Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung der Webseite akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies, weitere Informationen zur Datenschutzerklärung finden Sie unter der Schaltfläche "Datenschutz"

Unten erhalten Sie zur Kenntnisnahme die heutige Allgemeinverfügung des Innenministeriums zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie.

Bei einem Feuerwehreinsatz ist an Kontrollstellen (z.B. Polizei) bei einer Kontrolle nur glaubhaft zu machen, dass man sich von oder zu einem Feuerwehrdienst (Einsatz) oder zurück zur Wohnung befindet.

Eine schriftliche Legitimation des Feuerwehrdienstleistenden durch die Feuerwehr ist derzeit nicht erforderlich.

20-03-19_ausgangsbeschränkung_bayern_.pdf 

112-Newsletter vom 19. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

die aktuelle Lage ist weiterhin geprägt von steigenden Infektionszahlen und leider auch steigenden Opferzahlen. Stand heute haben sich in Bayern bisher insgesamt knapp 2400 Personen mit dem Corona-Virus infiziert, 13 Personen, überwiegend hoch betagte Seniorinnen und Senioren oder schwer vorerkrankte Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, sind verstorben.

Leider haben wir in Bayern zwei Hotspots zu verzeichnen. Zum einen die Stadt Mitterteich in der Oberpfalz, und in unmittelbarer Nachbarschaft in Oberfranken die Stadt Hohenberg a.d. Eger. In beiden Fällen ist die Zahl der Infizierten in kurzer Zeit so stark angestiegen, dass die verantwortlichen Landräte es untersagt haben, die häusliche Unterkunft ohne triftigen Grund zu verlassen. Triftige Gründe sind etwa der Weg zur Arbeit, Einkäufe, Arztbesuche, Tanken und die Versorgung von Haustieren. Untersagt ist es somit aber, das Haus zu verlassen, um etwa „nur mal so“ Bekannte zu besuchen oder Spielplätze aufzusuchen.

In allen anderen Orten Bayerns gelten derlei massive Einschränkungen einer Ausgangssperre noch nicht. Wir betonen „noch nicht“. Denn sollte sich zeigen, dass viele Menschen in unserem Lande die vom Gesundheitsministerium bereits fortgeschriebene Allgemeinverfügung zu Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen – die konsolidierte Fassung finden Sie hier –  weiterhin missachten und ihre freie Zeit dafür nutzen, um etwa Corona-Partys zu feiern, in Parks Grillfeste mit zahlreichen Teilnehmern zu veranstalten oder in großer Zahl und auf engstem Raum Straßencafes, Stadtbrunnen oder Uferpromenaden zu bevölkern, dann wird eine Ausgangssperre für ganz Bayern unausweichlich werden. Daran hat unser Ministerpräsident in seiner heute vor dem Bayerischen Landtag abgegebenen Regierungserklärung keinen Zweifel gelassen.

Damit es nicht so weit kommt und um die Einhaltung der bereits mit Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums erlassenen Verbote wirksam durchzusetzen, habe ich als Innenminister heute Früh die Bayerische Polizei angewiesen, die Kontrollen deutlich zu verstärken. Diese werden morgen noch einmal intensiviert. Zuwiderhandlungen gegen die Allgemeinverfügung wird die Polizei nicht nur sofort unterbinden, sondern Verstöße auch konsequent ahnden.

Sicher haben Sie auch die gestrige Ansprache der Bundeskanzlerin zur Kenntnis genommen. In ihrer ersten Fernsehansprache an die Nation außerhalb der Neujahrsansprachen hat die Bundeskanzlerin wie unser Ministerpräsident mit eindringlichen Worten dazu aufgerufen, sich mit den potentiellen Opfern einer Corona-Erkrankung solidarisch zu zeigen und die hierzu erlassenen behördlichen Anordnungen sowie die Hygieneempfehlungen des Robert Koch-Instituts strikt zu beachten. Das Redemanuskript der Bundeskanzlerin finden Sie hier.  Wir in Bayern haben uns nach der Ausrufung des Katastrophenfalles zwischenzeitlich organisatorisch gut aufgestellt. Hier im Innenministerium, auf Ebene der Bezirksregierungen und bei den Kreisverwaltungsbehörden, also den Landratsämtern und den Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte, sind jeweils die Führungsgruppen Katastrophenschutz (FüGK) aufgerufen und in den Wirkbetrieb übergegangen. Mit diesen Strukturen unterstützen wir intensiv das Gesundheitsministerium und die gesamte Gesundheitsverwaltung personell, logistisch und mit Knowhow. Die beginnt bei der täglichen bayernweiten Erhebung von Daten zu den Kapazitäten der Kliniken, geht über die personelle Unterstützung der Behörden vor Ort bis zur technischen Unterstützung des Aufbaus und Betriebs von Testzentren und wird in den kommenden Tagen und Wochen noch die vielfältigsten Ausprägungen erfahren. Wir danken allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die in den FüGK arbeiten, für ihr engagiertes Mittun und die Bereitschaft, sich nicht nur dieser atypischen und so bisher weder erlebten noch geübten Katastrophenlage zu stellen, sondern sich ihr mit viel Phantasie und Kreativität kraftvoll entgegenzustellen.  

Die Situation an den Grenzübergängen hat sich bei der Einreise nach Deutschland an den bayerischen Grenzübergängen für die Berufspendler und den Frachtverkehr weitgehend eingespielt. Anders als etwa an der Grenze zu Polen, wo es zu über 50 km langen Staus kam und die über viele Stunden im Stau Wartenden von Hilfsorganisationen mit Nahrung und Getränken versorgt werden mussten, liegt die Wartezeit bei der Einreise von Österreich regelmäßig im Bereich von einer Viertelstunde.

Abzuwarten bleibt aber, wie sich die Entscheidung der österreichischen Bundesregierung auswirken wird, seit heute 00:00 Uhr auch den aus Deutschland nach Österreich einreisenden Personenverkehr zu kontrollieren. Auf Grundlage einer Verordnung des österreichischen Gesundheitsministers gilt Folgendes:

Mitzuführen ist ein maximal vier Tage altes ärztliches Attest über den Gesundheitszustand und vorzuweisen, dass der Test auf SARS-CoV-2 negativ ist, andernfalls ist die Einreise zu verweigern. Abweichend hiervon dürfen Österreicher einreisen oder Personen, die ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben und sich verpflichten, unverzüglich eine 14-tägige selbstüberwachte Heimquarantäne anzutreten und dies unterschriftlich bestätigen (Quarantäne entfällt bei negativem Testergebnis). Die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp ist erlaubt, sofern die Ausreise sichergestellt ist.

