Die aktuelle Ausgabe 01/2026 kann hier heruntergeladen werden:
Bevölkerungsschutz 1/2026

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Der Ministerrat hat am 28.04.2026 eine Stärkung der Luftrettung in Bayern beschlossen -Rettungshubschrauber dürfen von fünf Standorten aus perspektivisch länger fliegen - Innenminister Joachim Herrmann: "Wir machen den Rettungsdienst noch effizienter und erhöhen die Versorgungsqualität vor allem auf dem Land maßgeblich"
Bayern stärkt die Luftrettung vor allem in ländlichen Regionen. Das hat der Ministerrat heute auf Vorschlag von Innenminister Joachim Herrmann beschlossen. Grundlage hierfür ist das Gutachten des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement zur Ausdehnung der Betriebszeiten der Rettungshubschrauber. Herrmann: "An den Standorten Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten und Suben in Österreich werden perspektivisch die Betriebszeiten der Rettungshubschrauber erweitert. Von dort aus können nach einer Einführungsphase die Hubschrauber auch nach Einbruch der Dunkelheit fliegen, solange das im Ein-Schicht-Betrieb möglich ist. Das ist auch eine Antwort auf die Veränderungen in der Krankenhausstruktur in Bayern, da sich die Wege zu geeigneten Kliniken dadurch verkürzen." In den Wintermonaten werden an den vorgesehenen Standorten die Betriebszeiten von 7 Uhr bis 20:15 Uhr und in den Sommermonaten von 7 Uhr bis 21:45 Uhr ausgeweitet. Die drei Intensivtransporthubschrauber in München, Nürnberg und Regensburg, die auch die Aufgaben von Rettungshubschraubern übernehmen können, fliegen bereits jetzt rund um die Uhr.
"Mit den ausgewählten Standorten können wir nahezu das gesamte Gebiet des Freistaats abdecken. So machen wir den Rettungsdienst in Bayern noch effizienter und erhöhen die Versorgungsqualität in weniger gut erreichbaren Gebieten maßgeblich. Vor allem in den Wintermonaten ist die Ausweitung ein deutlicher Mehrgewinn und verkürzt die Transportzeit in ein geeignetes Krankenhaus gerade bei zeitkritischen Notfällen, die eine schnelle und adäquate Behandlung erfordern", erklärte Herrmann. Die betroffenen Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung werden nun die Randzeitenausweitung sukzessive umsetzen. Herrmann kündigte an, die Ausdehnung der Betriebszeiten sehr genau zu beobachten. „Wir brauchen diese Erfahrung und das Ergebnis einer Evaluation, um beurteilen zu können, ob wir die Betriebszeiten an weiteren Standorten ausdehnen sollten.“
Die Ausweitung der Randzeiten innerhalb des Ein-Schicht-Betriebs ist laut Herrmann die wirtschaftlichste Lösung: "Wir können die erweiterten Flugzeiten mit dem vorhandenen Personal abdecken und dadurch eine bessere Versorgung von Notfallpatienten sicherstellen. Bei einem Zwei-Schicht-Betrieb oder gar einer Abdeckung über 24 Stunden würden die Mehrkosten um ein Vielfaches steigen." Die simulationsbasierten Analysen des Gutachtens zeigen, dass das notärztliche Einsatzaufkommen bis etwa 22 Uhr hoch bleibt und anschließend bis 7 Uhr deutlich sinkt. Eine zusätzliche Vorhaltung in den tiefen Nachtstunden würde daher nur ein vergleichsweises kleines zusätzliches Einsatzpotenzial bedeuten.
Mit 15 Luftrettungsstandorten, davon elf Rettungshubschrauber und vier Intensivtransporthubschrauber, hat der Freistaat Bayern im bundesweiten Vergleich bereits jetzt eine Vorreiterrolle bei der Luftrettung. "Auch der technische Fortschritt in der Flugtechnik hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, etwa durch verbesserte Nachtsichtgeräte und automatische Hinderniserkennungssysteme. Mit der Ausweitung der Betriebszeiten reagieren wir zum Wohl der Notfallpatienten auch auf diese Entwicklung", so Herrmann.
(Quelle und Bild StMI PM 139/2026 vom 28.04.26)
Nachdem bereits am Sonntag die Freiwillige Feuerwehr Wiesen bei zwei Motorradunfällen auf der Staatsstraße St 2305 im Einsatz war, wurde sie am Dienstag, den 28.04.2026 wieder zu einem Motorradunfall zwischen Kleinkahl und Wiesen auf die durch den Hochspessart führende Staatsstraße alarmiert.
Ein in Fahrtrichtung Wiesen fahrendes Motorrad war in einer Kurve mit einem PKW kollidiert.
Die eingetroffene Feuerwehr aus Wiesen sicherte die Unfallstelle ab und Feuerwehrsanitäter versorgten und betreuten umgehend die verletzte Person. Nach dem Eintreffen des ebenfalls alarmierten Rettungsdienstes unterstützen sie diesen weiter.
Zusätzlich übernahmen die Feuerwehr während der polizeilichen Unfallaufnahme bis zur Räumung der Unfallstelle verkehrsregelnde Maßnahmen und beseitigten ausgelaufene Betriebsstoffe.
(Quelle und Bilder FF Wiesen)


