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Mitteilung des Landratsamtes Aschaffenburg: Tollwut bei Fledermäusen nachgewiesen

Bei zwei in Haibach aufgefundenen Breitflügelfledermäusen wurde das Europäische Fledermaus Lyssavirus 1 nachgewiesen. Es sind die ersten bekannten Befunde dieser Art im Landkreis Aschaffenburg und der zehnte beziehungsweise elfte Nachweis einer tollwut-positiven Fledermaus in Bayern.

Ein Grund zur Besorgnis besteht nicht. Wie bei allen Wildtieren gilt auch für Fledermäuse, dass sie nicht mit bloßen Händen angefasst werden sollten - insbesondere, wenn sie am Tag entdeckt werden, untypisches Verhalten zeigen oder flugunfähig sind. Gerade in diesen Fällen sollte Abstand gehalten werden. Auch der Kontakt mit Haustieren sollte vermieden werden.

An Tollwut erkrankte Fledermäuse leiden in der Regel an neurologischen Ausfällen, Orientierungslosigkeit, Lähmungserscheinungen, Schluckbeschwerden und wirken häufig aggressiv, indem sie beispielsweise nahegelegene Gegenstände attackieren. Auffällig ist auch, wenn die nachtaktiven Tiere tagsüber angetroffen werden. Auf Grund der Lähmungserscheinungen liegen sie oft am Boden und können in Kontakt mit Hunden oder Katzen geraten. Bei derartigen Auffälligkeiten sollte das Team der Fledermausberaterinnen und -berater oder auch das Veterinäramt informiert werden. Für den Landkreis Aschaffenburg sind Michael Lutz und Thomas Bormann als Fledermausberater aktiv.

Wer Fledermäuse im Umfeld der Wohnung hat, kann zum Schutz vor Einflügen Fliegenschutzgitter an geöffneten Fenstern anbringen. Personen, die beruflich oder ehrenamtlich mit oder im Umfeld von Fledermäusen arbeiten, wird empfohlen, sich mit einer Tollwut-Impfung zu schützen. Haustiere, die regelmäßig gegen Tollwut geimpft werden, sind nach Auffassung der Ständigen Impfkommission für Veterinärmedizin gut gegen das Europäische Fledermaus Lyssavirus 1 geschützt. Der Impfschutz von Hunden und Katzen sollte daher regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf aufgefrischt werden.

Eine unbehandelte oder nicht rechtzeitig behandelte Infektion verläuft beim Menschen im Regelfall tödlich. Es besteht jedoch kein akuter Anlass zur Beunruhigung. Es empfiehlt sich die oben genannten, allgemeinen Schutzmaßnahmen gegenüber Wildtieren einzuhalten. Im Falle eines Bisses oder sonstigen Hautkontakts kann eine Tollwuterkrankung durch eine postexpositionelle Prophylaxe - kurz PEP - zuverlässig verhindert werden. Diese Behandlung sollte im Ernstfall möglichst umgehend begonnen werden.

Das Europäische Fledermaus Lyssavirus 1 zählt wie dessen beiden weiteren Virusvarianten und wie auch das klassische Tollwutvirus zu den Rhabdoviridae. Diese sind Auslöser der Tollwut. Bei der Tollwuterkrankung handelt sich um eine sogenannte Zoonose - eine Infektion, die vom Tier auf den Menschen und andere Tiere übertragbar ist. Auch Haustiere wie zum Beispiel Katzen können sich infizieren. Eine Infektion geschieht durch den Kontakt des Speichels mit der Blutbahn. Daher sind Bisse, Kratzer und der direkte Hautkontakt mit erkrankten Tieren bedenklich. Bei Ausscheidungen wie Urin und Kot besteht wiederum keine Infektionsgefahr. Da eine Übertragung der Tollwutviren nur bei direktem Kontakt mit einer infizierten Fledermaus möglich ist, geht von deren Quartieren oder von umherfliegenden Fledermäusen ebenfalls kein Risiko für den Menschen aus.

Fledermäuse erfüllen als Insektenfresser wichtige Funktionen im Naturhaushalt. Alle Arten sind in Deutschland gesetzlich streng geschützt. Für ihren Erhalt sind sie auf die Unterstützung des Menschen angewiesen - zum Beispiel durch Duldung ihrer Quartiere an Gebäuden. Wer Fledermäuse am Haus bemerkt, eine Fledermaus findet oder einen Beratungsbedarf hat, ist eingeladen, sich an die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Aschaffenburg zu wenden.