Wichtig: Die Verordnung ist nicht auf den Güterverkehr und den gewerblichen Verkehr sowie den Pendler-Berufsverkehr anwendbar.

Wir werden alles dafür tun, dass diese Maßnahmen der österreichischen Regierung auf bayerischer Seite nicht zu langen Staus und womöglich chaotischen Zuständen etwa am Walserberg bei Freilassing, am Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein oder Passau/Suben führen werden.

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Ihr

Gerhard Eck, MdL Staatssekretär

112-Newsletter vom 18. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern hatten wir Sie u.a. darüber informiert, dass der Bayerische Ministerrat beschlossen hatte, die bestehende Allgemeinverfügung über Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen im Lichte erster praktischer Erfahrungen sowie anhand der „Empfehlungen der Bundesregierung zur Corona-Epidemie an die Bundesländer zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkungen von Sozialkontakten im öffentlichen Bereich“ zu ergänzen und zu konkretisieren. Die entsprechend ändernde Allgemeinverfügung hat das Gesundheitsministerium noch gestern Nacht erlassen, die nun geltenden Regelungen finden Sie in ihrer Gesamtheit hier. Klarstellend dürfen wir darauf hinweisen, dass Maßnahmen des Blutspendedienstes des BRK unter keinen Umständen untersagte Veranstaltungen im Sinne der Allgemeinverfügung sind.  

Ziel der beschränkenden Maßnahmen ist die Reduzierung von Sozialkontakten zwischen den Menschen, um so die epidemische Welle neuer Infektionen so weit abzuflachen, dass die absolute Zahl damit einhergehender schwerer und schwerster Corona-Erkrankungen die Kapazitäten auch eines im Bereich von Intensivbetten und Beatmungsgeräten massiv verstärkten Gesundheitssystems nicht übersteigt.

Die Lage ist ernst. Stand heute haben sich 1.800 Menschen in Bayern mit dem Corona-Virus infiziert, sieben Patienten sind daran verstorben. Gerade für hochbetagte Menschen und solche, die wegen schwerer Vorerkrankungen nur über ein geschwächtes Immunsystem verfügen, geht es um viel, für manche auch um Leben und Tod.   Deshalb haben wir nicht das geringste Verständnis, dass offensichtlich immer noch zu viele Menschen in unserem Land meinen, der mit der Schließung der Schulen einhergehende Unterrichtsausfall, die von vielen Betrieben dankenswerterweise stark ausgeweitete Heimarbeit („Home Office“) oder der mit der Schließung von Geschäften und Gewerbebetrieben einhergehende Arbeitsausfall könnte gut für gruppenbezogene Freizeitaktivitäten genutzt werden.

Es unterläuft die dringlichen, zum Schutz der Gesundheit und des Lebens von Menschen angeordneten Maßnahmen massiv, wenn sog. „Corona-Partys“ mit Dutzenden Teilnehmern veranstaltet werden. Oder wenn durch Parkanlagen Rauchschwaden ziehen, weil an zahlreichen Grillstellen zahllose Menschen grillen und sich dabei in Feierlaune zuprosten. Und es ist auch nicht gut, wenn die öffentlichen Spielplätze so stark frequentiert sind wie selten zuvor.

Machen Sie es sich und Ihren Angehörigen immer wieder klar: Es ist völlig egal, ob Sie sich bei bereits untersagten Gelegenheiten wie etwa bei Großveranstaltungen, oder aber bei vermeintlich noch angemessenen oder sinnvollen Zusammentreffen von Menschen mit dem Virus infizieren. Das Virus nutzt JEDE sich bietende Gelegenheit überzuspringen und wir müssen die Zahl der Gelegenheiten reduzieren.

Deshalb haben wir die Polizei beauftragt, die Einhaltung der Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen zu überwachen und festgestellte Verstöße konsequent zur Anzeige zu bringen. Eingesetzt sind hierfür nicht nur die Kräfte der örtlichen Polizeidienststellen. Diese werden unterstützt durch die sog. Einsatzzüge der Polizeipräsidien und durch Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Wir dürfen aber auch an Sie, die Beschäftigten der Allgemeinen Inneren Verwaltung, der Polizei, der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und kommunaler Verwaltungen um Ihre Mithilfe bitten. Machen Sie in Ihrem persönlichen Umfeld ihren Einfluss geltend, dass derlei Unsinn wie die beschriebenen Festivitäten unterbleiben und die einschlägigen Verhaltensregeln wie etwa „möglichst mindestens 1,5 Meter Abstand halten“ eingehalten werden. Sozialkontakte müssen auf das zwingend erforderliche Maß reduziert werden und da, wo Menschen noch zusammenkommen, müssen die bekannten Vorsichtsregeln konsequent befolgt werden.

Gerade die Gesundheitsverwaltung in Bayern sieht sich enormen Belastungen ausgesetzt und wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gesundheitsämtern, beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und den mit diesen kooperierenden Behörden und Stellen von Herzen für Ihren Einsatz.

Viele von ihnen arbeiten bereits jetzt an der persönlichen Belastungsgrenze und manche auch schon darüber hinaus. Ihnen allen gilt unsere größte Anerkennung. Um die Lage vor Ort zu verbessern hat die Staatsregierung beschlossen, der Gesundheitsverwaltung sofort 400 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen anderen Ressorts zuzuweisen. Diese kommen hauptsächlich von Landesämtern sowie den Schulen und werden die Gesundheitsverwaltung bei der Erledigung administrativer nichtmedizinischer Tätigkeiten unterstützen. Denn in der aktuellen Situation ist es für eine zutreffende Einschätzung der Lageentwicklung unabdingbar, dass Testergebnisse sofort statistisch erfasst und Lagedaten zutreffend erhoben werden.

Und für die Eindämmung der Pandemie ist es nach wie vor entscheidend, dass nach Ansteckungsfällen die Kontaktpersonen der Infizierten umgehend festgestellt werden. Dafür braucht es keine medizinische, sondern zuallererst sehr gute administrative Kenntnisse, Kreativität, Empathie und ein gutes Gespür für die Situation. All diese Eigenschaften zeichnen die Bayerische Staatsverwaltung aus und deshalb macht es Sinn, die Gesundheitsverwaltung in der beschriebenen Weise zu verstärken. Wir danken schon jetzt allen, die ihre ganze Kraft für eine gewisse Zeit in die neue Aufgabe einbringen und wünschen in unser aller Interesse bestes Gelingen!