Am 28.04.2026 wurden die Feuerwehren Mömbris-Hutzelgrund, Hörstein und Alzenau um 20:10 Uhr zu einem Waldbrand
alarmiert. Die Einsatzstelle befand sich in einem Waldgebiet zwischen Hörstein und Hohl. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden zwei voneinander getrennte Brandstellen festgestellt,
die zusammen eine Fläche von rund 400 Quadratmetern umfassten. Es handelte sich um ein Bodenfeuer im Wald. Zur Brandbekämpfung kamen drei C-Rohre zum Einsatz. Die Wasserversorgung wurde zunächst über die
Löschwassertanks der eingesetzten Fahrzeuge sichergestellt. Nachdem die offenen Flammen abgelöscht waren,
wurde der Waldboden mit Handwerkzeugen aufgelockert, um verbliebene Glutnester freizulegen und gezielt
ablöschen zu können. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen im Einsatz. Die Einsatzleitung hatte Franz Rauscher,
Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mömbris-Hutzelgrund. Er wurde durch Kreisbrandmeister Markus Rohmann
unterstützt. Ein Rettungswagen der Rettungswache Mömbris sicherte die Löscharbeiten ab, musste jedoch nicht tätig werden. Der Einsatz konnte nach erfolgreicher Nachkontrolle der Brandstellen beendet werden.
[Text: KBM Markus Fischer, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion
Bilder: beteiligte Feuerwehren]







Dienstag, 28.4.2026 – Am frühen Dienstagnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr Sommerkahl-Vormwald in den Bereich der Wilhelminenstraße zu einem vermeintlichen Brand mehrerer Bäume alarmiert. Noch vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte hatte bereits eine Polizeistreife zurückgemeldet, dass es sich um den Brand mehrerer Heuballen auf einem bebauten Gelände handele und der Brand schon auf einzelne Bäume übergegriffen habe. Der zuständige Disponent der ILS Untermain erhöhte daraufhin das Alarmstichwort, so dass die benachbarten Feuerwehren aus Schöllkrippen, Kleinkahl und Blankenbach sowie das TLF aus Laufach an den Einsatzort beordert wurden. Die ebenfalls alarmierten Sonderfahrzeuge der Wehren aus Albstadt, Hörstein und Alzenau konnten nach der ersten Lagemeldung die Einsatzfahrt abbrechen.
Dem Einsatzleiter und Kommandanten der FF Sommerkahl-Vormwald, Florian Crössmann, standen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Verfügung, die die Heuballen in Koordination mit den Eigentümern des Grundstücks unter Zuhilfenahme eines Teleskopladers auseinanderzogen und das Heu gründlich ablöschten.
Nach rund zwei Stunden war der Brand gelöscht und es fanden umfangreiche Nachlöscharbeiten statt, um letzte Glutnester im Heu zu beseitigen.
Der Einsatzleiter konnte auf über 40 Feuerwehrleute mit 10 Fahrzeugen zurückgreifen. Unterstützt wurde der Kommandant durch den zuständigen Gebiets-KBM Jörg Klingmann. Zur Absicherung der Einsatzkräfte war ein Rettungswagen aus Sailauf vor Ort, eine Streife der Polizei machte sich ebenfalls ein Bild der Lage.
Über die Ursache und die Höhe des Sachschadens können von Seiten der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Menschen und Tiere kamen glücklicherweise nicht zu schaden.
[Quelle und Bilder: FF Sommerkahl-Vormwald]

