers konnten Regierungsamtsfrau Janet Jäger und Florian Ramsl der Versicherungskammer Bayern berichten. Kurz wurde von Frau Jäger das bisherige Projekt mit den Vor- und Nachteilen vorgestellt und eine Weiterführung bis 2019 angekündigt. Florian Ramsl stellte im Anschluss verschiedene Möglichkeiten zur Weiterführung des Projekts ab dem Jahr 2020 vor. Ziel ist es modernste Techniken einzusetzen, höhere Kapazitäten und längere Standzeiten vor Ort zu erreichen sowie eine flexiblere Ausbildung zu ermöglichen. Im KFV Hof soll ein Pilotprojekt mit den Ideen durchgeführt und in der nächsten Klausurtagung die Ergebnisse daraus vorgestellt werden.

Anschließend folgte durch Uwe Peetz die traditionelle Vorstellung der neuen Kreisbrandräte bzw. -vorsitzenden. Dies waren KBR Peter Bauch (KFV Starnberg), KBR und Vorsitzender Franz Bründler (KFV Dachau), KBR Manfred Danner (KFV Freising), SBR Christian Dudda (FW Coburg), KBR und Vorsitzender Christof Grundner (KFV Traunstein), Vorsitzender Karl Hahn (KFV Landshut), KBR und Vorsitzender Christian Happach (KFV Aichach-Friedberg), KBR Renè Lippeck (KFV Rottal-Inn), Vorsitzender Helmut Niederhauser (KFV Rottal-Inn), Vorsitzender Martin Sterl (KFV Regen) und Vorsitzender Andreas Wimmer (SFV Passau).

Hinweise zur Satzungsänderung gab Geschäftsführer Uwe Peetz. Er stellt den Arbeitskreis vor und ging dann auf die einzelnen Änderungen Punkt für Punkt ein. Nach einer kurzen Diskussion wurden die Änderungen genehmigt und werden im September der Delegiertenversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Nach der Vorstellung des neuen Abteilungsleiters ID Herrn Ministerialdirigenten Günther Wiegand ging der erste Veranstaltungstag zu Ende.

Der Samstag begann mit der Vorstellung möglicher neuer Sponsoringprojekte durch die Versicherungskammer Bayern. Florian Ramsl stellt vier mögliche Projekte vor über die die KFV/SFV-Vertreter bis Ende März 2018 abstimmen dürfen. Anschließend folgte der obligatorische Bericht von Heinrich Waldhutter zu den aktuellen Vorgängen und Veränderungen im Feuerwehr Erholungsheim.

KBR Meinrad Lebold hielt danach einen Vortrag zum richtigen Einsatz von Schaummitteln. Er berichtete über die Mitwirkung beim Leitfaden für den umweltschonenden Einsatz von Löschschaum und stellte die AG Schaum unter Federführung des Landesamts für Umweltschutz vor.

Nach den einleitenden Worten von Uwe Peetz zur Gesetzesänderung im Blick auf die Arbeit mit Kindern in der Feuerwehr und der Erklärung des Ordneraufbaus durch Melanie Walter, wurde die Handreichung für die Kinderfeuerwehren Bayerns offiziell an die Vertreterinnen der Kinderfeuerwehren in Bayern übergeben. Erhältlich ist der Ordner über unser Bestellformular und auch ein Onlinezugang ist vorhanden.

Über den Bergwaldbrand am Graseck berichtete Albert Metsch, Leiter der Flughelfergruppe Bad Tölz-Wolfratshausen. Einen Umfangreichen Bericht dazu finden Sie auch in der Florian kommen-Ausgabe 112. Darauf aufbauend, folgte ein Vortrag von Matthias Füller von der Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Dieser stellte die Unterstützungsmöglichkeiten der Polizeihubschrauber bei verschiedensten Einsatzlagen der Feuerwehren vor.

In seinem Schlusswort dankte Alfons Weinzierl den Referenten für die interessanten Vorträge, dem Innenministerium und der Versicherungskammer Bayern für die finanzielle Unterstützung, den Gästen für das Interesse an der Veranstaltung und vor allem der FF Unterschleißheim für die Unterstützung der Geschäftsstelle bei der Umsetzung der 16. Klausurtagung.  

Folgende Vorträge stellen wir Ihnen gerne zum Download bereit:

Aktuelles des LFV Bayern, Alfons Weinzierl PDF 2,6 MB

Neue THL Ausbildung, BD Matthias Ott PDF 1,3 MB

Aktuelles zum Digitalfunk, Johann Skwara (AS Bayern) PDF 936,2 KB

Zukunftsvision Sondersiganl-Fahrt-Trainer 2020+, Janet Jäger (StMI Bayern) und Florian Ramsl (Versicherungskammer Bayern) PDF 415,7 KB

Satzungsänderung des LFV Bayern, Uwe Peetz PDF 337,4 KB

Vorstellung mögl. neuer Sponsoringprojekte der VKB, Florian Ramsl (Versicherungskammer Bayern) PDF 1023,8 KB

Aktuelles vom Verein Bay. Feuerwehrerholungsheim, Heinrich Waldhutter PDF 7,9 MB

Richtiger Einsatz von Schaummitteln, KBR Meinrad Lebold PDF 390,3 KB

Bergwaldbrand am Graseck, Albert Metsch (Leiter Flughelfergruppe Bad Tölz-Wolfratshausen) PDF 2,6 MB