Weitere Informationen zur Fledermaustollwut und allgemein zu Fledermäusen finden sich unter anderem auf den Seiten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, des Friedrich-Loeffler-Instituts und des Landesamtes für Umwelt:

  • https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/tollwut/index.htm#fledermaustollwut
  • https://stiko-vet.fli.de/de/impftabelle/a-kleine-haustiere/a-1-hunde/tollwut/
  • https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00022910/FLI-Informationen_Fledermaeuse_2019-08-20_bf.pdf
  • https://www.lfu.bayern.de/natur/fledermausschutz/index.htm
  • https://www.lfu.bayern.de/natur/fledermausschutz/doc/fledermaustollwut_schuetzende.pdf

(Quelle LRA AB PM 146/2026 vom 01.07.2026)

LRA AB Logo Pressestelle

Geschrieben von: Pressestelle
Veröffentlicht: 02. Juli 2026

Ein außergewöhnlicher Einsatztag – Danke an alle Einsatzkräfte

 

Der 1. Juli 2026 wird als einer der einsatzreichsten Tage in die Geschichte der Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg eingehen.

Rund 350 Einsätze mussten innerhalb kürzester Zeit von den Feuerwehren im Landkreis bewältigt werden. Das Einsatzspektrum reichte von Wasserschäden und umgestürzten Bäumen über zahlreiche technische Hilfeleistungen und mehrere Brände bis hin zu First-Responder-Einsätzen sowie Unterstützungsleistungen für den Rettungsdienst.

Seit der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bis in die Abendstunden standen unzählige Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner nahezu ohne Unterbrechung im Einsatz. Sie haben ihre Freizeit, ihren Schlaf und oft auch ihre Familien zurückgestellt, um dort zu helfen, wo Hilfe dringend benötigt wurde. Mit großem Engagement, hoher Professionalität und beeindruckender Einsatzbereitschaft sorgten sie dafür, dass Menschen schnell und zuverlässig unterstützt werden konnten.

Dass sämtliche Einsätze im Landkreis Aschaffenburg erfolgreich abgearbeitet werden konnten und darüber hinaus auch die Feuerwehr Aschaffenburg Unterstützung erhielt, ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt und die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehren.

Im Namen der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg und auch ganz persönlich gilt allen Einsatzkräften ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön. Eine solche Leistung ist alles andere als selbstverständlich und verdient höchsten Respekt und Anerkennung.

Unser Dank gilt ebenso den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Einsätze freigestellt haben, sowie den Familien und Angehörigen, die an einem solchen Tag auf gemeinsame Zeit verzichten und ihren Liebsten den Rücken stärken. Auch sie leisten einen wichtigen Beitrag zu diesem außergewöhnlichen Engagement.

350 Einsätze an einem Tag – eine beeindruckende Zahl. Noch beeindruckender sind jedoch die Menschen, die sie bewältigt haben.

Einfach: Danke!

Frank Wissel
Kreisbrandrat
Kreisbrandinspektion Aschaffenburg
Landratsamt Aschaffenburg
 
Bild DANKESCHÖN KBR
Bild: KI-generiert
 
Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 02. Juli 2026

Freiwillige Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg auch in den Nachmittagsstunden nach der Unwetternacht stark gefordert – Einsatzaufkommen reißt nicht ab

 

Auch in den Nachmittagsstunden nach der vergangenen Unwetternacht waren die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg weiterhin stark gefordert. Das Einsatzaufkommen riss auch Stunden nach den heftigen Niederschlägen nicht ab. In den vom Unwetter betroffenen Gemeinden kam es immer wieder zu Einsätzen aufgrund vollgelaufener Keller und weiterer Unwetterschäden.

