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Am Montagmorgen (12.09.22, 07:06 Uhr) wurde die Feuerwehr Hörstein zusammen mit den Feuerwehren der umliegenden Ortschaften ins Gewerbegebiet Süd alarmiert. In einer Logistikhalle kam es zu einem Gefahrstoffaustritt aus einem Päckchen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr hatten die anwesenden Mitarbeiter das Gebäude verlassen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten den Einsatzbereich sogleich großräumig ab. Sofort wurde ein Trupp unter Chemikalienschutzanzug zur Erkundung der Gefahrenstelle in das Gebäude geschickt. Anschließend wurde das beschädigte Päckchen in einem Sicherheitsfass der Feuerwehr ins Freie verbracht. Die Feuerwehren setzten weiterhin einen speziellen Chemikalienbinder ein, womit die ausgelaufene Schwefelsäure aufgenommen werden konnte. Im Einsatz waren mehrere Trupps, welche mit einem Chemikalienschutzanzug ausgestattet waren. Um die Träger der Chemieschutzanzüge nach ihrem Einsatz zu reinigen, wurde auch der Dekonplatz der Feuerwehr Alzenau aufgebaut. Um eine Kontamination weiterer Päckchen und Pakete ausschließen zu können, wurden diese ebenfalls unter Atemschutz durch die Feuerwehr ins Freie gebracht und anschließend sorgfältig kontrolliert. Insgesamt kamen sechs Atemschutztrupps zum Einsatz. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Logistikhalle belüftet.

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt, dem HvO-Team der BRK Bereitschaft Hörstein, einem Fachberater Sanitätsdienst (Florian Geis) sowie einem Einsatzleiter Rettungsdienst (Sven Oster) vor Ort. Insgesamt sichtete der Rettungsdienst neun Personen, welche sich ungeschützt in unmittelbarer Nähe des beschädigten Paketes aufgehalten hatten. Ein Betroffener wurde nach der notärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus eingewiesen. Die restlichen Firmenangestellten wurden ambulant versorgt.

Der Feuerwehreinsatzleiter (Michael Bott, Kommandant der Feuerwehr Hörstein) konnte auf rund 125 Feuerwehrkräfte zurückgreifen. Er wurde unterstützt von Kreisbrandrat Frank Wissel und Kreisbrandinspektor Georg Thoma. Weiterhin waren mehrere Kreisbrandmeister der Kreisbrandinspektion, die Fachberater für ABC-Gefahren der Feuerwehr sowie ein Fachberater des THW´s an der Einsatzstelle.

Bilder: Fabien Kriegel, 5vision.media

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