Am Dienstagmittag gegen 13:30 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine starke Rauchentwicklung im Waldgebiet zwischen Hanau, Kahl und Alzenau, im Bereich von Schloss Emmerichshofen. Daraufhin wurde durch die Leitstelle Bayerischer Untermain die Feuerwehr Kahl mit dem Stichwort „Rauchentwicklung im Freien“ in das betroffene Forstgebiet alarmiert.

Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Bodenfeuer auf einer Gesamtfläche von rund 4.000 Quadratmetern direkt auf der hessisch-bayerischen Landesgrenze ausgebrochen war. Durch die trockene Vegetation und leichten Wind breitete sich der Brand rasch aus. Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin das Alarmstichwort, sodass weitere Feuerwehren aus dem Landkreis
Aschaffenburg nachrückten.

Zur Brandbekämpfung wurde ein Löschangriff von zwei Seiten mit mehreren D-Rohren aufgebaut, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Wasserversorgung erfolgte über mehrere Tanklöschfahrzeuge und Abrollbehälter Wasser der Feuerwehren Hanau, Alzenau, Hörstein, Karlstein und Kahl. Da auch bei der benachbarten Leitstelle Main-Kinzig zahlreiche Notrufe eingingen, wurden parallel Kräfte der Feuerwehr Hanau alarmiert. Die Zusammenarbeit zwischen den bayerischen und hessischen Einsatzkräften funktionierte reibungslos.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht war, begannen aufwändige Nachlöscharbeiten. Mit speziellem Waldbrandwerkzeug wurde der Waldboden aufgelockert, um Glutnester freizulegen und abzulöschen. Dabei unterstützten weitere Löschfahrzeuge aus den Nachbarwehren die Einsatzkräfte. Zur Absicherung der Feuerwehrleute stand während der kräftezehrenden Arbeiten ein Rettungswagen bereit.


Der Einsatzleitung an der Brandstelle standen mehrere Führungsfahrzeuge zur Verfügung. Diese koordinierten unter anderem die Einsatzkräfte in Bereitstellung und dienten als Ansprechpartner für anfahrende Fahrzeuge. Dank der guten Zusammenarbeit von rund 40 Einsatzkräften der Feuerwehr Hanau und etwa 90 Kräften aus dem Landkreis Aschaffenburg konnte der Einsatz nach rund vier Stunden beendet werden. Wie es zu dem Brand kam, ist nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Text: Marwin Stephan, Stellv. Kommandant, Freiwillige Feuerwehr Kahl
Fotos: Bild 1 bis 9 Marwin Stephan, Feuerwehr Kahl | Bild 10 Feuerwehr Karlstein

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