Am Montagmorgen, 10. August 2026, wurden gegen 9.15 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren aus Karlstein, Alzenau, Hörstein und Wasserlos zu einem gemeldeten Lkw-Brand auf der Bundesautobahn 45 zwischen den Anschlussstellen Karlstein und Kleinostheim in Fahrtrichtung Aschaffenburg alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die gemeldete Lage. Bei dem betroffenen Fahrzeug handelte es sich um einen Gliederzug. Die Zugmaschine sowie der mit Kartonagen beladene Aufbau standen zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand. Durch den schnellen Löschangriff der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Anhänger verhindert werden.
Unmittelbar nach dem Eintreffen wurde ein massiver Löschangriff mit drei C-Rohren eingeleitet. Im weiteren Verlauf der Löscharbeiten kamen insgesamt zehn Atemschutztrupps zum Einsatz. Die Löschwasserversorgung wurde sowohl aus den Tanklöschfahrzeugen als auch über den Abrollbehälter Wasser sichergestellt. Erschwert wurden die Arbeiten durch die massive Rauchentwicklung und die hochsommerlichen Temperaturen.
Zwischenzeitlich hatte das Feuer auch auf den angrenzenden Grünstreifen übergegriffen. Auch dort konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Vorsorglich wurden zusätzlich zwei geländegängige Einsatzfahrzeuge über ein angrenzendes Wohngebiet sowie eine Wiesenfläche an die Einsatzstelle herangeführt, um bei Bedarf eine Brandausbreitung von dieser Seite aus verhindern zu können. Hierzu kamen das Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Wasserlos sowie das landkreiseigene Waldbrand-Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Hörstein zum Einsatz.
Für die Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten wurde die BAB 45 in Fahrtrichtung Aschaffenburg in Abstimmung mit der Polizei voll gesperrt. Zum Einrichten der Vollsperrung kam der Verkehrssicherungsanhänger der Feuerwehr Karlstein zum Einsatz.
Ein Rettungswagen der BRK-Rettungswache Alzenau stand zur medizinischen Absicherung der Einsatzkräfte bereit; ein rettungsdienstliches Eingreifen war jedoch nicht erforderlich.
Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit zwölf Fahrzeugen an dem Einsatz beteiligt. Die Einsatzleitung lag beim Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Karlstein, Andreas Emge. Seitens der Kreisbrandinspektion waren Kreisbrandinspektor Georg Thoma sowie Kreisbrandmeister und Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Markus Fischer vor Ort.
Nach ersten Erkenntnissen war vermutlich ein technischer Defekt ursächlich für den Brand. Bereits rund 300 Meter vor der eigentlichen Einsatzstelle hatte das brennende Fahrzeug eine Ölspur verursacht. Die abschließende Klärung der Brandursache obliegt den zuständigen Ermittlungsbehörden.
Dieses Foto wurde in Großostheim aufgenommen und zeigt die massive Rauchentwicklung.