Aufgrund der seit Tagen andauernden Trockenheit, bei langer Sonnenscheindauer und frühsommerlichen Temperaturen herrscht im gesamten Regierungsbezirk Unterfranken zum Start in den Mai eine hohe Waldbrandgefahr.
Deshalb ordnet die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in Unterfranken am 01.05.2026, 02.05.2026 und am 03.05.2026 die Luftbeobachtung der Wälder für den gesamten Regierungsbezirk Unterfranken an.
Flächendeckend herrscht hohe Gefahr für Unterfranken, auch nach dem Grasland-Feuerindex, der die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs beschreibt.
Auf Grund des schönen Wetters und des Feiertages ist mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur zu rechnen. Dadurch ist für den gesamten Zeitraum der Anordnung die Schadenseintrittswahrscheinlichkeit deutlich erhöht.
Für die Luftbeobachtung kommen zum Einsatz:
Westroute: <- beinhaltet auch den Bayer. Untermain
Freitag, 01.05.2026 ab 15:00 Uhr Kater Unterfranken 15/2 vom Flugplatz Hettstadt
Samstag, 02.05.2026 ab 15:00 Uhr Kater Unterfranken 15/2 vom Flugplatz Hettstadt
Sonntag, 03.05. 2026 ab 15:00 Uhr Kater Unterfranken 15/3 Elsesser vom Flugplatz Mainbullau
Ostroute:
Freitag, 01.05.2026 ab 14:00 Uhr Kater Unterfranken 15/1 vom Flugplatz Haßfurt
Samstag, 02.05.2026 ab 15:00 Uhr Kater Unterfranken 15/1 vom Flugplatz Haßfurt
Sonntag, 03.05.2026 ab 15:00 Uhr Kater Unterfranken 15/4 vom Flugplatz Schweinfurt
Das seit 03. April 2026 vom Flugplatz Giebelstadt aus in Dienst gestellte Schnelle Einsatzflugzeug (SEF) trägt den Funkrufnamen „Kater Unterfranken 15/5“ und steht weiterhin, wie bereits mit der Indienstellung hier bekant gegeben, für die Luftbeobachtung von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zur Verfügung.
Die Flugzeuge sind zunächst auf der Digitalfunkgruppe KATS_UFR und werden in Absprache mit den involvierten Leitstellen bei einem konkreten Einsatzfall auf die jeweilige Feuerwehrgruppe der örtlich betroffenen Kreisverwaltungsbehörde umschalten.
Die konkrete Anforderung einer Luftbeobachtung für einen Einsatzfall im Landkreis Aschaffenburg erfolgt durch die Einsatzleitung Vorort über die Integrierte Leitstelle Bayer. Untermain. Auf die eigenen Möglichkeiten einer Luftaufklärung eines konkreten Schadensgebietes durch unser Drohnenteam wird ebenfalls verwiesen.
(Quelle und Bilder RUF)
Die Deutsche Feuerwehr-Zeitung, Ausgabe 05/2026 kann hier heruntergeladen werden:
Deutsche_Feuerwehr-Zeitung_Ausgabe_05-2026.pdf

Die Gefahr von Waldbränden steigt wegen der aktuellen trockenen Frühlingswitterung weiter an und sollte daher nicht unterschätzt werden.
Link zum aktuellen Waldbrandgefahrenindex der Deutschen Wetterdienstes:
DWD - Waldbrandgefahrenindex
Der Waldbrandgefahrenindex WBI beschreibt das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand. Er zeigt die Waldbrandgefahr in 5 Gefahrenstufen an: 1= sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr.
Bitte beachten Sie zum Schutze unserer Wälder bitte folgende Hinweise:
- In den Wäldern gilt für Waldbesucher Rauchverbot vom 1. März bis 31. Oktober.
- Werfen Sie beim Autofahren keine Zigarettenkippen aus dem Fenster.
- Entzünden Sie im Wald oder in Waldnähe (bis 100 m) kein offenes Feuer.
- Parken Sie Ihren PKW nicht auf trockenem Gras, da es sich am heißen Katalysator entzünden kann.
- Melden Sie Waldbrände mit möglichst genauer Ortsangabe sofort an die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112.
- Parken Sie an den Zufahrten in den Wald stets so, dass Einsatzfahrzeuge bei ihrem Einsatz im Wald nicht behindert werden.