Akkubrand nach Überflutung einer Produktionshalle

Gegen 15:46 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Haibach gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Max Asmar in die Industriestraße-West in Haibach alarmiert. In einem Gewerbebetrieb waren zwei Pakete mit Akkus in Brand geraten. Nach ersten Erkenntnissen war eine Produktionshalle während der Unwetterlage am Morgen überflutet worden. In der Folge kam es zu einem thermischen Durchgehen der Akkus, wodurch diese in Brand gerieten. Die Feuerwehr löschte die brennenden Akkus ab und verbrachte die Pakete anschließend in ein Wasserbad, um eine erneute Reaktion auszuschließen. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes Aschaffenburg übernahm die medizinische Absicherung der Einsatzkräfte. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Kleinkind aus Pkw befreit

Um 16:32 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Kleinostheim zu einem eingeschlossenen Kleinkind in einem Pkw alarmiert. Noch während des Ausrückens erhielten die Einsatzkräfte von der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain die Rückmeldung, dass das Kind inzwischen befreit worden war. Ein Eingreifen der Feuerwehr war somit nicht mehr erforderlich. Die Einsatzkräfte brachen den Einsatz daraufhin ab.

Zimmerbrand schnell unter Kontrolle

Um 17:09 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Kahl und Karlstein sowie Kreisbrandinspektor Georg Thoma zu einem gemeldeten Zimmerbrand in den Kahler Burgweg alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Meldung: Ein Zimmer im Erdgeschoss war aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Unter der Leitung von Kommandant Alexander Reuß brachte die Feuerwehr den Brand mit drei Trupps unter Atemschutz und einem C-Rohr schnell unter Kontrolle und löschte das Feuer. Zur Kontrolle auf verbliebene Glutnester kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Um an die letzten Glutnester zu gelangen, musste das Brandgut aufwendig unter Atemschutz ins Freie gebracht und dort nachgelöscht werden. Zudem wurden die giftigen Brandgase mit einem Hochleistungslüfter aus dem Gebäude befördert.

Insgesamt waren rund 28 Einsatzkräfte mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Ein Rettungswagen der BRK-Rettungswache Alzenau sicherte die Feuerwehrkräfte medizinisch ab, musste jedoch nicht tätig werden.

Feuerwehrsanitäter unterstützen Rettungsdienst

Um 17:25 Uhr wurden die Feuerwehrsanitäter der Freiwilligen Feuerwehr Sailauf sowie um 18:32 Uhr die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Bessenbach jeweils in ihrem Zuständigkeitsbereich zu einem medizinischen Notfall im Ortsgebiet alarmiert. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes / Notarztes übernahmen sie die Erstversorgung des Patienten und trugen so zur Verkürzung des therapiefreien Intervalls bei.

Mit Blick auf die vergangenen Stunden bleibt zu hoffen, dass die Einsatzkräfte im Landkreis Aschaffenburg nun eine ruhige und möglichst einsatzfreie Nacht verbringen können. Ein Dank gilt allen Feuerwehrkräften sowie dem Rettungsdienst und der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain für ihren Einsatz und die Unterstützung im Laufe des Tages. 

Bilder: FF Kahl

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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 01. Juli 2026

Weiterhin keine Ruhe für die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg – Mehrere Alarmierungen am Mittwochmittag

 
Nach den rund 300 Unwettereinsätzen der vergangenen Nacht hält die Einsatzserie für die Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg weiter an. Innerhalb kurzer Zeit wurden am Mittwochmittag mehrere Feuerwehren zu unterschiedlichen Einsatzlagen alarmiert.
 
𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝗿𝗲𝘁𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗠𝗮𝗶𝗻
Der erste Alarm ging um 12.16 Uhr ein. Die Freiwillige Feuerwehr Kleinostheim wurde gemeinsam mit dem zuständigen Kreisbrandinspektor Georg Thoma zu einem Wasserrettungseinsatz auf den Main nach Kleinostheim alarmiert. Der Integrierten Leitstelle war ein gekentertes Segelboot gemeldet worden, auf dem sich eine Person befinden sollte.
Nach ersten Erkenntnissen war der Bootsführer allein mit seinem Segelboot auf dem Main unterwegs, als dieses kenterte. Dem Mann gelang es zunächst nicht, das Boot wieder aufzurichten. Das manövrierunfähige Segelboot trieb daraufhin auf dem Main. Ein in der Nähe befindlicher Mitarbeiter des Rettungsdienstes, der sich in seiner Freizeit dort aufhielt, beobachtete die Situation und setzte den Notruf ab.
Zufällig fand in unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle zu diesem Zeitpunkt eine gemeinsame Übung der Wasserwacht Mainparksee und der Wasserschutzpolizei statt. Die Einsatzkräfte brachen ihre Übung umgehend ab und fuhren die Einsatzstelle an. Dort trafen sie das manövrierunfähige Segelboot mit dem unverletzten Bootsführer an. Gemeinsam richteten Wasserwacht und Wasserschutzpolizei das Segelboot wieder auf und schleppten es anschließend sicher ans Ufer. Der Bootsführer blieb unverletzt.
Die Freiwillige Feuerwehr Kleinostheim war mit einem Tanklöschfahrzeug, ihrem Mehrzweckboot, einem Gerätewagen Logistik mit Schlauchboot sowie einem Einsatzleitwagen ausgerückt. Noch während der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte jedoch die Rückmeldung, dass sich die Person bereits in Sicherheit befinde und kein Eingreifen der Feuerwehr mehr erforderlich sei. Daraufhin wurde die Einsatzfahrt abgebrochen.
 
