Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere, hochansteckende und unheilbare Virusinfektion, die ausschließlich gehaltene Schweine und Wildschweine befällt und fast immer zum Tod der infizierten Schweine führt. Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich.
Die Afrikanische Schweinepest tritt seit 2014 in verschiedenen Ländern der Europäischen Union auf. Diese für Schweine und Wildschweine sehr bedeutsame Tierseuche verbreitet sich – ausgehend von östlich an die Europäische Union angrenzenden Ländern – zusehends in Europa.
Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen sind in Deutschland bisher in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie seit Mitte Juni 2024 aktuell auch in Hessen und Rheinland-Pfalz aufgetreten.
Einzelne Ausbrüche der Afrikanische Schweinepest, auch bei gehaltenen Schweinen, gab es bisher in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Niedersachsen. Diese Ausbrüche sind inzwischen getilgt und die damit zusammenhängenden behördlichen Maßnahmen sowie die Sperrzonen aufgehoben worden. Im Juni 2024 gab es bei gehaltenen Schweinen einen neuen Fall in Mecklenburg-Vorpommern, im Juli 2024 neue Fälle in Hessen.
Derzeit sind im Freistaat Bayern noch keinerlei Fälle von ASP bekannt. Jedoch ist durch das Auftreten der Tierseuche in Hessen, sowohl bei gehaltenen Schweinen als auch bei Wildschweinen, mit einem in nur 22 Kilometer von der Aschaffenburger Landkreisgrenze gefundenen infizierten Wildschwein die Tierseuche nicht mehr allzu weit von Bayern entfernt.
Bisher konnte bei einer Entdeckung der Tierseuche durch eine konsequente Bekämpfung die weitere Ausbreitung der Seuche immer verhindert werden. Die Zuständigkeit der Tierseuchenbekämpfung liegt bei den Landratsämtern mit ihren Veterinärämtern.
Derzeit ist das Ziel unseres Veterinärsamtes eine mögliche Eintragung der ASP in den Freistaat Bayern so frühzeitig wie möglich zu erkennen. Es werden daher in diesen Tagen die Wälder an der Landesgrenze zum Landkreis Darmstadt-Dieburg mit Hunden rein präventiv nach verendetem Schwarzwild zur Früherkennung abgesucht.
Das Veterinäramt bittet, eigene Hunde an der Leine zu behalten, um die Arbeit der Suchteams nicht zu beeinträchtigen. Wer ein verendetes Schwein im Landkreisgebiet finden sollte, wird gebeten, eine Meldung an die Jagdpächterin, den Jagpächter oder das Veterinäramt zu machen.
Insgesamt setzt der Landkreis Aschaffenburg bereits seit vielen Jahren auf Prävention und bereitet sich mit seinem Veterinäramt intensiv vor, um zügig und entschlossen weitere Schutzmaßnahmen gegen einen möglichen Ausbruch und die Verbreitung der ASP realisieren zu können. Daher stehen sowohl Meldeketten fest, als auch zahlreich Ausrüstung bereit, wie zum Beispiel Schutzkleidung und Transportutensilien, wie ein besonderer Bergungsanhänger an den extra errichteten Verwahrstellen. Zudem sind in den vergangenen Jahren alle bekannten Schweinehalterinnen und -halter immer wieder zum Thema sensibilisiert worden und die Vorbereitungen mit den Revierinhaberinnen und -inhabern abgestimmt.
Bei allen geschossenen oder verendet gefundenen Wildschweinen wird eine Blutprobe zur Untersuchung auf die ASP genommen. Bei einem positiven Ergebnis sind weitere Schutzmaßnahmen und Verbote des Veterinäramtes notwendig. So muss diese Stelle als Kerngebiet des Seuchenausbruchs in einem Radius von drei Kilometer eingezäunt werden. Dafür sind rund 18 km eines speziellen Wildzauns und Aufbauhelfer notwendig.
Dringt der Virus trotz aller Schutzmaßnahmen in einen gehaltenen Schweinebestand ein, dann muss der Bestand getötet werden. Alle Personen und alle Fahrzeuge, die den Seuchenbetrieb verlassen, müssen gereinigt und desinfiziert werden, um eine weitere Verschleppung des Virus zu verhindern.
Alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest zielen letztlich darauf ab, durch die Verhinderung der Ausbreitung der Tierseuche große wirtschaftliche Schäden bei der Landwirtschaft und der angeschlossenen Fleischindustrie zu vermeiden.
Unser Veterinäramt hat alle notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung von ASP vorgeplant und vorbereitet. Es fanden hierzu auch schon Besprechungen mit der Kreisbrandinspektion statt.
Die Kreisbrandinspektion sieht die Unterstützung des Veterinäramtes bei der Tierseuchenbekämpfung hauptsächlich beim ABC-Dienst der Feuerwehr. Mit seiner mobilen Desinfektionsstelle können die Reinigung und die Desinfektion der Personen und der Fahrzeuge, die bei den Notmaßnahmen in einem Seuchenbetrieb das Gelände verlassen, unter der fachlichen Leitung des Veterinäramtes durchgeführt werden.
Bilder von der von den Freiwilligen Feuerwehren Großostheim und Stockstadt betriebenen Desinfektionsstelle bei Übungen in Großostheim:













Am 07. August 2024 entlud sich nach einer voraus gegangenen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes gegen 17 Uhr ein schweres Gewitter über Großostheim. Starke Windböen und sehr große Regenmengen in einem sehr kurzen Zeitraum führten zu einigen Feuerwehreinsätzen.
Um 17:03 Uhr ging die erste von sieben Einsatzmeldungen bei der Feuerwehr in Großostheim ein. Insgesamt waren 19 Einsatzkräfte mit fünf Einsatzfahrzeugen im Einsatz, um die Unwetterschäden zu beseitigen. Das Einsatzende war um 18:38 Uhr.
Einsatz 1:
Zeit: 17:03 Uhr
Ereignis: Straße überschwemmt
Ort: Haarstraße
Einsatz 2:
Zeit: 17:06 Uhr
Ereignis: Baum auf Fahrbahn
Ort: Bartholomäusweg
Einsatz 3:
Zeit: 17:21 Uhr
Ereignis: Wasser im Keller
Ort: Friedensstraße
Einsatz 4:
Zeit: 17:25 Uhr
Ereignis: Gefahr durch lose Dachziegel
Ort: Bachstraße
Einsatz 5:
Zeit: 17:56 Uhr
Ereignis: Baum auf Radweg
Einsatz 6:
Zeit: 18:17 Uhr
Ereignis: Ast auf Fahrbahn
Ort: Lessingstraße
Einsatz 7:
Zeit: 18:08 Uhr
Ereignis: Wasser im Keller
Ort: Kettelerstraße
Dank des Einsatzes der Feuerwehr konnte den Bürgerinnen und Bürger bei den Unwetterschäden in ihren Gebäuden schnell geholfen werden und Gefahrenstellen im öffentlichen Verkehrsraum beseitigt werden.
(Quelle und Bilder FF Großostheim)




Am 07.08.24 um 15:49 Uhr kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen. Durch eine Smartwatch wurde der Integrierten Leitstelle ein medizinischer Notfall gemeldet, weswegen die Rettungskette vorerst nur mit der First Responder-Gruppe und dem Rettungsdienst eingeleitet wurde.
Bereits auf Anfahrt des Einsatzleitwagens der Freiwilligen Feuerwehr Mainaschaff konnte durch einen schon eingetroffenen Feuerwehrmann eine Rückmeldung an alle anfahrenden Einsatzkräfte weitergegeben werden. Und somit wurde das Stichwort auf „THL 2 VU-mehrere PKW“ erhöht, um noch weitere Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge zur Einsatzstelle entsannen zu können.
Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs wurde ein Frontalzusammenstoß zwischen zwei PKW festgestellt, bei dem beide Insassen noch in ihren Fahrzeugen mit verschiedensten Verletzungen verharrten. Die Feuerwehrsanitäter der Feuerwehr versorgten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Patienten und unterstützten anschließend bei der weiter Behandlung und der patientengerechten Rettung aus den Fahrzeugen.
Nachdem weitere Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle eingetroffen waren, übernahmen diese ebenfalls die Vollsperrung der Straße und diverse Sicherungsmaßnahmen an den betroffenen Fahrzeugen.
Nach knapp über einer Stunde konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden.
Insgesamt konnte der Einsatzleiter Benjamin Männche (Stlv. Kommandant) auf 16 Einsatzkräfte und 3 Fahrzeuge zurückgreifen. Kreisbrandmeister Marco Laske verschaffte sich ebenfalls ein Bild der Lage.
Wir wünschen allen beteiligten Personen alles gute und rasche Genesung.
Max Oster, FF Mainaschaff


Um 15:27 Uhr am Mittwochnachmittag (07.08.24) wurden die Freiwilligen Feuerwehren Weibersbrunn und Waldaschaff zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 3 zwischen den Anschlussstellen Weibersbrunn und dem Rasthof Spessart in Fahrtrichtung Würzburg alarmiert.
Bei dem Unfall kollidierten ein Ford und ein BMW miteinander, wodurch eine Frau in ihrem Ford eingeschlossen wurde. Der Fahrer des BMW konnte sein Fahrzeug unverletzt und selbständig verlassen.
Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte wurde die Patientin im Ford zusammen mit dem Rettungsdienst durch Feuerwehrsanitäter versorgt. Parallel dazu bereiteten die Einsatzkräfte die hydraulischen Rettungsgeräte vor, um die eingeschlossene Frau mittels der großen Seitenöffnung schonend zu befreien. Der Brandschutz wurde während der gesamten Rettungsarbeiten sichergestellt.
Für die Landung des mitalarmierten Rettungshubschraubers Christoph 18 aus Ochsenfurt musste die Autobahn vollständig gesperrt werden. Nachdem die eingeschlossene Person erfolgreich befreit wurde, konnte sie dem Rettungsdienst übergeben und in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Verkehrspolizei übernahm die Unfallaufnahme, während die Bergungsdienste bei der Abholung der nicht mehr fahrbereiten Unfallfahrzeuge unterstützt wurden. Abschließend wurde die Unfallstelle gereinigt und der Polizei übergeben.
Kommandant Michael Edelmann konnte auf 36 Einsatzkräfte und acht Fahrzeuge zurückgreifen. Seitens der Kreisbrandinspektion machte sich Kreisbrandmeister Max Asmar vor Ort ein Bild vom Geschehen.





Am Dienstagabend (06.08.24) ereignete sich im Ortsteil Dettingen ein tragischer Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem LKW. Die Freiwillige Feuerwehr Karlstein wurde um 18:22 Uhr zur Einsatzstelle in der Frankenstraße alarmiert.
Der zuerst ausgerückte Löschzug, bestehend aus HLF 20/16, GW-U und ELW 1, erreichte schnell den Unfallort. Dort bot sich folgendes Bild: Ein schwer verletzter Motorradfahrer lag am Boden und wurde von den kurz zuvor eingetroffenen Sanitätern des Rettungswagens versorgt. Ein Rettungshubschrauber, der ebenfalls in der Nähe war, ging zur Landung über. Ein beteiligter LKW-Sattelzug stand im Bereich der Unfallstelle, der Fahrer blieb unverletzt.
Auf Anweisung des Feuerwehreinsatzleiters wurde ein zweites Löschfahrzeug sowie ein Mannschaftstransportwagen (MTW) zur großräumigen Absperrung der Einsatzstelle nachgefordert. Die Mannschaft des HLF 20/16 unterstützte den Rettungsdienst bei der Reanimation und Versorgung des Motorradfahrers, betreute den LKW-Fahrer und stellte den Brandschutz sicher. Das GW-U-Team richtete eine provisorische Absperrung sowie einen Sichtschutz ein und dämmte auslaufende Betriebsmittel am LKW und am Motorrad ein. Die Besatzung des ELW 1 integrierte die Kommunikation und Dokumentation an der Einsatzstelle sowie mit der Integrierten Leitstelle.
Nach dem Eintreffen des zweiten Löschfahrzeugs und des MTW vervollständigten diese die Absicherung der Einsatzstelle und sperrten diese für Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge aller Art ab. Besonders negativ fielen dabei Radfahrer auf, die mehrfach versuchten, die Absperrungen zu ignorieren.
Trotz der schnellen und umfassenden Hilfe verstarb der Motorradfahrer noch an der Unfallstelle aufgrund der Schwere seiner Verletzungen. Alle Reanimationsversuche waren vergeblich.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes unterstützte die Feuerwehr die Polizei bei der Unfallaufnahme, den Unfallgutachter, das Bestattungsunternehmen, denAbschleppdienst sowie die Straßenmeisterei. Zusätzlich wurde ein Team für Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) zur Betreuung der zivilen Ersthelfer und Unfallzeugen ins Gerätehaus Karlstein alarmiert. Diese wurden mit dem KdoW 1 der Feuerwehr ins Gerätehaus gefahren und dort fachlich betreut.
Gegen 22:15 Uhr verließen die letzten Einheiten nach abschließender Reinigung der Fahrbahn die Einsatzstelle. Der Einsatz für die 22 Einsatzkräfte war um 22:47 Uhr mit der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Gerätehaus beendet.
Text und Bilder: Feuerwehr Karlstein / M. Fischer



