Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung der Webseite akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies, weitere Informationen zur Datenschutzerklärung finden Sie unter der Schaltfläche "Datenschutz"

Bei vielen Einsätzen im Feuerwehrdienst gibt es Situationen, die man sieht und die nicht alltäglich sind. So ist es nur normal, dass das Gesehene Zeit braucht, um verarbeitet zu werden. So sind sicherlich die Eindrücke der Zerstörung aus Ahrweiler einprägsam und möglicherweise belastend. Auch bei jedem Brandeinsatz, Verkehrsunfall oder hinter jeder Türöffnung können Eindrücke stecken, die man nicht so leicht wegsteckt.

Foto 21.07.21 20 30 14Meistens ist es völlig normal das man einige Nächte schlecht schläft, Bilder vom Einsatz auftauchen oder die Gedanken darum kreisen. Auch Unruhe, Gefühlstaubheit oder Gereiztheit können auftreten. Meist legt sich das nach wenigen Tagen oder Wochen wieder. Wie der Körper, so braucht auch die Seele nach einer Verletzung etwas Zeit, um auszuheilen. Besonders hilfreich ist es nach einem belastenden Ereignis, wenn man sich aktiv Entspannt, sich etwas Gutes tut und mit Vertrauenspersonen über das Erlebte redet. Regelmäßiger Sport kann da genauso helfen, wie ein Essen mit Freunden, ein Ausflug oder ein entspannter Besuch im Schwimmbad. Grundsätzlich sollte man seinen alltäglichen Rhythmus möglichst beibehalten, also zur Arbeit gehen, am Vereinsleben und familiären Aktivitäten teilnehmen. Wenn man nach vier Wochen immer noch schlecht schläft, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist oder man den Spaß an den eigenen Hobbys verliert und sich aus der Öffentlichkeit zurückzieht, ist das ein deutliches Zeichen, dass man sich professionelle Unterstützung holen sollte.


Wer über ein belastendes Erlebnis einfach mal reden will oder wer konkret Hilfe und Beratung sucht, kann sich an Feuerwehrfrau Katja Roth vom Fachreferat PSNV-E (Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte) unseres Kreisfeuerwehrverbandes wenden, Telefon: 06024/6363829. Generell gilt dabei die Schweigepflicht, sodass alle Gespräche 100% vertraulich stattfinden. Spätestens wenn die Symptome länger als vier Wochen andauern, sollte man nicht zögern, sich an die PSNV-E oder einen Arzt/Psychologen zu wenden. Man muss für ein Gespräch aber nicht warten, bis Symptome auftauchen oder es besonders schlimm wird. Es reicht, wenn man Redebedarf hat - auch schon kurz nach einem Einsatz. Der eigene Kommandant, Führungskräfte der eigenen Feuerwehr oder die Mitglieder der Inspektion können bei Bedarf auch an die PSNV-E weitervermitteln oder sie um Unterstützung anfragen.