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„Wer Leben retten und anderen helfen möchte sollte nicht nur fit sein, sondern sich auch fit halten“.

Ungefähr so lässt sich der Grundgedanke hinter der Ausbildung zum „Feuerwehr Sport Assistenten“ der kommunalen Unfallversicherung Bayern KUVB zusammenfassen.

Um dies umsetzen zu können, ist es aber auch wichtig zu wissen, welche Möglichkeiten man hat, was es zu beachten gilt und wie man die Kameradinnen und Kameraden zur (gemeinsamen) Bewegung motivieren kann. Im Juni besuchten die Kameraden Fridtjof Ahlswede (FF
Unterafferbach), Daniel Krämer (FF Schöllkrippen) und André Stürmer (FF Laufach) den angebotenen dreitägigen Lehrgang der kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) in der Sportschule Oberhaching.

 

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Der erste Ausbildungstag startete mit einer kurzen Einführung in das Seminar und einer Vorstellungsrunde mit einem gemeinsamen Mittagessen. 

Danach ging es im ersten „Vortrag“ um die grundsätzlichen Verbindungen von Sport und Gesundheit. Neben den Grundlagen zum menschlichen Körper, wie z.B. dem Aufbau der Zellen und der Muskulatur, wurde besonders auf die Rückengesundheit eingegangen.

Nach der Theorie ging es in der Sporthalle darum, Übungen zur Stärkung und Mobilisation des Rückens. In der Sporteinheit mit Ausbilder Peter Vorderholzer (BF München) kamen dabei alle zwanzig Teilnehmer ins Schwitzen.

In der zusätzlichen Einheit „Natural Running“ berichtete Ausbilder Thomas Roselt von der KUVB, selbst begeisterter Läufer, von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Barfußlaufen und wie es für ihn das Laufen schmerzfrei gemacht hat. Die Teilnehmer*innen konnten bei einfachen Übungen direkt selbst die zwischen Barfußlaufen und dem Joggen mit Laufschuhen kennenlernen.

Der zweite Seminartag startet für den Großteil bereits morgens um 6 Uhr mit einem 5000-Meter-Lauf. Dieser war eigentlich für den Nachmittag geplant, wurde aber aufgrund der angekündigten Hitze auf morgens verlegt. Der 5000-Meter-Lauf ist eine Möglichkeit die Disziplin "Ausdauer" des deutschen Feuerwehr Fitness Abzeichen (dFFA) abzulegen.

Nach dem gemeinsamen Frühstück standen folgende praktische Übungen in der Sporthalle auf dem Programm:

- Hintergrund, Möglichkeiten und Arten des Aufwärmens
- kognitive Trainingsformen gekoppelt mit ungewöhnlichen Bewegungen
- Training von Koordination, Gleichgewicht, Reaktion und Orientierung im Raum
- Kraftausdauertraining mit einfachen Sportgeräten, wie z.B. Slingtrainer oder Widerstandsbändern

Im Anschluss daran erklärte Siegi Maier (BF München) die Grundsätze und Richtlinien des dFFA und ging auf auf die Besonderheiten der dFFA Leistungsprüfung ein.

 

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Als letzte praktische Ausbildung stand an diesem Tag der Aufbau von zwei der drei Koordinationsdisziplinen, Parcours und Kasten-Boomerang-Test auf dem Programm. Alle Teilnehmer hatten beim ausprobieren Spaß und konnten sich dabei auspowern. 

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Am späten Nachmittag bestand die Möglichkeit, die Gruppe Kraft des dFFAs durch freie Wahl  einer der drei möglichen Disziplinen Bankdrücken, Klimmzüge oder Beugehang abzulegen. Beim gegenseitigen Anfeuern und Motivieren zeigte sich hier der schnell gewachsene Zusammenhalt innerhalb der Teilnehmergruppe.

Abgerundet wurde auch dieser Lehrgangstag mit einem gemütlichen Beisammensein und vielen Gesprächen nach dem Abendessen im schuleigenen Biergarten.

Der letzte Ausbildungstag startete nach dem gemeinsamen Frühstück im schuleigenen Kraftraum. Es wurden die verschiedenen Kraftübungen durchgesprochen, wobei besonderer Wert auf die korrekte und körperschonende Ausführung gelegt wurde.

