Am heutigen Vormittag (Dienstag, 7. Juli 2026) wurde die Freiwillige Feuerwehr Alzenau um 10:42 Uhr gemeinsam mit Kreisbrandmeister Thorsten Frank zu einem Einsatz an einem unbeschrankten Bahnübergang auf der Bahnstrecke zwischen Alzenau und Kälberau alarmiert. Laut Alarmierung handelte es sich um einen Verkehrsunfall, bei dem eine Fahrradfahrerin von einem Zug erfasst worden sein sollte.
Die Feuerwehr rückte mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, einem Rüstwagen, einem Einsatzleitwagen sowie einem Mehrzweckfahrzeug und insgesamt 15 Einsatzkräften zur Einsatzstelle aus. Feuerwehreinsatzleiter war Kommandant Timo Elsesser.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage. Eine 43-jährige Frau war mit ihrem Fahrrad unterwegs und wurde von einem herannahenden Zug erfasst und dabei zu Boden geschleudert. Der kurz nach der Feuerwehr eintreffende Notarzt konnte leider nur noch den Tod der Fahrradfahrerin feststellen.
Im weiteren Einsatzverlauf beschränkten sich die Aufgaben der Feuerwehr auf die Betreuung der unverletzten Fahrgäste und des Zugpersonals bis zum Eintreffen weiterer Rettungskräfte. Zudem errichteten die Einsatzkräfte mit zwei Sichtschutzwänden einen Sichtschutz. Da sich der Zug teilweise in unwegsamem Gelände befand, kam zur Evakuierung der rund 20 Fahrgäste eine Rettungsplattform zum Einsatz. Anschließend brachte die Feuerwehr die Fahrgäste mit ihrem Mehrzweckfahrzeug zum Busbahnhof Alzenau. Dort richtete der Bahnbetreiber einen Schienenersatzverkehr ein.
Am Einsatz beteiligt waren weiterhin ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug der BRK-Rettungswache Alzenau, Einsatzleiter Rettungsdienst Christian Strohschein sowie ein PSNV-Team der Malteser. Dieses kümmerte sich um die psychosoziale Betreuung der Fahrgäste. Auch das Notfallmanagement der Deutschen Bahn war mit zahlreichen Kräften vor Ort und unterstützte die Einsatzmaßnahmen.
Die aufgrund des Unfalls notwendige Sperrung der Bahnstrecke führte insbesondere im mittäglichen Schülerverkehr zu erheblichen Verzögerungen und Behinderungen.
Auch Alzenaus Erster Bürgermeister Stephan Noll machte sich an der Einsatzstelle ein Bild der Lage.
Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.





