











Wir haben folgenden Lehrgang für euch im Angebot:
Lehrgangsart: Aufbaulehrgang für Kommandanten mit Gruppenführerqualifikation
Lehrgangsdauer: 02.09. - 03.09.2026
Schulungsort: SFS Würzburg
Interessierte melden sich bitte per Email an KBI Thilo Happ unter
Am 02.07.2026 wurde gegen 09:55 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Weibersbrunn gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff zu einem PKW-Brand auf die Bundesautobahn BAB A 3 in Fahrtrichtung Würzburg zwischen der Rastanlage Spessart-Süd und der Haseltalbrücke alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Weibersbrunn stand ein Lotus-Sportwagen bereits in Vollbrand. Unverzüglich wurde ein Löschangriff mit einem C-Rohr durch einen Trupp unter Atemschutz eingeleitet.
Das Feuer konnte nach kurzer Zeit erfolgreich gelöscht werden. Während der Löscharbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Würzburg für rund 30 Minuten voll gesperrt werden. Im Anschluss konnte der Verkehr bis zum Abschluss der Bergungs- und Reinigungsarbeiten auf zwei Fahrstreifen an der Einsatzstelle vorbeigeleitet werden.
Die Aufgaben der Feuerwehr umfassten die Brandbekämpfung sowie die Absicherung der Einsatzstelle.
Für die abschließende Reinigung der Fahrbahn wurde von der Autobahnmeisterei eine Fachfirma hinzugezogen.
Die Feuerwehren waren mit insgesamt acht Fahrzeugen und rund 30 Einsatzkräften unter der Einsatzleitung von Michael Edelmann, Kommandant der Feuerwehr in Weibersbrunn, im Einsatz.
Der Feuerwehreinsatz war gegen 12:30 Uhr beendet.
(Quelle und Bilder FF Weibersbrunn)


Der Art. 2 Abs. 1 des Feuerwehr- und Hilfsorganisationen-Ehrenzeichengesetzes wird über ein Änderungsgesetz wie folgt zum 01.07.2026 geändert:
Der bisherige Satz 2 des Art. 2 Abs. 1 wird gestrichen:
„2Für besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen oder bei der Bekämpfung von Bränden und sonstigen Notständen oder für besondere Verdienste um eine der in Art. 1 Nr. 2 und 3 genannten Organisationen wird es als Steckkreuz verliehen.“
Der neue Satz 2 des Art. 2 Abs. 1 ist zukünftig wie folgt gefasst:
„2Für besondere Verdienste
1.um das Feuerlöschwesen oder bei der Bekämpfung von Bränden und sonstigen Notständen oder
2.um eine der in Art. 1 Nr. 2 und 3 genannten Organisationen, auch bei der Rettung von Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen, bei der Leistung humanitärer Hilfe oder bei der Wiederherstellung zerstörter Infrastrukturen nach Katastrophen
im In- und Ausland wird es als Steckkreuz verliehen.“
Zusätzlich wird dem Art. 2 Abs. 1 folgender Satz 3 angefügt:
„3Das Steckkreuz kann bei entsprechendem Einzelverdienst auch an hauptamtliche Angehörige des Feuerlöschwesens oder der entsprechenden Organisation verliehen werden.“
Das aktuelle Feuerwehr- und Hilfsorganisationen-Ehrenzeichengesetz (FwHOEzG) mit Stand zum 01.07.2026 kann hier heruntergeladen werden:
Die Feuerwehrerlebniswelt in Augsburg hat am 01.07.2026 ihr neues Katastrophenhaus eröffnet. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat vor Ort gratuliert und betont, wie einzigartig die Einrichtung ist: "Seit Mai 2021 wird in der Feuerwehrerlebniswelt auf 3.000 Quadratmetern Wissen eindrucksvoll und unterhaltsam vermittelt – Wissen, das Leben retten kann! Hier ist Feuer und Brandschutz für interessierte Laien genauso wie Feuerwehrleute und Fachpublikum erlebbar. Mit dem Katastrophenhaus wird nun eine weitere Attraktion geschaffen, die die zentralen Aspekte des Bevölkerungsschutzes in den Mittelpunkt stellt und anschaulich darstellt." Die Besucherinnen und Besucher erfahren im immersiven Katastrophenhaus hautnah, wie eine Notsituation entsteht und welche Herausforderungen damit verbunden sind. Der Freistaat Bayern hat die Feuerwehrerlebniswelt von 2022 bis 2024 mit 540.000 Euro unterstützt. Hiervon wurden rund 100.000 Euro in das Projekt 'Katastrophenschutz erleben' investiert, aus dem das Katastrophenhaus entstanden ist.