Und schließlich noch ein Wort zur Situation an den Grenzübergängen: Auch wenn sich die Staus bei der Einreise meist in einem vertretbaren Umfang bewegen, so kann gerade die Abfertigung der Berufspendler noch beschleunigt werden. Deshalb hat die Bundespolizei das Formular eines Passierscheines vorbereitet, das Betroffene umgehend Ihrem Arbeitgeber zur Bestätigung vorlegen und bei der Grenzkontrolle unaufgefordert vorzeigen sollten. Es kann von der Homepage der Bundespolizei unter www.bundespolizei.de heruntergeladen werden.

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Ihr

Gerhard Eck, MdL Staatssekretär

Der Arbeitsstab Corona der Verwaltung des Landratsamtes trifft sich täglich zur Abstimmung und Koordination. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz ist erreichbar und wird derzeit vom Arbeitsbereich Katastrophenschutz abgebildet. Aktuell stehen keine besonderen "Arbeiten" für die Feuewehren in der Corona-Lage an. Wir melden uns bei den Feuerwehr wenn sich die Situation für die Feuerwehren ändert.

112-Newsletter vom 17. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern hatten wir Sie über wesentliche epidemiologische Zusammenhänge der aktuellen Corona-Krise, die Ausrufung des Katastrophenfalles für ganz Bayern und die von der Staatsregierung zur Eindämmung der Epidemie ergriffenen Maßnahmen informiert. Diese beziehen sich vorrangig auf die deutliche Reduzierung der Sozialkontakte, da über diese zuallererst Tröpfcheninfektionen zustande kommen. Diese gelten als Hauptübertragungsweg des neuartigen Virus SARS-CoV-2, der die COVID-19-Erkrankung („Corona“) auslöst.

Natürlich stand die Corona-Krise im Mittelpunkt der heutigen Sitzung des Ministerrates. Zu Gast war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der aus der Sicht des Bundes zur Lage und zu den bundesweit angezeigten Maßnahmen berichtet hat. Zentrale Punkte waren hierbei die gestern Abend in Berlin vom Kabinettsausschuss der Bundesregierung beschlossenen Empfehlungen zur Corona-Epidemie an die Bundesländer zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich. Diese decken sich in weiten Teilen mit der in Bayern bereits geltenden Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums, über die wir Sie gestern informiert hatten und die wir Ihnen hier noch einmal an die Hand geben dürfen.   Heute hat die Staatsregierung beschlossen, diese Allgemeinverfügung im Lichte der Berliner Empfehlungen und der ersten Rückmeldungen aus der Praxis kritisch auf Ergänzungs- oder Präzisierungsbedarf zu prüfen. Hieraus ergibt sich folgender Regelungsbedarf:

  • Hotelbetriebe: Übernachtungsangebote im Inland dürfen nur zu notwendigen, aber nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Das bedeutet, dass Hotels und vergleichbare Beherbergungsbetriebe offenbleiben, um z.B. Geschäftsreisenden oder auf Montage befindlichen Handwerkern Herberge zu bieten, nicht aber, um Touristen aufzunehmen. Im Rahmen dieser engen Grenzen dürfen Hotels ihre eigenen Gäste auch bekochen, nicht aber externe Gäste.
  • Gastronomie: Es wird klargestellt, dass die bereits getroffenen Regeln für Gaststätten ausdrücklich auch für Gaststätten und Gaststättenbereiche im Freien gelten, namentlich für Biergärten, Terrassen etc.
  • Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen: Generell untersagt werden Besuche durch Menschen mit Atemwegsinfektionen und durch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Diese Maßnahme soll die aufgrund ihrer eigenen Erkrankung oder körperlichen Schwäche regelmäßig besonders gefährdeten Patienten und betreuten Personen in diesen Einrichtungen schützen. Unseres Erachtens schließt dies aber nicht aus, dass in besonders dringlichen Ausnahmefällen doch einmal auch Jugendliche in eine solche Einrichtung kommen können. So etwa, um mit Einverständnis der behandelnden Ärzte Abschied von einem im Sterben liegenden nahen Angehörigen zu nehmen.
  • Hochschulen: Es wird ein generelles Betretungsverbot angeordnet für Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in Risikogebieten im Ausland nach der Klassifizierung des Robert Koch-Instituts (RKI) aufgehalten haben.
  • Reisebusreisen werden verboten. Sog. „Kaffeefahrten“ werden damit ebenso untersagt wie Vereinsausflüge oder Freizeitfahrten per Bus.Es wird klargestellt, dass das allgemeine Veranstaltungsverbot ausdrücklich auch für Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt.
  • Auch Wettannahmestellen gehören zu den Freizeiteinrichtungen, deren Betrieb zu schließen ist.
  • Spezifisch geregelt wird weiterhin, dass in Dienstleistungsbetrieben, etwa in der Post oder einer Bank, ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden muss und sich auch bei Einhaltung dieses Abstands nicht mehr als 10 Personen im Wartebereich aufhalten dürfen.
  • Und schließlich werden in öffentlichen Parks und Grünanlagen Schilder aufgestellt, die die Besucher auf die Notwendigkeit eines Mindestabstands von 1,5 m hinweisen.

Das federführende Gesundheitsministerium arbeitet mit intensiver Unterstützung unseres Hauses mit Hochdruck an den notwendigen Änderungen der bestehenden Allgemeinverfügung. Wir gehen davon aus, dass wir Ihnen schon morgen den konkreten Regelungstext übermitteln können.

Gestern hatten wir Sie auch über die Wiedereinführung der systematischen Personenkontrollen an den Grenzen zu Österreich, Tschechien und die Schweiz informiert. Abgesehen von einigen wenigen Beschwerden, die sich auf die Schließung kleinerer Grenzübergänge bezogen haben, sind die Kontrollmaßnahmen weitgehend reibungslos angelaufen. Zur Unterstützung der federführenden Bundespolizei kontrolliert die Bayerische Grenzpolizei aktuell an den Grenzübergängen Wegscheid, Kirchdorf/Inn, Burghausen, Melleck/Steinpass, Oberaudorf sowie am Achenpass und überwacht 14 weitere kleine Grenzübergänge.

