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Am Mittwochabend, den 21.12.2022, hörten die umliegenden Nachbarn eines leerstehenden Wohnhauses in der Hörsteiner Edelmannstraße seit einiger Zeit Wasserrauschen. Als sie auch das massiv austretende Wasser aus mehreren gekippten Fenstern des Hauses feststellten, wählten sie den Notruf 112. Die Integrierte Leitstelle Bayer. Untermain alarmierte um 17:04 Uhr mit dem Einsatzschlagwort „Technische Hilfe – Gebäude unter Wasser“ die Freiwillige Feuerwehr Hörstein in den alten Hörsteiner Ortskern.

Bei der ersten Erkundung konnte der Feuerwehr-Einsatzleiter die am Notruf gemeldete Situation bestätigt: Aus den zwei oberen Stockwerken des Wohnhauses drang Wasser durch gekippte Fenster und Rollladenkästen sowie Mauerwerk nach außen ins Freie. Durch die Fenster konnte in jedem Geschoss Wasserstände auf dem Boden festgestellt und auch im Keller konnte durch ein Kellerfenster ein sehr hoher Wasserstand ausgemacht werden. Überall im gesamten Wohnhaus tropfte und floss Wasser von den Decken und Wänden.

Zur Gefahrenabwehr und -Eindämmung begannen unverzüglich die Tätigkeiten der Feuerwehr.

Der Notdienst der Fernwasserversorgung FWS wurde angefordert, um die komplette Wasserzufuhr am Hausanschluss abzustellen, um den Wasserfluss im Haus zu stoppen.

Über die Polizeieinsatzzentrale wurde der Hausbesitzer ermittelt und verständigt.

Da bereits von außen bei der Erkundung deutliche Schäden, unter anderem durchhängende wassergetränkte Holzdecken erkennbar waren, wurde über die Leitstelle ein Feuerwehr-Fachberater Bau nachgefordert, der die Schäden an der Bausubstanz des Hauses bewerten sollte.

Durch die Feuerwehr wurde die Haustüre mit Spezialwerkzeugen geöffnet, um einen Zutritt ins Gebäude zu ermöglichen.

Zunächst wurde das Haus durch den Fachberater erkundet und die Schäden sowie Gefahren für den weiteren Einsatzverlauf abgeschätzt. Hier wurden tatsächlich einige am Haus bereits eingetretene gravierende Bauschäden festgestellt.

Nach dem Abstellen des Wassers und unter Beachtung instabiler Bauteile wurden mittels einer Tauchpumpe und einem Wassersauger die Wassermassen im Haus grob beseitigt und das Wasser ins Freie befördert.

Nach Beendigung der feuerwehrseitigen Arbeiten wurde in die Eingangstür ein neuer Schließzylinder eingesetzt und der Schlüssel der anwesenden Polizeistreife übergeben.

Durch diese erfolgte im Anschluss die Übergabe an den Hauseigentümer, welcher sich unverzüglich von weiter weg auf den Weg nach Hörstein zu seinem Haus gemacht hatte.

Der Grund für den massiven Wasserschaden war vermutlich eine Duscharmatur im oberen Stockwerk, welche den Minustemperaturen der letzten Tage aufgrund der gekippten Fenster nicht standgehalten hat und aufgeplatzt war.

Da das Haus aktuell unbewohnt ist, konnte sich das Wasser so schon einige Zeit seinen Weg im Haus bahnen, bis es nun von den Nachbarn bemerkt wurde.
Die Feuerwehr warnt aus gegebenem Anlass wieder vor den winterlichen Gefahren. Achten sie auf die Frostsicherheit ihrer Wasserleitungen, stellen Sie ggf. rechtzeitig das Wasser ab und entleeren sie die Leitungen.

Der Feuerwehr-Einsatzleiter Markus Emge, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Hörstein, konnte bei diesem Einsatz auf 15 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen der Feuerwehr Hörstein zurückgreifen.

Kreisbrandinspektor Georg Thoma machte sich ebenfalls vor Ort ein Bild der Lage und stand dem Einsatzleiter beratend zur Seite. Als Feuerwehr-Fachberater Bau war der Architekt und Baufachmann Michael Reising von der Freiwilligen Feuerwehr Großostheim vor Ort.

Wasserschaden
Symbolbild Wasserschaden