Herrmann erklärte, dass Bayern über ein gut aufgestelltes Gefahrenabwehr- und Hilfeleistungssystem verfüge, das neben der Polizei aus den Feuerwehren, den freiwilligen Hilfsorganisationen und dem technischen Hilfswerk besteht. "Mit 430.000 Einsatzkräften engagieren sich hier die Helferinnen und Helfer weit überwiegend ehrenamtlich in ihrer Freizeit." Dabei sind in den letzten Jahren die Anforderungen an die Einsatz- und Führungskräfte gewachsen und die Herausforderungen vielfältiger und komplexer geworden. "Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so zahlreiche ehrenamtlich Engagierte haben, die für die Sicherheit im Freistaat sorgen und ihren Mitmenschen in der Not helfen. Das ist nicht selbstverständlich und findet sich in kaum einem anderen Bundesland. Hierfür danke ich allen Einsatzkräften sehr herzlich", so der Innenminister.
(Quelle StMI Bayern PM 208/2026 vom 01.07.2026)
Infos zur Feuerwehrerlebniswelt in Augsburg unter:
https://feuerwehrerlebniswelt.de
Vielleicht ein interessantes Ausflugziel für Kinder- Jugendfeuerwehren oder als Ziel für einen Besuch während eines Feuerwehrvereinsausflug.
(6 Bilder vom Ausflug des KFV AB FR KiFeu in die Feuerwehrerlebniswelt nach Augsburg)



Bei zwei in Haibach aufgefundenen Breitflügelfledermäusen wurde das Europäische Fledermaus Lyssavirus 1 nachgewiesen. Es sind die ersten bekannten Befunde dieser Art im Landkreis Aschaffenburg und der zehnte beziehungsweise elfte Nachweis einer tollwut-positiven Fledermaus in Bayern.
Ein Grund zur Besorgnis besteht nicht. Wie bei allen Wildtieren gilt auch für Fledermäuse, dass sie nicht mit bloßen Händen angefasst werden sollten - insbesondere, wenn sie am Tag entdeckt werden, untypisches Verhalten zeigen oder flugunfähig sind. Gerade in diesen Fällen sollte Abstand gehalten werden. Auch der Kontakt mit Haustieren sollte vermieden werden.
An Tollwut erkrankte Fledermäuse leiden in der Regel an neurologischen Ausfällen, Orientierungslosigkeit, Lähmungserscheinungen, Schluckbeschwerden und wirken häufig aggressiv, indem sie beispielsweise nahegelegene Gegenstände attackieren. Auffällig ist auch, wenn die nachtaktiven Tiere tagsüber angetroffen werden. Auf Grund der Lähmungserscheinungen liegen sie oft am Boden und können in Kontakt mit Hunden oder Katzen geraten. Bei derartigen Auffälligkeiten sollte das Team der Fledermausberaterinnen und -berater oder auch das Veterinäramt informiert werden. Für den Landkreis Aschaffenburg sind Michael Lutz und Thomas Bormann als Fledermausberater aktiv.
Wer Fledermäuse im Umfeld der Wohnung hat, kann zum Schutz vor Einflügen Fliegenschutzgitter an geöffneten Fenstern anbringen. Personen, die beruflich oder ehrenamtlich mit oder im Umfeld von Fledermäusen arbeiten, wird empfohlen, sich mit einer Tollwut-Impfung zu schützen. Haustiere, die regelmäßig gegen Tollwut geimpft werden, sind nach Auffassung der Ständigen Impfkommission für Veterinärmedizin gut gegen das Europäische Fledermaus Lyssavirus 1 geschützt. Der Impfschutz von Hunden und Katzen sollte daher regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf aufgefrischt werden.
