Zum Pfingstwochenende steigt durch die sommerlichen Temperaturen die Gefahr von Vegetationsbränden in Wald und Flur in ganz Unterfranken wieder deutlich an.
Deshalb ordnet die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in Unterfranken über das Pfingstwochenende die Luftbeobachtung der Wälder und Fluren für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken an.
Auf Grund des schönen Wetters und der Feiertage ist mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur zu rechnen. Dadurch ist für den gesamten Zeitraum der Anordnung die Schadenseintrittswahrscheinlichkeit deutlich erhöht.
In den Nachmittagsstunden sind je ein Beobachtungsflugzeuge über eine Ost- und eine West-Route über Unterfranken unterwegs, um mögliche Brände frühzeitig zu erkennen.
Das seit 03. April 2026 auf dem Flugplatz Giebelstadt in Bereitschaft gestellte Schnelle Einsatzflugzeug (SEF) steht weiterhin, wie bereits mit seiner Indienstellung hier bekanntgegeben, für die Luftbeobachtung von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in konkreten Einsatzlagen zur Verfügung.
Die konkrete Anforderung einer Luftbeobachtung für einen Einsatzfall im Landkreis Aschaffenburg erfolgt durch die Einsatzleitung Vorort über die Integrierte Leitstelle Bayer. Untermain. Auf die eigenen Möglichkeiten einer Luftaufklärung eines konkreten Schadensgebietes durch unser Drohnenteam wird ebenfalls verwiesen.
Bitte helft sie alle mit, unsere Wälder und Fluren vor eine Vernichtung durch Brände zu schützen und verhaltet sie sich verantwortungsvoll.
Maßnahmen zur Waldbrandverhütung:
- Kein offenes Feuer:
Im Wald und in Waldnähe ist offenes Feuer strengstens verboten, auch Grillen ist nur auf speziell dafür vorgesehenen und genehmigten Plätzen erlaubt.
- Rauchverbot:
Vom 1. März bis zum 31. Oktober gilt in Bayern für Waldbesucher ein Rauchverbot im Wald.
- Vorsicht mit Fahrzeugen:
Autos mit Katalysatoren sollten nicht über trockenem Gras geparkt werden, da dies zu Bränden führen kann.
- Unerlaubtes Parken vermeiden:
Einfahrten zu Waldwegen dürfen nicht zugeparkt werden, da diese als Rettungswege und Anfahrtswege für die Feuerwehr dienen.
- Vermeidung von Glutnestern:
Zigarettenkippen oder glimmende Gegenstände dürfen nicht einfach weggeworfen werden.
- Wachsamkeit:
Jeder Waldbrand ist umgehend über die Notrufnummer 112 zu melden.
- Beachtung der Waldbrandgefahrenstufen:
Je nach Gefahrenstufe können zusätzliche Einschränkungen im Wald, wie Betretungsverbote oder das Verbot der Nutzung von Feuerstellen und Grillplätzen, gelten.
- Verwendung von Rettungspunkten und Handy-Apps:
Bei der Meldung eines Waldbrandes können Rettungspunkte, die in regelmäßigen Abständen im Wald angebracht sind, zur genauen Ortung des Brandes dienen.
Eine Standortbestimmung eines Waldbrandes kann auch einfach über die Handy-App What3Words erfolgen und die drei Wörter mit dem Notruf an die Integrierte weitergegeben werden.