Am Dienstag, den 06.08.2024, wurden die Feuerwehren aus Weibersbrunn und Waldaschaff gegen 15:25 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB 3 zwischen der Anschlussstelle (AS) Rohrbrunn und der AS Weibersbrunn in Fahrtrichtung Frankfurt alarmiert.
Aufgrund der anfänglichen Meldungen über mehrere Einsatzstellen wurden umgehend weitere Einsatzkräfte nachalamiert, darunter ein weiteres Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) aus Waldaschaff sowie die Feuerwehr Dammbach.
Dank einer durch die Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Hösbach schnell eingeleiteten Vollsperrung beider Fahrtrichtungen konnten die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte die Mittelschutzplanke überqueren und den Rettungsdienst bei der Erstversorgung der vier verletzten Personen unterstützen. Bei dem Unfall war ein mit vier Personen besetzter PKW allein beteiligt, wobei mindestens eine Person aus dem Fahrzeug geschleudert wurde.
Die Aufgaben der Feuerwehr beschränkten sich auf die Erstversorgung der Verletzten, das Sicherstellen des Brandschutzes sowie die Reinigung der Fahrbahn. Im Rückstau ereignete sich ein weiterer Verkehrsunfall mit zwei beteiligten PKW, der von der Feuerwehr Dammbach abgearbeitet wurde.
Aufgrund der längeren Sperrung der BAB 3 richteten die Feuerwehren Waldaschaff und Marktheidenfeld eine Ausleitung des Verkehrs an der AS Rohrbrunn ein, die im Anschluss von der Autobahnmeisterei Hösbach übernommen wurde.
Dem Einsatzleiter Michael Edelmann (Kommandant der FF Weibersbrunn) standen rund 40 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen zur Verfügung. Dem Einsatzleiter Rettungsdienst Florian Ewald (MHD Aschaffenburg) standen vier Rettungswagen (RTW), ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sowie zwei Rettungshubschrauber (RTH) zur Verfügung.
Der Einsatz konnte gegen 20:00 Uhr beendet werden.




Bilder und Text: FF Weibersbrunn
Um 10:38 Uhr wurde am Dienstag, den 6. August 2024, die Freiwillige Feuerwehr Alzenau zu einem Verkehrsunfall auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Alzenau und Kahl (AB25) gerufen. Aus derzeit unbekannter Ursache stießen dort ein mit einer Fahrerin und zwei Kindern besetzter VW ID.4 und ein Opel Corsa, besetzt mit einer Frau, zusammen. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Fahrerin des Corsas schwerere Verletzungen davontrug, wurde sie nach der notärztlichen Versorgung in den Schockraum einer Klinik eingeliefert. Die drei Insassen des VW überstanden den Unfall unverletzt.
Die Feuerwehr sperrte in enger Abstimmung mit der Polizei die Straße vollständig. Weiterhin wurde der Brandschutz sichergestellt und auslaufende Betriebsmittel aufgenommen. Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei wurden die beiden nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge mithilfe von Rangierwagenhebern von der Fahrbahn entfernt und auf einem benachbarten Parkplatz für die Abholung durch die Bergungsdienste bereitgestellt. Einsatzleiter, Kommandant Timo Elsesser, konnte auf 16 Einsatzkräfte und vier Fahrzeuge zurückgreifen.


Das Institut Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM) an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) führt eine wissenschaftliche Untersuchung zum Hochwasserereignis 2024 (Einsatzgeschehen aus Sicht der Einsatzkräfte) durch.
Nachfolgend der Aufruf zur Teilnahme an der Befragung der Einsatzkräfte.
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