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Nach der kurzen Rast an der von unserer Logistiktruppe im Aufbau befindlichen Unterkunft auf dem Flugplatz Menzig ging es heute Nachmittag für unsere Einsatzkräfte in die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier erhielten unseres Kontingent zwei Straßenzüge zur Unterstützung der Anwohner zugewiesen. Die Zerstörungswucht der Flut hat hier Häuser bis zum ersten Stock in Mitleidenschaft gezogen. Zerborstene Scheiben, vollgelaufene Keller, Berge von Sperrmüll und Schlamm auf den Straßen deuten auf die Folgen der Sturzflut hin. Ebenso ist das Einsatzgebiet geprägt von ausgeschwemmten Straßen, eingestürzten Brücken und völlig zerbeulten Fahrzeugen. Unsere Einheiten räumten zunächst gemeinsam mit Anwohnern und Radladern einige Abläufe frei, um erstmal Wasser und den Zentimeterdicken Schlamm von der Fahrbahn zu bekommen. Parallel dazu begannen die Kräfte mit großen Pumpen die Keller trocken zu legen. Durch dicke Schlammschichten von bis zu 50cm gestaltet sich das jedoch zeit- und personalintensiv. Um den Schlick zu verdünnen und auch die Wände der Wohnungen vom groben Dreck zu reinigen, müssen diese mit Wasser ausgespritzt werden. Die Wasserversorgung der Stadt fiel allerdings auch den Fluten zum Opfer. So fördern einige Einheiten mit mehreren Pumpen Wasser aus der Ahr zum Reinigen in die Häuser. Die schweißtreibende Arbeit zog sich heute bis ca. 19 Uhr. Anschließend mussten Fahrzeuge, Material und Personal zunächst vor Ort gereinigt werden, um morgen wieder einsatzfähig zu sein. Um 21:00 Uhr gab es dann nach der Rückkehr in die 35 km entfernten Unterkunft ein von unserer Feldküche zubereitetes Abendessen. Derzeit laufen noch die letzten Vorbereitungen für den erneuten Einsatz morgen früh, dann ist nach einem langen Nachtruhe.