𝗚𝗲𝗺𝗲𝗹𝗱𝗲𝘁𝗲𝗿 𝗟𝗸𝘄-𝗕𝗿𝗮𝗻𝗱 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗔𝗕 𝟰𝟱
Um 12.28 Uhr wurden die Freiwillige Feuerwehr Hörstein gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Alzenau sowie der Freiwilligen Feuerwehr Karlstein und dem zuständigen Kreisbrandinspektor Georg Thoma auf die Bundesautobahn 45 in Fahrtrichtung Gießen alarmiert. Zwischen den Anschlussstellen Karlstein und Alzenau-Mitte war ein Lkw-Brand gemeldet worden.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen liegengebliebenen Pannen-Lkw handelte. Ein Brand lag nicht vor, sodass auch dieser Feuerwehreinsatz nach kurzer Zeit beendet werden konnte.
 
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Gegen 12.51 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Mömbris, Niedersteinbach und Schimborn sowie der zuständige Kreisbrandinspektor Georg Thoma zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand an einem Industriegebäude alarmiert.
Vor Ort stellte sich heraus, dass nicht der Dachstuhl, sondern die auf dem Industriegebäude installierte Photovoltaikanlage betroffen war. Aus derzeit ungeklärter Ursache war ein Kabel, das den erzeugten Strom zum Wechselrichter transportiert, in Brand geraten. Dadurch kam es zu einer massiven Rauchentwicklung.
Ein Trupp unter Atemschutz löschte den Kabelbrand über die Drehleiter mit einem C-Rohr ab. Parallel kontrollierte ein weiterer Atemschutztrupp das Industriegebäude von innen. Dabei konnten im Gebäude selbst keine Feststellungen gemacht werden. Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst an der Einsatzstelle wurde er zur weiteren Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Nach Abschluss der Löscharbeiten überprüften die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich mit einer Wärmebildkamera. Weitere Glutnester oder Auffälligkeiten wurden nicht festgestellt.
Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an den Betriebselektriker übergeben. Dieser kümmert sich gemeinsam mit einer Fachfirma um die weitere Überprüfung und Instandsetzung der Photovoltaikanlage.
Im Einsatz befanden sich rund 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren.
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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 01. Juli 2026

Kleinostheim - nächtlicher Kellerbrand

Kurz nach Mitternacht wurden die Freiwilligen Feuerwehren Kleinostheim und Mainaschaff am 1.7.2026 zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus alarmiert. Vier Bewohner konnten sich mit ihrem Hund noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbst retten. Zwei Personen stand diese Möglichkeit aufgrund der starken Rauchausbreitung im Gebäude nicht mehr offen, so dass sie sich auf dem Balkon im Obergeschoss aufhielten. Die Feuerwehr rettete diese Personen mittels Drehleiter, parallel wurde die Brandbekämpfung durchgeführt, die rasche Erfolge zeigte. Anschließend wurde das verrauchte Gebäude mit Hilfe von Hochdrücklüftern vom Brandrauch befreit.

Die Bewohner wurden dem Rettungsdienst vorgestellt, glücklicherweise wurde niemand verletzt.

