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Am frühen Sonntagabend, punkt 17:30 Uhr, schrillten die Meldeempfänger der Feuerwehren im Großraum des Industriegebiet Alzenau-Süd - Hörstein. Die Alarmdurchsage „tiefschwarzer Rauch über Alzenau Süd“ ließ nichts gutes erwarten. So war es dann auch, als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, fanden diese ein Außenlager, bestehend aus Holzpaletten, gepressten Kunststoffballen und Tiefkühltransportbehälter in Vollbrand vor. Diese Materialien lagerten teilweise bis an die Wände und Laderampen heran, die ersten Rolltore waren bereits durchgebrannt, die Flammen schlugen an der Fassade empor und drohten auf das Gebäude überzugreifen!

Sofort wurde ein massiver Löschangriff zum Schutz der Gebäude und weiterem Lagergut aufgebaut. Hierzu wurden mehrere handgeführte Strahlrohre, zwei Dachwerfer sowie zwei Wenderohre über Drehleitern eingesetzt. Den hohen Wasserbedarf deckte man über schleunigst verlegte Förderleitungen aus mehreren Hydranten im öffentlichen Bereich sowie die Wasserentnahme aus einem offenen betrieblichen Wasserpuffer (Löschteich). Letztere stellte sich jedoch als nicht funktionierend dar, da die vorhandenen Saugstellen auf Grund mangelnder Wartung durch den Eigentümer, nicht funktionsfähig waren. Hier musste erst sehr umständlich und mühsam weiteres Material herangeschafft werden, um Wasser überhaupt entnehmen zu können. Der massive Einsatz von Wasser und Schaum zeigte dann aber baldigst Wirkung, so dass „Feuer in Gewalt“ gemeldet werden konnte. Die sehr umfangreichen Nachlöscharbeiten, welche sich bis spät in den Abend hinzogen, wurden später noch durch einen Radlader unterstützt.

Parallel zu den Löscharbeiten wurden noch Schadstoffmessungen in der Umgebung durchgeführt. Hierzu kam der Messzug des Landkreises Aschaffenburg samt Messleitfahrzeug und einem ABC-Erkunder, zum Einsatz. Mit den zur Verfügung stehenden Messgeräten der Feuerwehr, konnte zu keiner Zeit eine Gefährdung für die Bevölkerung, aber auch für die Einsatzkräfte im näheren Bereich der Einsatzstelle, festgestellt werden.

Bei diesem sehr kräftezehrendem Einsatz und hoch sommerlichen Temperaturen deutlich über der 30° Marke, erlitten insgesamt fünf Einsatzkräfte einen „hitzebedingten Schwächeanfall“. Alle Kameraden konnten nach einer Erholungspause und Erstversorgung durch den anwesenden Rettungs-/Sanitätsdienst, ihre Arbeite dann weiterführen. Eine Kameradin stolperte in der Aufbauphase und schlug mit dem Gesicht auf dem Boden, sie wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst, zur weiteren Behandlung, in ein Krankenhaus verbracht.

Einsatzleiter und Kommandant der Feuerwehr Alzenau-Hörstein, Michael Bott, konnte auf insgesamt 215 Feuerwehrkräfte, mit 38 Fahrzeugen, zurückgreifen. Er wurde unterstützt von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sowie den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion. Als Abschnittsleiter fungierten die Kommandanten der Nachbargemeinden. Von Seiten des Rettungsdienstes waren insgesamt 20 Personen mit sechs Fahrzeugen, unter der Leitung des ELRD Heiko Nagel im Einsatz. Das THW Alzenau entsendete einen THW – Fachberater an die Einsatzstelle.

Ebenfalls vor Ort waren der Bürgermeister der Stadt Alzenau, Alexander Legler sowie der Landrat des Landkreises Aschaffenburg, Herr Dr. Ulrich Reuter.

Zur Stunde befindet sich noch eine Brandsicherheitswache vor Ort, welche die letzten Brandnester ablöscht bzw. beaufsichtigt.

Zur Brandursache und Schadenshöhe können wir keinerlei Angaben machen, die Polizei hat hier die Ermittlungen aufgenommen. 

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Quelle Bild 1: Main-Echo

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Quelle Bild 2: Drohne Feuerwehr Gemeinde Karlstein

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Quelle Bild 3: privat