Eine unbehandelte oder nicht rechtzeitig behandelte Infektion verläuft beim Menschen im Regelfall tödlich. Es besteht jedoch kein akuter Anlass zur Beunruhigung. Es empfiehlt sich die oben genannten, allgemeinen Schutzmaßnahmen gegenüber Wildtieren einzuhalten. Im Falle eines Bisses oder sonstigen Hautkontakts kann eine Tollwuterkrankung durch eine postexpositionelle Prophylaxe - kurz PEP - zuverlässig verhindert werden. Diese Behandlung sollte im Ernstfall möglichst umgehend begonnen werden.
Das Europäische Fledermaus Lyssavirus 1 zählt wie dessen beiden weiteren Virusvarianten und wie auch das klassische Tollwutvirus zu den Rhabdoviridae. Diese sind Auslöser der Tollwut. Bei der Tollwuterkrankung handelt sich um eine sogenannte Zoonose - eine Infektion, die vom Tier auf den Menschen und andere Tiere übertragbar ist. Auch Haustiere wie zum Beispiel Katzen können sich infizieren. Eine Infektion geschieht durch den Kontakt des Speichels mit der Blutbahn. Daher sind Bisse, Kratzer und der direkte Hautkontakt mit erkrankten Tieren bedenklich. Bei Ausscheidungen wie Urin und Kot besteht wiederum keine Infektionsgefahr. Da eine Übertragung der Tollwutviren nur bei direktem Kontakt mit einer infizierten Fledermaus möglich ist, geht von deren Quartieren oder von umherfliegenden Fledermäusen ebenfalls kein Risiko für den Menschen aus.
Fledermäuse erfüllen als Insektenfresser wichtige Funktionen im Naturhaushalt. Alle Arten sind in Deutschland gesetzlich streng geschützt. Für ihren Erhalt sind sie auf die Unterstützung des Menschen angewiesen - zum Beispiel durch Duldung ihrer Quartiere an Gebäuden. Wer Fledermäuse am Haus bemerkt, eine Fledermaus findet oder einen Beratungsbedarf hat, ist eingeladen, sich an die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Aschaffenburg zu wenden.
Weitere Informationen zur Fledermaustollwut und allgemein zu Fledermäusen finden sich unter anderem auf den Seiten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, des Friedrich-Loeffler-Instituts und des Landesamtes für Umwelt:
- https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/tollwut/index.htm#fledermaustollwut
- https://stiko-vet.fli.de/de/impftabelle/a-kleine-haustiere/a-1-hunde/tollwut/
- https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00022910/FLI-Informationen_Fledermaeuse_2019-08-20_bf.pdf
- https://www.lfu.bayern.de/natur/fledermausschutz/index.htm
- https://www.lfu.bayern.de/natur/fledermausschutz/doc/fledermaustollwut_schuetzende.pdf
(Quelle LRA AB PM 146/2026 vom 01.07.2026)

Der 1. Juli 2026 wird als einer der einsatzreichsten Tage in die Geschichte der Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg eingehen.
Rund 350 Einsätze mussten innerhalb kürzester Zeit von den Feuerwehren im Landkreis bewältigt werden. Das Einsatzspektrum reichte von Wasserschäden und umgestürzten Bäumen über zahlreiche technische Hilfeleistungen und mehrere Brände bis hin zu First-Responder-Einsätzen sowie Unterstützungsleistungen für den Rettungsdienst.
Seit der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bis in die Abendstunden standen unzählige Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner nahezu ohne Unterbrechung im Einsatz. Sie haben ihre Freizeit, ihren Schlaf und oft auch ihre Familien zurückgestellt, um dort zu helfen, wo Hilfe dringend benötigt wurde. Mit großem Engagement, hoher Professionalität und beeindruckender Einsatzbereitschaft sorgten sie dafür, dass Menschen schnell und zuverlässig unterstützt werden konnten.
Dass sämtliche Einsätze im Landkreis Aschaffenburg erfolgreich abgearbeitet werden konnten und darüber hinaus auch die Feuerwehr Aschaffenburg Unterstützung erhielt, ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt und die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehren.