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Ihr

Gerhard Eck, MdL Staatssekretär

Von den pandemiebedingten Einschränkungen bzw. Aussetzen des Ausbildungs- und Übungsdienstes werden auch die nach FwDV 7 Atemschutz durchzuführenden Belastungsübungen in Atemschutzübungsanlagen betroffen sein.

Seitens der gesetzlichen Unfallversicherungsträger für die Feuerwehren ist es bei bestehender gültiger Eignung nach G26 und bisher fristgerecht durchgeführter Belastungsübung weiterhin möglich, die Funktion Atemschutzgeräteträger oder Atemschutzgeräteträgerin wahrzunehmen, wenn die Belastungsübung pandemiebedingt jetzt nicht rechtzeitig durchgeführt werden kann.

Der Einsatz, insbesondere unter schwerem Atemschutz, ohne fristgerecht durchgeführte und „bestandene" Belastungsübung kann nur für den vorübergehenden Ausnahmefall gelten. Pandemiebedingt nicht fristgerecht durchführbare Belastungsübungen sind so schnell wie möglich nachzuholen.

Bayern hat gemäß Artikel 4 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes den Katastrophenfall festgestellt. "Im Katastrophenfall hat der Freistaat klare Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten", erläuterte Innenminister Herrmann. "Das eröffnet uns bei der Eindämmung des Coronavirus und dessen Folgen wichtige Handlungsspielräume."

Dem Innenministerium obliegt damit, so Herrmann, die Führung aller Einsatzkräfte, ist also auch gegenüber der Feuerwehr und den Hilfsorganisationen unmittelbar weisungsbefugt, ebenso gegenüber allen nachgeordneten Behörden.

Darüber hinaus können zum Beispiel zur Abwehr von Gefahren oder für die medizinische Versorgung Dienstleistungen in Anspruch genommen oder auch Beschlagnahmen vorgenommen werden.

In der entsprechenden Bekanntmachung des bayerischen Innenministeriums heißt es zur Begründung: "Die Corona -Pandemie breitet sich weltweit und auch in Bayern rasch aus. Sie gefährdet Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen im gesamten Staatsgebiet Bayerns. Diese Gefahren können nur abgewehrt werden, wenn unter Leitung der obersten Katastrophenschutzbehörde die im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen, Organisationen und die eingesetzten Kräfte zusammenwirken."

Im Innenministerium, bei den Bezirksregierungen und bei den Kreisverwaltungsbehörden wurden jeweils sogenannte Führungsgruppen-Katastrophenschutz (FüGK) eingerichtet.

Seit dem 16.03.2020 wurde auch im Landratsamt Asschaffenburg eine Führungsgruppe-Katastrophenschutz einberufen. Sie koordiniert alle erforderlichen Maßnahmen auf Kreisebene.

Die Feuerwehren sowie auch die Hilfsorgansiationen stehen für Hilfen im Landkreis bereit. Für sie besteht aber aktuell noch kein koinkreter größerer Handlungsbedarf.

Newsletter 112 des Bayerischen Innenministeriums

Liebe Leserinnen und Leser,

die Corona-Krise hat sich zu einer Pandemie entwickelt, d.h. die Krankheit breitet sich rasant weltweit aus. Dies gilt auch für Europa, bedeutsame Risikogebiete wie Tirol, Italien und die Schweiz liegen in unmittelbarer Nachbarschaft Bayerns.

Nach allem, was die Experten sagen, ist es unvermeidlich, dass sich im Laufe der Zeit der Großteil der Bevölkerung mit Corona infiziert. Das epidemische Geschehen wird erst dann auslaufen, wenn sich etwa 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung infiziert haben. Wie lange es dauert, bis dieser Zustand erreicht ist, vermag niemand genau zu sagen. Schätzungen gehen von bis zu zwei Jahren aus.

Die gute Nachricht ist: es handelt sich um eine in aller Regel mild verlaufende Infektionskrankheit. Das heißt, etwa 50 Prozent der Infizierten werden keinerlei Symptome zeigen und es noch nicht einmal merken, dass sie infiziert sind. Weitere 30 Prozent werden Befindlichkeitsstörungen haben, die einem Schnupfen ähneln. Weitere 15 bis 18 Prozent werden entsprechend einer schweren Grippe einige Tage das Bett hüten müssen. Und nur die verbleibenden 2 bis 5 Prozent werden so schwer erkranken, dass sie in eine Klinik müssen. Nach allem, was wir wissen, ist die Erkrankung in der Regel nach zwei Wochen ausgeheilt und danach ist man immun.

Sie könnten fragen, warum dann überhaupt Maßnahmen ergriffen werden, wenn sich ohnehin wesentliche Teile der Bevölkerung unweigerlich infizieren und die Masse der Infizierten „nur“ mit überschaubaren Symptomen zu tun haben wird?

Es geht um die Gruppe der klinikpflichtigen Patienten und hier wiederum um besonders anfällige Patienten wie alte Menschen oder Patienten mit schweren Vorerkrankungen und geschwächter eigener Immunabwehr. Deren absolute Zahl darf nicht höher werden als die erforderlichen Klinikkapazitäten, insbesondere an Intensivbetten und Beatmungsgeräten, ansonsten besteht Lebensgefahr. Es wird weitere Tote geben. Unser Auftrag lautet deshalb, die Sterberate so niedrig wie möglich zu halten.

Die heute von Herrn Ministerpräsident angekündigten, und darüber sind wir uns im Klaren, teils drastischen Maßnahmen setzen an den entscheidenden Stellschrauben an. Zum einen werden die geeigneten Klinikkapazitäten – derzeit ca. 4000 Intensivbetten in Bayern – ausgeweitet und weitere 1000 Beatmungsgeräte beschafft. Die Gesundheitsverwaltung setzt alle Hebel in Bewegung, um diese Stellschraube so weit wie möglich aufzudrehen. 

Zum anderen ist alles dafür zu tun, dass die Welle der Neuinfektionen so weit reduziert wird, dass die damit einhergehende absolute Zahl an klinikpflichtigen Patienten die Krankenhauskapazitäten nicht übersteigt. Nachdem der Erreger bei Sozialkontakten als Tröpfcheninfektion übertragen wird, muss deren Zahl so weit wie möglich eingeschränkt werden. Oder anders gesagt: Das Zusammentreffen von Menschen muss reduziert werden. Denn je weniger Menschen in diesen Tagen zusammenkommen, umso geringer ist die Chance des Erregers überzuspringen. 