Anschließend ging es zur letzten „sportlichen Ausbildung“ in die Schwimmhalle. Nach einer kurzen „Einschwimmrunde“ stand die Optimierung der Wende im Brustschwimmen in mehreren Schritten auf dem Programm. Auch hier wurde wieder deutlich, dass es wichtig ist, sich Schritt für Schritt vorzuarbeiten und nicht alles gleichzeitig anpassen zu wollen. Zusätzlich bestand die Möglichkeit,
die Koordinationsdisziplin 200-Meter-Kombi-Schwimmen zu absolvieren.

Im Anschluss legte jeder Teilnehmer die schriftliche Prüfung zum dFFA Prüfer / zur dFFA-Prüferin ab. Es mussten Fragen rund um die Grundsätze, Richtlinien, Regelungen und Sportübungen des dFFAs beantwortet werden.

Während der Korrekturphase informierte Thomas zum Thema „Versicherungsschutz beim Dienstsport in der Feuerwehr und dem dFFA“. Interessant waren insbesondere die Zahlen der Ursachen für aus dem Feuerwehrdienst resultieren den Verletzungen.

Zum Abschluss des Lehrgangs ging Siegi noch auf die positiven Auswirkungen durch Sport und Bewegung, sowie mögliche Gefahren und deren Präventionsmöglichkeiten ein.

Am Ende durften alle Teilnehmer*innen sowohl ihr Lehrgangszertifikat, als auch die Bescheinigung zum dFFA-Prüfer/zur dFFA-Prüferin in Empfang nehmen.
Nach einer Feedbackrunde und einem letzten gemeinsamen Mittagessen traten die 
Teilnehmer*innen wieder die Heimreise an. 

 

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Wer in den drei Disziplinen (Ausdauer, Kraft und Koordination) die Leistung für die gewünschte persönliche Leistungsstufe (Bronze, Silber oder Gold) erbracht hatte, konnte auch sogleich sein Abzeichen beantragen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein durchaus fordernder (zumindest im praktischen Teil), interessanter, aber auch gleichzeitig sehr spaßiger (durchaus auch der Teilnehmergruppe „geschuldet“) und interessanter Lehrgang war.

Ein großer Dank geht insbesondere an Thomas, der sich seitens der KUVB um die komplette Organisation und unser Wohl gekümmert hat (er selbst hat sich zu Beginn des Lehrgangs als unser „Steward“ vorgestellt), die beiden Ausbilder Siegi und Peter, sowie an die KUVB, die die Kosten für Ausbilder, Schulungsunterlagen, Verpflegung und Unterkunft getragen hat und die Sportschule Oberhaching für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten. 


Weiter Infos zum Lehrgang:


Feuerwehr-Sport-Assistent*in (kuvb.de)


Sportschule Oberhaching (sportschule-oberhaching.de)


Über das DFFA:

Das deutsche Feuerwehr Fitness Abzeichen (dFFA) ist das Sportabzeichen für Angehörige der Feuerwehr und allen weiteren BOS-Organisationen

Ebenso wie das Deutsche Sportabzeichen wird das DFFA in den Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold für eine „befriedigende“, „gute“, bzw. „sehr gute“ körperliche Leistungsfähigkeit verliehen. 

Als Nachweis ist je eine Leistung in den Bereichen Ausdauer (z. B. 5000 Meter Lauf), Kraft (z. B. Beugehang) und Koordination (z. B. Parcours oder 200m-Kombi-Schwimmen) zu erbringen.

In allen Bereichen kann zwischen verschiedenen Disziplinen gewählt werden. Ebenso können auch offizielle Wettkämpfe (z. B. (Halb-)Marathon, Triathlon, Firefighter-Combat-Challange, Toughest Firefighter Alive) als Leistung anerkannt werden. Alle anderen Leistungen werden durch von der DFS (Deutsche Feuerwehrsportförderation) akkreditierte Prüfer*innen abgenommen und bescheinigt. Im Anschluss kann das dFFA bei der DFS selbst beantragt.

Die Anforderungen sind nach Altersklasse gestaffelt, hier zählt das im laufenden Kalenderjahr erreichte Alter. Die Leistungen dürfen verteilt über über maximal das laufende Kalenderjahr abgelegt werden.

Seit einigen gibt Jahren das JFFA, sodass auch Jugendliche ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr diese Leistungen ablegen können.


Weitere Infos:

Das dFFA (feuerwehrsport.org)

Bilder & Text: Daniel Krämer (FF Schöllkrippen), André Stürmer (FF Laufach)