Im Namen der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg und auch ganz persönlich gilt allen Einsatzkräften ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön. Eine solche Leistung ist alles andere als selbstverständlich und verdient höchsten Respekt und Anerkennung.
Unser Dank gilt ebenso den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Einsätze freigestellt haben, sowie den Familien und Angehörigen, die an einem solchen Tag auf gemeinsame Zeit verzichten und ihren Liebsten den Rücken stärken. Auch sie leisten einen wichtigen Beitrag zu diesem außergewöhnlichen Engagement.
350 Einsätze an einem Tag – eine beeindruckende Zahl. Noch beeindruckender sind jedoch die Menschen, die sie bewältigt haben.
Einfach: Danke!

Auch in den Nachmittagsstunden nach der vergangenen Unwetternacht waren die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg weiterhin stark gefordert. Das Einsatzaufkommen riss auch Stunden nach den heftigen Niederschlägen nicht ab. In den vom Unwetter betroffenen Gemeinden kam es immer wieder zu Einsätzen aufgrund vollgelaufener Keller und weiterer Unwetterschäden.
Akkubrand nach Überflutung einer Produktionshalle
Gegen 15:46 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Haibach gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Max Asmar in die Industriestraße-West in Haibach alarmiert. In einem Gewerbebetrieb waren zwei Pakete mit Akkus in Brand geraten. Nach ersten Erkenntnissen war eine Produktionshalle während der Unwetterlage am Morgen überflutet worden. In der Folge kam es zu einem thermischen Durchgehen der Akkus, wodurch diese in Brand gerieten. Die Feuerwehr löschte die brennenden Akkus ab und verbrachte die Pakete anschließend in ein Wasserbad, um eine erneute Reaktion auszuschließen. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes Aschaffenburg übernahm die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.
Kleinkind aus Pkw befreit
Um 16:32 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Kleinostheim zu einem eingeschlossenen Kleinkind in einem Pkw alarmiert. Noch während des Ausrückens erhielten die Einsatzkräfte von der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain die Rückmeldung, dass das Kind inzwischen befreit worden war. Ein Eingreifen der Feuerwehr war somit nicht mehr erforderlich. Die Einsatzkräfte brachen den Einsatz daraufhin ab.
Zimmerbrand schnell unter Kontrolle
Um 17:09 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Kahl und Karlstein sowie Kreisbrandinspektor Georg Thoma zu einem gemeldeten Zimmerbrand in den Kahler Burgweg alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Meldung: Ein Zimmer im Erdgeschoss war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Unter der Leitung von Kommandant Alexander Reuß brachte die Feuerwehr den Brand mit drei Trupps unter Atemschutz und einem C-Rohr schnell unter Kontrolle und löschte das Feuer. Zur Kontrolle auf verbliebene Glutnester kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Um an die letzten Glutnester zu gelangen, musste das Brandgut aufwendig unter Atemschutz ins Freie gebracht und dort nachgelöscht werden. Zudem wurden die giftigen Brandgase mit einem Hochleistungslüfter aus dem Gebäude befördert.
Insgesamt waren rund 28 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Ein Rettungswagen der BRK-Rettungswache Alzenau sicherte die Feuerwehrkräfte medizinisch ab, musste jedoch nicht tätig werden.
Feuerwehrsanitäter unterstützen Rettungsdienst
Um 17:25 Uhr wurden die Feuerwehrsanitäter der Freiwilligen Feuerwehr Sailauf sowie um 18:32 Uhr die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Bessenbach jeweils in ihrem Zuständigkeitsbereich zu einem medizinischen Notfall im Ortsgebiet alarmiert. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes / Notarztes übernahmen sie die Erstversorgung des Patienten und trugen so zur Verkürzung des therapiefreien Intervalls bei.
Mit Blick auf die vergangenen Stunden bleibt zu hoffen, dass die Einsatzkräfte im Landkreis Aschaffenburg nun eine ruhige und möglichst einsatzfreie Nacht verbringen können. Ein Dank gilt allen Feuerwehrkräften sowie dem Rettungsdienst und der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain für ihren Einsatz und die Unterstützung im Laufe des Tages.
Bilder: FF Kahl