[Quelle: FF Kleinostheim]

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Geschrieben von: Andreas Hausotter Pressesprecher
Veröffentlicht: 01. Juli 2026

Rund 300 Unwettereinsätze im Landkreis Aschaffenburg – Freiwillige Feuerwehren die ganze Nacht im Einsatz

Ein schweres Unwetter mit Starkregen und teils kräftigen Gewittern hat in der Nacht zum Mittwoch zahlreiche Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg gefordert. Der erste Alarm ging um 03:41 Uhr bei den Einsatzkräften ein. In den darauffolgenden Stunden mussten insgesamt rund 300 Einsätze abgearbeitet werden. Besonders betroffen waren die Gemeinden Waldaschaff, Bessenbach, Haibach, Mainaschaff, Stockstadt und Großostheim.
Die Einsatzkräfte wurden überwiegend zu vollgelaufenen Kellern alarmiert. Darüber hinaus mussten umgestürzte Bäume beseitigt, abgebrochene Äste entfernt sowie durch den Starkregen herausgespülte Kanaldeckel gesichert werden.
Einzelne Unwettereinsätze mussten zudem die Freiwilligen Feuerwehren Hösbach, Hösbach-Bahnhof, Hörstein und Rothenbuch in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen abarbeiten.
Zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren wurden zusätzliche Einheiten in die besonders betroffenen Bereiche entsandt. So unterstützte der Landkreislöschzug 1 mit den Feuerwehren aus Alzenau und Michelbach-Kälberau die Einsatzkräfte in Stockstadt bei der Abarbeitung der zahlreichen Schadensstellen. Der Landkreislöschzug 5, bestehend aus den Feuerwehren Schöllkrippen und Kleinkahl, unterstützte die Einsatzkräfte in Haibach. Ebenfalls kam dort der bei der Feuerwehr Schimborn stationierte Gerätewagen Logistik 2 zum Einsatz. Das Fahrzeug ist mit einem staatseigenen Hochwassermodul ausgerüstet und dadurch speziell für Einsätze bei Hochwasser- und Wasserschadenslagen geeignet. Zur Beladung gehören unter anderem acht sogenannte Flutboxen mit jeweils einer Kellerentwässerungspumpe und einem Druckschlauch sowie ein leistungsstarker Wassersauger, der auf einer Gitterbox verlastet ist.
Zur Unterstützung der Feuerwehr der Stadt Aschaffenburg wurden außerdem der Landkreislöschzug 11 mit den Feuerwehren Glattbach und Johannesberg sowie der Landkreislöschzug 7 mit den Feuerwehren Laufach und Sailauf in das Stadtgebiet Aschaffenburg entsandt. Sie unterstützten dort bei der Bewältigung der zahlreichen Unwettereinsätze.
Neben den wetterbedingten Einsätzen mussten die Einsatzkräfte auch weitere Notfälle bewältigen. In Johannesberg kam es während des Unwetters zu einem Verkehrsunfall, der ebenfalls den Einsatz der Feuerwehr erforderte. In Bessenbach löste eine durch das Unwetter verursachte Brandmeldeanlage einen weiteren Einsatz aus. Darüber hinaus wurde die Drehleiter der Feuerwehr Haibach zur Unterstützung bei einem gemeldeten Zimmerbrand in die Stadt Aschaffenburg alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten die Anfahrt jedoch abbrechen, da die Lage durch die zuerst eingetroffenen Kräfte schnell unter Kontrolle gebracht worden war. Die Feuerwehr Stockstadt wurde zudem zu einem First-Responder-Einsatz alarmiert und übernahm bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die medizinische Erstversorgung. Die Feuerwehr Mainaschaff wurde zu einer Brandnachschau alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass austretender Wasserdampf aus einer Heizungsanlage die Ursache für die gemeldete Rauchentwicklung war, sodass ein Eingreifen der Feuerwehr nicht erforderlich war.
Während der gesamten Einsatzlage stand die Inspektionsspitze der Kreisbrandinspektion in engem und kontinuierlichem Austausch mit Landrat Dr. Alexander Legler sowie mit Lea Röth, Geschäftsbereichsleiterin des Geschäftsbereichs 1 – Bauwesen, Katastrophen- und Zivilschutz am Landratsamt Aschaffenburg. So war eine fortlaufende Beurteilung der Einsatzlage sowie eine enge Abstimmung der erforderlichen Maßnahmen während des gesamten Einsatzgeschehens sichergestellt.
Die Kreisbrandinspektion bedankt sich ausdrücklich bei allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für ihren engagierten und professionellen Einsatz in der Nacht. Ein besonderer Dank gilt auch den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unkompliziert für den Feuerwehrdienst freigestellt haben. Viele der ehrenamtlichen Einsatzkräfte waren bis in die Mittagsstunden im Einsatz und konnten ihre reguläre Arbeit deshalb nicht oder nur verspätet antreten. Diese Unterstützung durch die Arbeitgeber ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung des ehrenamtlichen Brand- und Katastrophenschutzes.
Durch das schnelle und koordinierte Handeln konnten die zahlreichen Einsatzstellen zügig abgearbeitet und den Bürgerinnen und Bürgern schnell und zuverlässig geholfen werden. 
 
