Ein nächtliches Unwetter hat die Freiwillige Feuerwehr Großostheim in der Nacht zum Samstag gleich zweimal beschäftigt. Sowohl ein mutmaßlicher Blitzeinschlag in einem Industriebetrieb als auch ein Brand an einem Baum könnten mit dem Gewitter in Zusammenhang stehen.
Kurz nach 6 Uhr wurde die Feuerwehr Großostheim am Samstagmorgen (20. Juni) gemeinsam mit einem geländegängigen Waldtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Hörstein sowie einem Rettungswagen zu einem gemeldeten Waldbrand in der Verlängerung des Grottenwegs alarmiert. Vor Ort zeigte der Mitteiler den Einsatzkräften die Brandstelle nahe der Gemarkungsgrenze zwischen Großostheim und Pflaumheim.
Wie sich herausstellte, brannte kein Waldstück, sondern lediglich ein einzelner Baum. Dieser hatte offenbar bereits seit mehreren Stunden im Inneren gebrannt und verursachte eine leichte Rauchentwicklung. Dadurch konnten die Kräfte aus Hörstein sowie ein Teil der Großostheimer Feuerwehr frühzeitig aus dem Einsatz entlassen werden.
Die verbliebenen Einsatzkräfte löschten den Brand mit einem C-Strahlrohr. Um auch die letzten Glutnester erreichen zu können, musste der betroffene Baum gefällt werden. Unter der Leitung von Kommandant Alan Friedreich waren insgesamt 26 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Nach rund eineinhalb Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Die Feuerwehr Großostheim bedankt sich ausdrücklich bei der Feuerwehr Hörstein für die Unterstützung.
Ob ein Blitzeinschlag den Brand verursacht hat, bleibt unklar. Die Ermittlung der Brandursache gehört nicht zu den Aufgaben der Feuerwehr. Angesichts des vorangegangenen Gewitters kann ein Zusammenhang jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Bereits gegen 2 Uhr nachts war die Feuerwehr während des Unwetters zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Ringheimer Produktionsbetrieb alarmiert worden. Ein Mitarbeiter teilte den Einsatzkräften bereits kurz nach der Alarmierung telefonisch mit, dass vermutlich ein Blitzeinschlag die Anlage ausgelöst habe. Daraufhin rückte die Feuerwehr vorsorglich mit einem zusätzlichen Löschfahrzeug an.
Bei der Kontrolle des Gebäudes konnten jedoch keine Schäden oder Auffälligkeiten festgestellt werden. Nach knapp einer Stunde wurde das Objekt wieder an den Betreiber übergeben. Auch bei diesem Einsatz stand Alan Friedreich als Einsatzleiter an der Spitze von 22 Einsatzkräften, die mit vier Fahrzeugen ausgerückt waren.
Für beide Einsätze wurde zudem Kreisbrandinspektor Otto Hofmann alarmiert, musste jedoch nicht tätig werden.


