Mit einer durchweg positiven Bilanz endeten die 5. Reanimations-Quickies im Stadt- und Landkreis Aschaffenburg. Bereits zum fünften Mal bot die Aktion Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die wichtigsten Maßnahmen der Wiederbelebung praxisnah zu erlernen und aufzufrischen. Insgesamt beteiligten sich 41 Standorte an der Aktion, davon wurden 26 Standorte durch die Freiwilligen Feuerwehren beziehungsweise gemeinsam mit den Hilfsorganisationen betreut.
Ziel der Aktion war es, möglichst vielen Menschen die lebensrettenden Grundlagen der Wiederbelebung einfach und praxisnah zu vermitteln. Im Mittelpunkt standen dabei die drei entscheidenden Schritte im Notfall:
𝗣𝗿𝘂𝗲𝗳𝗲𝗻: Ist die Person bewusstlos und atmet sie nicht?
𝗥𝘂𝗳𝗲𝗻: Sofort den Notruf 112 wählen.
𝗗𝗿𝘂𝗲𝗰𝗸𝗲𝗻: Unverzüglich mit einer schnellen und kräftigen Herzdruckmassage beginnen – mittig auf dem Brustkorb, etwa 5 cm tief und mit einer Frequenz von 100 bis 120 Mal pro Minute – bis der Rettungsdienst eintrifft.
Ein besonderes Augenmerk lag an den Stationen zudem auf der Wiederbelebung von Frauen. Dabei wurde gezielt die Botschaft vermittelt: „Keine Angst bei der Reanimation von Frauen!“ Studien zeigen, dass Frauen im Herz-Kreislauf-Stillstand durch Laien nachweislich seltener reanimiert werden. Gründe hierfür sind unter anderem Unsicherheiten hinsichtlich des richtigen Druckpunktes, die Angst vor falschen Berührungen sowie die Tatsache, dass Reanimationsmaßnahmen häufig ausschließlich an männlichen Übungspuppen vermittelt werden. Hinzu kommen Wissenslücken über die teilweise unterschiedlichen Herzinfarkt-Symptome bei Frauen und Männern sowie der weit verbreitete Irrglaube, Frauen seien seltener von Herzerkrankungen betroffen.
Die Resonanz an den zahlreichen Standorten war durchweg sehr gut. Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, die Herzdruckmassage unter fachkundiger Anleitung zu üben. Erfreulicherweise kamen auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher gezielt zu den Übungsstationen, um ihre Kenntnisse aufzufrischen oder erstmals praktische Erfahrungen zu sammeln.
Der offizielle Pressetermin für den Landkreis fand in Laufach statt. Die Veranstaltung wurde durch Landrat Dr. Alexander Legler eröffnet. Ebenfalls vor Ort war Monika Gabel von der Gesundheitsregionplus Landkreis und Stadt Aschaffenburg.
Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit ihren zahlreichen Helferinnen und Helfern, die den Aktionstag mit großem Engagement ermöglicht haben. Ebenso danken die Organisatoren allen Bürgerinnen und Bürgern, die das Angebot wahrgenommen und damit ein wichtiges Zeichen für mehr Sicherheit im Notfall gesetzt haben.
Auch die Kreisbrandinspektion, vertreten durch KBM Brinkmann als Fach-Kreisbrandmeister für First Responder, Erste Hilfe und Psychosoziale Notfallversorgung, sowie der Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg sprechen allen Helferinnen und Helfern ihren ausdrücklichen Dank für die hervorragende Durchführung der Aktion sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Interesse und ihre aktive Mitwirkung aus. Gemeinsam wurde ein wichtiger Beitrag geleistet, die Bereitschaft zur Ersten Hilfe in der Bevölkerung weiter zu stärken und im Ernstfall Leben retten zu können.
𝗦𝗮𝘃𝗲 𝘁𝗵𝗲 𝗗𝗮𝘁𝗲: Die 6. Reanimations-Quickies finden am Samstag, 3. Juli 2027, wieder an zahlreichen Standorten im Stadt- und Landkreis Aschaffenburg statt. Merken Sie sich den Termin bereits heute vor – weitere Informationen zu den teilnehmenden Standorten werden rechtzeitig bekannt gegeben.