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Geschrieben von: KBM Markus Fischer
Veröffentlicht: 01. Juli 2026

STK / MTK Prüfung der medizinischen Geräte im Jahr 2026 findet am 14. und 15.07.2026 statt

Jede Feuerwehr, die medizinische Produkte besitzt und betreibt, muss die Geräte nach § 11 MPBetreibV einer STK-Prüfung bzw. nach § 14 MPBetreibV einer MTK-Prüfung unterziehen.

In Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst in Aschaffenburg bietet die Kreisbrandinspektion in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrverband auch im Jahr 2026 wieder einen Prüfungstermin mit einem externen Prüfer an. Die Abrechnung der Prüfung erfolgt direkt durch den Prüfanbieter mit der jeweiligen Feuerwehr.

Der Termin ist am Dienstag, den 14. und Mittwoch, den 15.07.2026 in den Räumlichkeiten des Malteser Hilfsdienstes in Aschaffenburg. Die Geräte können am Dienstag zwischen 7.30 Uhr und 9.00 Uhr abgegeben werden.

Der unten herunterladbare Begleitzettel muss vollständige ausgefüllt mit den Geräten abgegeben werden.

Ablauf:
Die Geräte werden von Euch gebracht, durch den Prüfanbieter geprüft und danach wird der Ansprechpartner gemäß Begleitschein telefonisch zur Abholung verständigt. Prüfprotokolle und Rechnungen werden im Nachgang durch den Anbieter direkt versendet.

Hinweis:
Die Kosten für eine Neuanschaffung bei Blutzucker-, Blutdruckmessgeräten, Thermometer sind in der Regel mit den Kosten einer Prüfung zu vergleichen. In der Regel macht es daher mehr Sinn, diese Gerätschaften neu zu beschaffen, als diese einer Prüfung zu unterziehen.

Für Rückfragen steht Kreisbrandmeister Tobias Brinkmann unter den nachfolgenden Erreichbarkeiten gerne den Feuerwehren zur Verfügung:
Mobil: 0170-7373520 gerne auch per WhatsApp
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Download für den Begleitzettel:
MPG_-_STK_Begleitschein.pdf


Geschrieben von: Pressestelle
Veröffentlicht: 30. Juni 2026

Aktuelles Warnvideo des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom 30.06.2026, 11:45 Uhr und eine Grafik des DWD als Hinweis auf mögliche Wettergefahren

Link zum Warnvideo:

https://www.dwd.de/DWD/wetter/film/Unwetterwarnung_1.mp4

Mit der beigefügten Grafik möchte der DWD Sie darauf hinweisen, dass das Potenzial für eine gefährliche Wetterlage nach aktuellem Stand der Modellprognosen gegeben ist. Der Inhalt der Grafik ist als ein erster Hinweis zu verstehen und stellt noch keine Warnung dar.

Bitte verfolgen Sie daher in den kommenden Tagen aufmerksam die weitere Wetterentwicklung im Internet (www.dwd.de, www.wettergefahren.de ) und in der WarnWetter-App des DWD.

(Quelle DWD)

VBZ 2026 06 30 Gewitter

Geschrieben von: Pressestelle
Veröffentlicht: 30. Juni 2026

Nächtlicher Fahrzeugbrand in Großostheim-Ringheim

Die Freiwillige Feuerwehr Großostheim wurde am frühen Montagmorgen, den 29.06.2026 gegen 2:30 Uhr zu einem brennenden Fahrzeug in die Ringheimer Bornthalstraße alarmiert. Vom Inhalt der Notrufe ging die Integrierte Leitstelle von einer akuten Gefahr durch ein Übergreifen des Fahrzeugbrandes auf ein angrenzendes Grundstück mit einem Wohngebäude aus und disponierte mit einem kompletten Löschzug gleich ausreichende Feuerwehrkräfte für einen Gebäudebrand.   