Hier setzen die mit der heute von mir als dem zuständigen Minister verfügte Ausrufung des Katastrophenfalles einhergehenden Maßnahmen an. Für diese war es JETZT an der Zeit, nicht früher und nicht später, denn die Steigerung von 150 Infektionsfällen binnen eines Tages auf nunmehr über 1000 insgesamt deutet darauf hin, dass wir JETZT am Beginn einer größeren Infektionswelle stehen, die es unbedingt abzuflachen gilt. Die Lage ist ernst und erfordert entschiedenes Handeln, es besteht aber kein Anlass für Panik.

Auch wenn diese Lage sich grundlegend von klassischen Katastrophenfällen wie Hochwasser oder die Schneekatastrophe 2019 unterscheidet, so geht es auch jetzt darum, den zuständigen Behörden klare und besonders effektive Steuerungsmöglichkeiten an die Hand zu geben. Im Zweifel können z.B. medizinische Dienstleistungen behördlich abgerufen oder auch Beschlagnahmen erforderlicher Hilfsmittel erfolgen.

Das Innenministerium ist in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium gerade dabei, die erforderlichen Stabsstrukturen einzurichten.

Um Menschenleben zu retten ist es unabdingbar, das tägliche Leben in Bayern wirksam herunterzufahren, ohne entscheidende Funktionalitäten zum Erliegen zu bringen. Deshalb werden insbesondere Veranstaltungen und Versammlungen und Gastronomiebetriebe aller Art, Freizeitaktivitäten, aber auch nicht zwingend erforderliche Geschäftstätigkeiten landesweit untersagt. Hierzu zählen insbesondere der Besuch von Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetrieben, Museen, Sporthallen, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, aber auch die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels jeder Art.

Ausgenommen bleiben aber, weil für die Versorgung der Bevölkerung unabdingbar, etwa der Betrieb von Speiselokalen und Betriebskantinen zwischen 06:00 Uhr und 15:00 Uhr, der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker- und Hörgeräteakustikergeschäfte, die Post, der Verkauf von Tierbedarf, der Betrieb von Tankstellen, Reinigungen. Für diese werden die Ladenöffnungszeiten sogar deutlich ausgeweitet, auch an Sonntagen.

Auch der Nachschub dieser Güter ist uneingeschränkt sichergestellt. Es muss also niemand fürchten, dass ihm in den nächsten Tagen Nahrungsmittel, Medikamente, Bargeld oder das Benzin ausgehen könnten. „Hamsterkäufe“ sind deshalb nicht nur unnötig, sondern auch schädlich, weil womöglich Menschen, die tatsächlich Bedarf haben, kurzfristig vor leeren Regalen stehen, während dem „Hamsterer“ gerade zu viel eingekaufte frische Lebensmittel verderben.

Gefragt ist besonnenes und überlegtes Handeln. Unser dringender Appell an Sie lautet: Auch wenn keine generelle Ausgangssperre verhängt ist, gehen Sie nur unter Menschen, wenn dies erforderlich ist, um Ihre Versorgung zu sichern oder Sie zur Arbeit, zum Arzt oder zur Apotheke etc. müssen.

Die verbindlichen Regelungen hat das Gesundheitsministerium heute mittels einer zunächst bis zum 30. April 2020 befristeten Allgemeinverfügung erlassen. Hierüber und über weitere wichtige Informationen werden wir Sie während der Dauer des Katastrophenfalls – zunächst 14 Tage – täglich über unsere Newsletter informieren.

Teil der Strategie der Infektionsminimierung ist auch die heute vom Bund angeordnete Wiedereinführung von Grenzkontrollen u.a. zu Tschechien, Österreich und der Schweiz. Diese Maßnahme vollzieht federführend die Bundespolizei. Hierbei wird sie von der Bayer. Polizei unterstützt, die derzeit sieben mittelgroße Grenzübergänge kontrolliert und 14 Kleinübergänge überwacht und Einreisen grundsätzlich unterbindet. Offen bleiben die Grenzübergänge aber für deutsche Staatsangehörige und für Ausländer, die die Grenze als Berufspendler überqueren oder einen triftigen Reisegrund vorweisen können.

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Ihr

Gerhard Eck, MdL Staatssekretär

Die in Bayern festgelegten Maßnahmen wegen der COVID-19 Pandemie und dem damit verbundenen landesweiten Katastrophenfall werden in drei Bereiche gegliedert:

Allgemeines Leben:

  • Es gibt vorerst keine Ausgangssperre: Jeder kann weiterhin zur Arbeit gehen, sich selbst, seine Familie und andere Menschen versorgen. Alles andere darüber hinaus sollte überlegt werden, ob es wirklich notwendig ist.
  • Veranstaltungen sind nicht mehr erlaubt, außer im unmittelbaren privaten Umfeld. Dies gilt bis Ende der Osterferien am 19. April. Ausnahmegenehmigungen können laut Staatskanzlei auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, "soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist".
  • Schulen und Kitas bleiben bis Ende der Osterferien geschlossen.
  • Ab Dienstag wird alles geschlossen, was unter den Bereich Freizeiteinrichtungen fällt. Dazu gehören: Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnessstudios, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendhäuser.
  • Ab Mittwoch gilt für den Gastronomiebereich: Generell bleiben nur Speiselokale und Betriebskantinen geöffnet. Die Öffnungszeiten sind von 6 bis 15 Uhr. In den Lokalen muss ein Abstand von 1,5 Metern zwischen den Gästen eingehalten werden. Es dürfen maximal 30 Personen in einer Lokalität sein. Nach 15 Uhr ist eine Versorgung nur noch "ToGo", per Lieferservice und Drive-In möglich.
  • Alle Ladengeschäfte des Einzelhandels bleiben geschlossen. Ausgenommen sind für die alltägliche Versorgung der Bevölkerung: Alle Geschäfte im Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Bau- und Gartenmärkte, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Post, Tierbedarf, Tankstellen, KfZ-Werkstätten, Reinigungen und der Onlinehandel.
  • Betriebe bleiben offen, genauso wie der öffentliche Nahverkehr.
  • Es werden Grenzkontrollen zu Österreich eingeführt. Deutsche dürfen jederzeit noch zurück nach Deutschland einreisen, der Warenliefer- und Pendlerverkehr werden aufrecht erhalten.

Medizinischer Bereich

  • Notfallnummern und Gesundheitsämter werden personell deutlich aufgestockt.
  • Die Testkapazitäten werden deutlich ausgebaut. Tests werden nur dann vorgenommen, wenn Symptome vorhanden sind, um eine Überlastung zu verhindern.
  • Krankenhäuser werden komplett auf die Behandlung von Corona ausgerichtet: Pandemiepläne werden erstellt und freie Kapazitäten vorgehalten. Auch Rehakliniken und Allgemeine Praxen werden in den Prozess miteinbezogen
  • Unikliniken werden von Forschung auf die Versorgung umgestellt.
  • Es wird ein Schutzschild für die kommunalen Krankenhäuser entwickelt, damit die Krankenhäuser wirtschaftlich weiterarbeiten können.
  • Medizinstudenten werden gebeten, als Personal zur Verfügung zu stehen. Auch ältere Ärzte und Ärzte in der Elternzeit werden einbezogen.

Wirtschaft

  • Massive Steuerstundungen ohne Zinszahlungen
  • Bayerischer Schutzschirm mit dem Ziel, die Liquidität zu erhalten
  • Die LfA erhält einen Bürgschaftsrahmen von 500 Mio. Euro für Kredite für die normalen Banken; Ausfallbürgschaften werden erhöht.
  • Der gegründete Bayernfonds bietet dem Staat die Möglichkeit, sich an Unternehmen zu beteiligen und diese vor einem drohenden Bankrott zu bewahren. Somit kann der Betrieb am Laufen gehalten werden. Nach einer gewissen Zeit kann sich der Staat wieder zurückziehen.
  • Es wird eine Soforthilfe für Betriebe geben, die unmittelbar in Not geraten. Dazu gehören Betriebe aus dem Gastro- und Tourismusbereich, aus dem Handel und auch für alle Kulturschaffenden. Es sollen Hilfen zwischen 5.000 und 30.000 Euro unbürokratisch abgerufen werden können, so Ministerpräsident Söder.

Um den Informationsfluss zum Thema COVID-19 Ausbreitung besser kategorisieren zu können, gibt es hierzu ab sofort im Bereich "NEWS" eine Sonderkategorie.

An die First Responder Standorte im Landkreis Aschaffenburg und nachrichtlich zur Info an alle anderen Feuerwehrführungskräfte

Bitte diese Info mit Anlagen auch an die Mitglieder der First Responder Gruppen zeitnah weiterleiten!

Das Thema „ CORONA“ ist das bestimmende Thema in Deutschland und betrifft möglicherweise auch die Feuerwehren. 

Wir sind in Deutschland zumindest darauf vorbereitet, die Infizierten zu behandeln. Aber im Unterschied zu den bisherigen Infektionen könnte es passieren, dass sprunghaft eine Zahl von vielen Patienten gleichzeitig auftreten könnte - und das stellt unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen, so dass bestimmte einheitliche Vorgehensweisen in unserem Einsatzbereich nach Abstimmung mit Rettungsdienst und ILS notwendig sind.

Für Hintergrundinformationen zum Virus ist die Informationsschrift des Bundes- und Landesfeuerwehrarztes Herrn Friedrich beigefügt (siehe Anlage COVID 19). Die dort erwähnten Maßnahmen müssen selbstverständlich auf die regionalen Gegebenheiten angepasst werden. Deshalb werden wir uns als First Responder und Ersthelfer im Rahmen der Patienten- und Verletztenversorgung an die Verfahrensanweisung für den Rettungsdienst im Zwecksverbandsbereich Bayerischer Untermain angliedern und unsere Tätigkeit der Ersten Hilfe gemäß den Vorgaben (siehe Anlage SOP SARS-CoV2) anpassen. Dadurch werden unterschiedliche  Handlungsweisen an der Schnittstelle zum Rettungsdienst vermieden.

Besteht der Verdacht, dass ein Feuerwehrangehöriger sich im Einsatz dennoch infiziert haben könnte, so soll dieser nicht eine Arztpraxis oder Klinik aufsuchen. Ziel ist es, Verdachtsfälle mit oder ohne akute Atemwegserkrankung von den Praxen fernzuhalten. Dafür steht den Angehörigen der Feuerwehr, wie allen Bürgern, der Fahrdienst des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes offen. Dieser ist über die Telefonnummer 116 117 zu erreichen und wurde personell aufgestockt. Der Fahrdienst entnimmt im Bedarfsfall Proben für die Labordiagnostik und transportiert die Abstriche in nahegelegene Labors.

Mit freundlichen GrüßenLuxem
Dr. Dr. Jürgen Luxem
Facharzt für Anästhesie
Notfallmedizin

Fachempfehlung des Bundesfeuerwehrarztes

Sehr geehrte Feuerwehrführungskräfte,

über die Bewertung der Lage und den damit verbundenen Hinweisen und notwendigen Maßnahmen für die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg wurdet Ihr bereits mit Mail am 10.03.2020 informiert.

Die Ausbreitung des Coronavirus nimmt derzeit, wie erwartet, einen pandemischen und damit exponentiellen Verlauf und führt zu einer aktuellen Neubewertung.    

Die massiven Anstrengungen verfolgen das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Sie sollen durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden.

Dadurch soll die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich gehalten und bei der Verbreitung des Virus Zeit gewonnen werden und somit die medizinischen Versorgungseinrichtungen vor Überlastung geschont werden.

Es gilt daher in allen Bereichen den Spagat, einerseits Risikominimierung, aber gleichzeitig die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens zu bewerkstelligen.

Die Feuerwehren müssen sich vorbereiten und klug verhalten.

Als oberstes Ziel gilt: Erhalt der Einsatzbereitschaft

Feuerwehrdienstleistende mit einer bestätigten COVID-19 Erkrankung können bis zu ihrer vollständigen Genesung in keiner Form am Feuerwehrdienst teilnehmen.

Feuerwehrdienstleistende,
- die unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme jeglicher Schwere zeigen und in den letzten vierzehn Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten an COVID-19 Erkrankten hatten oder
- die unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme jeglicher Schwere zeigen und sich in den letzten vierzehn Tagen vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet (siehe https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) aufgehalten haben, sind ebenfalls vom Feuerwehrdienst ausgeschlossen.

Grundsätzlich gilt in allen Fällen, wer als Feuerwehrfrau/Feuerwehrmann derzeit krank ist oder sich krank fühlt nimmt am Feuerwehrdienst nicht teil und meldet sich bei der Wehrführung ab.

Derzeit sind bei der Feuerwehr, wie überall, die allgemeinen Grundsätze der Hygiene zu beachten:

  • Vermeiden von Händeschütteln
  • Keine engen Begrüßungszeremonien
  • Häufiges Händewaschen (Seife, warmes Wasser)
  • Hustenetikette (Husten oder Niesen in die Ellenbeuge)
  • Verwendung von Papiertaschentüchern (richtige Entsorgung)  

Einsatzdienst:

Aktuell sind keine Einschränkungen bei Einsätzen geboten, da jeder Angehörige einer Feuerwehr -in Eigenverantwortung- nur im gesunden Allgemeinzustand am Feuerwehrdienst teilnimmt.

Bei Einsätzen der Feuerwehren kommt zu den allgemeinen Grundsätzen der Hygiene noch hinzu, dass bei einem ggf. vorliegendem Infektionsrisiko weitere persönliche Schutzausrüstung, wie Atemschutzmaske, zu verwenden ist (siehe Merkblatt RKI).

Durch den Träger der Feuerwehr ist den Feuerwehrdienstleistenden die geeignete persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen.

Das Merkblatt des Robert-Koch-Instituts (RKI) für den Coronavirus „Hygienemaßnahmen für nicht-medizinische Einsatzkräfte“ ist bei den Feuerwehreinsätzen zu beachten. Für First Responder Einheiten gilt im Einsatz das Merkblatt für den Rettungsdienst im Bayer. Untermain.

Beide Merkblätter sind den Feuerwehren bereits zugestellt.

Aus- und Fortbildungsveranstaltungen und Übungen:

Bei den Aus- und Fortbildungsveranstaltungen und Übungen raten wir zu folgenden Maßnahmen:

Der Betrieb der Kinder- und Jugendgruppen ist ab sofort bis auf weiteres einzustellen.

Der Ausbildungs- und Übungsdienst der aktiven Mannschaft ist auf ein Minimum zu reduzieren. Für jede Ausbildungs- und Übungsveranstaltung ist bis auf weiteres eine kritische Prüfung der Notwendigkeit durchzuführen.

Ausbildungsveranstaltungen und Übungen gemeinsam mit mehreren Feuerwehren sind bis auf weiteres in jedem Fall zu unterlassen.

Landkreislehrgänge, Seminare, Streckendurchgänge im Atemschutzzentrum usw. werden ab dem 16.03.2020 bis auf weiteres eingestellt. Lehrgänge, die am 13.03.2020 beginnen und über den 16.03.2020 fortdauern finden bereits nicht mehr statt. Die anderen geplanten Lehrveranstaltungen am 13. und 14.03.2020 könnten aus unserer Sicht noch durchgeführt.

Die Staatlichen Feuerwehrschulen Bayerns haben Ihren Lehrbetrieb vorerst bis zum 19.04.2020 eingestellt.

Sonstige Veranstaltungen:  

Ab dem 16.03.2020 sollte bis auf weiteres auf Dienstversammlungen und Mitgliederversammlungen der Feuerwehren und der Feuerwehrvereine verzichtet werden. Für jede Zusammenkunft ist eine kritische Prüfung der Notwendigkeit durchzuführen.

Auf andere Festveranstaltungen und Events der Feuerwehrvereine sollten bis auf weiteres in jedem Fall verzichtet werden.

Der Kreisbrandinspektion mit dem Kreisfeuerwehrverband sagt hiermit die für den 27.03.2020 geplante Kommandantenversammlung verbunden mit der Verbandsversammlung in Westerngrund ab. Ein neuer Termin wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Feuerwehrgerätehäuser:

Die Feuerwehrhäuser und Feuerwachen mit ihren Vereinsräumen stellen die notwendige Gebäude-Infrastruktur für den Einsatzdienst und somit das Rückgrat für den Bevölkerungsschutz dar.

Auf eine Nutzung dieser baulichen Anlagen sollte bis auf weiteres für anderweitige fremde Zwecke aufgrund der bestehenden Infektionslage verzichtet werden.

Diese vorstehenden Aussagen wurden am 13.03.2020 getroffen und gelten für den Landkreis Aschaffenburg. Insgesamt ist die Lage derzeit dynamisch und kann zukünftig zu anderen Einschätzungen, Hinweisen und notwendigen Maßnahmen führen.

Für Rückfragen und Hilfen stehen wir den Feuerwehren gerne zur Seite.

Mit freundlichen Grüßen

KH Ostheimer, KBR

Sehr geehrte Feuerwehrführungskräfte,

derzeit werden für den normalen Übungs- und Einsatzdienst der Feuerwehren folgende Hinweise gegeben:

Aktuell sind keine Einschränkungen zu Aus- und Fortbildungsveranstaltungen und bei Einsätzen geboten, da jeder Angehörige einer Feuerwehr -in Eigenverantwortung- nur im gesunden Allgemeinzustand am Feuerwehrdienst teilnimmt.

Bei Übungen und Einsätzen der Feuerwehren gelten die allgemeinen Grundsätze der Hygiene:

  • Nach Möglichkeit mindestens 1–2 Meter Abstand zu hustenden und/oder niesenden Fremdpersonen
  • Händehygiene einhalten (gründliches Waschen der Hände mit Wasser + Seife)
  • Hustenetikette einhalten (z. B. Husten, Niesen in die Ellenbeuge)
  • bei ggf. vorliegendem Infektionsrisiko Atemschutzmaske verwenden (siehe Merkblatt RKI)

Das Merkblatt des Robert-Koch-Instituts (RKI) für den Coronavirus „Hygienemaßnahmen für nicht-medizinische Einsatzkräfte“ liegt als Anlage bei.

Für First Responder Einheiten gilt im Einsatz das Merkblatt für den Rettungsdienst im Bayer. Untermain, das ebenfalls beiliegt.

Bei den regelmäßig im Frühjahr stattfindenden Dienstversammlungen und Mitgliederversammlungen der Feuerwehren und der Feuerwehrvereine  gelten die nachfolgenden allgemeinen Grundsätze der Hygiene.

  • Wer sich krank fühlt bleibt zuhause
  • Vermeiden von Händeschütteln
  • Keine engen Begrüßungszeremonien
  • Häufiges Händewaschen (Seife, warmes Wasser)
  • Hustenetikette (Husten oder Niesen in die Ellenbeuge)
  • Verwendung von Papiertaschentücher (richtige Entsorgung)  

Veranstaltungen, die gemeinsam mit älteren Personen und deren Angehörigen stattfinden, können gerade für diese Personengruppen ein nicht auszuschließendes Infektionsrisiko mit sich bringen. Die Feuerwehren und Feuerwehrvereine sollten bei ihren sonstigen Veranstaltungen eigenverantwortlich insbesondere unter  Berücksichtigung der Anzahl und der Altersstruktur der Besucher, der räumlichen Enge im Veranstaltungsraum usw. prüfen, ob diese Veranstaltungen nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können.


Die Feuerwehrhäuser und Feuerwachen mit ihren Vereinsräumen stellen die notwendige Gebäude-Infrastruktur für den Übungs- und Einsatzdienst und somit das Rückgrat für den Bevölkerungsschutz dar. Die Feuerwehren sollten prüfen, inwieweit eine Nutzung dieser baulichen Anlagen derzeit für anderweitige fremde Zwecke aufgrund der bestehenden Infektionslage zu vermeiden ist.

Diese vorstehenden Aussagen wurden am 09.03.2020 getroffen und gelten für den Landkreis Aschaffenburg. Insgesamt ist die Lage derzeit dynamisch und kann zukünftig zu anderen Einschätzungen, Hinweisen und notwendigen Maßnahmen führen.

Für Rückfragen und Hilfen stehen wir den Feuerwehren gerne zur Seite.

Mit freundlichen Grüßen

KH Ostheimer

Hygienemaßnahmen für Einsatzkräfte

Hygiene Hinweise des Rettungsdienstes Bay. Untermain

112-Newsletter vom 10. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

unter dem Eindruck des Auftretens des „Corona-Virus“ in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Empfehlungen für angemessene Verfahrens- und Verhaltensweisen im Umgang insbesondere mit Großveranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern ausgesprochen. Des Weiteren thematisiert der Bundesgesundheitsminister auch den Besuch von kleineren Veranstaltungen und privaten Feiern.

Der Krisenstab der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Haltung des Bundesgesundheitsministers und gibt dessen Empfehlungen hier im Wortlaut wieder:

„Seit letzter Woche Mittwoch ist das Virus in Deutschland. Unser oberstes Ziel ist es, seine Ausbreitung zu verlangsamen. Denn je langsamer sich das Virus verbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen. Ein wichtiger Aspekt dabei sind Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Sie werden aus meiner Sicht immer noch zu zaghaft abgesagt. Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden. Nach zahlreichen Gesprächen mit den Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen. Prinzipien für den Umgang mit kleineren Veranstaltungen hat das RKI entwickelt.

Ich bin mir bewusst, welche Folgen das für die Bürgerinnen und Bürger oder Veranstalter hat. Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, wie wir mit den wirtschaftlichen Folgen umgehen. Klar ist aber: Unsere Gesundheit geht vor. Ich ermuntere auch jeden Einzelnen: Wägen Sie ab, was Ihnen im eigenen Alltag so wichtig ist, dass Sie darauf in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht verzichten wollen – sei es ein Clubbesuch, die Geburtstagsfeier im familiären Kreis oder die Vereinssitzung. Ich vertraue darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesen Zeiten kluge Entscheidungen für sich und ihre Liebsten treffen. Denn wir schützen mit dieser Vorsicht vor allem unsere älteren und chronisch kranken Mitbürger.“

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich sind die für Ihre Organisation Verantwortlichen Ihre zuständigen Ansprechpartner vor Ort für den Gesundheitsschutz und damit auch für den Schutz vor einer Corona-Infektion. Gleichwohl möchten wir Ihnen – rein informatorisch – die Hinweise nicht vorenthalten, die wir den Bediensteten im Geschäftsbereich des StMI über die einschlägigen Newsletter gegeben haben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir auf der Grundlage der vom Krisenstab der Staatsregierung gegebenen Handlungsempfehlungen dringend gebeten, Folgendes zu beachten:

1. Hinweis auf die allgemeinen Hygieneempfehlungen

Die üblichen Hygieneempfehlungen schützen auch vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus:

  • Abstand halten und engen Kontakt mit offensichtlich erkrankten Personen meiden.
  • Verzicht auf freundlichen Händedruck zur Begrüßung und Verabschiedung.
  • Häufiges Händewaschen mit Seife.
  • Benutzen von Einmaltaschentüchern auch zum Husten und Niesen, alternativ: Niesen oder Husten in die Ellenbeuge.

2. Umgang mit Rückkehrern aus Risikogebieten ohne Krankheitssymptome

Für Erwachsene, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben und keine Krankheitssymptome aufweisen, ist ein Ausschluss von der Arbeit bzw. vom Dienst nicht geboten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freistaats Bayern werden jedoch verpflichtet, nach der Rückkehr umgehend ihre Vorgesetzten darüber zu informieren, dass sie – die Mitarbeiter – sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Den anderen Dienstherren wird empfohlen, ebenso zu verfahren.

Bei Auftreten von Krankheitssymptomen sollten die Betroffenen zu Hause bleiben und sich telefonisch mit dem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst in Verbindung setzen.

3. Dienstreisen

Dienstreisen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Freistaats Bayern in Risikogebiete werden nur genehmigt, wenn zwingende Gründe dafür vorliegen. Den anderen Dienstherren wird empfohlen, ebenso zu verfahren.

Mit besten Grüßen Ihr Joachim Herrmann, MdL Staatsminister

Ihr

Gerhard Eck, MdL Staatssekretär

UNSERE THEMEN

Schutzmaßnahmen zum Coronavirus

Um eine weitere Ausbreitung so weit wie möglich zu verhindern, bitten wir Sie dringend, insbesondere die Hygieneempfehlungen zu beachten und diese auch im privaten Umfeld anzuwenden. Selbstverständlich werden Sie über weitere wesentliche Ergebnisse aus dem Krisenstab informiert. Allgemeine Informationen entnehmen Sie bitte der Internetseite des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de

» mehr