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Die seit 2005 in Goldbach in Betrieb befindliche Brandsimulationsanlage wurde über die letzten Monate aufwendig modernisiert bzw. erweitert. 

Bayernweit stehen den Feuerwehrleuten sieben solcher staatseigenen Anlagen zur realistischen Brandausbildung zur Verfügung. Glücklicherweise wurde eine dieser sieben Anlagen beim landkreiseigenen Atemschutzzentrum in Goldbach installiert. Sie ergänzt und verbessert die moderne und notwendige Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern aus unserer Region in der Brandbekämpfung in Gebäuden.

Die Feuerwehrleute werden in dieser Anlage mit echtem, realem Feuer konfrontiert, um sich somit möglichst praxisnah bei gleichzeitiger Beibehaltung sicherer Bedingungen auf den realen Einsatz vorzubereiten. Diese Ergänzung zur traditionellen Ausbildung gibt den Einsatzkräften also eine zusätzliche höhere Handlungssicherheit. Gerade für die neuen Atemschutzgeräteträger ist diese erste Erfahrung mit Flammen und Hitze wichtig, um später im Ernstfall kritische Situationen schnell und sicher erkennen und entsprechend reagieren zu können. Dadurch können Unfälle mit häufig schwerwiegenden Folgen verhindert werden. Mehrere hundert Feuerwehrdienstleistende aus der Region üben jährlich in der Anlage.

Neben der Erweiterung und Aktualisierung der bestehenden EDV- und Steuerungstechnik wurde auf den bereits vorhandenen Container ein weiteres Containerstockwerk aufgesetzt. Der Löwenanteil der Kosten wurde vom Freistaat Bayern getragen. Durch den Landkreis Aschaffenburg wurden weiterhin rund 25.000 Euro für das begehbare Dach mit einer Plattform und das Containerumfeld für weitere Übungsszenarien investiert.

Mit dem neuen Containerstockwerk sind zwei weitere Übungsräume sowie ein Treppenraum entstanden. Die neuen Räumlichkeiten bieten Möglichkeiten für Suchübungen nach im Brandraum vermissten Personen und ermöglichen das Üben einer sicheren Türöffnung. Im neuen Brandraum, der mit drei erdgasbetriebenen Brandstellen ausgestattet ist, muss das Feuer real mit Wasser bekämpft und gelöscht werden. Weiterhin besteht über einen umlaufenden Balkon die Möglichkeit über Leitern der Feuerwehr in die Übungsanlage einzudringen. Auch die begehbare Dachfläche bietet den Feuerwehrkräften die Möglichkeit für interessante Rettungs- und Brandübungen.

Eine feierliche Indienststellung ist in der aktuellen Corona Zeit leider nicht möglich. Jedoch freuen sich die Feuerwehren, dass hier vom Staat und vom Landkreis Aschaffenburg in die Zukunft investiert wurde. Eine praxisnahe, zeitgemäße und funktionelle Ausbildung der Atemschutzgeräteträger ist der Grundstock für ein sicheres und zielorientiertes Arbeiten unter Atemschutz. Vielen Dank an alle die zur Realisierung der Modernisierung und Erweiterung beigetragen haben.

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Bilder und Text: Markus Fischer, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion