
Bayer. Staatministerium für Inneres, Sport und Integration
Newsletter 112 aktuell | Ausgabe vom 2. April 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
Krisen, Katastrophen, unvorhersehbare Gefahren – unser Bevölkerungsschutz steht vor großen Herausforderungen. Hochwasser und Waldbrände nehmen zu, Hackerangriffe auf kritische Infrastruktur werden immer ausgefeilter, und die weltweite Sicherheitslage bleibt angespannt.
Doch wie gut sind wir in Bayern auf solche Krisen vorbereitet? Wer sind die Menschen, die im Ernstfall alles geben, um Leben zu retten? Und welche Lehren ziehen wir aus vergangenen Einsätzen?
Diesen Fragen widmet sich unsere neue Podcast-Folge „Wie leistungsfähig ist der Bevölkerungsschutz in Bayern?".
Innenminister Joachim Herrmann spricht mit Herrn Christian Nitschke (Kreisbrandrat von Pfaffenhofen a. d. Ilm) und Herrn Moritz Fahn (Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Hohenwart) über ihre Einsatzerfahrungen während des Jahrhunderthochwassers 2024 in Bayern. Sie schildern eindrucksvoll, wie sie sich durch extreme Bedingungen gekämpft, Evakuierungen koordiniert und Schäden eingedämmt haben. Doch nicht nur Naturkatastrophen fordern den Bevölkerungsschutz heraus. Der Landesbeauftragte Herr Dr. Fritz-Helge Voß (THW Landesverband Bayern) gibt hierin Einblicke und erklärt, welche strukturellen Veränderungen notwendig sind, um Bayern noch besser auf zukünftige Krisen vorzubereiten.
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Mit besten Grüßen
Ihr
Joachim Herrmann, MdL
Staatsminister
Ihr
Sandro Kirchner, MdL
Staatssekretär
Zusammen mit den Präsidenten der Feuerwehrverbände aus Frankreich, Kroatien und Österreich führt heute DFV-Präsident Karl-Heinz Banse wichtige Abstimmungsgespräche mit engagierten Fachpolitikern der neuen interfraktionellen EU-Arbeitsgruppe „Resilienz, Katastrophenmanagement und Zivilschutz“.
Angesichts der zunehmenden Herausforderungen im Kontext massiver geopolitischer Veränderungen, aber auch um den zunehmenden Folgen des Klimawandels effektiver und abgestimmter zu begegnen, ist die Zusammenarbeit der Feuerwehren in Europa unerlässlich.
Gregory Allione, der ehemalige Präsident des französischen Feuerwehrverbandes, engagiert sich als neugewähltes Mitglied des Europäischen Parlaments in der neuen Arbeitsgruppe. Und ist damit ein wichtiger Partner.
Dieser Termin in Strasbourg ist auch ein weiterer Schritt zum neuen Verband der europäischen Feuerwehrverbände, der am 21. Mai 2025 in Berlin gegründet wird.
(Quelle und Bild DFV)
Den Inhalt eines Notrufes reduziert der Mitarbeiter der Integrierten Leistelle während des Gespräches auf ein in seinem Einsatzleitrechner hinterlegtes Einsatzstichwort bzw. auf ein weiter differenzierendes Einsatzschlagwort. Zu jedem Stich- und Schlagwort sind im Einsatzleitrechner die jeweils dafür notwendigen Einsatzmittel hinterlegt, um dem damit verbundenen möglichen Szenario als Feuerwehr wirksam und schnell begegnen zu können.
Über die Adresse des Notfallortes wird der Einsatz der örtlich zuständigen Feuerwehr zugeordnet und diese mit den bei ihr vorhandenen notwendigen Einsatzmittel alarmiert. Da die örtlich zuständige Feuerwehr aber oft nicht über alle für den jeweiligen Einsatz notwendigen Einsatzmittel verfügt, werden die weiteren noch fehlenden, aber für den Einsatz notwendigen Einsatzmittel, wie Feuerwehrfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Einsatzmaterialien, über eine für den jeweiligen Einsatzort festgelegten Folge von den benachbarten Feuerwehren hinzu alarmiert.
Die Feuerwehren müssen daher an Einsatzstellen regelmäßig mit ihren benachbarten Feuerwehren intensiv zusammen arbeiten. Die Koordination und das reibungslose Miteinander der Einsatzkräfte muss daher regelmäßig geübt werden, damit alles an einer Einsatzstelle Hand in Hand geht.
Diese regelmäßige Zusammenarbeit haben am 01.04.2025 die Freiwilligen Feuerwehren aus Kleinkahl und Westerngrund mit einer ansprechenden Übung gemeinsam geprobt.
Als Übungslage wurde ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten PKWs und drei verletzten Personen angenommen. Unklar war zum Zeitpunkt des fiktiven Notrufs ob noch Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt sind.
Da dieses Szenario von der örtlich zuständigen Feuerwehr mit ihrer Ausrüstung nicht alleine zu bewältigen ist, kamen beide Feuerwehren, wie in der Realität auch, gemeinsam zum Einsatz.
An der Unfallstelle liefen während der Übung alle notwendigen Maßnahmen der Feuerwehr gut koordiniert ab. Die Feuerwehrleute beider Feuerwehren arbeiteten reibungslos zusammen und konnten gemeinsam die Verletzten schonend aus den Fahrzeugen retten und sie bis zu einer Übernahme durch den Rettungsdienst an der Unfallstelle versorgen.
Vielen Dank an die Feuerwehr Westerngrund für die Vorbereitung der Übungsstelle und natürlich Dank an alle Übungsteilnehmer.
(Quelle und Bilder FF Kleinkahl)



Der Ministerrat hat heute nach Abschluss der Verbandsanhörung im zweiten Durchgang grünes Licht für die Novelle des Bayerischen Feuerwehrgesetzes gegeben. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betont: "Wir wollen die Altersgrenze beim ehrenamtlichen Feuerwehrdienst bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter anheben, also von derzeit 65 auf 67 Jahre. Damit sichern wir auch für die Zukunft das große Helferpotential im Freistaat Bayern." Der Gesetzentwurf wird nun zur weiteren Behandlung und Entscheidung dem Landtag zugeleitet.
Aus der umfassenden Beteiligung der Verbände haben sich einige Änderungen am Gesetzentwurf ergeben. So wurde die ursprünglich vorgesehene Möglichkeit, die aktive Dienstzeit im Einzelfall um bis zu drei Jahre über die eigentliche Altersgrenze hinaus verlängern zu können, verworfen. Die bereits bestehende vierjährige Wartezeit für die Wahl zum Kommandanten verbleibt hingegen im Gesetz. Damit wird die große Verantwortung, die mit diesem wichtigen Amt einhergeht, berücksichtigt.
Neu in den Gesetzentwurf aufgenommen wurde, dass die Landkreise Ausbildern Entschädigungen zahlen können. „Eine gute Ausbildung vor Ort ist die Basis für eine effektive Hilfeleistung im abwehrenden Brandschutz und technischen Hilfsdienst. Gerade kleine Gemeinden sind darauf angewiesen, dass ihre Möglichkeiten der Ausbildung am Standort durch Angebote auf Kreisebene ergänzt werden. Um das wichtige Engagement der Ausbilder auf Kreisebene zu stärken, nehmen wir die Möglichkeit einer Entschädigung ausdrücklich in das Gesetz auf“, so Herrmann.
Weitere Änderungen umfassen beispielsweise, dass Gemeinden bei Fehlalarmierungen durch sogenannte eCall-Notrufsysteme – nicht nur die in Fahrzeugen installierten – Ersatz für entstehende Kosten verlangen können. Dies umfasst nun auch falsch abgesetzte Notrufe etwa durch Smartphones oder Smartwatches. Darüber hinaus berücksichtigt der Gesetzentwurf in der jetzigen Fassung auch einen möglichen Kostenersatz für Gemeinden bei Falschalarmierungen durch Hausnotrufe. "Oftmals setzen die Dienstleister von Hausnotrufen generell Notrufe bei der Integrierten Leitstelle ab ohne vorher zu überprüfen, ob tatsächlich eine Gefahr vorliegt. Das führt mittlerweile zu einer starken zusätzlichen Belastung unserer Feuerwehrkräfte. Mit dieser Änderung möchten wir die Dienstleister hier stärker in die Pflicht nehmen", erklärte Herrmann.
"Mit dem neuen Gesetzentwurf entwickeln wir das bestehende Bayerische Feuerwehrgesetz zeitgemäß und praxistauglich fort. Wir machen unsere Feuerwehren fit für die Zukunft und tragen damit ihrer wichtigen und überwiegend ehrenamtlichen Arbeit Rechnung", resümierte Herrmann. Von den derzeit rund 328.000 aktiven Feuerwehrfrauen und -männern sind rund 320.000 Mitglieder ehrenamtlich tätig und stehen neben ihren beruflichen und privaten Verpflichtungen im Ernstfall rund um die Uhr zur Verfügung.
Am 31.03.2025 wurde gegen 1:50 Uhr von der Leitstelle die Freiwillige Feuerwehr Mömbris zu einem Verkehrsunfall in die Schimborner Straße alarmiert.
Ein Klein-LKW war von der Fahrbahn abgekommen und mit einer Mauer kollidiert. Aufgrund der Wucht des Aufpralls an die Mauer kam das Fahrzeug anschließend auf einer weiteren Mauer zum Liegen und hing mit beiden Hinterrädern in der Luft.
Der Fahrer war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits vom Rettungsdienst übernommen.
Die Aufgabe der Feuerwehr beschränkte sich somit auf die Sicherstellung des Brandschutzes, die Ausleuchtung der Unfallstelle, das Abbinden auslaufender Betriebsstoffe, der Straßenreinigung sowie der Verkehrsabsicherung.
Während der Bergungsarbeiten des Fahrzeuges musste die Schimborner Straße kurzzeitig voll gesperrt werden, was aber aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens in den Nachtstunden keinerlei Auswirkungen hatte.
Gegen 03:00 Uhr war der Feuerwehreinsatz in Mömbris beendet.
(Quelle und Bilder FF Mömbris)




Der Kreistag hat in seiner Sitzung am Montag, den 31.03.2025 die Änderung der Ehrenamtssatzung beschlossen.
In dieser Ehrenamtssatzung sind auch für die Feuerwehr die Aufwandsentschädigungen der Ausbilder auf Landkreisebene und der Schiedsrichter für die Abnahme der Leistungsprüfungen geregelt.
Rückwirkend zum 01.01.2025 wurde der Stundensatz von bisher 12,00 € auf nun 13,00 € erhöht.
Herzlichen Dank an die Mitglieder des Kreistages für diese Entscheidung.
Am Mittwoch und Donnerstag, den 26. und 27. März 2025 fand unter Mitwirkung des Instituts für Gefahrenabwehr eine Schulung der Führungsgruppe Katastrophenschutz - kurz FüGK - zum Thema Katastrophen- und Krisenmanagement im Landratsamt Aschaffenburg statt. Insgesamt haben an den beiden Fortbildungstagen rund 50 Personen teilgenommen.
Vormittags fand eine Grundlagenschulung zu den Zuständigkeiten und Aufgaben der FüGK statt. Dabei wurden unter anderem Methoden der Stabsarbeit aufgezeigt und der Ablauf einer Stabssitzung simuliert.
Am Nachmittag konnten die Inhalte nochmals bei einer Planbesprechung vertieft werden. Hier wurden fiktive Szenarien, wie beispielsweise eine lange Periode extremer Hitze, eigenständig unter Anleitung eines Moderators durchgespielt. Hierbei gab es auch Gelegenheit, das Planspiel auf analoge Weise anzugehen. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn es zu einem längeren Stromausfall kommen würde.
Ziel der Veranstaltung war es, weiterhin bestens auf eventuelle Ernstfälle vorbereitet zu sein und so eine gut koordinierte, schnelle und kompetente Bekämpfung eines etwaigen Katastrophenereignisses gewährleisten zu können. Es lässt sich erkennen, dass der Landkreis Aschaffenburg mit einem gut ausgearbeiteten Konzept aufgestellt ist, um auf verschiedenste Ereignisse schnell reagieren zu können. Grundsätzlich hat das Landratsamt Aschaffenburg in seiner Aufgabe als untere Katastrophenschutzbehörde dafür Sorge zur tragen, dass Katastrophen abgewehrt und die dafür notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen getroffen werden.
(Quelle und Bilder Pressestelle LRA AB)

Wir haben aktuell noch 3 freie Plätze für "Kurzentschlossene" beim MTA Zusatzmodul Retten am 05.04.2025 in Johannesberg. Anmeldungen sind hier weiterhin noch möglich.
Die Freiwillige Feuerwehr Daxberg unterstützt im Rahmen der MTA-Zusatzmodule oder auch bei separaten Fortbildungsveranstaltungen zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren in unserem Landkreis.
Am Mittwoch, den 26.03.2025 führte die FF Daxberg bei der FF Krombach einen Ausbildungsabend zum Thema Wald- und Vegetationsbrände durch.
In einer theoretischen Einführung in das Thema wurde gezeigt, wie sich insbesondere Flächenbrände entwickeln und wie diese besonders bei trockenem Wetter und starkem Wind gefährlich schnell auf großen Flächen um sich greifen können.
Für die praktische Ausbildung ging es in den Wald. Zunächst wurde dort das Thema Boden- und Erdfeuer behandelt. Bodenfeuer breiten sich über dem Boden – wie bspw. über trockenes Laub im Wald – aus. Beim Bodenfeuer kann mit einem sogenannten Wundstreifen, indem ein breiter Streifen von Laub und Ästen von der Feuerwehr befreit wird, die weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.
Erdfeuer brennen tief im Waldboden im Humus und an den Baumwurzel und sind oft nur schwer zu erkennen. Diese Feuer können über längere Zeit hinweg unbemerkt bleiben und stellen eine große Gefahr dar, da sie sich oft unter der Erde weiter ausbreiten, bis sie irgendwann sichtbar ans Tageslicht kommen.
Besonders spannend war für die Teilnehmer der praktische Teil der Ausbildung, in dem die Feuerwehr Daxberg demonstrierte, wie man mit den verschiedenen Brandarten umgeht. Es wurde gezeigt, welche speziellen Techniken zur Bekämpfung von Flächenbränden, Bodenfeuern und Erdfeuern angewendet werden können. Dabei durften die Feuerwehrleute aus Krombach auch selbst Hand anlegen und die verschiedenen Geräte für die Brandbekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden ausprobieren. In die praktische Ausbildung flossen auch viele Informationen zur richtigen Taktik ein, um im Einsatzfall richtig und gezielt schnell handeln zu können.
Der Besuch der Feuerwehr Daxberg wurde von den Krombacher Feuerwehrkameradinnen und –kameraden als eine sehr lehrreiche Veranstaltung empfunden und es konnten weitere Einblicke in den richtigen Umgang mit Wald- und Vegetationsbränden dabei gewonnen werden.
Die Kombacher Feuerwehr dankten den Feuerwehrleuten aus Daxberg sehr herzlich für den tollen Ausbildungsabend.
(Quelle und Bilder FF Krombach)