Bereits während der Anfahrt von Großostheim nach Ringheim war für die Einsatzkräfte ein Feuerschein und eine deutliche Rauchentwicklung über Ringheim sichtbar. Obwohl die Feuerwehr schnell am Einsatzort eintraf, stand der auf der Straße geparkte Kastenwagen samt seiner Ladung bereits im Vollbrand.

Zwei Trupps unter Atemschutz konnten mit ihren Strahlrohren das Feuer schnell eindämmen. Ein Übergreifen des Brandes auf die daneben befindliche Vegetation und auf das angrenzende Wohnhaus konnte verhindert werden. Nach den Löscharbeiten kontrollierte die Feuerwehr das Fahrzeugwrack auch unter dem Einsatz einer Wärmebildkamera auf weitere Glutnester.

Die Bornthalstraße war für die Einsatzdauer von etwa 1,5 Stunden für den Straßenverkehr gesperrt.

Einsatzleiter und Kommandant der Großostheimer Feuerwehr Alan Friedreich konnte auf rund 25 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle zurückgreifen, die mit fünf Feuerwehrfahrzeugen vor Ort waren. Kreisbrandinspektor Otto Hofmann konnte, nach dem kein Gebäudebrand vorlag, seine Anfahrt abbrechen.

Noch während des Feuerwehreinsatzes hat die Polizei ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

(Quelle und Bilder FF Großostheim)
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Geschrieben von: Pressestelle
Veröffentlicht: 29. Juni 2026

Feuerwehr Goldbach holt neue Drehleiter in Ulm ab

Die Freiwillige Feuerwehr Goldbach konnte nach langer Zeit der Planung, des Wartens und der Vorfreude in der vergangenen Woche ihre neue Drehleiter beim Hersteller Magirus in Ulm abholen. Bevor das Fahrzeug offiziell in den Einsatzdienst übernommen wird, stehen in den kommenden Wochen umfangreiche Einweisungen, Ausbildungsfahrten und Übungen für die Einsatzkräfte sowie die Drehleitermaschinisten auf dem Programm.

Mit der neuen Magirus M32L-AS ersetzt die Feuerwehr ihre bisherige Drehleiter aus dem Jahr 2002. Nach mehr als 24 Jahren im Einsatz wird das bisherige Fahrzeug durch eine moderne Drehleiter ersetzt, die dem aktuellen Stand der Technik entspricht und die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr in vielen Bereichen erweitert.

Die neue Drehleiter erreicht eine Rettungshöhe von bis zu 32 Metern und verfügt zusätzlich über einen Gelenkarm mit einer Eindringtiefe von bis zu 4,9 Metern. Dadurch können auch Einsatzstellen erreicht werden, die mit einer herkömmlichen Drehleiter nur schwer zugänglich sind – beispielsweise hinter Dachaufbauten oder in engen Innenhöfen.

Zur Ausstattung gehört ein Rettungskorb mit Platz für bis zu vier Personen und einer Tragkraft von 400 Kilogramm. Für die Rettung von Patienten mit höherem Körpergewicht verfügt die Drehleiter außerdem über eine spezielle Schwerlasttragenhalterung, mit der Personen bis zu 300 Kilogramm sicher transportiert werden können.

Auch die Steuerung der neuen Drehleiter wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich weiterentwickelt. Das Assistenzsystem „SmartControl“ von Magirus unterstützt die Drehleitermaschinisten bei der Bedienung und erleichtert insbesondere das präzise Arbeiten auf engem Raum oder unter schwierigen Einsatzbedingungen. Darüber hinaus sorgen verbesserte Sicherungsmöglichkeiten im Rettungskorb für zusätzliche Sicherheit bei Rettungs- und Arbeitsmaßnahmen in der Höhe.

Das rund zehn Meter lange Fahrzeug verfügt über ein zulässiges Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Angetrieben wird die Drehleiter von einem 300 PS starken Dieselmotor auf einem Mercedes-Benz-Fahrgestell mit Allison-Vollautomatikgetriebe. Nach Abschluss der Schulungen wird sie unter dem Funkrufnamen „Florian Goldbach 30/1“ offiziell in den Einsatzdienst übernommen.

Mit der Indienststellung wird die neue Drehleiter künftig die bisherige DLK 18/12 vollständig ersetzen und die Freiwillige Feuerwehr Goldbach bei der Menschenrettung, Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung unterstützen.

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Geschrieben von: Fabien Kriegel stv. Pressesprecher
Veröffentlicht: 29. Juni 2026

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