Am Freitagabend, den 2. Mai 2025, wurde die Freiwillige Feuerwehr Karlstein um 23:11 Uhr zu einem Dachstuhlbrand im Ortsteil Großwelzheim alarmiert. Bereits wenige Minuten nach Alarmierung rückte ein Löschzug bestehend aus dem Einsatzleitwagen ELW 1, dem Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16, der Drehleiter DLA (K) 23/12 sowie dem Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 zur Einsatzstelle aus. Nach erster Erkundung bestätigte sich die gemeldete Lage – ein Brand im Dachbereich eines Nebengebäudes, bei dem derzeit Dachsanierungsarbeiten durchgeführt wurden.
Zur Unterstützung wurden daraufhin zusätzlich das Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 Tr., der Gerätewagen-Umweltschutz sowie der Mannschaftstransportwagen nachalarmiert. Ein Rettungswagen des Regelrettungsdienstes war zur Absicherung der insgesamt 26 eingesetzten Feuerwehrkräfte ebenfalls vor Ort – glücklicherweise ohne erforderlich zu werden.
Brand im Bereich der Dachsanierung
Das Feuer hatte sich im Bereich der neu montierten Holzschalung und des Isolationsmaterials unter einer großen Bauplane ausgebreitet. Diese war zum Teil bereits durchgebrannt, wodurch offene Flammen sichtbar wurden. Das ersteintreffende HLF leitete umgehend einen Außenangriff mit einem C-Rohr ein, während parallel die Drehleiter in Stellung gebracht wurde. Das LF 16/12 ging über eine Seitenstraße zur Innenangriffs-Erkundung in das Gebäude vor. Die Wasserversorgung wurde über das TLF sichergestellt.
Aufwändige Nachlöscharbeiten
Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich sehr aufwändig: Reste der Isolierung, Folien sowie Teile der Holzschalung mussten vollständig entfernt und am Boden abgelöscht werden. Auch tragende Querhölzer waren stellenweise betroffen. Drei C-Rohre, vier Wärmebildkameras, eine Steckleiter, eine Akku-Motorsäge, ein Akkuschrauber sowie diverses Kleinwerkzeug kamen zum Einsatz. Unterstützt wurden die Arbeiten durch ein bestehendes Schutzgerüst und den Einsatz der Drehleiter, von deren Korb aus höhergelegene Brandnester gezielt abgelöscht wurden. Die Einsatzstelle wurde großflächig mit Lichtmasten der Fahrzeuge und zusätzlichen Scheinwerfern ausgeleuchtet.
Nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft war der Einsatz für die Feuerwehr Karlstein gegen 02:00 Uhr beendet. Bürgermeister Peter Kreß und Kreisbrandmeister Markus Rohmann machten sich vor Ort ein Bild der Lage. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Angaben zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr derzeit nicht gemacht werden.




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Bilder: Freiwillige Feuerwehr Karlstein - Text: Freiwillige Feuerwehr Karlstein / KBM Markus Fischer