Auch in den Nachmittagsstunden nach der vergangenen Unwetternacht waren die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg weiterhin stark gefordert. Das Einsatzaufkommen riss auch Stunden nach den heftigen Niederschlägen nicht ab. In den vom Unwetter betroffenen Gemeinden kam es immer wieder zu Einsätzen aufgrund vollgelaufener Keller und weiterer Unwetterschäden.
Akkubrand nach Überflutung einer Produktionshalle
Gegen 15:46 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Haibach gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Max Asmar in die Industriestraße-West in Haibach alarmiert. In einem Gewerbebetrieb waren zwei Pakete mit Akkus in Brand geraten. Nach ersten Erkenntnissen war eine Produktionshalle während der Unwetterlage am Morgen überflutet worden. In der Folge kam es zu einem thermischen Durchgehen der Akkus, wodurch diese in Brand gerieten. Die Feuerwehr löschte die brennenden Akkus ab und verbrachte die Pakete anschließend in ein Wasserbad, um eine erneute Reaktion auszuschließen. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes Aschaffenburg übernahm die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.
Kleinkind aus Pkw befreit
Um 16:32 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Kleinostheim zu einem eingeschlossenen Kleinkind in einem Pkw alarmiert. Noch während des Ausrückens erhielten die Einsatzkräfte von der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain die Rückmeldung, dass das Kind inzwischen befreit worden war. Ein Eingreifen der Feuerwehr war somit nicht mehr erforderlich. Die Einsatzkräfte brachen den Einsatz daraufhin ab.
Zimmerbrand schnell unter Kontrolle
Um 17:09 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Kahl und Karlstein sowie Kreisbrandinspektor Georg Thoma zu einem gemeldeten Zimmerbrand in den Kahler Burgweg alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Meldung: Ein Zimmer im Erdgeschoss war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Unter der Leitung von Kommandant Alexander Reuß brachte die Feuerwehr den Brand mit drei Trupps unter Atemschutz und einem C-Rohr schnell unter Kontrolle und löschte das Feuer. Zur Kontrolle auf verbliebene Glutnester kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Um an die letzten Glutnester zu gelangen, musste das Brandgut aufwendig unter Atemschutz ins Freie gebracht und dort nachgelöscht werden. Zudem wurden die giftigen Brandgase mit einem Hochleistungslüfter aus dem Gebäude befördert.
Insgesamt waren rund 28 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Ein Rettungswagen der BRK-Rettungswache Alzenau sicherte die Feuerwehrkräfte medizinisch ab, musste jedoch nicht tätig werden.
Feuerwehrsanitäter unterstützen Rettungsdienst
Um 17:25 Uhr wurden die Feuerwehrsanitäter der Freiwilligen Feuerwehr Sailauf sowie um 18:32 Uhr die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Bessenbach jeweils in ihrem Zuständigkeitsbereich zu einem medizinischen Notfall im Ortsgebiet alarmiert. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes / Notarztes übernahmen sie die Erstversorgung des Patienten und trugen so zur Verkürzung des therapiefreien Intervalls bei.
Mit Blick auf die vergangenen Stunden bleibt zu hoffen, dass die Einsatzkräfte im Landkreis Aschaffenburg nun eine ruhige und möglichst einsatzfreie Nacht verbringen können. Ein Dank gilt allen Feuerwehrkräften sowie dem Rettungsdienst und der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain für ihren Einsatz und die Unterstützung im Laufe des Tages.
Bilder: FF Kahl






























